Autor Thema: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche  (Gelesen 232266 mal)

Offline consuela

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #45 am: 15 Februar 2012, 21:40:18 »
zum "hellen Schatten" - ich vermute, der Lokführer wollte sagen "helle Gestalt", "schemenhaft" und "Schatten" war das naheliegende Wort, weil schemenhaft und Gestalt im Sprachgebrauch nicht so oft verwendet wird wie Schatten. Das ist so wie Ischtar zur Lehrerin sagte "ein dunkles Auto" und sie meinte "dunkel getönte Scheiben".
Das nur als Anmerkung, weil im Blog oft zulesen war, wie der Schatten "hell" sein konnte, sofern der Lokführer das Bild nicht unbewusst ergänzt hat.
Hell wird die Gestalt gewesen sein, weil sie vom Scheinwerfer der Lok angeleutet wurde.

Nach den Ausführungen von Colombo sehe ich nur eine Art, sich vor den Zug zu schmeißen: indem man sich mit der Selbstmordabsicht vor den Zug schmeißt. Da ist nichts mit legen.

Ist der Abschnitt dort so stark frequentiert von Fußgängern in der Umgebung, dass WP sich wirklich nicht vorab in die Position hätte bringen können?
(dann gäbe es halt keinen hellen Schatten)

Und eine Frage zum Schluss:  wurde der Suizid von FK von den Kommentatoren nie in Frage gestellt?
Sehr viel Energie fließt hier in die Umstände zum nicht-Suizid von WP. Wie sieht es da bei FK aus? Ich meine, wenn, dann müsste man in der Causa doch von mehr als einem Mord ausgehen.

Offline Politicus1

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #46 am: 15 Februar 2012, 22:05:22 »
Vielleicht wird das Rätsel gelöst - im Film, der jetzt angeblich gedreht wird!
Das muss doch eine Schlüsselszene sein!http://www.dieaufdecker.com/Smileys/default/wink.gif



Offline Columbo

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #47 am: 16 Februar 2012, 11:05:44 »
@consuela

"Nach den Ausführungen von Colombo sehe ich nur eine Art, sich vor den Zug zu schmeißen: indem man sich mit der Selbstmordabsicht vor den Zug schmeißt. Da ist nichts mit legen. "

Hinweis:
Die Kriminal-Wissenschaft unterscheidet mehrere Typen von Eisenbahn-Suiziden, das wird ganz genau seit Jahrzehnten aufgenommen und studiert.
Ohne ins Detail gehen zu wollen ( das mache ich nicht für Filmstudios ) steht eines fest:
Die "Art", auf die es W.P. gemacht hat, deutet auf Fremdverschulden nun mal dringend hin.

Offline nejah

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #48 am: 16 Februar 2012, 11:54:54 »
Vielleicht wird das Rätsel gelöst - im Film, der jetzt angeblich gedreht wird!
Das muss doch eine Schlüsselszene sein!http://www.dieaufdecker.com/Smileys/default/wink.gif

Na wenn der Film auf der selben Grundlage gedreht wird, wie die beiden Bücher der "großen Schriftstellerinnen"...
ganz interessant ist in dem zusammmenhang ja auch die Berichterstattung des "Kurier" vom 09.01.2010:

Einer stand im Fokus der Ermittlungen: Ernst H., der einstige Freund von Wolfgang Priklopil, dem dieser kurz vor seinem Selbstmord während einer Autofahrt die Entführung gestanden hat. Der Verdacht der Mittäterschaft ist vom Tisch, ganz ungeschoren bleibt H. vielleicht trotzdem nicht.
Hätte er nicht sofort die Polizei vom Geständnis Priklopils informieren müssen? Stattdessen hat er ihn einfach aus dem Auto steigen lassen, und Priklopil stürzte sich von einer Brücke vor einen Zug.


So entstehen Legenden...                                   

silversurfer

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #49 am: 16 Februar 2012, 18:08:12 »
ob der freundschaftliche beichtvater und seine altruistische muntwalterin der entfernt bekannten selbsbefreiten schon zum morgigen geburtstag gratuliert haben ?

Lilly Rush

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #50 am: 16 Februar 2012, 18:24:10 »
Müssen wir deswegen morgen einen postingfreien Tag einlegen?


Offline Miss Marple

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #52 am: 16 Februar 2012, 20:18:57 »

von 2000-2004, oder?

silversurfer

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #53 am: 16 Februar 2012, 20:22:59 »
 entschuldigung : 2000 (!)  bis 2004   --und natürlich wahr (statt war);-)

Dagmar Belakowitsch

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #54 am: 17 Februar 2012, 12:48:37 »
Liebe MM,
Als verspätete Antwort auf Ihre Frage, ob durch die Quetschung der Gefäße es zu einer raschen Blutgerinnung kommen kann.
Bei peripheren kleinen! Gefäßen ja - am Hals nein! Nach der Tötung eines Menschen schlagt das Herz noch ein paar mal.
Im vorliegenden Fall - wenn der Kopf abgetrennt wird, liegt die Hauptschlagader frei.

Wenn P lebend unter den Zug kam, fließt anfangs das Blut durch den noch vorhandenen Herzschlag rasch heraus und nach Beendigung desselben rinnt es langsamer heraus.
Wenn P schon tot war, als ihm sein Kops abgetrennt wurde, fließt das Blut nur langsam heraus.

Wenig Blut ist zwar ein Indiz dafür dass er schon tot war, aber kein Beweis!

Offline Miss Marple

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #55 am: 17 Februar 2012, 12:58:15 »
Vielen Dank Frau Belakowitsch für die Antwort auf die Frage, die mich brennend interessiert hat.

Somit kann eine Unwahrscheinlichkeit mehr ausgeschlossen werden, auf dem Weg zur Wahrheit.

Ich hoffe, Sie und Hr. Jenewein bleiben uns hier erhalten!

Lg, MM
« Letzte Änderung: 17 Februar 2012, 13:32:22 von Miss Marple »

Offline Politicus1

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #56 am: 20 Februar 2012, 10:13:47 »
am 20.2.2012  in den 20 Minuten u.a. die Meinung des JR:
'Johann Rzeszut, erachtete eine weitere Erklärung für H.s Aussage für naheliegend: Um Zweifeln am Selbstmord Priklopils zu begegnen, könnte H. gemeint haben «Hat er sich umgebracht?» - um die Ermittlungen auf einen Selbstmord seines Freundes zu lenken.'

Genau so sehe ich es auch! Die Aussage "Hot er si umbrocht?" ist eben in Bezug auf die Person zweideutig....
Die Köder für die Polizei wurden ganz bewusst in Richtung Sebstmord ausgelegt!
Dazu die NK mit ihrer unüberprüfbaren Aussage, dass sich der Wolferl umbringt, wenn sie weggeht...
Dazu das Mama-Zetterl...

Offline Reichmann

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #57 am: 20 Februar 2012, 17:44:00 »
Kann nach eurer Einschätzung das Verhalten des H mit seinem Intellekt erklärt werden, oder deutet das nicht doch eher auf eine eingeübte und vorbereitete Abarbeitung nach genauer Instruktion hin?
Mir fällt auf, dass das Verhalten und die Erklärungsversuche doch recht dürftig sind, vor allem, wenn es um Themen geht, die nicht leicht vorauszusehen sind. (Interview Dr. Vogl/H)
Roland Reichmann
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silversurfer

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #58 am: 20 Februar 2012, 18:08:57 »
..wo denken Sie hin --der wird doch manns genug sein, sich mit eigenen ideen um kopf und kragen zu reden :)

Offline Reichmann

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Re: Diskussion rund um die Auffindung der Zugleiche
« Antwort #59 am: 20 Februar 2012, 18:11:35 »
 :o
Roland Reichmann
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