Autor Thema: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit  (Gelesen 9966 mal)

Offline Mitleser

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19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« am: 11 Mai 2012, 15:32:56 »
Bilder einer Kindheit
Pornographische Bilder des verschwundenen Kindes entzweien die Experten: Eine Psychotherapeutin hält "sexuellen Mißbrauch" für sicher, doch für die Polizei steckt "derzeit nix dahinter".


Offline Politicus1

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #1 am: 11 Mai 2012, 16:57:11 »
danke für den link!
Es macht immer wieder Sinn, in den alten Zeitungsberichten bald nach der Entführung zu lesen.
1) Interessant der auffallende Widerspruch in den Zeitangaben. Hat BS damals wirklich gesagt, dass die NK erst später auf dem Schulweg war und somit Bettinas Aussage in den Papierkorb verwefen wollen?
2) wieso wurde der Polizei bald klar, dass kein Pornoring dahinter steckt? Konnte das ausgeschlosen werden, weil es eben eine andere heißere Spur gab?
3) Wieso hat die Polizei das Interesse an den Kinderfotos verloren, weil die Bilder innerhalb der Famlilie gemacht wurden? Wenn diese Aussage stimmt, dann hat die Polizei gegen jegliche Erfahrung und Logik in solchen Fällen gehandelt.
4) Die Analysen der Frau Wolfram sind mMn. heute genau so tatrelevant wie im Frühjahr 1998...

Offline Mitleser

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #2 am: 11 Mai 2012, 17:23:43 »
danke für den link!
Es macht immer wieder Sinn, in den alten Zeitungsberichten bald nach der Entführung zu lesen.
1) Interessant der auffallende Widerspruch in den Zeitangaben. Hat BS damals wirklich gesagt, dass die NK erst später auf dem Schulweg war und somit Bettinas Aussage in den Papierkorb verwefen wollen?
2) wieso wurde der Polizei bald klar, dass kein Pornoring dahinter steckt? Konnte das ausgeschlosen werden, weil es eben eine andere heißere Spur gab?
3) Wieso hat die Polizei das Interesse an den Kinderfotos verloren, weil die Bilder innerhalb der Famlilie gemacht wurden? Wenn diese Aussage stimmt, dann hat die Polizei gegen jegliche Erfahrung und Logik in solchen Fällen gehandelt.
4) Die Analysen der Frau Wolfram sind mMn. heute genau so tatrelevant wie im Frühjahr 1998...

Gern geschehen. Ich finde diesen Artikel besonders interessant, weil er in der umfangreichen Clippingsammlung auf natascha-kampusch.at nicht(!) erwähnt wird.
Ad 1) Sieht so aus - damit sind wir bei Variante 4 in der Morgenchronologie.
Ad 2) Magische Fähigkeiten? Oder ein Rundruf bei den bekannten Kinderpornoringen: "Habt ihr was damit zu tun?"
Ad 3) Tja - das ist doch die Schwester, die einen "langjährigen Freund" hat...
Ad 4) So ist es!

Offline dieblindenaugenderpallas

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Bettina als Tatzeugin ?
« Antwort #3 am: 12 Mai 2012, 21:41:27 »
Nur der Vollständigkeit halber:
Im angeführten Profil-Artikel wird Bettina (und nicht Ishtar) als jenes Mädchen genannt, das gesehen hat, wie Natascha in einen weißen Kastenwagen gezerrt wurde.
Da wäre es spannend in der Profil-Redaktion nochmals nachzufragen, woher damals im Zusammenhang Tatzeugin der Name Bettina kam.
Der Name Ishtar für die Tatzeugin müsste nämlich allbekannt gewesen sein, nachdem Ishtar noch am Tag der Tat mehrfach vor Schulkolleginnen die Lehrerin davon informiert hat und infolge auch mehrfach von der Polizei befragt wurde.

Wenn man damals also korrekt recherchiert hat, müsste man herausbekommen haben, dass es bloß eine Tatzeugin gibt, die das Hineinzerrren von NK in den Kastenwagen beobachtet hat und daß diese Tatzeugin Ishtar heißt.

Die Beobachtung der Bettina wird ja - zumindest heute - ganz anders dargestellt.

Scheint mir deshalb erwähnenswert, weil ja eine heutige Nachfrage bei Bettina mit dem Ergebnis, sie habe auch zwei Täter gesehen, ungeahnte Folgen hätte.

Offline Reichmann

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #4 am: 12 Mai 2012, 22:11:14 »
Ich gehe einmal davon aus, das Profil die Informationen genau überprüft hat. Der Journalist ist seriös und hat sicher keinen Unsinn geschrieben. Da kann man wohl eher davon ausgehen, dass so mancher Polizeibericht nachträglich angepasst worden ist.

Vielleicht hat auch Bettina mehr wahrgenommen, als letztlich in den Polizeiprotokollen vermerkt wurde. Wie Sie schon richtig bemerken: Eine zweite Tatzeugin wäre natürlich fatal und würde eine völlig neue Sicht auf die Dinge verlangen.
Roland Reichmann
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Offline Miss Marple

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #5 am: 12 Mai 2012, 22:58:10 »
Sirny hat meines Wissens nach NIE behauptet, dass NK die Wohnung erst um 7.45h Uhr verlassen hat,
sondern um 07.00h!

Also am besten nicht immer alles glauben, was in Zeitungen (wursch welcher) so abgedruckt wird!

Dasselbe gilt für die ganz offensichtliche Namensverwurschterei Ischtar/Bettina!
« Letzte Änderung: 12 Mai 2012, 23:07:22 von Miss Marple »

Offline Reichmann

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #6 am: 13 Mai 2012, 02:51:27 »
Sirny hat meines Wissens nach NIE behauptet, dass NK die Wohnung erst um 7.45h Uhr verlassen hat,
sondern um 07.00h!

Also am besten nicht immer alles glauben, was in Zeitungen (wursch welcher) so abgedruckt wird!

Dasselbe gilt für die ganz offensichtliche Namensverwurschterei Ischtar/Bettina!
Da haben Sie wohl recht. Bei Infos aus Zeitungen kann schon mal die eine oder andere Verwechslung passieren.
Ich werde mal beim Journalisten nachfragen, wie es zu der eventuellen Verwechslung gekommen ist.
Roland Reichmann
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Offline Mitleser

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #7 am: 13 Mai 2012, 09:15:38 »
Sirny hat meines Wissens nach NIE behauptet, dass NK die Wohnung erst um 7.45h Uhr verlassen hat,
sondern um 07.00h!

Meines Wissens nach hat Sirny behauptet, dass NK die Wohnung um 7:45 verlassen hat - steht zumindest im Profil vom 11.4. 1998. Warum trauen Sie in einem Protokoll mehr, als einem Zeitungsberichten? Dafür gibt es in diesem Fall keinen Grund mehr.

Wenn man es umdreht, wird es brauchbar:
Gehen wir davon aus, dass der Artikel alle Informationen so wiedergibt, wie der damalige Stand der Rechtfertigungen war.
Damit bin ich bei folgendem Szenario:
Bettina beobachtet die Entführung.
"Jemand" will die (gefährliche) Zeugin diskreditieren - und tut dies durch die 7:45-Aussage.
Ich erinnere daran, dass die Förderstunde erst sehr spät "aufgetaucht" ist - und Lilly die Zeitangaben als "gebastelt" betrachtet.

Lilly Rush

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #8 am: 13 Mai 2012, 10:02:02 »
@ Mitleser

Sirny hat die Förderstunde nicht verschwiegen.

Sie hat von der ersten Befragung an (Nacht zw. 2.3. und 3.3.) 07:00 als Zeitpunkt des Verlassens der Wohnung angegeben und in der zweiten Befragung am Morgen des 3.3. die Förderstunde mit Beginn 07:20 angegeben.

Bettina war eine Entlastungszeugin für Sirny - sie war der Beweis, dass Natascha die Wohnung verlassen hat.

Offline Miss Marple

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #9 am: 13 Mai 2012, 10:49:23 »
Sirny hat meines Wissens nach NIE behauptet, dass NK die Wohnung erst um 7.45h Uhr verlassen hat,
sondern um 07.00h!

Meines Wissens nach hat Sirny behauptet, dass NK die Wohnung um 7:45 verlassen hat - steht zumindest im Profil vom 11.4. 1998. Warum trauen Sie in einem Protokoll mehr, als einem Zeitungsberichten? Dafür gibt es in diesem Fall keinen Grund mehr.

Wenn man es umdreht, wird es brauchbar:
Gehen wir davon aus, dass der Artikel alle Informationen so wiedergibt, wie der damalige Stand der Rechtfertigungen war.
Damit bin ich bei folgendem Szenario:
Bettina beobachtet die Entführung.
"Jemand" will die (gefährliche) Zeugin diskreditieren - und tut dies durch die 7:45-Aussage.
Ich erinnere daran, dass die Förderstunde erst sehr spät "aufgetaucht" ist - und Lilly die Zeitangaben als "gebastelt" betrachtet.

Es steht Ihnen frei, ihr "Wissen" aus genau EINEM schlampigen Zeitungsbericht zu beziehen! Ich ticke da wesentlich anders und versuche, so viele unterschiedliche Quellen wie möglich heranzuziehen! Dazu gehören selbstverständlich auch Polizeiprotokolle!

Alles andere sind reine Spekulationen und interessieren mich nicht (ganz zu schweigen davon, wenn diese komplett unsinnig sind)!

« Letzte Änderung: 13 Mai 2012, 10:59:48 von Miss Marple »

Offline Mitleser

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #10 am: 13 Mai 2012, 11:20:10 »
Es steht Ihnen frei, ihr "Wissen" aus genau EINEM schlampigen Zeitungsbericht zu beziehen! Ich ticke da wesentlich anders und versuche, so viele unterschiedliche Quellen wie möglich heranzuziehen! Dazu gehören selbstverständlich auch Polizeiprotokolle!

Alles andere sind reine Spekulationen und interessieren mich nicht (ganz zu schweigen davon, wenn diese komplett unsinnig sind)!

Mein bisheriger Eindruck ist, dass Ihnen die Form wichtiger ist, als der Inhalt.
Die pte Frau Sirny hat über den Morgen des 2.3. verschiedene Versionen verbreitet - und in dem Profilartikel steht halt noch eine Version. Wir sprechen übrigens nicht von einer U-Bahn-Zeitung des Jahres 2012 sondern von Profil im Jahr 1998 - und das war kein Revolverblatt!

Im übrigen halte ich fest, dass es im Bereich der Polizei, öffentlich bekannt gewordene Überlegungen, wie "vertuschen, sonst können wir zusperren" gibt. Von Journalisten ist (in dieser Sache) nicht Vergleichbares bekannt.

Offline Miss Marple

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #11 am: 13 Mai 2012, 11:43:01 »

Stimmt! Ich habe auch den Eindruck, dass Ihnen (u.a.) die Form wichtiger als der Inhalt, gratuliere zu
dieser Selbsterkenntnis!  8)

Und was Sie sonst noch so festhalten und mangels Argumentation jetzt miteinander verwurschten müssen, interessiert mich nicht einmal peripher.

Offline Wahrheitsforschung

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Re: 19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
« Antwort #12 am: 27 September 2013, 12:05:06 »
19980411 PROFIL Nr 16 BILDER EINER KINDHEIT NATASCHA KAMPUSCH Seite 68.jpg:



19980411 PROFIL Nr 16 BILDER EINER KINDHEIT NATASCHA KAMPUSCH Seite 68 A.jpg:

gesellschaft BILDER EINER KINDHEIT



19980411 PROFIL Nr 16 BILDER EINER KINDHEIT NATASCHA KAMPUSCH Seite 68 B.jpg:

Fall Natascha. Pornographische Fotos des verschwundenen Kindes entzweien die Experten: Eine Psychotherapeutin hält "sexuellen Mißbrauch" für sicher, doch für die Polizei steckt "derzeit nix dahinter". VON EMIL BOBI



19980411 PROFIL Nr 16 BILDER EINER KINDHEIT NATASCHA KAMPUSCH Seite 68 C.jpg:

Natascha ging, als wollte sie nie wieder zurückkehren: Schon frühmorgens hatte es wieder Streit gegeben. Zuerst hatte das zehnjährige Mädchen zu lange gebraucht, um aus dem Bett zu kommen, dann zweimal die Frage ihrer Mutter, wo denn die Brille sei, nicht beantwortet. Das reichte schon. Die Mama schlug zu.



19980411 PROFIL Nr 16 BILDER EINER KINDHEIT NATASCHA KAMPUSCH Seite 68 D.jpg:

Natascha weinte nicht. Wortlos wendete sie sich ab und ging. Im letzten Augenblick, als sie schon durch die Tür war, sagte sie doch noch „tschüs“.

Das war am 2. März gegen 7.45 Uhr früh. Um all seine schmerzende Aufgewühltheit besser zu ertragen, ließ das Kind seinen Kopf auf die Brust hängen, und stapfte durch den Morgen davon. 



19980411 PROFIL Nr 16 BILDER EINER KINDHEIT NATASCHA KAMPUSCH Seite 68 ET.jpg:

PSYCHOTHERAPEUTIN EVA WOLFRAM „Dieses Kind wurde mit Sicherheit mißbraucht“



19980411 PROFIL Nr 16 BILDER EINER KINDHEIT NATASCHA KAMPUSCH Seite 68 E.jpg:



Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung
Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung
Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung

Quelle: "Mitleser" am: 11 Mai 2012, 15:32:56

19980411 Profil: Bilder einer Kindheit
http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=335.0

Profil 11 April 1998.pdf DOWNLOAD:
http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=335.0;attach=441

Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung
Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung
Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung Amtswegigkeit Objektivität Wahrheitsforschung

11.04.1998 PROFIL Nr 16 NATASCHA KAMPUSCH BILDER EINER KINDHEIT

Es gilt die Unschuldsvermutung.
« Letzte Änderung: 27 September 2013, 12:25:11 von Wahrheitsforschung »
Nur wenn Wahrheitsforschung vollkommen schad- und klaglos gehalten wird, stimmt Wahrheitsforschung weiteren Veröffentlichungen zu. FÜR EXTERNE INHALTE KANN KEINE VERANTWORTUNG ÜBERNOMMEN WERDEN. Es gilt die Unschuldsvermutung.