Autor Thema: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK  (Gelesen 31801 mal)

Offline Mitleser

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #15 am: 12 April 2012, 08:44:38 »
und die Sicht der Videokassetten?
Als die NK ins Bild kam, wurde die (interne) Vorführung abgebrochen...
Weshalb?

Warum ist die Frage unklar?

Der Abbruch würde bei einem harmlosen Video keinen Sinn machen. Eine vertraute Runde aus Wolfi, Ernst, Margit und Rudi bei einer Geburtstagsfeier birgt keinen Anlass, dass Video abzubrechen.

Es muss also ein brisantes Video gewesen sein.

Bei einem brisanten Video macht ein Abbruch dann Sinn, wenn das Setting des Videos, keine Zweifel über den weiteren Verlauf der Darstellung offen lies.

Dies kann sich entweder aus dem Umfeld und den "Requisiten" ergeben (z.B. Peitsche, Fesseln usw) oder aus weiteren, sichtbaren Personen (z.B. nackter Mann).

Die Minimalversion für einen Videoabbruch ist, dass Sextoys sichtbar waren und aus Diskretion die Vorführung abgebrochen wurde.
Die Maximalversion ist, dass zuerst ein anderer Mensch (z.B. ein dicker, nackter Politiker) sichtbar war und (ebenfalls) keine Zweifel über den weiteren Verlauf der Darstellung bestanden.

Offline Miss Marple

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #16 am: 12 April 2012, 09:08:14 »
und die Sicht der Videokassetten?
Als die NK ins Bild kam, wurde die (interne) Vorführung abgebrochen...
Weshalb?
Was wurde aus den Videokassetten?

Weil DAS eine Anweisung war, die bereits ZUVOR erfolgt ist? Ein nicht unwesentlicher Unterschied, für mich zumindest! Ich nehme mal an, diese Anweisung wurde aus demselben Opferschutzgedanken geboren, die auch bei den unter Verschluss gehaltenen Protokollen zur Anwendung gekommen ist.

Außerdem: Wären auf den Kassetten andere Personen gemeinsam mit NK (außer WP) zu sehen gewesen, wäre das vermutlich schon längst in den Medien gelandet (die Kassetten liegen ja auch dem Ausschuss zur Einsichtnahme vor). Also wird es schon so sein, dass der Inhalt der Kassetten jener harmloser Natur ist, welche bereits hinlänglich bekannt ist.
« Letzte Änderung: 12 April 2012, 09:11:11 von Miss Marple »

Lilly Rush

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #17 am: 12 April 2012, 09:20:55 »
Die DVs wurden doch längst an NK ausgefolgt.
Wie soll der Ausschuss die sichten?

Offline Miss Marple

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #18 am: 12 April 2012, 09:49:23 »

Ist ja sogar noch besser!

Diese hätte man nach der Sichtung vor dem U-Richter und Mitgliedern der SOKO wohl kaum NK übergegeben, sofern
andere "schützenswerte" Personen darauf zu sehen gewesen wäre!


Lilly Rush

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #19 am: 12 April 2012, 09:58:14 »
@ MM

Vielleicht wurde das aber auch nur behauptet und die liegen wirklich noch versperrt herum.

Offline Miss Marple

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #20 am: 12 April 2012, 10:03:29 »

@LR

Glaube ich nicht, da es ja auch sonst keine diesbezügl. Hinweise gibt!


Offline Mitleser

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #21 am: 12 April 2012, 10:39:40 »
Also wird es schon so sein, dass der Inhalt der Kassetten jener harmloser Natur ist, welche bereits hinlänglich bekannt ist.

Natürlich.
Ich sehe die Szene vor meinem geistigen Auge:
Eine österreichische Amtsstube, ein Videorecorder mit Fernseher und einige honorige Herren.
Am Bildschirm ist ein langsamer Schwenk über eine Schneelandschaft sichtbar. Am rechten Bildschirmrand wird eine Person erkennbar, die noch nie auf Skiern gestanden ist und entsprechend unsicher herumwackelt.
Zoom auf die Person
NK wird erkennbar.
Staatsanwalt: "Sofort das Video anhalten - Opferschutz!!!"

Meinen Sie ernsthaft, dass es so gewesen sein kann?

Offline Miss Marple

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #22 am: 12 April 2012, 11:02:56 »
@Mitleser

Nein! Liegt aber ausschließlich an IHRER Sicht der Dinge, die nicht viel mit der bekannten Faktenlage
und der Realität zu tun haben!

Offline Mitleser

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #23 am: 12 April 2012, 11:43:32 »

Warum schreiben Sie nicht einfach: Die Denkweise von "Mitleser" kotzt mich an?

Während ich eine logische Erklärung suche, spekulieren Sie wild herum:


Weil DAS eine Anweisung war, die bereits ZUVOR erfolgt ist? ....
Ich nehme mal an, ...

Außerdem: Wären auf den Kassetten andere Personen gemeinsam mit NK (außer WP) zu sehen gewesen, wäre das vermutlich schon längst in den Medien gelandet (die Kassetten liegen ja auch dem Ausschuss zur Einsichtnahme vor). Also wird es schon so sein, dass der Inhalt der Kassetten jener harmloser Natur ist, welche bereits hinlänglich bekannt ist.

Das würde mich ja noch nicht stören - sich aber dann über meine Sichtweise zu mokieren und auf "Faktenlage und Realität" zu berufen, ist keck.

Offline Politicus1

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #24 am: 12 April 2012, 11:59:38 »
MM:
'Also wird es schon so sein, dass der Inhalt der Kassetten jener harmloser Natur ist, welche bereits hinlänglich bekannt ist. '

Da kann ich Ihnen wirklich nicht folgen.
Es geht um die Sichtung der MiniDVDs bei Gericht, bzw. StA - nicht im U-Ausschuss.
Da wurden die intern angesehen.
Wieso sollte da bei völlig harmlosen Aufnahmen (z.B. NK zeichnet ein Bild, NK auf Skiern ...) SOFORT ein Stopp und Abbruch der Vorführung verfügt worden sein, als die NK zu sehen war?!
Da muss schon was oder noch wer dazu zu sehen gewesen sein, dass "man" nicht einmal den zur Amtsverschiegenheit verpflichteten wenigen Zusehern traute...
MMn-. sind diese Minikassetten noch immer bei der Justiz im Tresor.

Offline Miss Marple

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #25 am: 12 April 2012, 12:02:04 »
@Mitleser

Aber nein, Ihre Denkweise kotzt mich nicht an, sie amüsiert mich zumeist!

Den Rest darf ich Ihnen postwendend zurückgeben: SIE spekulieren wild herum und pfeifen dabei vollends auf jegliche Fakten
und Tatsachen, oder verkehren diese in Ihrer polemischen Art und Weise ins Absurde! Anscheinend leiden Sie an Argumentationsnotstand, weil Sie immer wieder auf nur diese Weise reagieren können!

Sie erkennen den Unterschied nicht? Ich drücke MEINE Vermutungen klar und deutlich aus, während Sie Ihre Spekulationen als TATSACHEN hinstellen! Von wegen, Zitat: "Es MUSS ein brisantes Video gewesen sein", nur weil SIE sich das so denken MÜSSEN...



Offline Miss Marple

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #26 am: 12 April 2012, 12:06:38 »
MM:
'Also wird es schon so sein, dass der Inhalt der Kassetten jener harmloser Natur ist, welche bereits hinlänglich bekannt ist. '

Da kann ich Ihnen wirklich nicht folgen.
Es geht um die Sichtung der MiniDVDs bei Gericht, bzw. StA - nicht im U-Ausschuss.
Da wurden die intern angesehen.
Wieso sollte da bei völlig harmlosen Aufnahmen (z.B. NK zeichnet ein Bild, NK auf Skiern ...) SOFORT ein Stopp und Abbruch der Vorführung verfügt worden sein, als die NK zu sehen war?!
Da muss schon was oder noch wer dazu zu sehen gewesen sein, dass "man" nicht einmal den zur Amtsverschiegenheit verpflichteten wenigen Zusehern traute...
MMn-. sind diese Minikassetten noch immer bei der Justiz im Tresor.

@Politicus

Ich habe es bereits geschrieben: Weil es bereits ZUVOR so angeordnet wurde, und nicht erst bei der Sichtung!
Dies galt ja auch für alle anderen persönlichen Notizen, Aufzeichnungen etc. von NK!
Aus dem auch im Ibk-Bericht erwähnten Grund um damit eine mediale Verbreitung zu verhindern, der sehr schlüssig ist, da auch in den geheimen Protokollen nicht der geringste Hinweis auf Mittäter zu finden ist, wie auch nicht am Tatort!

Oder wissen Sie mehr dazu?



silversurfer

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #27 am: 12 April 2012, 14:58:33 »
@MM :  ...in den geheimen protokollen findet sich aber  schlüssig auch der hinweis, dass nicht der geringste ernsthafte versuch unternommen wurde, hinweisen auf mittäter ( etwa: ich kenne keine namen)  nachzugehen --- das motiv   für geiheimhaltung vor medien (von was übrigens, wenn eh nicht komprommittierendes enthalten war?) im interesse des opferschutzes  könnte leicht ein bloß vorgegebenes gewesen  sein : was passte hier doch nicht alles in den als fass ohne boden benützten  OPF ERSCHUTZGEDANKEN ?

Offline Politicus1

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #28 am: 12 April 2012, 16:06:56 »
zu den  Videoaufnahmen:
aus dem Bericht der StAIbk.:
'Am 4.9.2006 übergab ein Tatortbeamter den Ermittlern 3 Mini DV Kassetten, die sich mit einem abgerissenen Kalenderblatt in einem Emmi-Joghurt-Eimer befunden hatten, die versiegelt wurden. Auf der Kassette A befand sich die Beschriftung „Weihnachten 2005“, „Am Schluß Ostern 2006“, auf der Kassette B „Ostern 2. Teil“ und auf der Kassette C fehlte eine Beschriftung. Die Kassette C wurde von den Beamten gesichtet, wobei Wolfgang P. mit einem weiteren Mann beim Schiausflug zu sehen war. Die Sichtung der weiteren Kassetten wurde sofort gestoppt, als Natascha K. zu sehen war, wobei der Leiter des LKA Oberst E. die Versiegelung anordnete. (ON 192, AS 71).

FRAGE: waren WP und der weitere Mann gleichzeitig im Bild - dann muss ein Dritter/eine Dritte die Aufnahmen gemacht haben...

'Eigentümlich sei auch der Bericht von CI Johann F. gewesen, welcher mitgeteilt habe, dass sie bei Sichtung der Videoaufzeichnungen und Disketten die strikte Anweisung des SOKO-Leiters gehabt hätten, diese Sichtung sofort zu beenden, wenn Natascha K. dort auf den Aufzeichnungen auftauche.'
FRAGE: wenn schon "eigentümlich" - wieso wurde da nicht beim SOKO-Chef nachgehakt?

'Auf den Videos sei sie nur spielerisch herumgestoßen worden, da sei keine Gewalt gewesen. Das seien Familienszenen, wie man sie halt von einer Geburtstagsfeier kenne. Wenn das Thema Gewalt bei der Befragung zur Sprache gekommen wäre, hätte das Betreuerteam die Einvernahme sofort beendet. Gewalt sei also bei der Befragung ausgeklammert worden, der Täter sei ja tot gewesen.'
FRAGEN: nur spielerisch, wie bei Geburtstagsfeiern in der Familie? Wer hat gestoßen? Nur Stativaufnahmen?



Offline Miss Marple

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Re: 20111123 BERICHT DER STA INNSBRUCK - 319 SEITEN TEAMWORK
« Antwort #29 am: 12 April 2012, 16:31:03 »
@MM :  ...in den geheimen protokollen findet sich aber  schlüssig auch der hinweis, dass nicht der geringste ernsthafte versuch unternommen wurde, hinweisen auf mittäter ( etwa: ich kenne keine namen)  nachzugehen --- das motiv   für geiheimhaltung vor medien (von was übrigens, wenn eh nicht komprommittierendes enthalten war?) im interesse des opferschutzes  könnte leicht ein bloß vorgegebenes gewesen  sein : was passte hier doch nicht alles in den als fass ohne boden benützten  OPF ERSCHUTZGEDANKEN ?

Nun, NK hat in diesen Protokollen ganz offensichtlich auf keine weiteren Mittäter hingewiesen. Der Verdacht, dass hinter dieser Geheimhaltung andere Gründe stecken könnten, wurde ja eben durch genau diese Geheimhaltung genährt. War aber nicht so, weil diese Protokolle in dieser Hinsicht vollkommen harmlos gewesen sind. Darum auch mein Vergleich hinsichtlich der Videos etc.

Sie haben doch den Ibk.-Bericht gelesen, oder? Und die Einvernahme von CI F. vor dem U-Richter?
Was los war, als NUR die Info wegen Skifahren an die Öffentlichkeit gedrungen ist? An sich ja auch nichts weiter Verfängliches bezügl. Mittätern, oder? Somit war man auf Opferschutz in einem anderen Sinne bedacht!
« Letzte Änderung: 12 April 2012, 16:37:55 von Miss Marple »