Autor Thema: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)  (Gelesen 5961 mal)

Graaf

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http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1587

Klenks Sicht der Dinge unter Einbezug des IBK-Berichts. In einer vordergründig recht objektiven Weise geht er auch auf einige ausgewählte Ungereimtheiten ein und sieht im aktuellen Medieninteresse vor allem politische Motive und im Hintergrund einen Kampf einer progressiven gegen eine konservative Strafjustiz.

Meine Meinung dazu:

Die generelle Argumentationsstrategie liegt auf der Hand: Den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft und den diversen justizinternen Überprüfungen sei Glauben zu schenken, trotz einiger kleiner Ungereimtheiten. Alle darüber hinausgehende Zweifel sollen aus Opferschutzgründen keine mediale Beachtung finden und auch für Polizei und Justiz gäbe es keine vernünftigen Ermittlungsansätze.

Wieso der für mich als investigativer Journalist geltende Klenk diese etwas gutgläubige Meinung vertritt, ist mir völlig unverständlich. Eine glaubwürdige und ernstzunehmende Antwort auf die vielen Zweifler in dem Fall ist auch dieser Artikel nicht.

Offline surok

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #1 am: 07 März 2012, 19:44:41 »
Zitat
In einer vordergründig recht objektiven Weise


sehr schön formuliert....mehr muss ma dazu nicht sagen!

 ;)

auf twitter heute ein nettes gespräch zwischen klenk und brandstätter (kurier)

Zitat
Florian Klenk ‏ @florianklenk   
Im Fall #Kampusch geht es um den Kampf konservativer Kräfte gegen eine progressive Justiz, die Opferschutz verteidigt:

Helmut Brandstätter ‏ @HBrandstaetter
@florianklenk Nur ja keine Verschwoerungstheorie auslassen
 
 Florian Klenk ‏ @florianklenk   
@HBrandstaetter das ist eine politische einschätzung. Die darf ich schon haben, oder?

Helmut Brandstätter ‏ @HBrandstaetter   
@florianklenk und warum verfolgt die progressive Justiz den Rumpold nicht? Alles sehr komisch

Florian Klenk ‏ @florianklenk   
@HBrandstaetter aber ich stelle euch gerne den innsbrucker bericht zur verfügung, wo jeder auch noch so kitzekleine vorwurf behandelt wird.

Helmut Brandstätter ‏ @HBrandstaetter   
@florianklenk haben wir doch

 Florian Klenk ‏ @florianklenk
@HBrandstaetter dann wundert mich die affirmative rzeszut-berichterstattung des kurier aber schon sehr.

Offline Politicus1

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #2 am: 07 März 2012, 20:54:05 »
Klenk  bleibt bei seiner Terminologie!
'Kampf konservativer Kräfte gegen eine progressive Justiz'
So schrieb er auch schon im FALTER Nr. 49/1911:
'Thomas Mühlbacher gilt als progressiver und selbstkritischer Ankläger'

Vielleicht kann er uns einmal erklären, was ein progressiver Ankläger und iene progressive Justiz ist!

In der Medizin bedeutet ein progressiv ein sich verschlimmernder Krankheitsverlauf...



silversurfer

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #3 am: 07 März 2012, 21:06:22 »
 progressiver, den opferschutz richtig verstehender sta:
  liebes opfer, es gibt zwar hinweise auf mittäter und möglicherweise getraust du dich  aus panischer angst sie nicht  zu nennen  - aber bitte, wenn du nicht willst, werden wir uns auf gar keinen fall die mühe machen, allen spuren aufwändig nachzugehen,um   sie womöglich ohne deine mithilfe zu erwischen   . wir respektieren deinen wunsch, in angst weiterzuleben ---und bedanken uns herzlich für die arbeitsersparnis . der öffewntlichkeit werden wir - auch in deinem interesse - sagen, dass es eh keinen hinweis auf weitere täter gibt . alles, alles gute ! dein progressiver staatsanwalt !
   wer frage ich VERHÖHNT  dieses opfer wirklich ? der raktionäre rzeszut ?

Offline Reichmann

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #4 am: 07 März 2012, 21:29:52 »
progressiver, den opferschutz richtig verstehender sta:
  liebes opfer, es gibt zwar hinweise auf mittäter und möglicherweise getraust du dich  aus panischer angst sie nicht  zu nennen  - aber bitte, wenn du nicht willst, werden wir uns auf gar keinen fall die mühe machen, allen spuren aufwändig nachzugehen,um   sie womöglich ohne deine mithilfe zu erwischen   . wir respektieren deinen wunsch, in angst weiterzuleben ---und bedanken uns herzlich für die arbeitsersparnis . der öffewntlichkeit werden wir - auch in deinem interesse - sagen, dass es eh keinen hinweis auf weitere täter gibt . alles, alles gute ! dein progressiver staatsanwalt !
   wer frage ich VERHÖHNT  dieses opfer wirklich ? der raktionäre rzeszut ?
Ich hab gedacht, dass das nur für Banker und Politiker gilt. Darf das gemeine, kleindeliquente Volk durch progessive Staatsanwälte jetzt auf Gleichbehandlung hoffen?
Roland Reichmann
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Offline surok

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #5 am: 07 März 2012, 22:24:57 »
@ silversurfer  ;D

ja so meint er das der klenk

progressiv natuerlich auch im sinn von dynamisch, oeffnend...reaktionär im sinne von hinterweltlerisch, schliessend

ein wesentlicher etappenpunkt in der progressiven  entwicklung des herrn pleischl&co waren für klenk die transparenzoffensive, natuerlich war pleischl immer schon transparent und fortschrittlich aber seit rzeszut hat er richtig los gelegt der pleischl

klenk

Pleischl war dem Vernehmen nach richtig wütend und das zu Recht. Er galt lange Zeit als einer der fortschrittlichsten und offensten Juristen Wiens, er setzte im Umgang mit der Presse auf Transparenz. Er ist vermutlich der Letzte, der im Fall Kampusch irgendetwas vertuschen möchte. Doch die Medien hörten nicht und nicht auf, die Vorwürfe gegen ihn zu wiederholen.

Pleischl setzt nun auf die Kraft der Offenheit. Er händigte Akten (die durchaus auch sensible Infos enthalten) an die APA aus, um zu zeigen, dass die Justiz penibel ermittelt hat – und dass dies auch von jenem Kripo-Beamten, der sich angeblich wegen “Vertuschungen“ im Fall Kampusch das Leben nahm, so gesehen wurde.

Was lernt man aus dem Fall? Wenn es um den eigenen Ruf geht, sind Justizvertreter endlich bereit, das Amtsgeheimnis zu lockern. Das Beispiel muss Schule machen. Und zwar vor allem auch dann, wenn die Nachrichten für das Justizministerium selbst unangenehm sind.

klar, wer mit dem rücken zur wand steht.... ???

Offline consuela

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #6 am: 08 März 2012, 00:19:37 »
irgendwie kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass der Thurnherr mit dem Klenk recht glücklich ist.

silversurfer

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #7 am: 09 März 2012, 11:11:53 »
 der gesamte falter artikel (klenk) wie auch thurnher in dieser ausgabe :
 pure demagogie !
  kann mir nicht vorstellen, dass sich adomovich und rzeszut das gefallen lassen (können) ---ihre reaktion wird aber ganz offensichtlich bewußt herausgefordert ---schönes nebengleis !!

Offline Miss Marple

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #8 am: 09 März 2012, 11:25:07 »

@Consuela

Thurnher hat Klenk doch schon nach seinem 1. Artikel auf Biegen und Brechen verteidigt.

silversurfer

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #9 am: 09 März 2012, 17:05:08 »
@Miss marple :
   manfred seeh hat jetzt doch "zugeschlagen" --- siehe pleischl -interview in presse- online :)

Offline Miss Marple

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #10 am: 09 März 2012, 17:15:58 »

Danke mein Informant - werde gleich ein Auge oder mehr drauf werfen! ;)

Offline Miss Marple

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #11 am: 09 März 2012, 17:26:44 »
Ist doch hervorragend, dass MS der Öffentlichkeit ermöglicht, Einblicke in die Gedankenwelt des Hr. OSTA zu geben.

Mein Conclusio: Ein U-Ausschuss voller unqualifizierter Dilettanten (obwohl einige der Mitglieder in den verschiedendsten Bereichen sehr wohl Ausbildung und Erfahrung vorweisen können), die den armen STAEn in bedenklicher Art und Weise an den Kragen wollen. Oder kurz: Lauter Stalker (O´ton Rau).
« Letzte Änderung: 09 März 2012, 17:28:56 von Miss Marple »

Offline Miss Marple

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #12 am: 09 März 2012, 17:42:10 »

Zitat aus dem Presse-Artikel:

Die andere Zeugin hingegen hat als völlig verschrecktes Kind eine kurze Wahrnehmung in einer Stresssituation gemacht.  Im Laufe der Jahre hat sie dann immer detailliertere Angaben gemacht, die aber nicht miteinander übereinstimmen und trotz umfangreicher Ermittlungen nicht bestätigt werden konnten.
---

Diese neue Argumentationslinie muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...

Offline Politicus1

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #13 am: 09 März 2012, 18:32:00 »
Ich durchschaue MS jetzt nicht.
Ehrlich gesagt, erkenne ich nicht, ob das für Pleischl ein "Wunschinterview" sein soll - oder ob MS damit Schwachpunkgte aufzeigen möchte. Wenn letzteres, dann kommt mir das vor, wie sich ein loyaler Prüfer seiner Majestät gegenüber verhält.
Tut mir leid, Herr Seeh - warum haben Sie mir nicht geantwortet....?

Offline surok

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Re: FALTER: Die verlorene Ehre der Natascha K. (F. Klenk, 7.3.12)
« Antwort #14 am: 09 März 2012, 20:07:46 »

Zitat aus dem Presse-Artikel:

Die andere Zeugin hingegen hat als völlig verschrecktes Kind eine kurze Wahrnehmung in einer Stresssituation gemacht.  Im Laufe der Jahre hat sie dann immer detailliertere Angaben gemacht, die aber nicht miteinander übereinstimmen und trotz umfangreicher Ermittlungen nicht bestätigt werden konnten.
---

Diese neue Argumentationslinie muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...

dabei ist sie ganz nervös aufgesprungen als sie zum ersten mal das bild des täters gesehen hat, bei NK-befreiung..."das ist er! das ist er"...