Autor Thema: Gefälligkeitsgutachten  (Gelesen 17304 mal)

Franz Kendlbacher

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Gefälligkeitsgutachten
« am: 13 November 2012, 07:10:35 »
Durch Gefälligkeitsgutachten werden jährlich tausende Geschädigte um zig-Millionen Euro geprellt.
Sei es Schmerzensgeld, Reparaturkosten, Pflegestufe, Frühpensionierung usw....
Aufklärung gäbe es durch Sammeln von Gutachten und statistischer Auswertung.
Auftraggeber, Begünstigter, Leidtragender. Zusatzversicherte oder ohne Rechtsschutz.

Offline grossvater

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Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #1 am: 13 November 2012, 12:27:33 »
Hallo lieber Franz !

Gutachter ( gerichtlich beeidete Sachverständige) werden meist vom Gericht Bestellt und (meist vorläufig durch Verfahrenshilfe)  bezahlt!

Anwälte erhalten über das Gericht "Verfahrensaufträge", wobei viele Anwälte davon auf solche angewiesen sind.

Ein solches System muss zwangsläufig an Korrektheit verlieren. Zentralistisch gesteuert unter diesem Druck

werden Anwälte und Gutachter  sehr oft an Objektivität verlieren, Klienten im Stich lassen oder

"Gefälligkeitsgutachten" erstellen.    Beispiele aus der Praxis gibt es zur Genüge!

Franz

  • Gast
Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #2 am: 14 November 2012, 08:02:33 »
Ich bin gerade dabei, "Gefälligkeitsgutachten" zu sammeln. Denn nur über eine Statistik kann man den "versicherungsfreundlichen" Ärzten, die solche Gefälligkeitsgutachten erstellen, dies auch nachweisen.
Und eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus. Wissen wir.
Aber die Zeit ist reif, dass sich die Menschen nicht mehr Alles gefallen lassen müssen.
Statistik Gutachten:

Auftraggeber?
Nutznießer?
Entschädigungssumme vom Zahlungsverpflichteten? (meist Haftpflicht des Unfallverursachers)
Kosten für Gutachten?

Beispiel:
Auftraggeber = Haftpflichtversicherung
Nutznießer = Haftpflichtversicherung (Schmerzen nicht unfallkausal!)
Entschädigungsumme = € 2.500,- laut Versicherungsgutachten, Privatgutachten = 13.500,-)
Kosten für Gutachten = € 750,-
Kosten für Gutachten vom Gericht bestellt = € 287,04

Und mir sind noch weitere "Geschädigte" dieses Gutachters bekannt.

Über ein Forum wie dieaufdecker könnte man auch hier aufdecken.
Denn allein mein Gutachter hat nach eigenen Angaben bei Gericht in den letzten
Jahren ca. 2000 (zweitausend) Gutachten erstellt.

Da geht es um zig-Millionen, um die geschädigte geprellt werden.

Franz

  • Gast
Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #3 am: 14 November 2012, 10:05:19 »
Hallo lieber grossvater
Deshalb soll man diese Beispiele sammeln und auswerten.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein und derselbe Gutachter große Unterschiede in der Bewertung der Schmerzen darin sieht, ob der Auftrag für das Gutachten von einem Anwalt (in Vertretung des Klienten) kommt oder von einer Versicherung, die möglichst nichts bezahlen will.
Und wenn ein Chirurg, Universitätsdozent und Privatpraxisbetreiber in Sanatorien noch Zeit hat, ca 200 Gutachten im Jahr zu je € 750,- (=€ 150.000,-!), dann spricht das alleine das schon für sich!

Franz Kendlbacher

  • Gast
Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #4 am: 14 November 2012, 17:09:42 »
Hallo Großvater :)
Leider gibt es viele Fälle.
Wir sollten anfangen, unsere Erfahrungen zusammen zu legen und Gutachten und Gutachter sammeln.
Liebe Grüße
Franz

Offline grossvater

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Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #5 am: 15 November 2012, 16:28:05 »
 :-[    Hallo lieber Freund Das Problem ist, wie man solche Gutachter überführt, das Sie "Gefälligkeitsgutachten" erstellen. Jedes Gutachten kann bekämpft werden und ein neues im Verfahren beantragt werden. ( Kostet immer mehr!)
Die Gutachter sind bei den Gerichten eingetragen; gerichtlich beeidete Sachverständige so genannt. Wenn Diese ein Privatgutachten erstellen, sind Sie auch an ihren Eid gebunden.  Jedoch diese Ihres Amtes zu entheben ist äußerst schwer.  Sie werden von den Gerichten geschützt.  Anzeigen werden schneller zurückgelegt als sie eingebracht wurden. >:(  Besonders bei Begutachtungen für Kinder, wo es um Gesundheit und Leben geht, ( Besuchsrecht, Obsorge) wird viel schlimmes vollbracht.  Ich bin hier nicht so optimistisch, das durch sammeln von Statistik oder auffälligen Gutachtern diese Mißstände zu ändern sind. Zumal muß erst ein beherzter Richter und Staatsanwalt gefunden werden, der die Sache in die Hand nimmt. :'(

Wir werden weiter nachdenken  wie man das Problem bei der Wurzel anpacken könnte!

Viele Grüße

Grossvater

Franz Kendlbacher

  • Gast
Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #6 am: 16 November 2012, 10:32:01 »
 :)Lieber Grossvater
Ich habe solche versicherungsfreundliche Gutachten und kann auch beweisen, dass der dann vom Gericht beauftragte Gutachter bei der Befragúng durch den Richter gelogen hat. Auf meinen Zwischenruf, dass der Gutachter lügt, wollte der Richter mich vom Verfahren ausschließen.
Weiters habe ich einen Zeugen, der mit der gleichen Floskel vom gleichen Gutachter gelinkt wurde!

Es ist sicher schwer, diese Mafia zu überführen. Aber wenn die Opfer ihre Daten zusammentragen, geht auch das.

Liebe Grüße
Franz  :)

Offline grossvater

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Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #7 am: 24 November 2012, 15:13:31 »
Hallo Franz ! :)   Da ich mit Gutachtern nicht nur selbst negative Erfahrungen gemacht habe, sondern auch von

Bekannten eine Menge weiß, möchte ich für die Mitleser einiges erzählen: Eine Gutachterin für Kinder und

Familie, ist selber psychisch krank. Es gibt ein Gutachten diesbezüglich. Dementsprechend fielen ihre Arbeiten

insbesondere sehr viele Gefälligkeitsgutachten aus.  Es gab eine Protestaktion vor dem Gericht, wo diese

Sachverständige als beeidete gerichtliche Gutachterin gemeldet ist. Mehr als 20 Leute waren dort. Eltern

denen man die Kinder abnahm ohne triftigen Grund und geistig Gesunde, welchen seltsame Geistes-

erkrankungen attestiert wurden.  Anzeigen wurden gegen die "Sachverständige"  eingebracht, Strafverfahren

gingen bis zum Oberlandesgericht.   Ergebnis: Null Koma Null.  Die Sachverständige durfte weiter arbeiten und

wurde nicht als Person des öffentlichen Rechtes bezeichnet!!   Wer würde zu einer Gutachterin

gehen, wenn er wüsste, das diese selber psychisch schwer angeschlagen ist ?  Überdies war die Frau auch

schon in der Zeitung!   Ich gebe Dir vollkommen Recht mit dem Gutachterunwesen und es geht nicht nur

um Versicherungsgelder, sondern sehr oft um wehrlose Kinder und Familienschicksale.  Diese Herrschaften

gehen über Leichen und die Gerichtsbarkeit, welche für jeden " Schmarrn" einen Gutachter bestellt kann mit

reinem Gewissen auf den Gutachter zeigen, denn der muss es ja wissen.   Das ist ja nur ein Teil des

Sumpfes in dem wir alle versinken.   

Bis zum nächsten Mal, lass Dir trotzdem deine Aufgabe nicht vermiesen. :D


Mit freundlichen Grüßen


Grossvater

Offline kendi

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Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #8 am: 27 November 2012, 08:36:18 »
Danke, Grossvater :)
Ein steter Tropfen höhlt den Stein.
Und wenn wir es schaffen, zu Verhandlungen mit Gutachterbefragung möglichst viele Zuhörer in die Gerichtssäle zu bringen. so wäre das schon ein guter Anfang.
Also auch Gerichtsstermine veröffentlichen!

Liebe Grüße
kendi

Offline grossvater

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Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #9 am: 07 Dezember 2012, 17:18:07 »
Hallo lieber Kendi !  :)

Solche Ideen gab es schon etliche, nämlich den GGGV = Gerichtsgutachtengeschädigtenverein!  War eine Gute Idee.  Leider haben diese, es waren Akademiker dabei, so  verloren ( Bei Gerichtsverhandlungen) gegen Gutachter, das sich der Verein, der auch gut organisiert war auflöste.  Es gibt noch einige mehr, sowie Menschenrechtsvereine, die leider auch nicht erfolgreich sind.   :(

Alle Macht ist zentriert. Wer zahlt macht die Musik und das ist immer Der Gleiche.  Gutachter, Anwälte bei Verfahrenshilfe sollten dezentralisiert, nach einem Zufallsprinzip erstellt werden. Gutachten sollten, wie Entscheidungen veröffentlich werden ( im  Internet Anonymisiert) sodass die Aussteller schon wesentlich vorsichtiger sein würden.  Eine außenstehende Stelle  sollte vielleicht zur Überprüfung vorhanden sein.
Sonst überprüften sich bei  Rekursen und Berufungen die Gutachterkollegen immer selbst.
Einer steiniger und dorniger Weg. >:(


Liebe Grüße  und Alles Gute

Grossvater
 

Offline Reichmann

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Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #10 am: 07 Dezember 2012, 23:05:51 »
Das stimmt so nicht.

Egon Bachler wurde in Salzburg als Falschgutachter enttarnt, wurde sofort seines Amtes enthoben und steht derzeit wegen Verdacht des schweren gewerbsmäßige Betruges vor Gericht:
http://www.inhr.net/artikel/egon-bachler-vom-gutachter-skandal-zum-justiz-skandal
http://www.inhr.net/artikel/egon-bachler-linzer-staatsanwalt-holt-deutschen-experten
http://www.inhr.net/artikel/dr-egon-bachler-maerchen-gutachter-wirft-das-handtuch
http://www.inhr.net/artikel/fliessband-gutachten-familienprozessen-linzer-staatsanwalt-holt-deutschen-experten

Prof Max Friedrich, Porfessor an der Uni Wien und Primar an der Kinderpsychiatrie wurde 2008 als Falschgutachter enttarnt, darf auch keine Gutachten mehr machen, Strafverfahren sind am Laufen:

http://www.inhr.net/artikel/aufgedeckt-pilot-wehrt-sich-gegen-gutachter-max-friedrich
http://www.inhr.net/artikel/max-friedrich-justiz-ist-missstand-schon-seit-jahren-bekannt
http://www.inhr.net/artikel/skandal-stargutachter-prof-max-friedrich-faellt-wieder-fatales-fehlurteil
http://www.inhr.net/artikel/prof-max-friedrich-orf-bericht-als-basis-fuer-gutachten
http://www.inhr.net/artikel/unglaublicher-skandal-um-stargutachter-prof-dr-max-friedrich
http://www.inhr.net/artikel/landesgericht-klagenfurt-weiterer-skandal-um-prof-max-friedrich
http://www.inhr.net/artikel/max-friedrich-zahlreiche-strafanzeigen-schleppende-abwicklung
http://www.inhr.net/artikel/max-friedrich-weitereres-pfusch-gutachten-oberoesterreich
http://www.inhr.net/artikel/star-psychiater-unter-massivem-beschuss-zweifel-gutachten-von-max-friedrich
Roland Reichmann
http://www.INHR.net

Offline grossvater

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Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #11 am: 08 Dezember 2012, 17:40:37 »
Guten Abend !

Freut jedem von diesen Fällen, die endlich enttarnt wurden. Den Schaden den diese Sachverständigen angerichtet haben, geht wahrscheinlich über Ihre Pflicht-Schadensversicherung hinaus. Da ich ein Leidgeprüfter dieser Gutachter bin konnte ich einige "feine" Arbeitsmethoden erfahren.  Da gibt es Gutachter, wenn Sie private Gutachten erstellen, arbeiten Sie ordentlich, objektiv, so wie man es sich wünschen kann. ::)
Bekommen Sie jedoch einen Auftrag vom Gericht, so erstellen Diese "Gefälligkeitsgutachten" die offensichtlich jedem  Laien negativ auffallen.  Also die Spreu vom Weizen Trennen, ist eine weitere Aufgabe.  Übrigens sind Gutachter, welche gerichtlich beeidet sind, wenn Sie private Gutachten erstellen, auch an Ihren Eid gebunden! 8)
Auch die Standards bei Untersuchungen sollen gleichwertig sein.  Die Gutachterpflichten und Rechte sind in
eigenen Sachverständigen Gesetz geregelt.

Liebe Grüße

Grossvater

Offline kendi

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Re: Gefälligkeitsgutachten
« Antwort #12 am: 10 Dezember 2012, 07:57:40 »
Hallo liebe Freunde
Es geht ja darum, die Justiz dahin zu bringen, Gefälligkeitsgutachter endlich einmal zur Rechenschaft zu ziehen.
Betrug ist ein Offizialdelikt.
Und hier wird dieser Betrug, denn um einen solchen handelt es sich schlussendlich, direkt im Zeugenstand betrieben.
Und die Richter befürworten dies sogar noch!

Dieses System gehört zerstört!

Also: Gutachten sammeln und vergleichen. Nur über eine Statistik kann man einzelnen Schlechtachtern ihre Gaunerei nachweisen.

Liebe Grüße

Kendi :)

Offline grossvater

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Scheinverfahren
« Antwort #13 am: 11 Dezember 2012, 11:09:44 »
Hallo Freunde !

Das mit den Richtern hast Du lieber Kendi  genau erfasst.  Gutachter sind Komplizen und gehören zur Gerichtsbarkeit!  Erhalten auch von diesen Ihren Titel " gerichtlich beeideter Sachverständiger" !  Wie Du schon bemerkt hast, pickt eine Krähe der Anderen kein Auge aus.   Wie funktioniert das?

Nun wenn unter dem Druck der Medien oder der Betroffenen solche gewissenlose SV (Sachverständige) doch an die Öffentlichkeit oder gar vor die Richterbank gezerrt werden, beginnt ein fieses Spiel.  Der Vater von Luca nannte dies einen "Verarschungsprozess". Ich nenne es vornehm  ein  Scheinverfahren  Solche Verfahren werden nun Jahrelang in die Länge gezogen, bis sich die erhitzten Gemüter abgekühlt haben.
Da immer mehr Zeit vergeht, kommen zur APA ( Austria Presseagentur) unserer Zensurstelle täglich soviel Mist und Dung herein, das sich Vergessenheit ausbreitet.  Es vergeht kein Tag, ohne irgendwelche Skandalmeldungen.   So kommen Sie durch.  Wie oft hört man, das ein Notar, ein Sachverständiger, oder gar ein Richter, Staatsanwalt nur einen Tag ins Gefängnis geht ??   

Will man das Gutachterunwesen beenden, muss man die Justiz umkrempeln!!

( Nur die Bösen von den Guten Sachverständigen Mit Hilfe des Gerichtes  :o unschädlich zu machen erschein mir viel zu einfach. Viele dieser SV leben gut von Gerichtsaufträgen.

Das hieße also den Teufel mit dem Beelzebub austreiben!!!



Liebe Grüße       


Grossvater