Autor Thema: 20060110 DI KEIM BESICHTIGUNG GLETSCHERDRACHE IN SALZBURG  (Gelesen 2201 mal)

Offline Andreas Ranovsky

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20060110 DI KEIM Besichtigung GLETSCHERDRACHE in Salzburg
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« Letzte Änderung: 31 Juli 2016, 15:52:47 von Andreas Ranovsky »
Nur wenn sie vollkommen schad- und klaglos gehalten werden, stimmen Susanna und Andreas Ranovsky weiteren Veröffentlichungen zu. Gegen beharrliches Ignorieren der objektiven Wahrheit (Realität): Das höherwertige Rechtsgut KINDESWOHL verpflichtet Bürgerinnen und Bürger zum Veröffentlichen.

Offline Andreas Ranovsky

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GLETSCHERDRACHE
« Antwort #1 am: 28 März 2014, 16:05:12 »
20060110 DI KEIM Besichtigung GLETSCHERDRACHE in Salzburg
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20060110 DI KEIM Besichtigung GLETSCHERDRACHE in Salzburg

TEILMASCHINELLE TRANSKRIPTION DES TEXTES DER SEITEN 1-24

Seite 1 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim:

Bericht

„Besichtigung der gesicherten Waggons Kitzsteingams und Gletscherdrachen von der Standseilbahn Kaprun 2 in Salzburg am 10.01.2006“

Betreff:

Schadensnummer: 03-763 113-4
Auftragsnummer: 2169706
Auftrag vom 06.01.06

31.Januar 2006
Dipl.- Ing. ( FH ) Hans–Joachim Keim

k e i m k o n z e p t®
Bereich Gutachten
D – 70193 Stuttgart
Germany

Seite 2 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim:

Besichtigung des „Gletscherdrachens“ der Gletscherbahn Kaprun 2 in Salzburg am 10.01.2006.

Besichtigung des „Gletscherdrachens“ der Gletscherbahn Kaprun 2 in Salzburg am 10.01.2006.

1. Allgemein

Am 10.01.2006 fand der letzte offizielle Besichtigungstermin der sichergestellten Beweismittel der Brandkatastrophe am Kitzsteinhorn in Kaprun vom 11.11.2000 statt. Nach diesem Termin wurden die nicht für weitere Verfahren beschlagnahmten Beweismittel den Eigentümern ausgehändigt. Zu diesem Besichtigungstag wurden vom Richter des Landgerichts Salzburg Herrn Dr. Manfred Seiss die Prozessbeteiligten geladen. Es erschienen die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Frau Eva Danninger-Soriat, Vertreter der Gletscherbahn Kaprun mit ihrem Rechtsanwalt Dr. Günther Ramsauer, die Firma Fakir vertreten durch Herrn Dipl. - Ing. Oliver Oechsle, Frau Rechtsanwältin Daniela Karollus – Bruner und Herrn Dipl.-Ing. Hans-Joachim Keim usw.. Herr Richter Dr. Manfred Seiss eröffnete die Sitzung gegen 14°° Uhr, er protokollierte die Anwesenden und neue  Beweismittel, die außerhalb der Lagerhalle gesichert waren und zu dem Ortstermin von einem Beamten am 10.01.2006 in die Lagerhalle gebracht wurden. Die Vertreter der Firma Fakir hatten nun Gelegenheit, die gesicherten Beweismittel zu sichten und bei Bedarf über die Frau Staatsanwältin Danninger-Soriat für die laufenden Verfahren wieder beschlagnahmen zu lassen. Erstaunlicherweise konnten die Materialien für den „Verhau“, bestehend aus Brettern, Faserplatten usw., nicht mehr gefunden werden. Die Frau Staatsanwältin legte diesbezüglich deutlich Protest ein und veranlasste, dass dieses ins richterliche Protokoll aufgenommen wurde.

Bei der Besichtigung des erhaltenen Waggons der verunglückten Gletscherbahn Kaprun 2 namens „Gletscherdrachen“ sind einige wesentliche Dinge aufgefallen, die nachfolgend beschrieben werden:

Seite 3 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

- Die Einbausituation der Heizlüfter in den Steuerpult des Berg- und Talführerstandes unterscheiden sich gravierend. So ist im Bergführerstand der Heizlüfter parallel zur Seitenwand des Gletscherdrachens unterhalb der Steuerpultplatte im Fußraum des Fahrers ( s. Bild 1 ) und im talseitigen Führerstand parallel zur Frontmaske in der Stirnseite des Steuerpultes ( s. Bild 9 ), die zum schmalen Durchgang vom Einstieg in das Fahrzeug gerichtet ist, angebracht.

- Der „Verhau“ aus Steinwolle, Hartfaserplatten und Lärchenholzbrettern ist nur in dem talseitigen Führerstand im Fußraum des Steuerpultes eingebracht ( s. Bild 11 ).

2. Beschreibung und Bilder der Führerstände vom noch erhaltenen Waggon „Gletscherdrachen“ der Gletscherbahn Kaprun 2

Bei der Besichtigung am 10.01.2006 in Salzburg des erhaltenen Waggons „Gletscherdrachen“ der Gletscherbahn Kaprun 2 wurde der unterschiedliche Aufbau der Führerstände unter anderem bezüglich der Heizlüftereinbausituation deutlich sichtbar. Diese Unterschiede werden nachfolgend beschrieben und mit Bildern dokumentiert.

2.1 Bergseitiger Führerstand

Im Bild 1 wird der bergseitige Führerstand als Skizze dargestellt. Hierbei wird deutlich, dass der Heizlüfter im Fußraum unter der Fahrerbedienpultplatte in Bergfahrtrichtung auf der linken Seite angebracht ist.

Die Bilder 2 bis Bild 4 sind aus dem Gutachten 1/01/GZ1 des Herrn Sachverständigen Anton Muhr entnommen.

Im bergseitigen Führerstand befand sich eine Holztrennwand parallel zur Frontmaske innerhalb des Steuerpultes. Vor dieser Wand verliefen die Hydrauliksteuerleitungen mit Ventilen für die 5 Schaltkreise der Schienenzangenbremse ( s. Bild 4 ). Diese Holzwand war

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bei der Begehung am 10.01.2006 nicht mehr vorhanden ( s. Bild 5 ). Die Bilder 4 und 5 wurden durch die mit einem Schloss versehenen geöffneten Türe aufgenommen.

Im Bild 5 sind auf der linken Seite im Bereich des Türanschlags zwei beschriftete Schlüsselschalter sichtbar. Im Bild 6 werden die Schalter als Ausschnitt und Vergrößerung dargestellt. Nach der Beschriftung ist der Schalter, der zur Türöffnung am nächsten liegt, der Hauptstromschalter für das Betreiben des Fahrzeugs. Der dahinterliegende Schlüsselschalter ist für die Stromversorgung der Türen.

Die Bilder 7 und 8 zeigen die Ausschnitte in der Steuerpultwand im bergseitigen Führerstand im Fußraum des Fahrers. Der obere Ausschnitt im Bild 6 ist für den Heizlüfter und der untere für die Lufthutze. Die Ausschnittmaße vom bergseitigen Führerstand wurden nicht festgehalten. Bei der nachträglichen Betrachtung und Vergleich mit den Heizlüfterausschnitten in der Pultwand muss festgestellt werden, dass zwei Ausnehmungen in dem talseitigen Ausschnitt für den Heizlüfter auf der Bergseite nicht vorhanden sind. Daraus folgt der bergseitige Ausschnitt muss in beiden Richtungen größer sein.

2.2 Talseitiger Führerstand

In Bild 9 wird der talseitige Führerstand als Skizze mit Blickrichtung Tal dargestellt. Hierbei wir deutlich, dass der Heizlüfter mit Lufthutze nicht wie beim bergseitigen Führerstand im Fußraum unter der Bedienplatte sich befindet, sondern im Gang des Eingangbereiches unmittelbar neben der Fahrzeugtüre.

Die Bilder 10 bis Bild 14 wurden aus dem Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Sachverständigen Anton Muhr entnommen. Bild 10 zeigt eine Übersicht vom talseitigen Führerstand. Im Bild 11 wird die Einbausituation der Lärchenbretter im Fußraum des Steuerpultes festgehalten.

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Bild 12 und Bild 13 von Herrn Sachverständigen Anton Muhr zeigen unter anderem die hydraulischen Einrichtungen und Einbaulage mit Leitungen, Ventilen und die Einbausituation des Heizlüfters in der Steuerpultwand. Diese Bilder wurden aus dem Fußraum unter der Bedienpultplatte des Führerstandes nach dem Entfernen der Holzbretter usw. aufgenommen.

Bild 14 zeigt die Lufthutze mit dem hydraulikölbelasteten Fußboden.

Die Bilder 15 bis 21 wurden bei der Besichtigung des „Gletscherdrachens“ am 10.01.2006 in Salzburg aufgenommen.

In den Bildern 15 und 16 wird die Ölbelastung im Bereich des Ausschnittes der Lufthutze bis zum Fußboden deutlich sichtbar. Die schwarze Farbe der verunreinigten Oberfläche entstand dadurch, dass das rote Hydrauliköl verharzte und dadurch die Oberfläche sehr klebrig wurde. Somit konnte sich der Staub und Schmutz an der  Oberfläche festsetzen. Der Fußbodenbelag unterhalb der Steuerpultwand wurde auf der gesamten Pultwandbreite und einer Tiefe von ca. 200mm entfernt.

In den Bilder 17 und 18 wird die rote Hydraulikölbelastung an einem Ventil mit seinen Verschraubungen deutlich sichtbar.

Die Bilder 19 und 21 zeigt eine deutlich ölbelastete Kunststoffsteuerleitung, die an der kalten Seite des Heizlüfters Hobby TLB entlang bzw. teilweise angelegen ist.

Bild 20 ist das Absperrventil unterhalb der Steuerpultbedienplatte im Fußraum ( s. Bild 13 ), durch den Heizlüfterausschnitt in der Pultwand hindurch, fotografiert.

3. Einbausituation

In der Skizze ( Bild 22 ) sind die Pultwandausschnitte des talseitigen Führerstandes vom „Gletscherdrachen“ als cirka Maße zuzüglich der Maße von der Trennebene ( Nut und Ferder ) der beiden Heizlüfterhälften vom Heizlüfter Fakir Hobby TLB ( ----- Linie ) festgehalten. Die Pultwandstärke beträgt ca. 2mm. An manchen Stellen sind Lackanhäufungen von 1- 2mm im oberen rechten Randbereich von dem Heizlüfter-

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Pultwandauschnitt feststellbar. Die Heizlüfter Maße in der Trennebene ( Nut und Feder ) betragen in der Höhe 283mm und in der Breite 232mm. Der Heizlüfterausschnitt in der Pultwand beträgt ca. in der Höhe 265mm und in der Breite 214mm. Daraus folgt eine umlaufende Überdeckung des Ausschnittes von ca. 9mm. Die original  Verschraubungsmaße für die Heizlüfterhälften betragen ca. in der Höhe 170mm und in der Breite 197mm. Daraus folgt die Steuerpultwand wurde zwischen die beiden Heizlüfterhälften in der Nut- und Federebene ( Bild 23 ) durch das Zusammenschrauben der Heizlüfterhälften lediglich geklemmt.

Im Ausschnitt des Steuerpultes für den Heizlüfter sind im talseitigen Führerstand zwei halbrunde Aussparungen angebracht ( S. Bild 22 ). Die Aussparung mit der Ziffer 1 ist notwendig, damit die Kontrollleuchte ( s. Bild 24 ), die an der kalten Seite angebracht ist, durch die neue Trennwand vom Steuerpult in der Fügebene durchgeführt werden kann. Die Ziffer 2 ist notwendig, da am Luftleitrohr - das an der warmen Heizlüfterseite angebracht ist -  sich ein Steg befindet, der von dem Heizlüftergehäuse bis zum Ende des Luftleitrohres entlang geht ( s. Bild 25 ).

Die nicht umlaufende Feder - an den beiden unteren Eckbereichen inklusive der unteren Kante unterbrochen - ist an der kalten Heizlüfterhälfte des Fakir Hobby TLB angebracht. Das Luftleitrohr ist ein Bestandteil der warmen Heizlüfterhälfte, stößt stumpf auf die kalte Seite des original verschraubten Heizlüfters und dichtet somit den Heizkörper im Inneren ab. Durch diese Montage des Heizlüfters Fakir Hobby TLB mit der Zwischenwand des  Steuerpultes ergibt sich folgende Situation: Die Wandstärke der Steuerpultwand beträgt ca. 2mm und die Höhe der Feder 4,6mm. Daraus folgt, dass das Luftleitrohr um ca. 7mm von der kalten Seite entfernt wird und in den beiden unteren Eckbereichen inklusive der unteren Kante der kalten Heizlüfterseite durch das Fehlen der Feder ein Spalt von 4,6mm entsteht. Eine weitere Folge ist, dass sämtlicher Schmutz wie Staub,

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Fasern, Hydrauliköl, Feuchtigkeit usw. mehr oder weniger ungehindert in den Heizlüfter und zum Heizstern gelangen kann.

Es ist ja bekannt, dass der Heizstern ca. 10mm Abstand zur kalten Gehäuserückwand besitzt. Durch den Abstand des Luftleitrohres von ca. 7mm von der kalten Heizlüfterhälfte wird ein auftropfen von Hydrauliköl auf den Heizstern immer wahrscheinlicher, denn wenn das viskose Hydrauliköl auf das Luftleitrohr tropft wird es von der äußeren Oberfläche des Rohres über die Kante in das Innere hineinlaufen und dann im Bereich des ca. 3mm entfernten Heizsterns abtropfen.

4. Zusammenfassung

Die Besichtigung des „Gletscherdrachens“ am 10.01.2006 in Salzburg hat weitere wichtige

Informationen wie folgt ergeben:

- Die Einbausituation der Heizlüfter in den Führerständen auf der Berg- und Talseite ist deutlich unterschiedlich. Auf der Bergseite befindet sich der Heizlüfter im Fußraum unterhalb des Bedienpultes und auf der Talseite im Gang des Eingangsbereiches unmittelbar neben der Fahrzeugtüre.

- Die Steuerleitungen für die Schienenzangenbremse auf der Bergseite befinden sich in einem größeren Abstand zum Heizlüfter. Auf der Talseite liegen die Leitungen am Heizlüfter mehr oder weniger an.

- Auf der Talseite sind deutliche Ölbelastungen über einen längeren Zeitraum sowohl im Bereich der Lufthutze auf der Außenseite des Pultes, wie auch auf der Steuerleitung und den Verschraubungen mit Ventil feststellbar.

- Durch die technisch nicht vertretbare, in zwei Hälften mit der Steuerpult Zwischenwand vorgenommene Heizlüftermontage, wurde zum einen das Luftleitrohr ca. 7mm von seiner Dichtfläche auf der kalten Seite entfernt und zum

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anderen durch das Fehlen der nicht umlaufenden Feder an der kalten Heizlüfterhälfte konnte sämtliche Verunreinigung mehr oder weniger ungehindert in das Heizgerät gelangen.

- Der ca. 7mm breite Spalt zwischen Gehäuserückwand und Luftleitrohr hat noch eine weitere Konsequenz: Da bekanntlich der Heizstern mit einem Abstand vom 10mm von Gehäuse sich befindet und die Luftleitrohrkante nur noch einen Überstand von ca. 3mm aufweist, kann z.B. eingedrungenes Hydrauliköl auf den Heizstern tropfen.

- Der „Verhau“ aus Steinwolle, Hartfaserplatten und Lärchenholzbrettern ist nur in dem talseitigen Führerstand im Fußraum des Steuerpultes eingebracht ( s. Bild 11 ).

- Die beschlagnahmten Bretter von dem erhaltenen Waggon „Gletscherdrachen“ konnten nicht mehr gefunden werden.

- Durch die vorgefundene Einbausituation des Heizlüfters Fakir Hobby TLB im talseitigen Führerstand gibt es ein deutlich höheres Brandrisiko, wie auf der Bergseite, da auf der Talseite die Hydraulikleitungen am Heizlüfter mehr oder weniger anliegen.

Stuttgart, den 30.01.2006
k e i m k o n z e p t.

Dipl. Ing. ( FH ) Hans-Joachim Keim

Seite 9 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Bergseitiger Führerstand vom „Gletscherdrachen“

Bild 1 Skizze vom bergseitigen Führerstand

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Bild 2 Bild 136 aus Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Anton Muhr

Bild 3 Bild 137 aus Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Anton Muhr

Seite 11 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Bild 4 Bild 135 aus Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Anton Muhr

Bild 5 Besichtigung 10.01.2006 in Salzburg

Seite 12 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Bild 6 Vergrößerter Ausschnitt von Bild 5

Bild 7 Montageöffnungen für Fakir Hobby TLB und Lufthutze im Fußraum des Steuerpultes

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Bild 8 Abstellventile für die Steuerleitungen der Schienenzangenbremse

Seite 14 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Talseitiger Führerstand vom „Gletscherdrachen“

Bild 9 Skizze vom talseitigen Führerstand

Seite 15 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Bild 10 Bild 141 aus Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Anton Muhr

Bild 11 Bild 160 aus Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Anton Muhr

Seite 16 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Bild 12 Bild 144 aus Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Anton Muhr

Bild 13 Bild 150 aus Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Anton Muhr

Seite 17 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Bild 14 Bild 148 aus Gutachten 1/01/GZ1 von Herrn Anton Muhr

Bild 15 Sichtbare Ölbelastung bei der Besichtigung am 10.01.2006 in Salzburg

Seite 18 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Bild 16 Hydraulikölbelastungen

Bild 17 Hydraulikölbelastung am Ventil und Verschraubung

Seite 19 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim: 

Bild 18 Vergrößerte Aufnahme des Ventils und der Verschraubung von Bild 17

Bild 19 Hydrauliköl an der Steuerleitung für die Schienenzangenbremse

Seite 20 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim:

Bild 20 Absperrventil der Steuerleitung im Fußraum des Steuerpultes. Durch den Ausschnitt
für Heizlüfter Fakir Hobby TLB fotografiert.

Seite 21 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim:   

Bild 21 Hydrauliköl belastete Steuerleitung

Seite 22 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim:   

Ausschnitt vom Steuerpult talseitiger Führerstand
1 = Ausschnitt für Kontrollleuchte vom Hobby TLB,
2 = Ausschnitt für Steg am Luftleitrohr vom Hobby TLB
Bild 22 Skizze der Einbaumaße

Seite 23 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim:   

Bild 23 Nut- und Federkonstruktion vom Heizlüfter Fakir Hobby TLB

Bild 24 Kontrollleuchte des Heizlüfters Fakir Hobby TLB

Seite 24 von24 Gutachten 2169506, Dipl-Ing. FH Hans-Joachim Keim:   

Bild 25 Warme Gehäusehälfte mit Luftleitrohr v0m Heizlüfter Fakir Hobby TLB

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