Autor Thema: aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen  (Gelesen 5630 mal)

Offline Andreas Ranovsky

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aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen
SEITE 1 START http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=435.0

Vorangestellt wird: Nur wenn sie vollkommen schad- und klaglos gehalten werden,
stimmen die VGE, Susanna und Andreas Ranovsky, weiteren Veröffentlichungen zu.
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aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen (11821/J)

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_11821/index.shtml

•   Übersicht

Schriftliche Anfrage

Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Dr. Wolfgang Spadiut, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen

•    Anfrage (gescanntes Original) / PDF-IMAGE, 135 KB

Eingebracht von: Dr. Wolfgang Spadiut

Eingebracht an: Alois Stöger, diplômé Regierungsmitglied Bundesministerium für Gesundheit

Datum   Stand der parlamentarischen Behandlung   Protokoll
13.06.2012    Einlangen im Nationalrat (Frist: 13.08.2012)    
13.06.2012    Übermittlung an das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Gesundheit    

SCHRIFTLICHE ANFRAGE SCAN
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_11821/imfname_255483.pdf

1 PDF-ANHANG ZUM BEWEIS:
13.06.2012 - 11831J aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen.pdf

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Vorangestellt wird: Nur wenn sie vollkommen schad- und klaglos gehalten werden,
stimmen die VGE, Susanna und Andreas Ranovsky, weiteren Veröffentlichungen zu.

AUFDECKER-LINK ZUM EIGENEN FALL MIT ZEUGEN LIVE IM TV
http://www.dieaufdecker.com/index.php/topic,263.0.html
20110515 KURIER Das ist schlimmster Kindesmissbrauch
http://www.inhr.net/artikel/das-ist-schlimmster-kindesmissbrauch

DAS HOHE RECHTSGUT KINDESWOHL UND BEHARRLICHES IGNORIEREN DER REALITÄT
(OBJEKTIVEN WAHRHEIT) DURCH AMTS- UND JUSTIZORGANE VERPFLICHTET
BÜRGERINNEN UND BÜRGER ZUM SCHWEREN SCHRITT "VERÖFFENTLICHEN".

Es gilt die Unschuldsvermutung. Möglichkeit für hilfreiche Kommentare in:
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32 MONATE: Bisher frei Schnauze rund 640.000 EURO materieller Schaden für den Steuerzahler
Angebliche Dunkelziffer: 10.000 Kinder - 1-2 Milliarden Schaden für den Steuerzahler/JAHR
10.000 €/KIND/MONAT ABGESEHEN VOM ENORMEN MENSCHEN-KINDESLEID UND FOLGESCHÄDEN

« Letzte Änderung: 14 Januar 2016, 06:33:29 von Andreas Ranovsky »
Nur wenn sie vollkommen schad- und klaglos gehalten werden, stimmen Susanna und Andreas Ranovsky weiteren Veröffentlichungen zu. Gegen beharrliches Ignorieren der objektiven Wahrheit (Realität): Das höherwertige Rechtsgut KINDESWOHL verpflichtet Bürgerinnen und Bürger zum Veröffentlichen.

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aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen
« Antwort #1 am: 13 Juni 2012, 13:41:12 »
20120613 11831/J aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen SEITE 1
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TRANSKRIPTION: 11821/J XXIV.GP - Anfrage (gescanntes Original)   1 von 4

XXIV. GP.-NR
11821/J
13.Juni 2012

ANFRAGE

der Abgeordneten Dr. Spadiut, Stefan Markowitz, Ursula Haubner
Kolleginnen und Kollegen

an den Bundesminister für Gesundheit

betreffend aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen

Um in Österreich eine faktenbasierende Diskussion für Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, welches dieses Jahr auch als Schwerpunkt der österreichischen Regierung gilt (siehe auch Gesundheitstage Forum Alpbach), ist eine genaue Aushebung verschiedener Statistiken unbedingt erforderlich.

Auch die UN Kommission für Kinderrechte befasst sich als Schwerpunkt mit der Entwicklung der Verabreichung von Psychopharmaka an Kinder und fordert dazu diese Daten in jedem Land sorgfältig zu erfassen.

Wie die folgenden Grafiken und Informationen zeigen, hat sich ein expansiver Trend zur psychopharmakologischen Medikation bei Kindern in Osterreich entwickelt, der in medizinischen Fachkreisen sehr kritisch wahrgenommen wird.

Beispielsweise spricht Kinder- u. Jugendpsychiater Dr. Peter Scheer davon, dass Antidepressiva bei Jugendlichen die Suizidgefahr erhöhen:

Zitat aus einem Interview der Ärztezeitung 2008:

Es gab schon lange den Verdacht, dass diese Medikamente den Mut zum Suizid des jungen Jugendlichen erhöhen.

Heutzutage gilt das als erwiesen sagt der Grazer Kinderarzt.

Er rät daher jedenfalls zu einer Kombinationstherapie.

Die Erhöhung der Suizidneigung bezieht sich nämlich auf sämtliche Medikamente im Bereich der Antidepressiva, also sowohl auf tricyclische Antidepressiva (wie etwa Anafranii, TofraniK, Saroten usw.), als auch auf die selektiven Seratonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs wie FIuctine®, Seropram® usw.)

Zitat ORF-News 20.11.2011:

Laut Zahlen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger haben Arzneimittel gegen ADHS Konjunktur:

2010 wurden die Kosten von 87.018 Rezepten für Mittel wie Ritalin und Strattera übernommen.

Im Jahr 2006 waren es noch 48.712 Verordnungen gewesen.

Damit ist die Zahl der Rezepte in den vergangenen fünf Jahren um 79 Prozent gestiegen.

Jede zweite Verordnung erfolgt für Kinder unter 14 Jahre.

Die Apothekerkammer bestätigte gegenüber ORF.at diesen Trend:

Im Vergleich zu 2006 wurden 2010 um 75 Prozent mehr Packungen von Mitteln wie Ritalin, Concerta, Medikinet und Strattera in den Apotheken abgegeben.

www.parlament.gv.at

1 PDF-ANHANG ZUM BEWEIS:
13.06.2012 - 11821 J aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen 1.jpg

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11.06.2012 2024 INHR Pharmaindustrie Angst Depression Migräne kosten 800 Mrd Euro
http://www.inhr.net/artikel/pharmaindustrie-angst-depression-migr%C3%A4ne-kosten-800-mrd-euro

28.05.2012 2307 INHR Ritalin Die gefährlichste Droge der Welt
http://www.inhr.net/artikel/ritalin-die-gef%C3%A4hrlichste-droge-der-welt

31.08.2007 1438 INHR DIE ADHS SCHOCK STUDIEN Ritalin führt zu Gehirnschäden
http://www.inhr.net/artikel/die-adhs-schock-studien-ritalin-fuehrt-zu-gehirnschaeden
« Letzte Änderung: 13 Juni 2012, 14:17:37 von Andreas Ranovsky »
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ANFRAGEBEANTWORTUNG
« Antwort #2 am: 11 August 2012, 10:38:23 »
ANFRAGEBEANTWORTUNG

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_11650/index.shtml

aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen (11650/AB)

Anfragebeantwortung

Anfragebeantwortung durch den Bundesminister für Gesundheit Alois Stöger, diplômé zu der schriftlichen Anfrage (11821/J) der Abgeordneten Dr. Wolfgang Spadiut, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen

Anfragebeantwortung (gescanntes Original) / PDF-IMAGE, 6083 KB
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_11650/imfname_264647.pdf

Anfragebeantwortung (elektr. übermittelte Version) / PDF, 142 KB . HTML, 14 KB
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_11650/fname_264737.pdf

Beantwortet durch: Alois Stöger, diplômé Regierungsmitglied Bundesministerium für Gesundheit
beantwortet aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen (11821/J)

2 ANHÄNGE ZUM BEWEIS:
20120808 11650 AB XXIV. GP - BM ALOIS STÖGER Anfragebeantwortung SCAN mit Beilagen.pdf
20120808 11650 AB XXIV. GP - BM ALOIS STÖGER Anfragebeantwortung PDF ohne Beilagen.pdf

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20120808 11650 AB XXIV. GP - BM ALOIS STÖGER Anfragebeantwortung PDF ohne Beilagen.pdf

Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

11650/AB XXIV. GP
Eingelangt am 08.08.2012

BM für Gesundheit
Anfragebeantwortung

Frau
Präsidentin des Nationalrates
Mag.a Barbara Prammer

Parlament
1017 Wien

Alois Stöger
Bundesminister

GZ: BMG-11001/0156-I/A/15/2012
Wien, am 7. August 2012

Sehr geehrte Frau Präsidentin!

Ich beantworte die an mich gerichtete schriftliche parlamentarische
Anfrage Nr. 11821/J der Abgeordneten Dr. Spadiut, Stefan Markowitz, Ursula
Haubner, Kolleginnen und Kollegen nach den mir vorliegenden Informationen wie
folgt:

Fragen 1 und 2:
Zu diesen Fragen darf ich auf die beigeschlossenen Aufstellungen (Tabellen 1 bis 4),
die vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zur Verfügung
gestellt wurden, verweisen.

11650/AB XXIV. GP - Anfragebeantwortung (elektr. übermittelte Version) 1 von 2

Der Hauptverband weist ergänzend darauf hin, dass es in der vorgegebenen Zeit nicht
möglich ist, bei einer Untergliederung nach Altersgruppen den Verbrauch in Form
abgegebener DDD anzuführen. Die Auswertungen wurden einerseits untergliedert
nach Altersgruppen (ohne Angabe der abgegebenen DDD), andererseits unter
Angabe der abgegebenen DDD (ohne Untergliederung nach Altersgruppen)
vorgenommen.

Wie der Hauptverband weiter ausführt, ist die Gliederung nach Altersgruppen derzeit
nur in der vorgenommenen Form (jeweils 0 – 4 Jahre, 5 – 9 Jahre, usw.) vorlegbar,
weil einschlägige Auswertungen geplant und vorgesehen sind und nicht wie in der
Anfrage gewünscht in anderen Altersgruppen (0 – 5 Jahre, 6 – 10 Jahre, usw.).

Diese Aufstellungen hat insoweit keinen Anspruch auf Vollständigkeit, als darin weder
Daten über die im stationären Bereich verabreichten noch über auf Privatrezept
verordnete Psychopharmaka enthalten sein können; entsprechende Daten liegen
auch meinem Ressort nicht vor.

Abschliessend möchte ich festhalten, dass sich auch der von mir initiierte
Kindergesundheitsdialog mit den Thematiken „Kinderarzneimittel“ und
„Psychiosoziale Gesundheit“ befasst hat. Insgesamt sechs Arbeitsgruppen haben
dabei auf Basis der Ist-Situation Problemlösungen und Lösungsvorschläge erarbeitet.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sind in die Kindergesundheitsstrategie
eingeflossen. Anhand dieser Strategie werden nun die einzelnen Bereiche
abgearbeitet um eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit aller Kinder und
Jugendlicher in Österreich zu erreichen.

Auch die Rahmen-Gesundheitsziele haben sowohl die psychosoziale Gesundheit als
auch die Kindergesundheit als eigene Ziele definiert (Ziel 6: Gesundes Aufwachsen für
alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich gestalten und unterstützen; Ziel 9: Psychosoziale
Gesundheit bei allen Bevölkerungsgruppen fördern). Sie schaffen einen
gemeinsamen Handlungsrahmen, der von allen Institutionen unterstützt und dem ein
breit mitgetragener Umsetzungsplan folgen wird. Erklärtes Ziel ist dabei die
Verbesserung der Gesundheit aller in Österreich lebender Menschen.

Beilage

Anmerkung der Parlamentsdirektion: Die vom Bundesministerium übermittelten Anlagen
stehen nur als Image, siehe Anfragebeantwortung (gescanntes Original) zur Verfügung.

2 von 2 11650/AB XXIV. GP - Anfragebeantwortung (elektr. übermittelte Version)

PERSÖNLICHE ANMERKUNG: Es folgen 84 Seiten Beilagen
« Letzte Änderung: 11 August 2012, 11:04:30 von Andreas Ranovsky »
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RITALIN METHYLPHENIDAT
« Antwort #3 am: 11 August 2012, 12:30:05 »
20120402 Ritalin Wie die Pharmaindustrie unsere Kinder vorsätzlich zerstört
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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/ritalin-wie-die-pharmaindustrie-unsere-kinder-vorsaetzlich-zerstoert.html

02.04.2012

Ritalin: Wie die Pharmaindustrie unsere Kinder vorsätzlich zerstört

Eva Herman

Es klingt wie die furchterregende Geschichte aus einem Horrorthriller: Ein weltweit angesehener US-Kinderpsychiater probiert in den sechziger Jahren an seinen lebhaften Patienten verschiedene Psychopharmaka aus, um die Kleinen ruhig zu stellen. Als er eine entsprechende Pille entdeckt, mit der die Kinder gefügig gemacht werden können, erhebt er im Namen der Weltgesundheitsorganisation die kindliche Lebhaftigkeit zu einer neuen Krankheit. Und fertig ist eine äußerst lukrative, für wachsenden Gehirne jedoch hochgefährliche Einnahmequelle der global arbeitenden Pharma- und Ärzteindustrie. Millionen Kinder auf der ganzen Welt schlucken seit Jahrzehnten Ritalin, weil sie angeblich ADHS haben.
 
Die Krankheit heißt ADHS, mit dem Mittel Ritalin setzen der Pharmariese Novartis und andere seit Jahrzehnten Milliarden um, der genannte US-Nervenarzt trug den Namen Leon Eisenberg. Doch die Wahrheit kommt immer ans Licht, auch wenn es manchmal etwas länger dauert: Kurz vor seinem Tod 2009 offenbarte der 87-jährige den Schwindel: Niemals hätte er gedacht, dass seine Erfindung einmal derart populär würde, sagte er in einem Bericht. »ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung«!

Eine fabrizierte Krankheit. Das belegt auch eine aktuelle Meldung vom vergangenen Wochenende: Angesichts dramatisch gestiegener Zahlen von ADHS- Diagnosen (zwischen 1989 und 2001 um das 400-fache) sind sich die Forscher jetzt nahezu einig: ADHS wird meist zu schnell zum Damoklesschwert für lebhafte Kinder erhoben, Jungen geraten weitaus häufiger in die Falle. Dem Pharma-Kartell dürfte das alles nur recht sein. Diese »fabrizierte Erkrankung« ist inzwischen weltweit als psychische Erkrankung manifestiert. Zu Unrecht, wie sich zunehmend herausstellt: Das, was als ADHS oder ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) bekannt ist und angeblich
genetisch bedingt sein soll, basiert in Wahrheit häufig auf mehreren ganz natürlichen Gründen und hat wenig mit einem echten Psycho-Krankheitsbild zu tun, wie mir der ehemalige Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Hamburger Uniklinik Eppendorf, der verstorbene Prof. Dr. Peter Riedesser schon vor wenigen Jahren eindringlich erklärt hatte: Oftmals spielen familiäre Probleme eine wichtige Rolle, die es zu untersuchen gilt, außerdem sind allermeist Jungs betroffen, was auch damit zusammenhängt, dass diese nicht selten ein ungezügelteres Temperament haben als ihre weiblichen Mitstreiter. Doch am Verhalten der Mädchen werden meist die Vorgaben zum Verhaltenskodex entwickelt, sowohl für Kinderbetreuungsanstalten als auch in der Schule. Sofern die Jungs naturgemäß wilder spielen, gelten sie schon recht schnell als verhaltensauffällig. ADHS ist in Wirklichkeit ein Problem der unverstandenen Jungen von heute. Ein Beispiel:

Als ich vor einigen Jahren die Mutter eines Nachbarsjungen weinen sah, fragte ich sie, was los sei. Sie antwortete, die Kindergärtnerin habe ihr soeben mitgeteilt, dass ihr Sohn ADHS, das so genannte Zappelphilipp-Syndrom, habe und dass der Kleine nun das hochpotente Pharmakon Ritalin nehmen müsse. Der Junge sei schließlich hyperaktiv. Ich stutzte, denn das war meines Erachtens kaum vorstellbar, der Bub war weder verhaltensauffällig noch hyperaktiv, sondern er machte einen kerngesunden und lebhaften Eindruck. Woher die Kindergärtnerin das denn so genau wisse, fragte ich die Frau, sie sei doch weder Psychologin noch Ärztin. Die Nachbarin antwortete, die Betreuerin halte Abendkurse zu genau diesem Thema ab.

Glücklicherweise erreichte ich Prof. Riedesser sofort telefonisch und berichtete den Fall. Der Arzt bestellte den Jungen ein und untersuchte ihn gründlich. Diagnose: Das Kind war völlig in Ordnung. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Die Pharmaindustrie schult seit geraumer Zeit Erzieher und Lehrer von Kindergärten und Schulen, damit diese einen »genauen Blick« auf lebhafte Kinder haben sollen, deren Eltern man dann die gefährliche Diagnose und das passende Medikament gleich dazu mitteilt.


Dabei muss man wissen:  Ritalin ist nicht irgendeine Pille,

sondern harter Tobak: Es enthält Methylphenidat und greift

dort in den Gehirnstoffwechsel ein, wo Aufmerksamkeit und

Bewegung kontrolliert werden. Das Fatale: Die Wirkung von

Methylphenidat im Menschen ist noch längst nicht vollständig

erforscht.


Man weiß nichts über die Folgen bei den nächsten Generationen, gefährliche Krankheiten wie Parkinson sollen zum Beispiel mit der Vergabe von Ritalin zusammenhängen. Die Nebenwirkungen der kleinen weißen Pille reichen von Appetitlosigkeit und Schlafstörungen, von  Angst-, Spannungs- und Panikzuständen bis hin zu vermindertem Wachstum. Außerdem: Ritalin ist ein Psychopharmakon und gehört zu der Gruppe der Betäubungsmittel, genau wie Kokain und Morphium. Es wird jedoch, wie erwähnt, bereits kleinen Kindern verschrieben, oftmals über Jahre hinweg. Denn die »Krankheit« wird durch Ritalin nicht geheilt, sobald das schwere Medikament abgesetzt wird, sind die Symptome sofort wieder da.

»Ritalin ist eine Pille gegen eine erfundene Krankheit, gegen die Krankheit, ein schwieriger Junge zu sein«, heißt es bei der Deutschen Apothekerzeitung. Und der Erfinder von ADHS, der vielfach ausgezeichnete US-Nervenarzt Eisenberg, sagte am Ende seines Lebens bestürzt: »Die genetische Veranlagung für ADHS wird vollkommen überschätzt«. Stattdessen sollten Kinderpsychiater lieber viel gründlicher die psychosozialen Gründe ermitteln, die zu Verhaltensauffälligkeiten führen können, so Eisenberg gegenüber dem deutschen Wissenschaftsjournalisten und Sachbuchautor Jörg Blech, der durch seine umfassende Kritik an der Pharmaindustrie und sein Buch Die Krankheitserfinder bekannt wurde. Späte Einsicht, zu spät, viel zu spät!

Eisenberg gab kurz vor seinem Ableben sogar reuevoll die Themen vor, wo die Ursachen zu finden sein könnten und die es viel dringender zu untersuchen gelte, als gleich zu der unseligen Pille zu greifen: Gibt es Kämpfe mit den Eltern, leben Mutter und Vater zusammen, gibt es Probleme in der Familie? Diese Fragen seien wichtig, aber sie nähmen viel Zeit in Anspruch, wird Eisenberg zitiert, der seufzend hinzugefügt haben soll: »Eine Pille verschreibt sich dagegen ganz schnell«.
»Unsere Systeme sind für Jungen unfreundlich geworden«, sagt auch der Professor für Arzneimittelversorgungsforschung an der Universität Bremen, Gerd Glaeske. Jungen wollten risikoreicher leben und sich erproben. Dafür fehlten ihnen aber heute die Freiräume. Jungen versuchten, Grenzen zu überschreiten, das gelte in unserem System als auffällig. »Wenn man sagt, dass Jungen stören, muss man auch über die reden, die sich davon gestört fühlen«, so der Professor.

Die FAS schrieb am 12. Februar 2012, die Diagnose ADHS werde inflationär zur Erklärung von Schulversagen herangezogen, und weltweit mache allein Novartis einen Umsatz von 464 Millionen Dollar mit der Pille, die störende Jungen »glatt, gefügig und still« mache. Vor zwanzig Jahren seien in Deutschland 34 Kilo Methylphenidat ärztlich verordnet worden – heute seien es 1,8 Tonnen. Weltweit sollen etwa zehn Millionen Kinder Ritalin verschrieben bekommen, in Deutschland sollen es etwa 700.000 sein.

Die schweizerische Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin NEK äußerte sich in einer Stellungnahme im November 2011 äußerst kritisch zur Verwendung des ADHS-Medikaments Ritalin: Das Verhalten des Kindes werde durch Chemie ohne jegliche Eigenleistung beeinflusst.
Das sei ein Eingriff in die Freiheit und die Persönlichkeitsrechte des Kindes, denn chemische Wirkstoffe verursachten zwar gewisse Verhaltensänderungen, das Kind lerne aber unter Chemie nicht, wie es sein Verhalten selbst ändern könne. Damit würden ihm wichtige Lernerfahrungen für  eigenverantwortliches und mitmenschliches Handeln vorenthalten, »die Freiheit des Kindes empfindlich eingeschränkt und es in seiner Persönlichkeitsentwicklung gehemmt«, kritisierte die NEK. Über die gesundheitlichen Folgen der Einnahme des Psychopharmakons verlautete indes offenbar nichts.

Peter Riedesser warnte: »Hyperaktivität kann Anzeichen einer tieferen Störung sein, etwa einer Depression, die anders zu behandeln ist als mit Ritalin«.

Der renommierte Wissenschaftler und Professor für Neurobiologie Gerald Hüther warnt schon lange vor der sorglosen Abgabe des hochpotenten Medikaments an kleine Kinder sowie vor der Annahme, man habe es bei ADHS mit einer echten Krankheit genetischen und biologischen Ursprungs zu tun. In einem Interview sagte der Wissenschaftler, als das Krankheitsbild vor Jahrzehnten definiert worden sei, habe man nicht gewusst, wie formbar Kindergehirne sind, wie sich die Hirnstrukturen anhand der während der frühen Kindheit gemachten Erfahrungen erst herausbilden. »Damals ging man noch davon aus, dass es nur irgendwelche fehlerhaften genetischen Programme sein könnten, die zu solchen Störungsbildern führten«, so Hüther. »Diese Vorstellung war in vieler Hinsicht vorteilhaft. Sie bürdete niemandem Verantwortung auf und entlastete damit nicht nur die Eltern, sondern auch die Erzieher und Lehrer. Und sie passte zum Reparaturdenken der damaligen Zeit: Wenn etwas nicht richtig funktionierte, nahm man eben eine Pille«.

Betroffene Eltern sollten sich nicht gleich verunsichern lassen, wenn Erzieher oder Lehrer meinen, ihr Kind habe ADHS. Sie sollten sich erst einmal in Ruhe umhören und sich mit anderen Personen austauschen, die ihr Kind kennen und die es auch mögen. »Vielleicht haben die eine Idee, wie ihm zu Hause, in der Schule und vor allem im Umgang mit Freunden geholfen werden kann«.

Der Neurobiologe war einer der ersten offenen Kritiker der »Krankheit« und des dazugehörenden Medikaments und löste vor einigen Jahren eine hitzige Fachdiskussion aus. Hüther hat sich als einer der ganz wenigen Wissenschaftler klar als Anwalt für die Kinder positioniert: »Erwachsene müssen selbst entscheiden, ob sie sich mithilfe von Psychostimulanzien noch besser an die absurden Leistungsanforderungen unserer gegenwärtigen Gesellschaft anpassen wollen. Aber Kinder können das noch nicht selbst entscheiden, diese Entscheidung müssen ihre Eltern als verantwortungsbewusste Erwachsene treffen«. Nahezu der Rest der Fachwelt hüllt sich in dezentes Schweigen zu diesem schwerwiegenden Thema.

Der Erfinder von ADHS, der ehemalige US-Nervenarzt Leon Eisenberg, der später die Leitung der Psychiatrie am renommierten Massachusetts General Hospital in Boston übernahm und zu einem der bekanntesten Nervenärzte der Welt wurde, hatte sich im Jahr 1967 auf einem Seminar der Weltgesundheitsorganisation gemeinsam mit seinem Kollegen Mike Rutter mit allen Kräften und gegen den immensen Widerstand der psychiatrischen Fachwelt dafür eingesetzt, die angebliche Hirnstörung als eigenständige Krankheit in den weltweiten WHO-Katalog der psychiatrischen  Leiden aufzunehmen. Trotz scharfen Gegenwinds ist ihm das, aus welchen Gründen auch immer, »erfolgreich« gelungen. Der Psychiater hat damit einen bösen und hartnäckigen Geist in die Welt gesetzt, den diese, angesichts eingefahrener Milliardengewinne der Pharmaindustrie, nicht mehr los wird. Bis heute hat die angebliche psychische Erkrankung ihren Platz im Diagnostischen und Statistischen Manual, bis heute gibt es Millionen von Eltern, die glauben, psychisch kranke Kinder zu haben, und bis zum heutigen Tage laufen Millionen von Jungen und auch Mädchen mit dem Stempel herum, »eine schwere Macke« zu haben.

Das alles stört die Pharmaindustrie indes nur wenig, inzwischen bieten alleine in Deutschland sechs Firmen das Medikament unter verschiedenen Namen an. Die Kraken streichen weiterhin ungerührt ihre Milliarden ein, ungeachtet möglicher Schwerstfolgen für Körper und Seele der Kinder, ungeachtet auch des Drucks auf die jungen Generationen, nur noch funktionieren zu müssen, und wenn es eben unter Drogen ist, und ungeachtet einer Welt, die nicht mehr fragen will nach natürlichen Ursachen und Gründen, sondern die täglich erbarmungslos neue künstliche Gebrechen erfindet, um damit ordentlich Kasse zu machen. Willkommen in der schönen neuen Welt!

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28.05.2012 23:07 INHR http://www.inhr.net/artikel/ritalin-die-gef%C3%A4hrlichste-droge-der-welt

Ritalin: Die gefährlichste Droge der Welt

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31.08.2007 14:38 INHR http://www.inhr.net/node/267

DIE ADHS SCHOCK STUDIEN: Ritalin führt zu Gehirnschäden!

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RITALIN http://www.dieaufdecker.com/index.php/topic,390.0.html
« Letzte Änderung: 11 August 2012, 13:30:15 von Andreas Ranovsky »
Nur wenn sie vollkommen schad- und klaglos gehalten werden, stimmen Susanna und Andreas Ranovsky weiteren Veröffentlichungen zu. Gegen beharrliches Ignorieren der objektiven Wahrheit (Realität): Das höherwertige Rechtsgut KINDESWOHL verpflichtet Bürgerinnen und Bürger zum Veröffentlichen.

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METHYLPHENIDAT ÖSTERREICH
« Antwort #4 am: 11 August 2012, 12:53:11 »
RITALIN CONCERTA EQUASYM MEDIKINET ua WIRKSTOFF METHYLPHENIDAT ÖSTERREICH
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3 ANHÄNGE ZUM BEWEIS:

Anfragebeantwortung 28 von 86
Anfragebeantwortung 29 von 86
Anfragebeantwortung 30 von 86

20120808 11650 AB XXIV GP BM ALOIS STÖGER Anfragebeantwortung SCAN Seite 28.jpg
20120808 11650 AB XXIV GP BM ALOIS STÖGER Anfragebeantwortung SCAN Seite 29.jpg
20120808 11650 AB XXIV GP BM ALOIS STÖGER Anfragebeantwortung SCAN Seite 30.jpg

HÖCHST LESENSWERT - HÖCHST BEMERKENSWERT -  ZITAT - SEITE 1

Diese Aufstellungen hat insoweit keinen Anspruch auf Vollständigkeit, als
darin weder Daten über die im stationären Bereich verabreichten noch über
auf Privatrezept verordnete Psychopharmaka enthalten sein können;
entsprechende Daten liegen auch meinem Ressort nicht vor.


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KRITISCHE ZITATE AUS ANDEREN QUELLEN: AUFDECKER ANTWORT 3 OBEN
aktuell an Kindern angewendete psychopharmakologische Substanzen
http://www.dieaufdecker.com/index.php/topic,435.0.html

RITALIN: WIE DIE PHARMAINDUSTRIE UNSERE KINDER VORSÄTZLICH ZERSTÖRT

Dabei muss man wissen: Ritalin ist nicht irgendeine Pille, sondern harter Tobak:

Es enthält Methylphenidat und greift dort in den Gehirnstoffwechsel ein, wo Aufmerksamkeit und
Bewegung kontrolliert werden.

Das Fatale: Die Wirkung von Methylphenidat im Menschen ist noch längst nicht vollständig erforscht.

RITALIN: DIE GEFÄHRLICHSTE DROGE DER WELT

DIE ADHS SCHOCK STUDIEN: RITALIN FÜHRT ZU GEHIRNSCHÄDEN!


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ÖFFENTLICHE INFORMATIONEN LEGASTHENIETHERAPIE BRD:

http://www.legasthenietherapie-info.de/ritalin-strattera.html

Die medikamentöse Behandlung von ADHS durch Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera

1. Medikamente bei ADHS - Kurzüberblick

Die meisten Medikamente, die bei ADHS eingesetzt werden beinhalten den Wirkstoff Methylphenidat. Die Medikamentennamen lauten: Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym. Ein weiteres Medikament, das bei ADHS eingesetzt wird ist Strattera. Es beinhaltet den Wirkstoff Atomoxetin.

•Ritalin: Das Präparat Ritalin enthält den Wirkstoff Methylphenidat und wird bei Kindern mit der Diagnose ADHS zur Verringerung der Symptomatik eingesetzt. Der Wirkstoff Methylphenidat wird schnell freigesetzt, sodass es zu einem raschen Wirkungseintritt kommt.

•Ritalin SR: Dieses Präparat stellt eine Variante dar. Hier wird der Wirkstoff langsam im Körper freigesetzt. Die Folge ist eine längere Wirkdauer und dass in zahlreichen Fällen eine einzige Einnahme ausreicht.

•Concerta: Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat. Es handelt sich dabei um ein Retardpräparat und wirkt bis zu 12 Stunden.

•Medikinet: Auch Medikinet ist ein Retardpräparat, setzt also den Wirkstoff über einen Zeitraum von 6 bis 8 Stunden stufenweise frei. Der Wirkstoffist auch hier Methylphenidat.

•Equasym: Retardpräparat mit dem Wirkstoff Methylphenidat, Wirkstoff wird über einen Zeitraum von 6 bis 8 Stunden freigegeben.

•Strattera:Beinhaltet nicht den Wirkstoff Methylphenidat sondern Atomoxetin. Wird dann eingesetzt, wenn durch den Wirkstoff Methylphenidat keine Wirkung erzielt werden kann bzw. wenn aufgrund der Nebenwirkungen gewechselt werden sollte.

•Attentin: Das Medikament enthält den Wirkstoff Dexamfetamin und wird dann eingesetzt, wenn die Behandlung mit Methylphenidat oder Atomoxetin zuvor keine Wirkung zeigt.

2. Wirkstoffe

Methylphenidat: Wirkstoff u.a. des Medikaments Ritalins. Methylphenidat gehört zur Gruppe der Psychostimulanzien. Nach Müller, Candrian und Kroptov (2011) hemmt Methylphenidat die Dopaminwiederaufnahme an den Synapsen im Striatum. Es kommt also zu einer Anreicherung des Dopamins im synaptischen Spalt. Weiterhin stimuliert es im Frontalhirn die Dopaminrezeptoren und Noradrenalinrezeptoren der das Signal empfangenden Nervenzellen.

Atomoxetin: Wirkstoff des Medikaments Strattera. Gehört zur Gruppe der Sympathomimetika. Hemmt den päsynaptischen Noradrenalin-Transport, wodurch es zu einer erhöhten Konzentration von Noradrenalin und Dopamin im präfrontalen Cortex kommt.

Als Literaturtipp für Fachleute kann das Nachschlagewerk "Handbuch Psychopharmaka im Kindes- und Jugendalter" von Bandelow et al. aus dem Jahr 2006 empfohlen werden, das äußerst detailliert und mit zahlreichen Hinweisen aus der Praxis über die medikamentöse Behandung bei ADHS berichtet.

3. Wirkmechanismus von Ritalin und weiteren Medikamenten mit Methylphenidat

Ritalin sorgt wie alle Psychostimulanzien für eine Konzentrationserhöhung von Dopamin. Ritalin hemmt die präsynaptischen Transporter, sodass Dopamin im synaptischen Spalt verbleibt und nicht wieder aufgenommen wird. Die Folge ist, dass die verhaltenssteuernden Hirnbereiche des Frontal- und Stammhirns ihre Hemmfunktionen erhöhen.

4. Ritalin

4.1 Wirkung
Insgesamt werden die Kinder durch eine Medikation mit Ritalin ruhiger und aufmerksamer. Die Impulsivität normalisiert sich, die Leistungsfähigkeit des Kurzeitgedächtnisses nimmt zu und es kommt zu einer deutlichen Verringerung des hyperaktiven Verhaltens.

4.2 Wirkungsverlauf
Bei Ritalin setzt nach ca 20 Minuten die Wirkung ein. Die Wirkdauer liegt bei 3 bis 4 Stunden.Nach Ende der Wirkdauer können Rebound-Effekte auftreten. Es liegen einige empirische Hinweise vor, dass Ritalin

4.3 Dosierung
Die Dosierung des Medikamentes Ritalin erfolgt meist in Relation zum Körpergewicht (0,2 bis 0,6 Milligramm pro kg Körpergewicht / Tag).Gewöhnlich wird die Tagesdosis auf zwei bis drei Einzeldosen verteilt. Bei Erwachsenen wird zu Beginn gewöhnlich eine Einzeldosis von 10 mg verabreicht, bei Kindern ab 6 Jahren eine Einzeldosis von 5 mg. Die Mediaktion wird schrittweise erhöht, bis die optimale Wirkung eintritt.

4.4 Nebenwirkungen
Zum Teil zeigen sich Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und Magenbeschwerden. Eine Verringerung des Appetits tritt relativ häufig auf, die sich nach einigen Monaten jedoch in vielen Fällen verliert. Mögliche Abhilfe kann dadurch geschaffen werden, dass die Hauptmahlzeit auf den Abend verlegt wird (wenn die Wirkung des Medikaments nachlässt). Zu Beginn der Behandlung zeigen sich auch häufig Einschlafstörungen. Diese klingen im Verlauf der ersten Wochen jedoch ab. Sie sind durch die Rebound-Effekte erklärbar.

Weiterhin zeigen sich anfangs Bauchschmerzen oder Erbrechen. Diesen können dadurch gemildert werden, indem das Medikament kurz nach der Mahlzeit eingenommen wird. Eine Überdosierung kann zu Schwindel, Herzklopfen, erhöhtem Blutdruck und Schlafproblemen führen. Eine sehr starke Überdosierung kann zu Übererregtheit des zentralen Nervensystems, Krämpfen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen führen.

Eine häufig in der Öffentlichkeit diskutierte Gefahr einer Suchtentwicklung durch die Einnahme des Medikamentes Ritalin konnte empirisch nicht belegt werden und wurde bisher auch in Einzelfallstudien nicht beschrieben.

5. Medikinet

5.1 Wirkung
Medikinet ist der Handelsname eines weiteren Präparates mit dem Wirkstoff Methylphenidat. Die genaue Bezeichnung lautet Medikinet Retard. Das Präparat ist mit 10 mg und 20 mg Wirkstoff erhältlich. Die Einnahme von Medikinet führt zu einer Steigerung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Weiterhin kommt es zu einem Anstieg der psychophysischen Aktivität und der Unterdrückung von Müdigkeit.

5.2 Wirkungsverlauf
Die Zielsetzung bei der Entwicklung des Medikamentes war, einen schnellen Wirkungseintritt zu realisieren, eine möglichst lange Wirkdauer zu erreichen, wobei die Wirkung vor den Abendstunden abklingen sollte. Um diesen Effekt zu erreichen wird der Wirkstoff verzögert freigesetzt. Medikinet verfügt deshalb über eine 2-Stufen-Galenik mit 50% schnell und 50% verzögert freisetzendem Methylphenidat. Der Schultag soll so mit einer einmaligen morgendlichen Gabe abgedeckt sein und zu einer verbesserten Medikamenten-Compliance führen. Die medikamentöse Wirkung tritt in der Regel eine Stunde nach der Einnahme ein.

5.3 Dosierung
Die Therapie mit Medikinet sollte möglichst mit einer niedrigen Dosis begonnen werden und dann schrittweise bis zu einer ausrichend wirksamen Dosis gesteigert werden. In der Regel beginnt man mit 10 mg pro Tag am Morgen. Im weiteren Verlauf wird die Tagesdosis in wöchentlichen Schritten um 5-10 mg erhöht, bei einer maximalen Tagesdos von 60 mg.

Um eine lang anhaltende Wirkung zu gewährleisten sollte Medikinet Retard nach dem Frühstück eingeommen werden. Eventuell ist ein Nachdosieren mit schnellfreisetzendem Methylphenidat am Nachmittag sinnvoll.

Beispielsweise kann es therapeutisch sinnvoll sein in den Ferien Ausschleichversuche durchzuführen, um den Zustand des Kindes ohne Medikamente zu beurteilen. Möglich ist eine deutlich verringerte Symptomatik auch nach dem Absetzen des Medikaments.

5.4 Nebenwirkungen von Medikinet
Bei ca. 10 Prozent der Patienten findet sich bei Behandlungsbeginn Nervosität und Schlaflosigkeit, die jedoch durch eine Reduktion der Medikantion entgegengewirkt werden kann. Bei ca. 1 Prozent der Patienten finden sich bei der Anwendung von Medikinet Retard vorübergehende Appetitstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel. Weiterhin finden sich bei ca. einem Prozent der Klienten zu Beginn der Behandlung Bauchschmerzen und Übelkeit, die jedoch durch eine weitere Nahrungsaufnahme gelindert werden können.

6. Strattera

6.1 Wirkung und Wirkungsverlauf
Strattera ist der Handelsname eines Präparates mit dem Wirkstoff Atomoxetin. Atomoxetin weist einen vollkommen anderen Wirkmechanismus als Methylphenidat auf und ist seit März 2005 in Deutschland erhältlich. Es agiert präsynaptisch als hochselektiver Noradrenalin-Reuptake-Hemmer. In der Folge steigt die Noradrenalin-Konzentration im synaptischen Spalt wieder an. In zahlreichen plazebokontrollierten Doppelblindstudien zeigte sich Strattera mit Methylphenidatprodukten vergleichbar. Die Responderrate lag bei rund 80 Prozent.

Atomoxitin ist eigentlich ein Wirkstoff, der in der Behandlung von Depressionen eingesetzt wird. Von daher sind stimmungsaufhellende Effekte und auch eine angstlösende Wirkung zu erwarten.

6.2 Dosierung
Für Kinder unter 70 kg Körpergewicht beträgt die Startdosis bei Strattera 0,5 mg/kg und die Erhaltungsdosis liegt bei 1,2 mg/kg täglich.

6.3 Nebenwirkungen von Strattera
An unerwünschten Nebenwirkungen wurden bei Strattera (Atomoxetin) abdominelle Beschwerden, verminderter Appetit, Mundtrockenheit und Kopfschmerzen registriert. Diese klingen jedoch im weiteren Handlungsverlauf ab. Um die Nebenwirkungen zu minimieren wird mit einer niedrigen Startdosis begonnen und nach einer Woche die Erhaltungsdosis eingeführt.

Weiterhin sollten Längenwachstum und Entwicklung beobachtet werden. Bei nicht ausreichendem Wachstum kann eine Dosisreduktion bzw. Therapieunterbrechung in Betracht kommen. Keine Anwendung des Medikamentes sollte bei Leberschädigungen erfolgen.

7. Concerta

Concerta ist der Handelsname eines Präparates mit dem Methylphenidat und ist zur Behandlung von ADHS bei Kindern ab 6 Jahren zugelassen. Die Wirkung tritt in der Regel innerhalb der ersten Wochen ein. Bis zu 75-80 % der Kinder profitieren bei hinreichend hoher Dosierung. (0,7 mg/kg/Körpergewicht). Die Symptomreduzierung ist bei Jugendlichen jedoch geringer als bei Kindern. Das Präperat Concerta liegt in Form von Retard Kapseln vor mit je 18mg/36mg/54mg.

8. Equasym

Equasym beinhaltet den Wirkstoff Methylphenidat und gibt es mit 5 mg, 10mg und 20 mg. Das Medikament ist für die Behandlung von ADHS bei Kindern ab 6 Jahren zugelassen. Bei den Nebenwirkungen finden sich zu Behandlungsbeginn sehr häufig Nervosität und Schlaflosigkeit. Als häufige Nebenwirkung wird ein verminderter Appetit angegeben, der jedoch nur zeitweise vorhanden ist. Häufig kommt es auch zu Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit und Dyskinesien sowie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen trockener Mund, Taychykardie, Herzklopfen, Arrhythmie, Änderung des Herzschlags. Selten tritt verschwommenes Sehen auf.

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« Letzte Änderung: 11 August 2012, 14:12:41 von Andreas Ranovsky »
Nur wenn sie vollkommen schad- und klaglos gehalten werden, stimmen Susanna und Andreas Ranovsky weiteren Veröffentlichungen zu. Gegen beharrliches Ignorieren der objektiven Wahrheit (Realität): Das höherwertige Rechtsgut KINDESWOHL verpflichtet Bürgerinnen und Bürger zum Veröffentlichen.