Autor Thema: Rund um FBI/BKA etc._12.07.2012 - Kampusch-Entführung: FBI rollt Fall neu auf  (Gelesen 40296 mal)

gEnom

  • Gast
Die Besetzung dieser "Evaluierungskommission" ist ein absoluter Skandal! Wenn sich Amon das gefallen lässt, kann man davon ausgehen, dass er mit Pilnacek und Co. hinsichtlich des, gegen ihn laufenden Ermittlungsverfahrens einen Deal abgeschlossen hat.
Von der Berlakovic-Jenewein ist ebenfalls nichts mehr zu hören. Eine Schande!
Die Berichterstattung des ORF in Sachen Kinderpornographie ist alles in allem als grob einseitig und tendenziös zu bewerten.

Offline Miss Marple

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.521
  • Reputation: 1558

Die Nachricht klingt nach CSI Miami, nach Männern mit dunklen Sonnenbrillen, schnellen Autos und feiner Technik, die Worte FBI und Steering Comittee erwecken den Eindruck von Superprofessionalität und internationaler Expertise - dabei ist die Entscheidung der österreichischen Regierung, im Entführungsfall Natascha Kampusch jetzt Cold-Case-Spezialisten aus dem Ausland zu holen, wohl vor allem eine Verzweiflungstat. Ein Manöver zur Gewissensberuhigung, zur Selbstvergewisserung vielleicht, vor allem ist sie ein weiterer Versuch, die vielen kritischen, ja feindseligen Stimmen zum Verstummen zu bringen, die bis heute sagen: Im Fall der entführten und jahrelang eingesperrten Natascha Kampusch wurde schlampig ermittelt und fahrlässig geurteilt.
.
.
Bei der Staatsanwaltschaft sowie in den zuständigen Ministerien ist man sich zwar ziemlich sicher, dass wenig herauskommen wird; schließlich, sagt die Sprecherin der österreichischen Justizministerin, Sabine Mlcoch mit viel Zurückhaltung, sei dies wohl eines der am gründlichsten durchleuchteten Strafverfahren der vergangenen Jahrzehnte. Aber "um der Transparenz willen und um für die Zukunft zu lernen", mache man jetzt die Akten noch einmal auf. Die Botschaft dahinter: damit endlich Schluss ist. Denn das erhofft man sich in der Regierung insgeheim von der Evaluierungskommission: Wenn selbst Außenstehende, Ausländer, sagen, da wurde nichts übersehen, dann glauben es vielleicht auch die Österreicher.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/fall-kampusch-csi-wien-ermittelt-1.1412272

(2 Seiten)


Regina

  • Gast
Papa LUDWIG KOCH möchte doch auch die WAHRHEIT herausfinden.
Da werden doch so wichtige Zeugen wie MAMA Priko.,  der Hundeführer,  I.A.,  die Nachbarn, wo N.K. schwimmen durfte und die entfernte verwandte von Fam. Priko. sind, nicht fehlen.
Habe ich jemanden vergessen?
Nein, denn N.K. wird von ihrer ersten Aussage nicht abweichen, MAMA Sirny ist sowieso unglaubwürdig.
Und die Polizeibeamten vom Kommisariat Wagramerstr. sind zum vergessen.

Doch, ich habe jemanden vergessen: die Tatortgruppe, die im Hause Heinestrasse nach dem ERSCHEINEN von N,K, tätig waren.
Sie sollten sagen können, von wem, und in wessen Auftrag so einiges aus dem Haus Heinestrasse gebracht werden konnte.
Bzw. sollte es ein Protokoll dafür geben.

Offline dieblindenaugenderpallas

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 116
  • Reputation: 236
Erstvernehmung nicht Gegenstand des Unterausschusses ???
« Antwort #48 am: 14 Juli 2012, 20:30:12 »
Wie kann das passieren ? Ein parlamentarischer Ausschuss muss doch rechtliche Möglichkeiten haben, das Ministerium zu zwingen, eine bestimmte offizielle Unterlage vorzulegen. Wir reden hier nicht von "verschwundenen" Aktenteilen oder solchen, deren Existenz vielleicht nur behauptet wird.
Jeder halbwegs mit dem Fall befasste Bürger weiss, dass genau die Erstvernehmung eine ganz entscheidende Erkenntnisquelle ist.
Sollte es nämlich stimmen, dass hier bis in oberste Kreise Vertuschungen unternommen wurden - und gerade das sollte der Ausschuss ja prüfen - dann sind Aussagen der Kampusch unmittelbar nach ihrem Wiederauftauchen noch am wenigsten davon beeinflusst.

Stellen Sie sich vor, dass Ihnen nach 8einhalb Jahren endlich die Flucht aus den Händen eines sadistischen Peinigers gelingt. Sie haben zwar keine anderen Menschen gesehen, kennen keine Namen, aber Sie wissen von ihrem Peiniger, dass diese anonymisierten Körper, die Sie mit verbundenen Augen ertragen mussten, einflussreiche Personen sind.
Und dann fliehen Sie: die erste Frau, die Sie um Hilfe anflehen, lässt Sie nicht einmal ins Haus.
Die Polizisten sind zunächst einmal sehr skeptisch, ob Sie überhaupt dicht sind.
Und dann kommen Sie zwecks "Opferschutz" für Wochen in eine psychiatrische Anstalt, wo Sie ein Kreis von ausgesuchten Experten von der Öffentlichkeit abschirmt.
Und zufällig wissen Sie von mindestens einer Person in diesem Kreis, dass die guten Kontakt zum Kreis der Täter hat.

Dann sagen Sie mit Sicherheit nichts mehr, was die nicht hören wollen ...



gillian gast

  • Gast
Las eben in einem anderen Forum die Vermutung eines Posters, daß es sich bei dem hochkarätigen FBI Mann schlicht um Thomas Müller, den auf FBI Fortbildung gewesenen "profiler" und Polizeipsychologen, handeln dürfte.
Gegen diese Vermutung spricht, so meine ich,  daß er ja schon in einer Evaluierungskommission saß und somit bereits mit dem Fall einmal befaßt war.

gEnom

  • Gast
Thomas Müller ist in der Causa Priklopil-Kampusch definitiv nicht an Aufklärung interessiert, dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass er seine späte Karriere als Kriminalpsychologe einzig und allein Ernst Geiger zu verdanken hat.

Wie es derzeit aussieht, waren die Aufklärungsbemühungen einiger weniger Bürger mit Mut und Zivilcourage leider frustran. Weil insbesondere der ORF ständig von der "armen Natascha" berichtet, die nun schon wieder zum Opfer gemacht werde, scheinen auch die Oppositionsparteien (insbesondere die Grünen) im Sinn eines möglichst guten Abschneidens bei den bevorstehenden Wahlen jedes Interesse an einer Klärung dieses skandalösen Missbrauchsfalles verloren zu haben.

Übrig bleibt dabei lediglich die ernüchternde Erkenntnis, dass es vom Opfer zum Täter meist nur ein kleiner Schritt ist, wie Frau Kampusch mit jedem ihrer inszenierten Feuerstein-Interviews eindrucksvoll unter Beweis stellt.


Regina

  • Gast
gEnom

GEIGER, ein Mann der viele Fragen aufwirft.
Ernst GEIGER, der mit niemandem spricht.

Wie es derzeit aussieht?

Das liegt an Ludwig Koch.
Ob er das durchzieht.

Bleibt nur zu hoffen, das nicht noch jemand einem Herzinfarkt erliegt.


silversurfer

  • Gast
--so was von peinlich (und falsch) , der herr spitzer : als wäre vor der reform am 1.1.2008 die staatsanwaltschaft ein bloßes hilfsorgan der polizei gewesen ! ---- ein erbärmlicher abputzversuch zu lasten der polizei !  steht da jemandem das wasser bis zum hals ?

Entwicklungshelfer

  • Gast
Zitat
Der ehemalige oberste Richter hat Bedenken

J R, ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs in Wien, ist der Mann, der durch einen Vorstoss die Schliessung der Causa Kampusch verhinderte. Er befürwortet das erneute Studium der Akten durch die Arbeitsgruppe. «Dass darin aber Leute vom Justizministerium sitzen, die zum Dunstkreis der Staatsanwaltschaft gehören und die für viele Ungereimtheiten im Fall verantwortlich sind, ist alarmierend», sagt R zu 20 Minuten Online. Er hoffe, die Spezialisten werden mit ihm den Kontakt suchen und ihn in der Sache anhören. Laut Rzeszut besteht die Gefahr, dass die Mitarbeiter des Justizministeriums den externen Experten gewisse Dokumente vorenthalten.

http://www.20min.ch/ausland/dossier/kampusch/story/11426358

Entwicklungshelfer

  • Gast
Der Wille zu Transparenz wäre nur durch die Eingliederung von

Johann Rzeszut, ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs in Wien


in die Arbeitsgruppe glaubhaft!





Lilly Rush

  • Gast
@ Entwicklungshelfer

Völlig richtig!

Johann Rzeszut einzugliedern wäre nicht nur eine schöne Geste gewesen sondern der Garant für einen richtigen und unabhängigen Ablauf.

Politicus1Gast

  • Gast
Johann Rzeszut gehört gehört!

Von mir aus sollen sie auch den rauchenden Staranwalt anhören - aber dann eben auch JR!

Aus dem Bereich es BMJ haben bei der neuerlichen Evaluierung NUR Akten und Beweisstücke (aber ALLE!- auch die ohne angefertigten Kopien ausgefolgten Fundstücke) etwas zu suchen.
Aber keine schon bisher auffällig agierenden Personen - und auch keine anderen... !

gEnom

  • Gast
Die letzte österreichische Tageszeitung, welche sich derzeit noch zu Recht als Aufdeckermedium bezeichnen kann, ist der Kurier.

http://kurier.at/nachrichten/4504114-fall-kampusch-selbstmord-mit-fragezeichen.php

Entwicklungshelfer

  • Gast
Leider führt der Kurier in den hiesigen Medien  nur ein "Singledasein"; aber deshalb um so mehr RESPEKT!

Jetzt ist die Zeit um Druck zu machen und die CHANCE zu nutzen:

@ all, zb. Reichmann, Guido Grandt; LR , SS und alle die Einfluss nehmen können:

    es muss erreicht werden, dass Johann Rzeszut in die 
    kommenden Ermittlungen = ARBEITSGRUPPPE
    als Aktivposten eingebunden wird!