Autor Thema: WP und seine Freunde + Transaktionen  (Gelesen 41419 mal)

mythbuster

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #60 am: 29 März 2012, 23:59:42 »
Zitat
Warum meldet EH für WP ein Konto bei Ebay an, wenn WP kein Internet hat um auf Ebay zu gelangen?
Gauner sollen gelegentlich einen zweiten ebay-account benötigen um in den eigenen Auktionen den Preis hinaufzutreiben.  Vielleicht wollte auch der EH nur dem knausrigen Priklopil das Internet mit Hilfe von "billiga Kaufn bei eeeebay" schmackhaft machen.

 

Offline Reichmann

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #61 am: 30 März 2012, 00:26:07 »
Das ist mir schon klar. Doch über das Konto wurde nichts abgewickelt. Wenn es auch nur ein Treiberkonto ist, dann wäre auch mal etwas daneben gegangen und WP hätte einen Zuschlag erhlten. Ist aber nicht passiert.
Roland Reichmann
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mythbuster

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #62 am: 30 März 2012, 00:35:34 »
EH ist einer der auf Nummer sicher geht und vorsorgt - für den Fall des Falles.  Hat er ja auch beim Hartlauer eines, und beim Hofer ein zweites Handy gekauft und nur ersteres zweimal verwendet.

Warum soll er also nicht auch bei ebay vorgesorgt haben ?

Außerdem kann man ja mitdem richtigen Gespür den Preis auch "moderat" treiben, ohne dabei die Auktion zu gewinnen.  Wie gesagt, es muß ja gar nicht passiert sein, aber für EH scheint es halt besser zu sein, "dass man es, hat wenn man es braucht" - nicht besonders verwunderlich, bei seinem Lebenswandel.

Offline Reichmann

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #63 am: 30 März 2012, 00:42:12 »
Ist eine gute Erklärung. Dann darf man davon ausgehen, dass WP von dem gar nichts gewußt haben muss.
Roland Reichmann
http://www.INHR.net

mythbuster

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #64 am: 30 März 2012, 01:07:04 »
Betrachtet man das biedere Umfeld des WP (Vater Häuslbauer in Straßhof, Mutter kocht und putzt den Dreck für Sohnemann, penibel korrrekte Aufzeichnungen über Geldtransaktionen und Knausrigkeit von WP, Kuscheln im Bett [statt Sex]) und vergleicht es mit dem sozialen Umfeld von EH (Jugo-Szene - die "Veranstaltungshalle" diente primär für Jugo/Roma/Sinti-Hochzeiten wo noch das Geld fließt) samt seiner "umtriebigen" Schwester, so kann man den sinngemäßen Satz der NK "Der Ernstl war/ist ärger als der Wolfi...") auch in einem asexuellen Zusammenhang sehen.

Jedenfalls kann man getrost davon ausgehen, dass nicht nur die Mutter von WP vom Ernsti über den Tisch gezogen worden sein könnte und der WP vom EH wahrscheinlich auch nicht für voll genommen wurde.  Aber er war für den EH sicher bequem - als braver Hackler.

Lilly Rush

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #65 am: 30 März 2012, 07:35:57 »

Womit man sich dem nächsten sinnlosen Mythos über Transaktionen zuwenden kann - den ominösen ATS 500.000,--.  Da gibt es eine so tolle Aufstellung die man zur Analyse heranziehen kann.  Hier einmal eine Aufstellung:

16.12.1997   Verkauf Bergsteiggasse 54/W6    Anteil 55/449   €  74.853,--  =  1.360,--/Anteil
23.12.1997   Verkauf Bergsteiggasse 54/W8    Anteil 36/449   €  65.406,--  =  1.816,--/Anteil
17.02.1998   Verkauf Bergsteiggasse 54/W2    Anteil 37/449   €  43.604,--  =  1.178,--/Anteil
18.02.1998   Verkauf Bergsteiggasse 54/W10  Anteil 54/449   € 116.277,-- =  2.153,--/Anteil
04.03.1998   Verkauf Bergsteiggasse 54/W5    Anteil 36/449   €   50.871,--  = 1.413,--/Anteil
10.03.1998   Verkauf Bergsteiggasse 54/W3    Anteil 46/449   €   58.138,--  =  1.263,--/Anteil   

Auffallend dabei ist, dass bei jenen Verkäufen, wo beim Käufer das Vorhandensein von Schwarzgeld nicht auszuschließen ist, der Preis pro Anteil nur 2/3 ausmacht.  Ausgehend von der Annahme, dass der "Leichenfledderer" EH wohl kaum auf das Geld verzichtet haben wird, kann davon ausgegangen werden, dass die "billigen" Wohnungen um das gleiche Geld verkauft worden sind also ~ 1.800,--/Anteil.

Das macht schon alleine beim Verkauf vom 10.03.1998 nach Adam Riese 46 Anteile x € 600,-- = € 27.600,-- Schwarzgeld.   
   
Gegenrechnung:
Die Wohnung wurde am 18.5.2009 zurückgekauft zu einem Preis von €93.000,--.   Differenz zum Verkaufspreis im Jahr 1998:  € 35.000,--

Unerheblich ist dabei, dass die Wohnung erst später bezahlt wuirde, denn Schwarzgeld ist beim Abschluss des Kaufvertrages fällig, wenn der Verkäufer nicht völlig behämmert ist.

Also kann man ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass der EH am 10.03.1998 vom Arzt aus Kärnten € 30.000,-- schwarz kassiert hat, und das auf bekannte Art weißwaschen wollte, damit er das Minus auf seinem Konto zur Hälfte abdecken kann.  Entsprechendes ist auch im Innsbrucker Bericht vorzufinden, wenn auch nicht so detailiert und höflicher ausgedrückt.

Womit auch der Mythos um die ATS 500.000,-- schlüssig und nachvollziehbar erklärt sein dürfte.

1. Die Anteilsrechnung stimmt mal von vorneherein nicht, da die Wohnungen 8 + 10 jeweils Keller W8 bzw. Keller, Terrassse und Stellplatz W10 beinhalten.
Wohnung 3 + 5 sind nackte Wohnungen ohne Zusatz.
2. Rücküberwiesen hat Priklopil S 460.000 und nicht 500.000. Die S 460.000 entsprechen fast exakt (ca. 461.600) dem Kaufpreis der 3 Wohnungen am Neubaugürtel die Holzapfel am 6.4.1998 ersteigert hat. S 40.000 wurden kurz darauf überwiesen für Fenster. (Welche Fenster - Neubaugürtel?)
3. Eine bloße Überweisung von einem Konto auf ein anderes ohne Titel (keine Belege) stellt noch keine Schwarzgeldwäsche dar.
Das überzogene Konto kann auch kein Argument sein, denn dann hätte Holzapfel keine Wohnungen gekauft wenn er blank gewesen wäre.
4. Einer der Freunde Priklopils, sowie einer der Nachbarn sagten aus, dass Priklopil Mieteinnahmen von mehreren Wohnungen hatte. Zum damaligen Zeitpunkt hatte er aber nur die 2001 gekaufte Wohnung am Stillfriedplatz. Außerdem gibt es mehrere Aussagen, dass Woody Priklopil VIEL Geld schulden soll  (Einer sprach von 1 Mio. S)
5. Die Mieteinnahmen der Wohnungen Neubaugürtel und Bergsteiggasse wuden auf eigene Konten überwiesen, kein Girokoto des Woody oder der Resan.
6. Aus 2.+4.+5. lässt sich der Schluss ziehen, dass die Wohnungen Priklopil zuzuordnen sind.

Offline surok

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #66 am: 31 März 2012, 16:29:37 »
Zitat
Nunmehr stehe auch fest, dass die zu den Anschlüssen des Ing. Ernst H. und Wolfgang P.
von der Uni Wien ausgegangenen Telefonaten von Ing. Rudolf H. geführt worden seien, der
als Vertragsbediensteter der Uni Wien beschäftigt sei und mit EDV-Aufgaben betraut sei.
Dabei seien aus Kostengründen „Gateway-Nummern“ des Zentralen Informatikdienstes bei
der Uni Wien benützt worden. Aus dem Amtsvermerk vom 19.3.2009 über die Befragung des
Ing. Rudolf H. geht hervor, dass sich dieser an ein Gespräch mit Wolfgang P. und Ing. Ernst
H. über die Überprüfung des Fahrzeuges des Wolfgang P. nach dem Verschwinden der
Natascha K. nicht erinnern könne, dass Wolfgang P. ihm aber einmal von einem
Fahrzeugliebhaber erzählt habe, der Pornos besitze und auf der Toilette eine Kamera
installiert habe. Auch habe sich Wolfgang P. bei ihm erkundigt, ob man via Internet
Kinderpornos anschauen könne.
Ing. Rudolf H. sei auch zu den Aufzeichnungen des Wolfgang P. über Transaktionen im
Zeitraum 2002 bis 2006 mit den Vornamen „Ernst, Karl, Rainer, Erwin, Rudi“ befragt worden,
wobei er angegeben habe, dass es sich bei „Rudi“ um ihn handeln werde, „Karl“ sei
vermutlich Wolfgang P.s ehemaliger Freund Mag. Karl Sch. und mit dem Vornamen „Ernst“
werde Ing. Ernst H. gemeint sein. „Rainer“ habe als Rainer G. ausgemittelt werden können.
Mag. Karl Sch. und Rainer G. hätten angegeben, mit Wolfgang P. bis etwa 1989 befreundet
gewesen zu sein und mit Sicherheit danach keinen Kontakt zu Wolfgang P. unterhalten zu
haben. Weder Mag. Karl Sch. noch Rainer G. und Ing. Rudolf H. hätten eine Erklärung für
die Transaktionen von 2002 bis 2006 anbieten können. Eine Nachfrage beim LKA
Burgenland habe ergeben, dass diese seinerzeit dort gesichteten Unterlagen tabellarisch
aufgelistet worden, jedoch nicht kopiert, vielmehr am 4.10. 2006 an die mit der
Verlassenschaft nach Wolfgang P. betraute Notarin Dr. F. ausgefolgt worden seien. Es habe
daher nicht abgeklärt werden können, welche konkreten Transaktionen in welcher Höhe mit
welchem Fluss durchgeführt worden seien, wobei beabsichtigt sei, Ing. Ernst H. dazu zu
befragen.


@mythbuster

im parallelthread tätigen sie die aussage, dass die sache um die transaktionen geklärt sei...auch hier im thread arguentieren sie in diese richtung, dabei geht es doch gar nicht um die 500.000 S über das konto der mama P., sondern um transaktionen im zeitraum 2002-2006 mit den vornamen ehemaliger freunde des WP

maischberger und khg lassen gruessen :)

Lilly Rush

  • Gast
Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #67 am: 31 März 2012, 17:14:18 »
Apropos Transaktionen:
Der Lebenslauf Priklopils, wie er scheinbar aus hinterlassenen Kalendern und Rechnungen zusammengesetzt wurde, ist nicht nur hinsichtlich der Eintragungen interessant, sondern vor allem wegen der nicht eingetragenen bzw. fehlenden Informationen.

Die Notiz vom 2.3. und den Termin vom 3.3.1998 habe ich auf Grund des IBK Berichtes hinzugefügt.
Er war auf einem Kalender, den Woody der Polizei gebracht hat.

Warum befinden sich diese Termine nicht auf der Liste der Ermittler?
Ab 2002 findet  sich nur mehr eine einzige Eintragung zum Schifahren, dabei war Priklopil auf jedenfall 2005 mit Hürner und 2006 mit Natascha Schifahren.
Wo sind diese Belege?

Priklopil hat keine Rechnung weggeschmissen - er hat so gut wie alles aufgehoben (sogar die Notizzetteln von seiner Mutter)
2005 und 2006 dürfte nur aus Rechnungen zusammengestellt sein.
Wo sind die Belege für die Einkäufe fürs Verlies?
Wo sind seine Aufzeichnungen über die Transaktionen an die Freunde?
Über welches Konto wurden die Mieteinnahmen vom Stillfriedplatz abgewickelt?

Die Auflistung zeigt deutlich, dass hier einiges fehlt!
Mit Sicherheit hat Priklopil DAS nicht an Woody übergeben.

mythbuster

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #68 am: 31 März 2012, 17:18:11 »
Manche brauchen halt etwas länger was vor allem darauf zurückzuführen sein dürfte, dass man lieber wild herumspekuliert als den Innsbrucker Bericht zu lesen und die dort präsentierten (neuen) Fakten in die eigenen Überlegungen miteinzubeziehen:
Zitat von: Lilly Rush
1. Die Anteilsrechnung stimmt mal von vorneherein nicht, da die Wohnungen 8 + 10 jeweils Keller W8 bzw. Keller, Terrassse und Stellplatz W10 beinhalten.
Dann möge mir Lilly Rush doch bitte erklären, warum ein Kellerabteil keine Hausanteil sein soll und was an 4m² (bis maximal 10m²) Kellerabteil für die Wohnung 8  EUR 21.600 ,-- kosten soll.  Ähnlich verhält es sich mit der Wohnung 10, wo für Keller, Terasse und Stellplatz ~ EUR 50.000,-- zu veranschlagen wären (bei einem Wohnungspreis von ~ EUR  66.000,--).

Im übrigen hat niemand behauptet, dass das Schwarzgeld nur aus dem Verkauf der Wohnung 10 stammt.  In den letzten drei Monaten vor der Transaktion sind ja sechs Wohnungen verkauft worden, weshalb der Betrag von ~ EUR 36.000,-- schon bei einer weit geringeren Preisdifferenz zustande kommen kann.  Nimmt man die vier Wohnungen kommt die Summe von EUR 36,000,-- schon bei EUR 214,-- Schwarzgeld/Anteil zustande.

Zitat von: Lilly Rush
2. Rücküberwiesen hat Priklopil S 460.000 und nicht 500.000.
Euroklauben wird aber auch nicht viel daran ändern können, dass die ATS 500.000,-- mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus Schwarzgeldern von Wohnungsverkäufen stammen.

Zitat von: Lilly Rush
Die S 460.000 entsprechen fast exakt (ca. 461.600) dem Kaufpreis der 3 Wohnungen am Neubaugürtel die H. am 6.4.1998 ersteigert hat.
Ich habe leider nicht gewußt, dass Ing. Ernst H. auch ein Hellseher ist und schon zwei Wochen vorher (am 24.03.1998) gewußt hat, was am 06.04.1998 der Ersteigerungspreis sein wird.

Zitat von: Lilly Rush
3. Eine bloße Überweisung von einem Konto auf ein anderes ohne Titel (keine Belege) stellt noch keine Schwarzgeldwäsche dar.
Nein, aber die obigen Fakten und ein diesbezügliches Geständnis sehr wohl.
Zitat von: Lilly Rush
Das überzogene Konto kann auch kein Argument sein, denn dann hätte Holzapfel keine Wohnungen gekauft wenn er blank gewesen wäre.
Irrtum, den mit dem Verkauf der Wohnungen in der Bergsteiggasse hat die Besicherung des Kontos zu wackeln begonnen und die Banken werden dann üblicherweise leicht nervös.  Sobald wieder etwas zur Besicherung da ist (Wohnungen am Neubaugürtel) schlafen die Banker dann wieder ruhiger und sind spendabler.  Denn immerhin kann man da bei den Wohnungen ja mit einer Hypothek ins Grundbuch hinein.

Zitat von: Lilly Rush
6. Aus 2.+4.+5. lässt sich der Schluss ziehen, dass die Wohnungen Priklopil zuzuordnen sind.
Schlüsse ziehen kann man viele - die Unrichtigkeit dieser Schlüsse wird aber umso wahrscheinlicher sein, je weniger nachweisbare Fakten diesen Schlüssen zu Grunde liegen, sondern es sich nur um das Gelabbere von den verschiedensten Personen handelt.  Die Unschuldsvermutung ist jedenfalls im Strafverfahren nicht außer Acht zu lassen.

Hier zum Abschluss noch die Auszüge aus dem Innsbrucker Bericht zum Thema:
Zitat
Ing. Ernst H. gab am 27.9.2006 über Vorhalt der im Tathaus bei der Tatortarbeit aufgefundenen Unterlagen, wonach Wolfgang Priklopil augenscheinlich am 13.3.1998 von Ing. Ernst Holzapfel ATS 500.000.- empfangen hat und am 24.3.1998 ATS 460.000.- vom Konto der Waltraud P. an Ing. Ernst H. überwiesen worden sind, an,.....
Zitat
Über neuerliche Befragung zur Übergabe von ATS 500.000,-- an Wolfgang Priklopil erklärte der Beschuldigte (= Ing. Ernst H.), dass er diesbezüglich bisher nicht die Wahrheit gesagt habe.  Tatsächlich habe er bei Wohnungsverkäufen Teilbeträge xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxx an Wolfgang Priklopil übergeben, damit das Geld über das Konto der Waltraud P. auf sein Konto zurückgelange.  xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxt.  Über Frage, ob die von Wolfgang Priklopil zurückbehaltenen ATS 40.000,-- als Provision xxxxxxx zu sehen seien, erklärte der Beschuldigte, dass man das nicht so sehen könne.  Wolfgang Priklopil habe sich das Geld behalten, sie hätten immer Geld hin und her geschickt für Materialkäufe.  Über Frage, warum er das Geld nicht einfach auf mehrere anonyme Sparbücher verteilt habe, gab der Beschuldigte an, dass er das Geld auf dem Konto der Oberbank gebraucht habe, weil xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxx.

Nachdem er in dieser Vernehmung schließlich seine Verantwortung zum Gesprächsverlauf mit Wolfgang Priklopil zum Nachmittag des 23.8.2006 geändert hatte, erklärte Ing. Ernst H. zum Ende dieser Vernehmung, dass es sich bei dem Betrag von ATS 500.000.- in Wahrheit um nicht versteuerte Teilbeträge aus Wohnungsverkäufen gehandelt habe.  Die Konstruktion der Geldübergabe an Wolfgang Priklopil und des Rücküberweisens vom Konto der Waltraud P. sei gewählt worden, damit er dem Finanzamt diesen Betrag als Darlehen des Wolfgang Priklopil an ihn darstellen könne.  Die ATS 40.000.-, die Wolfgang Priklopil einbehalten habe, seinen für Materialkäufe gewesen.  In der Folge brachte Ing. Ernst H. Unterlagen bei.  Nach Prüfung dieser Unterlagen wurde ihm in der Beschuldigtenvernehmung vom 30.11.2009 vorgehalten, dass nicht nachvollziehbar sei, woher der Betrag von ATS 500.000.- stamme, eine Behebung des Betrages in voller Höhe oder in Teilbeträgen anhand der Kontounterlagen nicht ersichtlich sei und zu dem in diese Zeit fallenden Kaufvertrag vom 4.3.1998 der Geldfluss erst im Juli 98 erfolgt sei, worauf Ing. Ernst H. angab, dass es sich um Schwarzgeld handle und er auf Anraten seines Anwaltes dazu keine weiteren Angaben machen werde.
Zitat
Nun habe Ing. Ernst H. diese Angaben aber am 13.11.2009 dahingehend korrigiert, dass es sich bei diesem Geld um Einnahmen aus xxxxxxxxxxxxxxxxx Wohnungsverkäufen gehandelt habe.  Um das Schwarzgeld auf sein überzogenes Geschäftskonto einfließen zu lassen, habe er die geschilderte Konstruktion gewählt und xxxxxxxxx als Darlehen der Waltraud P. deklarieren wollen.  Der Differenzbetrag von ATS 40.000,-- sei mit Gegenverrechnungen von Materialeinkäufen zu erklären.  Da Ing. Ernst H. nun Wohnungsverkäufe im fraglichen Zeitraum habe nachweisen können, könne diese in sich schlüssige Verantwortung unter Anlegung eines lebensnahen Maßstabes nicht widerlegt werden.  Die Zuordnung einzelner Schwarzgeldzahlungen zu bestimmten Rechtsgeschäften stoße bereits deshalb auf Grenzen, weil die mangelnde Nachweisbarkeit des Geldflusses bei Finanzdelikten wesentlicher Teil des Tatplans sei.  Im Übrigen sei durchaus nachvollziehbar, dass sich Ing. Ernst Holzapfel nach mehr als 10 Jahren ohne schriftliche Aufzeichnungen nicht mehr erinnern könne, aus welchen Verkäufen er Schwarzgeldbeträge in welcher Höhe lukriert habe.  Eine Befragung der einzelnen Käufer sei von vornherein nicht Erfolg versprechend, zumal ungeachtet einer zwischenzeitig eingetretenen Verjährung wohl nur von einer sehr geringen Bekennerschaft solcher Zeugen auszugehen sei.
Das Resumee:

Zitat
Dennoch ist die letzte Verantwortung des Ing. Ernst H., es habe sich um Schwarzgeld gehandelt, das er steuerschonend in sein Unternehmen habe zurückfließen lassen wollen, im Ergebnis nicht zu widerlegen.  Es verbleibt der Anschein einer Schutzbehauptung des Ing. Ernst Holzapfel, seine Verantwortung widerlegende Beweisergebnisse waren aber nicht zu erbringen.

Die auch nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Innsbruck bestehende Indizienwirkung dieses Geldtransfers ist aber insoweit zu relativieren, als die Übergabe des Geldes von Ing. Ernst H. an Wolfgang Priklopil erst 11 Tage nach der Entführung und nicht bereits vor dieser oder unmittelbar im Anschluss an diese Entführung erfolgte, was wohl anzunehmen gewesen wäre, wenn die Entführung eine „Auftragsarbeit“ des Wolfgang Priklopil gewesen wäre.  Das Argument, dass der ursprünglich auf Weiterführung der Natascha Kampusch lautende Plan später geändert worden sei, findet zwar in den Angaben der Natascha Kampusch zu den von Wolfgang Priklopil bei der Entführung getätigten Aussagen Deckung (die Anderen kommen nicht), danach ist das Scheitern dieses Planes aber schon am Tage der Entführung anzunehmen, sodass die erst 11 Tage später erfolgte Geldübergabe nicht treffsicher ins Bild passt, zumal diesem Indiz Theorien zugrunde liegen (am 13.2.1998 ist eine Weiterführung noch geplant, spätestens am 24.3.1998 erfolgte eine Planänderung), die im Beweisverfahren keine Deckung finden bzw. wofür im Beweisverfahren keine weiteren Erhebungsergebnisse vorliegen.

Zitat von: surok
im parallelthread tätigen sie die aussage, dass die sache um die transaktionen geklärt sei...auch hier im thread arguentieren sie in diese richtung, dabei geht es doch gar nicht um die 500.000 S über das konto der mama P., sondern um transaktionen im zeitraum 2002-2006 mit den vornamen ehemaliger freunde des WP
Sorry, der Titel lautete: "WP und seine Freunde + Transaktionen".  Ich dachte der Ing. Ernst H. wäre ein Freund von WP gewesen es hätte zwischen den beiden eine Transaktion über ~ ATS 500.000-- stattgefunden.  Na vielleicht kann es ein Moderator in einen „richtigen“ thread verschieben.

Lilly Rush

  • Gast
Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #69 am: 31 März 2012, 18:52:39 »
@ Mythbuster

Ihnen kann ich auch nur empfehlen etwas genauer zu lesen:

W10 enthält einen Stellplatz um S 120.000. Zurück an den Start!
Warum der Keller in den Anteil des Hauses eingerechnet werden soll, das lasse ich mir gerne erklären. Fangen sie mal an.

Zitat
Zitat von: Lilly Rush
Die S 460.000 entsprechen fast exakt (ca. 461.600) dem Kaufpreis der 3 Wohnungen am Neubaugürtel die H. am 6.4.1998 ersteigert hat.
Ich habe leider nicht gewußt, dass Ing. Ernst H. auch ein Hellseher ist und schon zwei Wochen vorher (am 24.03.1998) gewußt hat, was am 06.04.1998 der Ersteigerungspreis sein wird.

TsTsTs
Noch nie was davon gehört, dass man den Versteigerungspreis VORHER mit Sparbuch hinterlegt? (Hat ja der EH selber so erklärt)

Zitat
Zitat von: Lilly Rush
3. Eine bloße Überweisung von einem Konto auf ein anderes ohne Titel (keine Belege) stellt noch keine Schwarzgeldwäsche dar.
Nein, aber die obigen Fakten und ein diesbezügliches Geständnis sehr wohl.
Nein, Nein und nochmals Nein!
Sie bekommen das Geld nicht legal in eine Firma wenn sies nicht von vorneherein als Kredit oder Bezahlung für eine Leistung deklarieren. Wie soll das verbucht werden?

Zitat
Zitat von: Lilly Rush
Das überzogene Konto kann auch kein Argument sein, denn dann hätte Holzapfel keine Wohnungen gekauft wenn er blank gewesen wäre.
Irrtum, den mit dem Verkauf der Wohnungen in der Bergsteiggasse hat die Besicherung des Kontos zu wackeln begonnen und die Banken werden dann üblicherweise leicht nervös.  Sobald wieder etwas zur Besicherung da ist (Wohnungen am Neubaugürtel) schlafen die Banker dann wieder ruhiger und sind spendabler.  Denn immerhin kann man da bei den Wohnungen ja mit einer Hypothek ins Grundbuch hinein.

Theoretisch ja, aber wenn die Banken das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür, dass sies gar nicht brauchen.

Offline surok

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #70 am: 31 März 2012, 19:07:00 »
@ lilly

habe mich mit der 500.000-S-thematik noch überhauüt nicht beschaaeftigt und weiss also gar nicht um was es hier geht, darf aber einfügen, dass bei einer gerichtlichen versteigerung einer wohnung sehr wohl vor der versteigerung ein namenssparbuch hinterlegt werden muss...allerdings nur in einem gewissen prozentsatz des SCHAETZWERTES (lt. gutachten)...ich glaube es sind 10% des Schaetzwertes

Lilly Rush

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #71 am: 31 März 2012, 19:19:24 »
@ Surok

Danke, wußte ich nicht!

Entwicklungshelfer

  • Gast
Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #72 am: 31 März 2012, 19:21:05 »
@LR

Sie sind in Form
mindestens 1:0 für Sie!!!   - das gibt einen Drink extra :) 

Ausserdem:
Banken werden nicht nervös, wenn jemand Wohnungen verkauft ;
Die besichern diese logischerweise bevor Sie Geld freischalten!

Gast m0nk

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Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #73 am: 31 März 2012, 19:29:30 »
Das Vadium beträgt 10 % des Schätzwertes und ist vor Beginn der Versteigerung als Bargeld, inländischen Wertpapieren ... bei Gericht zu erlegen.

Lilly Rush

  • Gast
Re: WP und seine Freunde + Transaktionen
« Antwort #74 am: 31 März 2012, 20:47:30 »
Neuer Punkt:

Auszug aus den Wirtschaftsüberprüfungen:

Fa. Marcom Handelsges.m.b.H.
Priklopil-Geschäftsführer, Magister Margit W. Gesellschafterin

Also ich glaub das ist ein Schreibfehler - denn das wäre DIE Sensation schlechthin und ist nicht EH Geschäftsführer?

Das Dachgeschoss in der Heinestr. wurde von einer Karat Bau Ges.mbH. ausgeführt.
Adresse: ...imbergergasse 8/3
Finde über die nichts. Hat jemand etwas darüber?