Autor Thema: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie  (Gelesen 6193 mal)

Offline Lukas

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http://www.unzensuriert.at/content/005949-Kampusch-Ermittler-hatte-Naheverhaeltnis-zur-Familie

zusammengefasst:
insp. f., der den 2. wichtigen WP-hinweis (von revierinsp. p.) verk*kt hat, heißt thomas franklin. und der ist/war leiter eines kindeferiencamps. eine betreuerin des camps war die stiefschwester der NK.

muss jetzt nichts heißen, ist aber irgendwie wieder einmal seltsam (die verbindung zu kampusch halt)

Offline Politicus1

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #1 am: 13 März 2012, 09:23:29 »
richtig!
wurde im Seeh-Blog ausführlichst behandelt.
Aber warum soll ein Polizist, der MÖGLICHERWEISE zum Opfer zumindest mittelbar Kontakte hatte, halt nicht auch einmal was verk.ken...?

Noch was zum Naheverhältnis:
für mich ist es auffallend, wie am 2.3.1998 die Abgängigkeit insgesamt behandelt wurde.
So weit ich weiß, wurde seitens der Mutter weder der Vater, noch die erwachsenen Stiefschwestern kontaktiert - sondern gleich bei der Polizei Alarm geschlagen.
Nun ist es - leider! - für die Polizei nicht ein Jahrhundertereignis, wenn ein zehnjähriges Kind einen Tag lang von Schule, Hort und Elternhaus fern bleibt.
Was war hier der Auslöser für diese spontane und größt angelegte Suchaktion?
IA ging ja erst am nächsten Tag zur Polizei.
Bitte mich nicht falsch verstehen! Aber es gehen immer wieder Kinder für einen Tag abgängig - und niemand in der Öffentlichkeit erfährt etwas davon...
 

Lilly Rush

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #2 am: 13 März 2012, 09:31:55 »
@ Politicus

Sie haben das völlig richtig analysiert.
Kann mich nicht erinnern, das bei Julia Kührer von Seiten Polizei solche Geschütze aufgefahren wurden.

"Es wurde doch eh alles getan, um das Kind zu finden!"

Taucher, Cobra, Hunde, Gutachten etc.

Offline Politicus1

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #3 am: 13 März 2012, 09:43:14 »
genau!
Der Vergleich mit den Erhebungen im Fall Kührer drängt sich richtig auf. Allerdings war sie doch um einiges älter als NK.
Dennoch, ich las einmal eine Statistik über abgängig gemeldete Kinder - sind nicht wenige - leider!

Offline Lukas

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #4 am: 14 März 2012, 01:23:50 »

Offline Reichmann

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #5 am: 09 April 2012, 19:51:22 »
Hier die Antwort von Prammer, die wohl nicht mehr übertroffen werden kann:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_09453/imfname_239178.pdf


Antwort auf die Fragen 1 - 26: Antwort ist nicht möglich.
Im Klartext: Tschüss, Du Depp. Wer sich so etwas von einer Ministerin gefallen lässt ist selbst schuld.

Bei den kommenden Wahlen sollen genau diese frechen Antworten wahlentscheidend sein.
Roland Reichmann
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Offline Miss Marple

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #6 am: 09 April 2012, 20:11:28 »

Von Prammer? ;)

Offline dieblindenaugenderpallas

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #7 am: 09 April 2012, 21:48:02 »
zu Thomas F. , bitte, nicht vergessen:

Hier tritt einiges "Zufällige" gemeinsam auf:

1. persönliches Naheverhältnis zur Familie der NK
2. unmittelbar mit dem Fall befasster Exekutivbeamter, dem schwer wiegende Fehler (z.b.: Nicht-Priorierung) unterlaufen
3. örtliches Naheverhältnis zum Ort an dem NK während ihrer Entführung Schi fahren war
4.örtliches Naheverhältnis zum Ort an dem NK mit WP während ihrer Entführung von den Wirtsleuten gesehen wurde.
5. trotz schwer wiegender Fehler in diesem prominenten Fall steiler beruflicher Aufstieg (Lehrender an der SIAK)

Offline Reichmann

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #8 am: 09 April 2012, 21:50:39 »

Von Prammer? ;)
Ich würde mir das als Parlamentarier nicht gefallen lassen.
Roland Reichmann
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Offline Reichmann

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #9 am: 09 April 2012, 21:52:28 »
zu Thomas F. , bitte, nicht vergessen:

Hier tritt einiges "Zufällige" gemeinsam auf:

1. persönliches Naheverhältnis zur Familie der NK
2. unmittelbar mit dem Fall befasster Exekutivbeamter, dem schwer wiegende Fehler (z.b.: Nicht-Priorierung) unterlaufen
3. örtliches Naheverhältnis zum Ort an dem NK während ihrer Entführung Schi fahren war
4.örtliches Naheverhältnis zum Ort an dem NK mit WP während ihrer Entführung von den Wirtsleuten gesehen wurde.
5. trotz schwer wiegender Fehler in diesem prominenten Fall steiler beruflicher Aufstieg (Lehrender an der SIAK)
Auch andere sind mir durch ihre plötzlichen beruflichen Aufstiege aufgefallen, obwohl das mit ihrer beruflichen Leistung diametral auseinandergeht   :P
Roland Reichmann
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Offline Miss Marple

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #10 am: 09 April 2012, 22:13:51 »

Von Prammer? ;)
Ich würde mir das als Parlamentarier nicht gefallen lassen.

Frau Mag. Prammer hat auf Grund einer diesbezügl. Anfrage (nicht ordnungsgemäße Beantwortung von Parlamentarischen Anfragen) wie folgt Stellung genommen:

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/ABPR/ABPR_00074/imfname_247650.pdf
« Letzte Änderung: 09 April 2012, 22:17:01 von Miss Marple »

Lilly Rush

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #11 am: 09 April 2012, 22:15:16 »
zu Thomas F. , bitte, nicht vergessen:

Hier tritt einiges "Zufällige" gemeinsam auf:

1. persönliches Naheverhältnis zur Familie der NK
2. unmittelbar mit dem Fall befasster Exekutivbeamter, dem schwer wiegende Fehler (z.b.: Nicht-Priorierung) unterlaufen
3. örtliches Naheverhältnis zum Ort an dem NK während ihrer Entführung Schi fahren war
4.örtliches Naheverhältnis zum Ort an dem NK mit WP während ihrer Entführung von den Wirtsleuten gesehen wurde.
5. trotz schwer wiegender Fehler in diesem prominenten Fall steiler beruflicher Aufstieg (Lehrender an der SIAK)

Nicht nur diese Punkte.
Er hat die wichtigsten Zeugeneinvernahmen am Anfang selbst getätigt.
Da wurde meiner Meinung nach schon einiges unter den Tisch gekehrt, bzw. ist er nicht ganz unschuldig dran, dass nach keinem Mercedes gesucht wurde.

Beispiele:
Die Zeugeneinvernahme vom Marcel F > Glaubwürdigkeitsstempel erster Güteklasse, dabei muss er doch wenn er jetzt die Wahrheit sagt, beim Jugendamt gelogen haben? - Begründung gabs auch keine in der Vernehmung.
Dann nächste Auffälligkeit: Th.F vernimmt die Schüler der Schule ob sie was gesehen haben. Sie berichten, dass ein Marcel sich beim Eduscho etwas zu Essen gekauft hat. Warum steht kein Nachname? - vielleicht nur Zufall, aber Marcel F. hat behauptet zu Hause gewesen zu sein und ferngesehen zu haben. - Außerdem ist mir der Zufall, dass ausgerechnet der Marcel nicht in der Schule war am Tag der Entführung zu auffällig.
Als Marcel gleich am 3.3. in der Schule vernommen wurde, gab dieser mehrere Freunde von Natascha in der Klasse an. Daraufhin wurde sofort Phillip befragt. Der hat Natascha nicht gesehen. Warum wurden die anderen Klassenkammeraden nicht befragt? Warum nur Phillip? - Wollte man den gleich abchecken? (Hat er was gesehen?)
Von seiner Mutter Edith K. gibts keinen Bericht oder Niederschrift in der Anfangsphase obwohl sie mehrmals urgiert hat, dass ihrer Meinung nach Natascha nicht an ihr vorbeigekommen ist. Die Aussagen von Phillip 1998 differieren auffällig zu jenen von 2002 als Burgenland übernommen hat.
Die Anzeige von Priklopils Nachbar in Strasshof gegenüber aus 1998  ist nicht vorhanden.
Dass Ischtar angibt sie sei um 7:00 aus dem Haus gegangen (wohnt 2 Minuten vom Entführungsort) wird beharrlich ignoriert.
2002 !! bemüssigt sich Th.F. zur Schule zu gehen um nach dem Beginn der Förderstunde zu fragen (rechtzeitig bevors die Burgenländer machen)
Th.F. gibt Brigitta S. in der 2. Meidlingsichtung ein Alibi.

Und vor allem:
Es wurde hauptsächlich in Berichtsform gearbeitet - bloß keine Niederschriften die die Zeugen unterschreiben hätten müssen!

Das ist mir echt zu viel für einen Musterpolizisten.

Offline Reichmann

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Re: Kampusch-Ermittler hatte Naheverhältnis zur Familie
« Antwort #12 am: 10 April 2012, 01:16:22 »
@MM: Diese Beantwortung kenne ich.

@LR: Für einen Musterpolizisten schon, doch ist besondere berufliche Leistung offensichtlich nicht immer voraussetzung für Beförderungen  ::)
Roland Reichmann
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