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Fälle im Detail => Ranovsky Zwillinge => Thema gestartet von: Andreas Ranovsky am 21 Mai 2015, 03:49:20

Titel: ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER | 16.11.2017 10:00-13:30 LGS W
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 21 Mai 2015, 03:49:20
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER | 27.09.2017 HV PROTOKOLL
SEITE 1 START http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

Aktuell und sinngemäß: 16.11.2017 10:00-13:30 LGS W
http://www.so-for-humanity.com2000.at/

DO 16.11.2018 10:00-13:30 (voraussichtliches Ende) 10. HV am LGS WIEN (2. HV nach dem OGH-Beschluss) Information über die 10. Hauptverhandlung gegen Dr. Wolfgang Lederbauer am (DONNERSTAG) 16.11.2017 im LG für Strafsachen WIEN Datum: 16. November 2017 Beginn: 10:00 Uhr (voraussichtliches Ende 13:30 Uhr) Saal 210/ 2. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!! DI Dr. Wolfgang Lederbauer ersucht höflich um Prozessbeobachter und korrekte Prozessberichte.

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Das war aktuell:

ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER | MI 27.09.2017 09:00-12:00 Uhr
http://www.so-for-humanity.com2000.at/ Aktuell und sinngemäß:
27.09.2017 09:00-12:00 9. HV am LGS WIEN (1. HV nach dem OGH-Beschluss) Information über die 9. Hauptverhandlung gegen Dr. Wolfgang Lederbauer am (MITTWOCH) 27.9.2017 im LG für Strafsachen Datum: 27. September 2017 Beginn: 09:00 Uhr (voraussichtliches Ende 12:00 Uhr) Saal 307/ 2. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!! DI Dr. Wolfgang Lederbauer ersucht höflich um Prozessbeobachter und korrekte Prozessberichte.

16.12.2015 URTEIL NICHT RECHTSKRÄFTIG
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 14 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

SFH DR WL kurz & bündig - DR WOLFGANG LEDERBAUER kurz & bündig: (Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung werden angemeldet.)
Gegen das Urteil vom 16.12.2015 werden Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet.


1.) SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT DEN RICHTER MAG THOMAS KREUTER AB
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8341&rubrik=94
2.) SFH 280 894 20151216 URTEIL 6 MONATE BEDINGT AUF 3 JAHRE
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8330&rubrik=76
3.) SFH 11342 MAIL DR WL an DR FP vom 20151218 0954
(DI DR WOLFGANG LEDERBAUER meldet Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.)
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8333&rubrik=94

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ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER 16.12.2015 0915-1600 LGS W 8.HV
Aktueller Hinweis ZITAT: Zur Einvernahme dieser beiden Zeugen, sowie zur Beschlussfassung über die Beweisanträge wurde die Hauptverhandlung auf den 16. Dezember 2015, 09:15 Uhr bis 16:00 Uhr, Landesgericht für Strafsachen Wien, Saal 311, erstreckt. ZITAT-ENDE
Quelle: http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8279&rubrik=94
SFH-11267 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Perschler vom 11.11.2015 12.10  Uhr

INHALTSVERZEICHNIS nach einigen Hinweisen!

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

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PARKGESPRÄCHE KURZ ÜBER DIE DURCHSETZBARKEIT VON MENSCHENRECHTEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH ANHAND DER CAUSA DI DR WOLFGANG LEDERBAUER UND ZUM GRÖSSTEN TEIL ZUSAMMENFASSUNG DER CAUSA DI DR WOLFGANG LEDERBAUER. (MENSCHENRECHTE IN ÖSTERREICH)

VORANGESTELLT WERDEN ein YOUTUBE-VIDEO und Informationen:
06.08.2015 Parkgespräche mit DI Dr Wolfgang Lederbauer J´accuse ich klage an ZITATE:
Parkgespräche mit DI Dr. Wolfgang Lederbauer * J`accuse - ich klage an * 6. August 2015
https://www.youtube.com/watch?v=h-XLVZa2atA

SFH-11146 Information über ein Video und die bevorstehende fünfte Hauptverhandlung am 26.8.2015 um 9 Uhr im Landesgericht für Strafsachen in Wien.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8137

ZITATE-ENDE

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Das war einmal: DI Dr. Wolfgang LEDERBAUER: Anscheinend (wahrscheinlich) geplante Termine (HV ... Hauptverhandlung, LGS WIEN ... Landesgericht für Strafsachen WIEN, Saal 311/ 3. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!!
16.12.2015 09:15-16:00 8. HV am LGS WIEN Quelle: http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8279&rubrik=94
28.10.2015 09:15-15:30 7. HV am LGS WIEN
30.09.2015 13:30-15:30 6. HV am LGS WIEN
Quelle: SFH-11174  mail Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 4. September 2015 20.31 Uhr
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8172&rubrik=94

26.08.2015 09:15-15:30 5. HV am LGS WIEN
Das war einmal anscheinend geplant (Beginn angeblich bereits um 09:00 und nicht um 09:15 wie im Link):
5. Hauptverhandlung am 26.08.2015 um 09:00 Uhr am LGS WIEN Saal 311/ 3. Stock
DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!!
Quelle: http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8080
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8080&rubrik=94

22.07.2015 09:15-15:30 4. HV am LGS WIEN
Das war einmal AKTUELL und sinngemäß: Information über die 4. Hauptverhandlung gegen Dr. Wolfgang Lederbauer am (MITTWOCH) 22.7.2015 im LG für Strafsachen Datum: 22. Juli 2015 Beginn: 09:15 Uhr (voraussichtliches Ende 15:30 Uhr ???) Saal 311/ 3. Stock
DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!!

ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER | SFH AUS DEM GERICHTSSAAL

27.05.2015 09:15-15:30 3. HV am LGS WIEN

01.03.2011 09:00-09:55 2. HV am LGS WIEN
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=5956

1. HV am LGS WIEN

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http://so-for-humanity.com2000.at/
300 Die Fälle ... 302 Fall 2 - Dr. Lederbauer
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?rubrik=16&modul=content

SFH-11337 Der Fall Dr. Lederbauer Stand 24.11.2014 Der sich ab August 1994 bis heute (November 2014 ) erstreckende Fall Dr. Lederbauer wird immer brisanter. Nun geht es darum, ob das Verfahren gegen Dr. Lederbauer im LG für Strafsachen - endlich - nach fast zehn Jahren strikt nach den Regeln der Strafprozessordnung abgeführt werden kann.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=16&aid=7783&page=

SFH-10037 Der Fall Dr. Lederbauer Stand 23.7.2014 Der sich ab August 1994 bis heute ( Juli 2014 ) erstreckende Fall Dr. Lederbauer wird immer brisanter. Um Wiederholungen zu vermeiden wird auf bestehende Dokumente verwiesen.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=16&aid=7451&page=

SFH-1159 Einleitung zum Fall Dr. Lederbauer Stand 2.8.2009 Die Leser und die Leserinnen werden in den Fall Dr. Lederbauer eingeführt. Dieses Dokument wird laufend ergänzt und aktualisiert.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=16&aid=1683&page=

SFH-1151 Fall Dr. Lederbauer: Aktuelle Kurzfassung Stand 9.7.2009 Folgende Dokumente wurden herangezogen: SFH-0788, SFH-0761, SFH-0427. Die Darstellung wird laufend am Ende ergänzt bzw aktualisiert. Relevante Dokumente können einfach angeklickt werden.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=16&aid=1668&page=

SFH-0231 / Der Fall Dr. Lederbauer in Kurzfassung Stand 9.1.2006 Die vorliegende Darstellung ist aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bewusst sehr kurz gehalten. Eine genaue Übersicht kann durch das Studium der angeführten Dokumente erreicht werden.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=16&aid=283&page=

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INHALTSVERZEICHNIS:

SEITE 1 START INHALTSVERZEICHNIS und
SFH-11292 Offener Brief anlässlich der dritten Hauptverhandlung im LG für Strafsachen gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7963
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7963&rubrik=94

SEITE 1 ANTWORT 1
SFH-5174 Einbau der Mitschriften in das Protokoll über die Hauptverhandlung am 1.3.2011, Protokollrüge vom 18.4.2011
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=5956
DRUCKEN http://www.so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=5956

SEITE 1 ANTWORT 2
SFH-280-962 Information über die Vorbereitung der dritten Hauptverhandlung im LG für Strafsachen gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015 um 9.15 Uhr im Saal 311/ 3. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE 22 !!!
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=7969
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7969&rubrik=76

Dr. Wolfgang Lederbauer ... Seite 11
Anlage 1 : Auszug aus der Strafprozeßordnung § 77, 96, 97, 245, 252, 271, 271a, 285,  285j, 294, :
( Die für dieses Verfahren besonders relevanten Bestimmungen wurden unterstrichen.)

StPO § 77 Akteneinsicht
StPO § 96 Protokoll
StPO § 97 Ton- und Bildaufnahme
StPO § 245 Vernehmung des Angeklagten
StPO § 252 Protokolle über die Vernehmung von
StPO § 271 Protokollführung
StPO § 271a (1) Wenn der Vorsitzende es für zweckmäßig erachtet ...
StPO § 285 (1) Der Beschwerdeführer hat das Recht …
StPO § 285a Das Landesgericht, bei dem eine gegen ein Endurteil gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet wird
StPO § 285j Im Fall einer Verständigung des Verfassungsgerichtshofes gemäß ...
StPO § 294 Verfahren bei Berufungen


SEITE 1 ANTWORT 3
SFH-11296 e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 21.5.2015 12.34 Uhr
Aktenvermerk über die Besprechung vom 18.05.2015: (Auszüge)
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7972
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SEITE 1 ANTWORT 4
SFH-280-964 DI DR WOLFGANG LEDERBAUER 28.05.2015 HV3 BERICHT SFH AUS DEM GERICHTSSAAL
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=7974
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SEITE 1 ANTWORT 5
SFH-11310  e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 3.6.2015 18.48 Uhr
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7988
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7988&rubrik=94

SEITE 1 ANTWORT 6
SFH-11310 e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 3.6.2015 18.48 Uhr und Antwort Dr. Lederbauer vom 4.6.2015 9.24 Uhr
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7989
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7989&rubrik=94

Links:
SFH-11311 e mail Dr. Lederbauer an die Rechtsanwaltskammer Wien vom 5.6.2015 Ich übersende Ihnen meine Antwort auf die e mail von RA Dr. Winternitz vom 4.6.2015, in der es um eine sogenannte "Weisungsanfrage" der Rechtsanwaltskanzlei an die zuständige Kammer geht. Wie Sie erkennen, werden grundsätzliche Verfahrensfragen zur Diskussion gestellt.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7990
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7990&rubrik=94

SFH-11319  e mail Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 9.6.2015 8.49 Uhr Wir sehen keine Notwendigkeit für eine Beschwerde gegen die Abweisung der Anträge durch den Richter vom 27.05.2015. ... Gleiches gilt für die von Ihnen gewünschte „Dienstaufsichtsbeschwerde" gegen den Richter.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7999
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7999&rubrik=94

SEITE 1 ANTWORT 7

SFH-11323 Beschwerde Dr. Lederbauer beim LGfStrafsachen gegen den Beschluss des Richters Mag. Kreuter vom 27.5.2015,  Wien am 10.6.2015
Beschwerde gegen den Beschluss vom 27.5.2015 über die Abweisung des Antrages meines Rechtsanwalts Dr. Winternitz laut § 87 Strafprozessordnung, "
- Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Video.
- Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Tonband.
- Antrag zur Verfassung eines Wortprotokolls von der gesamten HV."

http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8003
DRUCKEN http://www.so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8003&rubrik=94

SEITE 1 ANTWORT 8
SFH-11326 e mail Dr. Perschler vom 12.6.2015 16.10 Uhr an Dr. Lederbauer und Antwort Dr. Lederbauer an Dr. Winternitz und Dr. Perschler  vom 12.6.2015 20.23 Uhr
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8008
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8008&rubrik=94

Links:
Rechtsanwälte Waldbauer • Paumgarten • Naschberger und Partner
http://www.advocat-tirol.at/aktuelles-details/items/58.html
Sachverständiger im Strafverfahren

SEITE 1 ANTWORT 9
SFH 380 871 RELEVANTE BESTIMMUNGEN DER STPO
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=8103
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8103&rubrik=76

StPO § 96 Protokoll
StPO § 149 Augenschein und Tatrekonstruktion
StPO § 270 Jedes Urteil muß ...
Protokollführung StPO § 271 und StPO § 271a
Rechtsmittel gegen das Urteil StPO § 280 und StPO 281
Im  § 281 (1) 1. zitierte Gesetzesstellen:
StPO § 126 Sachverständige und Dolmetscher
StPO § 140 (1) Als Beweismittel dürfen Ergebnisse (§ 134 Z 5), bei sonstiger Nichtigkeit nur verwendet werden, ...
StPO § 144 Schutz der geistlichen Amtsverschwiegenheit und von Berufsgeheimnissen
StPO § 155 Verbot der Vernehmung als Zeuge
StPO § 157 Aussageverweigerung
StPO § 159 Information und Nichtigkeit
StPO § 211 Inhalt der Anklageschrift
StPO § 228 Öffentlichkeit der Hauptverhandlung
StPO § 240a (1) Nach der Ermahnung des Angeklagten sind die Schöffen, ...
StPO § 250 (1) Der Vorsitzende ist befugt, ...
StPO § 252 (1) Protokolle über die ...
StPO § 260. (1) Wird der Angeklagte schuldig befunden, so muß das Strafurteil aussprechen: ...
StPO § 271 Protokollführung
StPO § 427 Abwesenheitsverfahren
StPO § 430
StPO § 439


SEITE 1 ANTWORT 10
PARKGESPRÄCHE KURZ ÜBER DIE DURCHSETZBARKEIT VON MENSCHENRECHTEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH ANHAND DER CAUSA DI DR WOLFGANG LEDERBAUER UND ZUM GRÖSSTEN TEIL ZUSAMMENFASSUNG DER CAUSA DI DR WOLFGANG LEDERBAUER. (MENSCHENRECHTE IN ÖSTERREICH)
Machen Sie sich selbst ein Bild über ein YOUTUBE-VIDEO und Informationen:
06.08.2015 Parkgespräche mit DI Dr Wolfgang Lederbauer J´accuse ich klage an ZITATE:
Parkgespräche mit DI Dr. Wolfgang Lederbauer * J`accuse - ich klage an * 6. August 2015
https://www.youtube.com/watch?v=h-XLVZa2atA

SFH-11146 Information über ein Video und die bevorstehende fünfte Hauptverhandlung am 26.8.2015 um 9 Uhr im Landesgericht für Strafsachen in Wien.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8137

SEITE 1 ANTWORT 11
DI Dr. Wolfgang LEDERBAUER: Anscheinend (wahrscheinlich) geplante Termine (HV ... Hauptverhandlung, LGS WIEN ... Landesgericht für Strafsachen WIEN):
30.09.2015 13:30-15:30 6. HV am LGS WIEN
28.10.2015 09:15-15:30 7. HV am LGS WIEN

Quelle: SFH-11174  mail Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 4. September 2015 20.31 Uhr
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8172&rubrik=94

REKURS-ZITAT: Im Beschluss des OLG Wien vom 7. August 2015 wird festgestellt, dass der Beschluss des Kollegialgerichts zu Beginn der HV vom 27.5.2015 ohne nähere Begründung abgewiesen wurde. Laut StPO muss aber jeder Beschluss begründet sein. ZITAT-ENDE
Quelle: DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8179&rubrik=61
SFH-11181 REKURS Dr. Lederbauer An das Landesgericht für Strafsachen Wien vom 1.9.2015, Kommentar Dr. Lederbauer vom 8.9.2015

SEITE 1 ANTWORT 12
SFH-11267 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Perschler vom 11.11.2015 12.10 Uhr
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8281&rubrik=94
ZITAT ("7." wurde ergänzt): Zur Einvernahme dieser beiden Zeugen, sowie zur Beschlussfassung über die Beweisanträge wurde die 7. Hauptverhandlung auf den 16. Dezember 2015, 09:15 Uhr bis 16:00 Uhr, Landesgericht für Strafsachen Wien, Saal 311, erstreckt. ZITAT-ENDE

StPO § 87 Beschwerden
StPO § 88 Verfahren über Beschwerden


SEITE 1 ANTWORT 13
SFH-11298  Strafverfahren, Beweisanträge (Stand 11.12.2015 Teil 20 – Zählung Dr.  Lederbauer)
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8317&rubrik=94
Zunächst schicke ich voraus, dass mir bis 8.12.2015 noch kein Protokoll über die siebente Hauptverhandlung am 28.10.2015 zugesandt wurde, obwohl am 19.11.2015 von meinem Rechtsanwalt ein Antrag gestellt wurde. ... Ich habe jedenfalls für Sie die Berichtigung der Fehler im Protokoll beantragt. ... Diesem Antrag wurde vom Richter Mag. Kreuter bei der vierten Hauptverhandlung am 22.7.2015 erfreulicherweise stattgegeben. ... Demgegenüber wurde der Antrag auf Protokollberichtigung des Protokolls über die fünfte Hauptverhandlung vom 26.8.2015 vom Richter Mag. Kreuter mit Beschluss vom 30.9.2015 zu Zahl 13 HV 44/15f abgewiesen. Gegen diesen Beschluss wurde eine Beschwerde vom 13.11.2015 eingereicht. ...

SFH-11300 Beweisanträge Nr. 19 - Zählung Dr. Lederbauer Strafverfahren,
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8319&rubrik=94
Zunächst schicke ich voraus, dass mir bis 8.12.2015 noch kein Protokoll über die siebente Hauptverhandlung am 28.10.2015 zugesandt wurde, obwohl am 19.11.2015 von meinem Rechtsanwalt ein Antrag gestellt wurde. Eine Bezugnahme auf dieses Protokoll ist für die Begründungen des vorliegenden Beweisantrags sehr wichtig. ... Beweismittel: Dokument Nummer (013202 bis 013268) Plausibiltät: ... Jedenfalls ist klar, dass die Staatsanwaltschaft aufgrund dieses Gutachtens vom 17.8.2006 den Strafantrag auf "schweren gewerbsmässigen Betrug" ausgeweitet hatte. Die Sachlage und die Aussagen der bisher vernommen Zeugen zeigen aber eindeutig, dass dieser Vorwurf vollkommen unhaltbar ist. ...

PERSÖNLICHER HINWEIS: Geringfügige Tippfehler-Korrekturen

SEITE 1 ANTWORT 14
DR WL kurz & bündig - DR WOLFGANG LEDERBAUER kurz & bündig: (Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung werden angemeldet.)
Gegen das Urteil vom 16.12.2015 werden Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet.


1.) SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT DEN RICHTER MAG THOMAS KREUTER AB
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8341&rubrik=94
SFH-11350  Achte Hauptverhandlung am 16.12.2015 im LGS WIEN. ZITATE: Ablehnungsantrag gegen Richter Mag. Kreuter vom 16.12.2015 (Seite 1 und 2) Dr. Lederbauer versuchte seine Ablehnung des Richters wegen Befangenheit und mangelnde Kompetenz durch das Vortragen bzw. Vorlesen der vorliegenden Dokumentation zu begründen. Mag. Kreuter lehnt dies ab. ... ZITAT: OGH 4Nc27/14d ZITAT-ENDE ZITATE-ENDE

2.) SFH 280 894 20151216 URTEIL 6 MONATE BEDINGT AUF 3 JAHRE
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8330&rubrik=76
GEGLÄTTETE ZITATE: Das Urteil lautet: Sechs Monate bedingt auf drei Jahre. Gegen dieses Urteil gibt es folgende Rechtsmittel: Nichtigkeitsbeschwerde und  Berufung. Die Frist zur Einbringung endet drei Tage nach dem 16.12.2015
Auszug aus der Strafprozessordnung: ... I. Rechtsmittel gegen das Urteil § 280. Gegen die Urteile der Landesgerichte als Schöffengerichte (§ 31 Abs. 3) stehen nur die Rechtsmittel der Nichtigkeitsbeschwerde und der Berufung offen. Die Nichtigkeitsbeschwerde geht an den Obersten Gerichtshof, die Berufung an das Oberlandesgericht.
Auszug aus der Strafprozessordnung: 1. Verfahren bei Nichtigkeitsbeschwerden § 281, § 284, § 285 GEGLÄTTETE ZITATE-ENDE

3.) SFH 11342 MAIL DR WL an DR FP vom 20151218 0954
(DI DR WOLFGANG LEDERBAUER meldet Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.)
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8333&rubrik=94
SFH-11342 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Perschler vom 18.12.2015 09.54 Uhr
GEGLÄTTETE ZITATE: Nach sorgfältiger Überlegung habe ich mich entschlossen, beide Rechtsmittel - Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung - zu ergreifen. ... Ich bitte Sie, Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung, zusammen mit dem oa Antrag auf Fristverlängerung noch heute (18.12.2015) bei Gericht einzubringen. ... Stellen Sie bitte gleichzeitig unter Hinweis auf § 285 (2) und (3) der StPO den Antrag, die Frist von einem Monat (ab Übersendung des schriftlichen Urteils) auf drei Monate zu verlängern. ... StPO § 285 (2) Im Falle extremen Umfangs des Verfahrens ... GEGLÄTTETE-ZITATE-ENDE

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Teilmaschinelle Transkription ZITATE:

SFH-11292 Offener Brief anlässlich der dritten Hauptverhandlung im LG für Strafsachen gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7963
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DIPL.-ING. DR. TECHN. WOLFGANG A. LEDERBAUER
WIRTSCHAFTSINGENIEUR BAUWESEN
A-1010 WIEN DOMINIKANERBASTEI 6 TEL 43 (1) 968 35 50 FAX 43 (1) 968 35 51 MOBILE 0664-954 52 54
WWW.W-LEDERBAUER.AT WWW.ECOOOWALL.AT EMAIL: WOLFGANG.LEDERBAUER@CHELLO.AT

Information über die Hauptverhandlung gegen Dr. Wolfgang Lederbauer am 27.5.2015 im LG für Strafsachen
Datum: 27. Mai 2015
Beginn: 9:15 Uhr (voraussichtliches Ende 15:30 Uhr)
Saal 311/ 3. Stock
DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!!


Bekanntlich bemühe ich mich seit vielen Jahren um die Durchsetzbarkeit von Menschenrechten.

Anlass für dieses Engagement war meine Erfindertätigkeit, die ich im Rechnungshof mehrmals ordnungsgemäß gemeldet habe.

Nach skandalösen Verfahren wurde ich im Juli 2000 vom Rechnungshof wie ein Verbrecher entlassen.

Nach Ausschöpfung des innerstaatlichen Rechtswegs war meine Beschwerde beim UN Menschenrechtsausschuss in Genf erfolgreich.

Allerdings anerkennt die österreichische Bundesregierung diesen völkerrechtlichen Vertrag nicht und meint, dass diese Entscheidung für Österreich nicht verbindlich sei.

Ich hatte mit meiner Erfindung ( Ein begrüntes Lärmschutzsystem ECOOO - WALL ) vor allem in Kalifornien Erfolg. Um das Projekt fortzuführen, gründete ich im Jahre 2000 die Dr. Wolfgang Lederbauer KEG und nahm einige Personen als atypisch stille Gesellschafter auf.

Aus steuerlichen Gründen nahm ich von der Dr. Wolfgang Lederbauer KEG ein Darlehen auf und verwendete die Investitionssumme für die Produkt- und Projektentwicklung von ECOOO WALL. Darüber gibt es rd 2.800 Belege.

Ein Darlehensgeber machte eine Strafanzeige gegen mich. Ein Gutachter wurde beauftragt, der allerdings wesentliche Fakten nicht berücksichtigte.

Bei der ersten Hauptverhandlung am 6. Dezember 2006 überschüttet mich der Richter Dr. Zeilinger mit Vorwürfen, ich hätte meinen Investoren Projekte vorgegaukelt.

Dagegen verwehrte ich mich, stellte zahlreiche Beweisanträge und führte Zeugen an.

Mehr als fünf Jahre später kam es am 1.3.2012 zu einer zweiten Hauptverhandlung unter der Richterin Mag. Adegbite Lewy, die mich aufforderte, meine Sicht der Dinge darzustellen.

Nachdem ich dies in kurzer Form tat, unterbrach sie die Verhandlung und beauftragte den Sachverständigen Dr. Meszaros , meine Verhandlungsfähigkeit zu prüfen. ( Über meine Verhandlungsfähigkeit konnte nie der geringste Zweifel bestehen.)

Da ich durch meinen Einsatz für die Menschenrechte über mehrere skandalöse Verfahren Bescheid wusste, habe ich mich geweigert, beim Sachverständigen zu erscheinen.

Seite 1/2

Ich beauftragte einen renommierten Gutachter, der meine Verhandlungsfähigkeit ( natürlich ) bestätigte.

Trotz dieses Privatgutachtens ließ mich die Richterin Mag. Adegbite Lewy von der Polizei vorführen.

Meine dagegen beim OGH erhobene Grundrechtsbeschwerde war erfolgreich.

Nun kam es zu einem Richterwechsel. Der neuer Richter ist Mag. Thomas Kreuter.

Es besteht nun die Chance, das Verfahren korrekt unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen ( insbesondere über die Menschenrechte ) abzuführen.

Ich habe durch meinen Einsatz für die Durchsetzung von Menschenrechten oft und nachdrücklich erfahren, wie wichtig es ist, dass Verfahren gut vorbereitet, aber auch von Zuhörern begleitet werden.

In diesem Sinne bitte ich Sie/Dich an der Verhandlung als Zuhörer teilzunehmen.

Mit besten Dank im Voraus. Herzlichst Dr. Wolfgang Lederbauer

PS: Nochmals: Gerichtsverfahren sind bekanntlich öffentlich. Diese Bestimmung ist ein wesentlicher Faktor für die Einhaltung von Menschenrechten.

Ich lade Sie/Dich zu dem oa Verfahren ein, um sicherzustellen, dass eine hinreichende Öffentlichkeit Kenntnis über dieses sehr sensible Verfahren erhält.

Ich habe mich in diesem Schreiben bewusst kurz gehalten. Details sind auf der website

http://so-for-humanity.com2000.at  unter der Rubrik 300 Die Fälle - Subrubrik

302 Fall 2 Dr. Lederbauer Subrubrik Das Neueste zu lesen.

Die wichtigsten Dokumente:

» SFH-11259 e mail Kanzlei Kraft & Winternitz vom 24.4.2015
Ladung des Verteidigers zur Hauptverhandlung vom 22.4.2015.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7930&page=

» SFH-11338 Offener Brief Dr. Lederbauer zum Verfahren 161 Hv 46/12f vom 24.11.2014
1. Der Anlass für diese Information, 2. Kurzfassung 3. Meine Zielsetzung 4. Zusammenfassung

ZITATE-ENDE

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Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: PROTOKOLL und PROTOKOLLRÜGE
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 21 Mai 2015, 04:00:47
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 1 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

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PROTOKOLL und PROTOKOLLRÜGE

SFH 5174 Protokoll HV 20110301 und Protokollrüge 20110418 ZITATE (teil-maschinelle Transkription):

http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=5956

DRUCKEN http://www.so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=5956

SFH-5174  Einbau der Mitschriften in das Protokoll über die Hauptverhandlung am 1.3.2011, Protokollrüge vom 18.4.2011

Im folgenden wird das Protokoll der Verhandlung vom 1.3.2011 wiedergegeben. Es wurde auf Vollständigkeit und Richtigkeit  überprüft. Es stellte sich heraus, dass es nicht vollständig ist und  wesentliche Punkte nicht erwähnt wurden.

Aufgrund von Mitschriften des Angeklagten  und mehrerer bei der Verhandlung anwesender Zuhörer  wurden die fehlenden Passagen mit den dazu passenden Anmerkungen ( in kursiver Schrift) eingefügt.

Das vorliegende Dokument ist integrierender Teil der weiteren rechtlichen Schritte.

Einbau der Mitschriften in das Protokoll über die Haupterhandlung am 1.3.2011
mit Anmerkungen
Protokollrüge
 
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
Zutreffendes bitte ankreuzen!
Aktenzeichen 61 Hv 138/06v
AV vom: 14. März 2011
Am heutigen Tag fertiggestellt.
Hauptverhandlung
Gericht: Landesgericht für Strafsachen Wien
Tag und Stunde des Beginns
der Hauptverhandlung: 1. März 2011 9.00 Uhr
Strafsache: gegen DI Dr. Wolfgang LEDERBAUER
wegen §§ 159, 161, 146, 147, 153c StGB
A n w e s e n d e:
Vorsitzende(r): Mag. Katharina Lewy
Beisitzender Richter: -------
Schöffen: 1. Mag. Edda Böhm
2. Denise Fürst
Schriftführerin: VB. Elisabeth Dinhof
Dolmetscher: --------
Ankläger: StA Mag. Sophie Zaubzer-Pesendorfer
Privatbeteiligter:
Privatbeteiligtenvertreter: Mag. Gregor Rathkolb
Vollmacht vom
ausgewiesen zu
beruft sich auf die erteilte
Bevollmächtigung
Angeklagter: DI Dr. Wolfgang LEDERBAUER
Verteidiger: Mag. Alexander Tonkli für Dr. Christian
Winternitz
Vollmacht vom
ausgewiesen zu
beruft sich auf die erteilte
Bevollmächtigung
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
- 2 -
Die Schriftführerin ruft die Sache auf.
Die Verhandlung ist öffentlich.
Der Angeklagte DI Dr. Wolfgang LEDERBAUER gibt über
seine persönlichen Verhältnisse an:
Generalien Seite 21 in ON 3 des Aktes, überprüft und
ergänzt;
Der (Die) Vorsitzende ermahnt den (die) Angeklagte(n) der
vorzubringenden Anklage und dem Gang der Verhandlung zu folgen.
Der (Die) Vorsitzende stellt fest, dass der (die)
Schöffe(n) zu AZ beeidet worden ist (sind).
Der (Die) Vorsitzende nimmt die Beeidigung des (der)
Schöffen Mag. Edda Böhm und Denise Fürst vor.
Die Zeugen und Sachverständigen werden aufgerufen, soweit
sie nicht erst für einen späteren Zeitpunkt vorgeladen worden
sind. Der (Die) Vorsitzende teilt ihnen mit, wo sie sich bis zu
ihrer Vernehmung aufhalten können und zu welchem Zeitpunkt sie
sich für die Vernehmung bereitzuhalten haben.
Der (Die) Vorsitzende trägt der (dem) (den)
Privatbeteiligten auf, sich aus dem Verhandlungssal zu
entfernen und stellt ihr (ihm) (ihnen) frei, sich bei der
Verhandlung vertreten zu lassen.
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
- 3 -
Um Verabredungen oder Besprechungen der Zeugen zu
verhindern, ordnet der (die) Vorsitzende an,
Der (Die) Vorsitzende erinnert den (die) Sachverständigen
an den von ihm (ihnen) abgelegten Eid und verfügt, dass der
(die) Sachverständigen
während der Vernehmung des (der) Angeklagten und des (der)
Zeugen im Gerichtssaal bleibe(n).
 
Anmerkung:
Es war der Sachverständige Dr. Geringer nicht anwesend.
 
Von den vorgeladenen Personen sind ausgeblieben:
Der Gerichtshof verfügt – entscheidet – verurteilt gemäß §
242 StPO,
Der Ankläger trägt die Anklagepunkte samt Begründung vor.
 
Anmerkung:
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten nach wie vor das Delikt des schweren Betrugs  vor.
Es ist bemerkenswert und unverständlich , dass der Ankläger bei seiner Anklage bleibt, obwohl den  Anklagepunkten durch meine umfangreiche Schriftsätze deutlich entgegengetreten und vor allem massive Kritik am Gutachten vorgebracht wurde. Diese Dokumente hätten der Staatsanwaltschaft bekannt sein und zu Änderungen in der Anklage führen müssen.
Staatsanwältin: Das Beweisverfahren wird ergeben, dass es genauso war, wie es in der Anklageschrift festgelegt ist.
Hierauf vergewissert sich der (die) Vorsitzende, dass der (die)
Angeklagte(n) von Gegenstand und Umfang der Anklage ausreichend
in Kenntnis gesetzt ist (sind).
 
Der Verteidiger erwidert auf den Vortrag der Anklage.
Anmerkung:
Bemerkenswert ist, dass die genaue Darlegung des Verteidigers im Protokoll nicht aufscheint
Die sinngemäße Wiedergabe seiner  Äußerungen lautet:
Dr. Lederbauer bekennt sich nicht schuldig.  Wir beweisen genau das Gegenteil dessen, was in der Anklageschrift angeführt ist. Bei dieser Haltung bleiben wir auch.
 
Der Verteidiger repliziert, dass sich sein Mandant nicht
schuldig bekennen wird.
Der (Die) Vorsitzende belehrt den (die) Angeklagte(n),
dass er (sie) berechtigt sei(en), der Anklage eine
zusammenhängende Erklärung des Sachverhaltes entgegenzustellen
und nach Anführung jedes einzelnen Beweismittels Bemerkungen
darüber vorzubringen.
 
Anmerkung:
Eine solche zusammenfassende Erklärung des Sachverhalts war vorbereitet. Der Angeklagte hatte die Absicht, diese Erklärung des Sachverhalts sowie zahlreiche Beweisanträge  mündlich vorzutragen. Durch die Unterbrechung der Verhandlung durch die Vorsitzende war dies nicht möglich.
 
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
- 4 -
Der Angeklagte DI Dr. Wolfgang LEDERBAUER gibt an:
Ich bekenne mich nicht schuldig.
Vorsitzende: Was schreiben Sie denn da die ganze Zeit mit?
Angeklagter: Das ist mein Recht.
Vorsitzende: Warum schreiben Sie das mit?
Angeklagter: Um zu dokumentieren wie die Hauptverhandlung
abläuft.
 
Anmerkung:
Es ist bemerkenswert, dass dieser Dialog im Protokoll sehr genau wiedergegeben wurde. Demgegenüber wurden sehr wichtige Bemerkungen der Vorsitzenden nicht wiedergegeben.
 
Vorsitzende: Es sind einige sehr umfangreiche Eingaben von Ihnen.
 
Anmerkung:
Die Vorsitzende hat sich zu diesem Punkt viel umfangreicher geäußert.
Sinngemäße Wiedergabe ihrer Äußerungen:
Bevor wir uns  mit Details beschäftigen, halte ich fest, dass sehr umfangreiche Eingaben von Ihnen vorliegen. Ich habe mir diese sehr genau angeschaut. Ich will Ihnen da einiges vorhalten und möchte wissen, was sie zu diesen Unterlagen sagen.
Sie schreiben an die Bundespolizei Wien, dass es beim Projekt ECOWALL größte Schwierigkeiten gab. Sie verweisen auf die skandalösen Ereignisse im Rechnungshof bis zur Disziplinaroberkommission. Zum Besseren Verständnis für ihre Eingaben, was können sie dazu sagen?
Aus diesen Worten er Vorsitzenden ist zu erkennen, dass sie tatsächlich meine zahlreichen Eingaben gelesen und die Brisanz des Falles erkannt hat. Ich merke an, dass ich am Ende der Hauptverhandlung eine 33 Seiten umfassende Erklärung des Sachverhalts  und Beweisanträge überreicht habe. In dieser Dokumentation wurden die Bestimmungen der Strafprozessordnung, die relevante Judikatur  und die relevante Literatur berücksichtigt. Ich war mir angesichts der Brisanz dieses Falles bewusst, wie wichtig es ist, dass umfassende Erklärung des Sachverhalts  und die Beweisanträge an bestimmte genau definierte Formen und Inhalte gebunden sind. Werden diese in der Hauptverhandlung nicht beachtet, besteht in der Instanz bekanntlich  keine Chance auf Erfolg.
Ich habe mich also schon am Beginn der Verhandlung ganz genau an die Bestimmungen der Strafprozessordnung gehalten.
Umso bemerkenswerter ist die Entscheidung des Senats, meine Verhandlungsfähigkeit durch ein Psychiatrisches Gutachten beurteilen zu lassen. Näheres weiter unten.
 
Über Vorhalt der Seite 135 in ON 4 des Aktes: Diese
Vorwürfe ziehen sich durch sämtliche Ihrer Eingaben. Was können
Sie dazu sagen? Was hat das zu bedeuten?
Angeklagter: Ich erzähle Ihnen das gerne.
Vorsitzende: Was hat der Rechnungshof damit zu tun?
Angeklagter: Man muss das eben überblicken und wenn man
das nicht tut, kann man das nicht überblicken.
 
Anmerkung
Ich habe gesagt, dass man  die schwersten Vorwürfe gegen mich nicht überblicken kann, wenn man nicht die Gesamtübersicht hat.
Es ist für mich völlig unverständlich, dass im Protokoll Details wie zB.
 
Vorsitzende: Was schreiben Sie denn da die ganze Zeit mit?
Angeklagter: Das ist mein Recht.
Vorsitzende: Warum schreiben Sie das mit?
Angeklagter: Um zu dokumentieren wie die Hauptverhandlung
abläuft.
( Vgl oben )
 
anführt, aber wesentliche Aussagen von mir bzgl der notwendigen Gesamtübersicht verschweigt.
 
Die Sache ist
extrem komplex. Ich habe eine Erfindung gemacht im Jahr 1985
aus Altstoffen eine begrünte Lärmschutzwand zu machen. Ich habe
Verständnis dafür, dass Sie nur das Wesentliche hören wollen,
ich habe aber einen Schriftsatz den ich Ihnen gerne übergebe,
wo alle Details drinnen stehen.
 
Ich hab diese Innovation
schriftlich gemeldet beim Rechnungshof und im Jahr 1989 hat
meine erste Ehefrau eine Scheidung gefordert. Ich habe dann die
Patente, die meine Frau als Treuhänderin hielt, das wusste der
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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Rechnungshof, übernommen und auch als Eigentümer die Firma, die
ihr damals noch zu 100% ihr gehört hat, E-Kontrakt hieß sie
damals. Ich war in einer schwierigen Situation und hab das dem
Rechnungshof gemeldet und der Rechnungshof hat das zur Kenntnis
genommen. Mein damaliger Gesprächspartner war Dr. Weber, der
spätere Präsident des europäischen Rechnungshofs. Es kam dann
zur Scheidung, ich habe das übernommen. Zu diesem Zeitpunkt
wurden auch Patente erteilt für das Projekt begrünte
Lärmschutzwand Ecowall und später auch Patente für eine
Reifenbearbeitungsmaschine für dieses Projekt. Wir haben die
Firma E-Kontrakt, das war also die erste Firma die hier tätig
war hat einige Demonstrationsprojekte in Österreich gemacht
durch öffentliche Auftraggeber und wir haben im Juni 1994 aus
dem Staat Kalifornien über 75.000 US-Dollar bekommen. Ich habe
auch das natürlich dem Rechnungshof gemeldet und dann passiert
etwas sehr dramatisches. Mein damaliger Geschäftsführer, ich
war ja nur der Eigentümer des Unternehmens, der Herr Lexen ist
ins Parlament gegangen Anfang August 1994 und hat den
Vorsitzenden des parlamentarischen Rechnungshofs-Ausschusses
der damals gerade Straßenbauprojekte untersucht hatte, darauf
hingewiesen, dass es zu einer unglaublichen Verschwendung und
Verschleuderung öffentlicher Gelder im Bereich des Lärmschutzes
gibt, und dass es unglaubliche Schwierigkeiten gibt bei
Innovationen letztlich wenn sie von kleinen Teams und Erfindern
kommen. Das haben wir in einem Akt, im so genannten grünen Akt
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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genau dokumentiert. Bemerkenswerter Weise war bei diesem
Gespräch auch ein Journalist dabei, ein Journalist von Profil,
der wurde nicht vorgestellt. Der Herr Lexen hat das erzählt was
zu sagen ist. Ich hab dann ein Fax von Profil bekommen in dem
festgestellt wurde, die Akten können jederzeit vorgelegt
werden, in dem ich gefragt wurde, wir haben festgestellt Sie
sind der Eigentümer der Firma E-Kontrakt, haben Sie das dem
Rechnungshof gemeldet. Meine Antwort per Fax war blitzartig,
selbstverständlich habe ich das gemeldet, der Rechnungshof ist
vorinformiert. In diesem Telefoninterview habe ich verschiedene
andere Details bekannt gegeben über das Projekt. Einige Tage
später erschien ein Profil-Artikel und weitere Medienberichte
und dann, am 30. August 1994 hat der Dr. Fiedler, der frühere
Präsident des Rechnungshofs die vorläufige Suspendierung
ausgesprochen und behauptet, es muss jetzt Untersuchungen
geben.
Vorsitzende: Also Sie sind vorläufig suspendiert worden?
 
Anmerkung:
Ich habe erwähnt, dass ich der Vorsitzenden sehr dankbar bin, dass ich die Gelegenheit habe, das alles im Detail vorzutragen.
Diese Passage fehlt im Protokoll, das ansonsten den Verhandlungsverlauf sehr genau wiedergibt.
Die Vorsitzende hat mir also damals die Gelegenheit gegeben, meine Darstellung so wiederzugegeben, wie es in der Strafprozessordnung festgelegt ist.
Ich schilderte also die wesentlichen Geschehnisse Mitte 1994, die zum Verständnis der Zusammenhänge und der späterem Ereignisse unbedingt notwendig waren.
 
Angeklagter: Ja, am 30. August, am 30. August 1994 wurde
ich von Dr. Fiedler vorläufig suspendiert. Ich merke an, dass
er selbstverständlich voll informiert war über meine
Nebenbeschäftigung. Er hat zwei Jahre vorher mich auch nicht
angerufen als ich das wieder gemeldet habe meine Tätigkeit im
Rahmen der Nebenbeschäftigung.
 
Anmerkung:
Es sollte heißen,
... Er hat zwei Jahre vorher mich auch „noch“
angerufen als ich das wieder gemeldet habe meine Tätigkeit im Rahmen der Nebenbeschäftigung.
 
Rahmen der Nebenbeschäftigung....
 
Man kann ins Casino gehen, oder
ein Patent verwerten. Das war die Äußerung des Dr. Fiedler.
Interessanter Weise ist dann einen Tag später, am 1. September
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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1994 ein weiterer Brief des Dr. Fiedler an mich gekommen, in
dem er ein so genanntes Dienstrechtsmandat erteilte und mir die
Nebenbeschäftigung verboten hat. Der Ablauf ist so wichtig,
denn am 30. August wo ich vorläufig suspendiert wurde wegen des
so genannten Verdachts auf Dienstpflichtverletzungen und einen
Tag später erst kam das Verbot der Nebenbeschäftigung.
 
Anmerkung:
Es fehlt hier mein Hinweis „ Nicht umgekehrt“
Der zeitliche Ablauf ist deshalb so wichtig, weil eine vorläufige Suspendierung nie möglich gewesen wäre, wenn mir zuerst die Nebenbeschäftigung verboten worden wäre. In diesem Fall hätte der Rechnungshof klar zu erkennen gegeben, dass er über die Nebenbeschäftigung informiert war.
 
In meine Schriftsätzen habe ich auf diese Problematik genau hingewiesen. Übrigens wurde mein Vorstellung ( eine Art Berufung )  gegen diese Dienstrechtsmandat dann vom Rechnungshof acht Jahre lang nicht behandelt. Wäre dies erfolgt, wäre im Disziplinarverfahren sofort klar geworden, dass ich die Nebenbeschäftigung (mehrmals ) schriftlich gemeldet hatte. In diesme Fall hätte es nie zu einer Suspendierung und  Entlassung kommen können.
 
Mit diesen Ausführungen, die dem Gericht seit langem bekannt sind, wird deutlich, warum ich die gesamten Vorgänge als skandalös bezeichnet habe.
 
Vorsitzende: Sie sind deswegen suspendiert worden, weil
Ihnen vorgeworfen wurde, dass Sie verbotene
Nebenbeschäftigungen machen?
Angeklagter: Wir sind bei der vorläufigen Suspendierung,
das war damals Gegenstand Verdacht auf Dienstrechtsverletzung.
Es konnte nie von einem Verdacht gesprochen werden, halb
Österreich hat gewusst was ich tue und viele haben sich
gewundert, manchmal wurde ich belächelt, aber dann im Juni 1994
habe ich den Preis von Kalifornien bekommen. Das ist erst der
erste Punkt.
Vorsitzende: Seit 1994 arbeiten Sie nicht mehr beim
Rechnungshof?
Angeklagter: Nein, das ging weiter. Das war eine
vorläufige Suspendierung. Dann, wie das
Beamtendienstrechtsgesetz das vorsieht, dann wurde das an die
Disziplinarkommission am Rechnungshof weitergeleitet. Der
Vorsitzende damals war der Dr. Finz, späterer Staatssekretär im
Finanzministerium und dieser Mann hat zunächst gesagt, aufgrund
der bisherigen Unterlagen können wir Dr. Lederbauer nicht
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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endgültig suspendieren, er hat damit vollkommen Recht gehabt.
Ich wurde vom Rechnungshof als Dienstbehörde auch aufgefordert,
eine Stellungnahme abzugeben. Das war kein Problem, ich habe
auf 30 Seiten ganz genau beschrieben, was bisher geschehen ist,
was ich gemeldet habe und dergleichen. Dieses Dokument ist dann
der Disziplinarkommission vorenthalten worden und die
Disziplinarkommission hat Anfang Oktober 1994 die endgültige
Suspendierung ausgesprochen. Ich habe dagegen
selbstverständlich sofort alle Rechtsmittel ergriffen, übrigens
auch gegen das Dienstrechtsmandat vom 1. September 1994.
Vorsitzende: Das geht bis in das Jahr 2000, wir können uns
das alles nicht bis ins Detail anhören.
Angeklagter: Daher habe ich, liebe Frau Vorsitzende, Sie
haben mir die Gelegenheit gegeben, den Anfang zu schildern, und
ich habe Verständnis dafür, dass es wahrscheinlich unmöglich
ist, die unglaubliche, skandalöse Geschichte im Detail
vorzutragen. Ich habe wieder eine zusammenhängende Erklärung
des Sachverhaltes. Ich habe das da, ich habe alle Dokumente
aufgelistet wo das im Internet abrufbar alles drinnen steht.
Vorsitzende: 2000 sind Sie dann entlassen worden vom
Rechnungshof. Warum? Was war die Begründung?
Angeklagter: Ich versuche, das kurz zu machen. Ich bin ja
verpflichtet, alles vorzutragen, ich freue mich auch, dass Sie
die Fragen stellen. Ich bin im Jahr, da muss ich folgendes
wichtiges sagen, der Rechnungshof hat in ganz Österreich
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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öffentliche Auftraggeber verhört bezüglich meiner Tätigkeit im
Bereich meiner Nebenbeschäftigung. Seit 1994 haben wir keinen,
hat meine Firma E-Kontrakt keinen Auftrag mehr bekommen. Das
hat Konsequenzen gehabt die dazu führten, dass ich als
Eigentümer der Firma E-Kontrakt seinerzeit wegen fahrlässiger
Krida angeklagt wurde. Ich war der Eigentümer wie gesagt wegen
Euro 55.000,--, die wir einer Firma, einer Transportfirma
schuldig geblieben sind, weil diese Elemente für Kalifornien
verschifft wurden, aber nicht......
 
Anmerkung:
Es sollte 55.000 ATS heißen.
 
Vorsitzende: Es geht jetzt um etwas anderes.
Angeklagter: Das Dienstrechtsverfahren ist ja ganz ein
eigenes. Ich versuche, Ihre Frage zu beantworten. Wie gesagt,
wir haben diesen Preis des Staates Kalifornien bekommen, meine
Firma E-Kontrakt, wir haben diese Vorarbeiten, die genau
beschrieben worden sind erledigt, wir haben ein Testprojekt
produziert, dass wir mit einem Container nach Kalifornien
geschickt haben. Durch die Ereignisse, durch meine
Suspendierung,wurde ein Drittel meines Gehaltes einbehalten,
und dadurch, dass wir keine Aufträge mehr bekommen haben durch
die Interventionen des Rechnungshofs kam die E-Kontrakt in
Liquiditätsschwiergikeiten.
Vorsitzende: Über Vorhalt der ON 29 des Aktes:
 
Anmerkung:
Das Protokoll ist hier wieder unvollständig.
 
Die Vorsitzende  hielt mir Details aus diesem Akt ca. mit folgenden Worten vor:
„Die vorliegende Anklage ist der Höhepunkt in einer unglaublich skandalösen Geschichte. Sie zieht sich mehrere Instanzen. Da ist der VwGH, der VfGH und der EGMR miteinzubeziehen.
Die Vorsitzende fragte, ob all diese Instanzen Schuld an den Ereignissen tragen würden.
 
 Wollen Sie
damit sagen, dass nicht nur der Rechnungshof, sondern auch der
VGH, die sind alle schuld, dass wir heute hier sitzen?
Angeklagter: Ja, ein klares ja.
 
Anmerkung:
Ich habe auch gesagt, dass diese Konsequenzen haben wird. Diese Bemerkung steht bedauerlicherweise nicht im Protokoll.
 
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
- 10 -
Vorsitzende: Es sind Sachverständigen-Gutachten eingeholt
worden.
Über Vorhalt der Seite 15 in ON 25 des Aktes:
 
Anmerkung:
Die Richterin bemerkte, dass man da vorsichtig sein müsste. Die Vorwürfe gingen in Richtung Verleumdung. Ich sagte darauf, dass man diese Fragen gerne abhandeln könnte.
Die Richterin bemerkte auch,, dass ich das Gutachten von Dr. Geringer kritisierte.
Sie meinte ich sei der Auffassung, die Vorwürfe seien unter Hinweis auf meine schriftlichen Eingaben nicht zu rechtfertigen.
Vorsitzende: Sie verweisen auf die website so-for-humanity.
 
Die Vorwürfe
in der Anklageschrift, wenn man sich den Deliktszeitraum
anschaut, das beginnt Ende 2000 bis Mitte 2004 und auch 2005
waren Sie schon längst nicht mehr beim Rechnungshof. Glauben
Sie das der Rechnungshof damit zu tun hat?
 
Angeklagter: Sie kennen das Prinzip von Ursache und
Wirkung. Jede Wirkung hat eine Ursache. Die Vorgeschichte, die
Frage haben Sie mir freundlicher Weise gestellt und ich habe
versucht darzulegen, eben nicht in der kurzen Zeit, jedenfalls
habe ich mich entschlossen im Jahr 2000, im Juli 2000 wurde ich
entlassen unter einer völlig willkürlichen Rechtsauslegung des
Artikels 126 DVG durch Dr. Fiedler und die
Disziplinarkommission. Details kann ich auch erklären.
 
Anmerkung:
Es sollte heißen „Art 126 B-VG“
 
Ich habe
mich da entschlossen, das Projekt weiter zu betreiben und habe
im Laufe des Jahres 2000, da habe ich ja alles beschrieben,
verschiedene Freunde und Geschäftsfreunde über den jetzigen
Stand des Projektes informiert und sie eingeladen,
Mitgesellschafter einer neuen Firma zu werden.
 
Vorsitzende: Das ist im Detail, das sind die
Anklagevorwürfe, das habe ich schon verstanden. Ich verstehe
nicht, der Gutachter sagt, Ihrer Meinung nach hat er alles
falsch dargelegt. Was soll der für einen Grund haben, dass er
das Gutachten nicht ordnungsgemäß erstattet? Das werfen Sie ihm
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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ja vor. Was hat denn der Gutachter damit zu tun?
Angeklagter: Es war unvollständig, unrichtig und er ist
dem Auftrag des Gerichts nicht nachgekommen.
Vorsitzende: Warum glauben Sie denn, dass der Gutachter
mit dem ganzen etwas zu tun hat?
Angeklagter: Was ich glaube möchte ich nicht unbedingt
hier sagen. Entweder der Gutachter ist unfähig um den Auftrag
zu erfüllen, oder es wurden ihm Hinweise gegeben, das Gutachten
so zu machen.
Vorsitzende: Von wem?
Angeklagter: Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Im Laufe der
weiteren Entwicklungen werden sich noch genug Möglichkeiten
ergeben.
Vorsitzende:
 
Anmerkung:
Die Vorsitzende sagte sinngemäß: „ Es ist nicht alltäglich, dass so umfangreiche Schriftsätze vorgelegt werden – in einem Strafverfahren.
 
Sie haben einen Verteidiger zur Seite gestellt.
Über Vorhalt der ON 79 des Aktes: Wieso können Sie mit
Ihrem Verteidiger nicht zusammenarbeiten? Da wurde mir
vorgelegt eine umfangreiche Fragenliste von fast 200 Fragen und
der Verteidiger hat immer wieder Fristerstreckungsanträge
geschickt und geschrieben, dass es eben so schwierig ist, mit
Ihnen zusammenzuarbeiten. Er hat etwas vorgelegt. Wieso können
Sie mit Ihrem Verteidiger nicht zusammenarbeiten? Der
Verteidiger weiß, wie man das ordnungsgemäß vorlegt. Wieso
gestaltet sich das so kompliziert?
Angeklagter: Ich bin sehr froh über diese Frage. Der Mag.
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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Tonkli kennt genau meine Haltung. Ich bin der Auffassung, dass
man streng nach der StPO vorgehen muss und ich habe das Recht,
Beweisanträge zu stellen, ich habe das Recht fragen an den
Gutachter zu stellen, Zeugen zu nennen, Fragen an die Zeugen zu
richten. Ich habe einen Entwurf gemacht. Dieser Entwurf und dem
Anwalt geschickt. Der Rechtsanwalt wurde dann von Dr.
Zeilinger, Ihrem Vorgänger aufgefordert, das zu verkürzen,
beziehungsweise sensible Stellen wo ich Vorwürfe gegen den
Gutachter gemacht habe, herauszunehmen. Diese Vorwürfe habe ich
heraus genommen und habe dann dem Rechtsanwalt eine korrigierte
Fragenliste geschickt und ihm die Weisung erteilt, diese Fragen
dem Gericht zu übersenden. Bemerkenswert ist, dass Ihr
Vorgänger den Anwalt quasi droht, die Rechtsanwaltskammer
einzuschalten, wenn er bei seiner Verteidigungsstrategie
bleibt. Das kann man alles nachweisen und gleichzeitig ihm
vorgibt, die Fragen zu reduzieren. Ich bleibe bei meinen
Dokumenten die seinerzeit da vorgelegt wurden. Ich habe auch
die Frage mit dem Anwalt besprochen, wie können Sie sich
distanzieren von den eigenen Eingaben, ich bin ja der
Beschuldigte. Sie wissen was ich meine, bei der Vorlage der
letzten Unterlagen, diese Kanzlei distanziert sich von den
Vorgaben. Seine Antwort, Sie können ihn auch selber fragen, wir
sind standesrechtlich verpflichtet und müssen so handeln. Also
meine Fragen nicht vorzulegen so wie ich sie habe, das ist ein
unglaubliches Problem, ich bin bei meiner Position geblieben.
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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Alles was ich seinerzeit vorgelegt habe vor Gericht, im übrigen
habe ich die StPO und die einschlägige Literatur genau
durchgelesen, die Rechte des Angeklagten und vor allem die
Beweisanträge und ihre Begründung. Ich habe das damals noch
nicht so gemacht wie es offensichtlich hervorgeht in der StPO,
ich habe aber hier ein neues Dokument von 33 Seiten.
Vorsitzende: Sie brauchen das gar nicht. Das ist ja das
Problem Herr Dr. Lederbauer, deswegen haben Sie ja den
Verteidiger, damit nicht Sie die Eingaben machen müssen,
sondern damit dass der Verteidiger das für Sie macht. Es ist
schon ganz klar, dass man da keine Verleumdungssachen
hineinschreibt, da kriegt natürlich der Verteidiger Probleme.
Warum funktioniert nicht die Zusammenarbeit? Sie meinen, weil
der HR Zeilinger gesagt hat, er darf diese Fragen nicht
stellen.
 
Angeklagter: Ich finde das ist eine untersuchungswürdige
Handlung Ihres Vorgängers, ich werde mir das noch vorbehalten.
 
Anmerkung:
Es fehlt die Bemerkung der Vorsitzenden, die in etwa so lautete:“
Meine Sie, dass das auch irgendwie zusammenhängt ?
Meine Antwort lautete in etwa:
Das wird sich sicher herausstellen, wie die bisherige Verhandlung ablief und wie die Handlungen des Gutachters und ihres Amtsvorgängers zu bewerten ist.
 
Wie die bisherige Verhandlung erfolgt ist und wie die Haltung
Ihres Vorgängers und vor allem des Gutachters zu bewerten ist.
Wie gesagt, ich habe die Wünsche des Dr. Zeilinger, sensible
Anschuldigungen nicht weiterleiten lassen, aber ich bleibe bei
diesen Beweisanträgen. Nur damit ist die Klärung der bisherigen
skandalösen Geschehnisse überhaupt möglich.
Vorsitzende: Wenn ich das richtig verstanden habe, das
hängt irgendwie alles zusammen? Das zieht sich durch den
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
- 14 -
gesamten Prozess.
Angeklagter: Richtig. Ich danke Ihnen sehr für diese
Bemerkung. Ich bin kein Querolant, ich bin nur jemand, der
darauf achtet, dass gesetzliche Bestimmungen eingehalten
werden. Ich habe das in meinem Beruf getan und verwehre mich
gegen alle möglichen Aktionen und der Prozess ist ein solcher
gegen mich.
Vorsitzende: Begonnen hat es quasi mit dem
Disziplinarverfahren eigentlich schon 1994?
Angeklagter: Ja, so ist es. Das wird auch dazu führen,
dass ich eine Staatshaftungsklage machen, das ist aber ein
eigenes Rechtsfeld, da werden alle beim Verfassungsgerichthof,
 
Anmerkung:
Nicht erwähnt wurde, dass diese Staatshaftungsklage wegen „legislativen Unrechts „ eingereicht werden wird.
 
da werden die gesamten Kausen aufgerollt. Ich habe eine
zusammenhängende Erklärung des Sachverhaltes in schriftlicher
Form, das würde ich Ihnen gerne übergeben. Da in diesem
Dokument habe ich die Bestimmungen der StPO und einschlägige
Literatur berücksichtigt. Mir ist sehr wichtig, dieses
Dokument, wo ich sämtliche Anforderungen aus der StPO
berücksichtige, wie zum Beispiel Sie wissen was notwendig ist,
das habe ich getan und möchte Ihnen das gerne vorlegen.
Vorsitzende: Warum kann das nicht Ihr Verteidiger machen?
Angeklagter: Das kann der Verteidiger auch vorlegen.
Privatbeteiligtenvertreter: Ich rege an, den Konkursakt
beizuschaffen 3S 80/05t des Handelsgerichtes Wien, dieses
Konkursverfahren läuft seit 2005 und konnte noch immer nicht
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
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abgeschlossen werden, weil der Angeklagten ständig neue Anträge
stellt. Die Gläubiger hätten die Möglichkeit einen Bruchteil
ihrer Forderungen ersetzt zu bekommen. Das ist die gleiche
Taktik wie im Strafverfahren.
Der Verteidiger legt vor, eine zusammenhängende Erklärung
des Sachverhaltes, welches als Beilage zum Protokoll genommen
wird.
Sohin zieht sich der Senat um 9.42 Uhr zur Beratung
zurück.
Nach seinem Wiedererscheinen um 9.52 Uhr verkündet die
Vorsitzende den
B e s c h l u s s
auf Vertagung der Hauptverhandlung auf
unbestimmte Zeit
zur Beiziehung eines Sachverständigen aus dem Gebiet der
Psychiatrie und Neurologie zur Überprüfung des
Verhandlungsfähigkeit des Beschuldigten.
Ein Zuschauer wird des Saales verwiesen, da er sich
lautstark darüber aufregt, ob der Angeklagte jetzt ein Psycho
sei und in Frage stellt, dass Österreich ein Rechtsstaat ist
und eine weitere Zuschauerin schreit, das ganze hier ist wie
beim Tierschützer-Prozess und verlässt freiwillig den Saal.
Die Staatsanwältin gibt bekannt, dass während der
Beratung die Zuschauer ihr vorgeworfen haben, dass die gesamte
Justiz korrupt sei.
 
Anmerkung.
Danach sagte die Vorsitzende sinngemäß:
Wir haben sie geladen, damit wir sie einmal anschauen  können und schauen, was ihnen passiert ist. Man hat den Eindruck, dass irgendetwas im Rechnungshof passiert ist. Man hat den Eindruck, dass sie von einer Verschwörung reden... So wie das heute dargelegt haben.
 
Mein Einwand:
Nicht ich habe von einer Verschwörung gesprochen. Das haben sie gesagt.
 
Vorsitzende:
Der Sachverständige ist beeinflusst, der Anwalt ist beeinflusst, Wir müssen einmal abklären, ob man mit ihnen ordentlich verhandeln kann.
Sie können auch nicht mit ihrem Verteidiger zusammenarbeiten..
Sie bekommen einen Beschluß zugeschickt.Der Sachverständige wird sagen, wie man mit ihnen verhandeln kann,
 
Meine Antwort:
Ich beachte die Strafprozessordnung. Das ist bisher nicht geschehen.Ich lege großen Wert darauf, dass die Strafprozessordnung strikt eingehalten wird.
 
Vorsitzende:
Es muß alles ordnungsgemäß ablaufen, auch in ihrem Interesse.
 
 
Hinterlegt am 13.04.2011 - 00:07
- 16 -
Ende: 9.55 Uhr
Die Vorsitzende: Die Schriftführerin:
Landesgericht für Strafsachen Wien
Wien, 01. März 2011
Mag. Katharina LEWY , Richterin
Elektronische Ausfertigung
gemäß § 79 GOG
 
Dr. Wolfgang Lederbauer

ZITATE-ENDE

PERSÖNLICHER HINWEIS: Geringfügige Tippfehler-Korrektur: Hauptverhandlung

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Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: HÖCHST LESENSWERT
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 24 Mai 2015, 00:18:47
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER: VORBEREITUNG DER HV3 HÖCHST LESENSWERT
SEITE 1 ANTWORT 2 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
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DR WOLFGANG LEDERBAUER: INFORMATIONEN ÜBER DIE VORBEREITUNG DER DRITTEN HAUPTVERHANDLUNG

PERSÖNLICHE HINWEISE: SEITENANGABE AM ENDE DER JEWEILIGEN SEITE. ZITATE (Teil-maschinelle Transkription):

SFH-280-962 ... Information über die Vorbereitung der dritten Hauptverhandlung im LG für Strafsachen gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015 um 9.15 Uhr im Saal 311/ 3. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE 22 !!!

http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=7969

DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7969&rubrik=76

DIPL.-ING. DR. TECHN. WOLFGANG A. LEDERBAUER WIRTSCHAFTSINGENIEUR BAUWESEN
A-1010 WIEN DOMINIKANERBASTEI 6 TEL 43 (1) 968 35 50 FAX 43 (1) 968 35 51 MOBILE 0664-954 52 54
WWW.W-LEDERBAUER.AT WWW.ECOOOWALL.AT EMAIL: WOLFGANG.LEDERBAUER@CHELLO.AT.

Information über die Vorbereitung der dritten Hauptverhandlung im LG für Strafsachen gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015 um 9.15 Uhr im Saal 311/ 3. Stock
DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE 22 !!!

Grundsätzliches:

Bei diesem Verfahren geht es um wesentliche Menschenrechte, vor allem um das „ Prinzip eines fairen Verfahrens", für das ich mich in den letzten Jahren nachdrücklich einsetze.

Da die Einhaltung dieser Prinzipien für jeden einzelnen Bürger und für jede einzelne Bürgerin von entscheidender Bedeutung ist, lade ich Sie / Dich zu dieser öffentlichen Verhandlung als Zuhörer/ Zuhörerin ein.

Von weiterer zentraler Bedeutung ist die Frage, ob ein Angeklagter das Recht hat, bei einer „ öffentlichen „ Verhandlung die Aufnahme per Video, Tonband bzw. ein wörtliches Protokoll zu verlangen.

Im folgenden beschreibe ich kurz die geplante Vorgangsweise und – beispielhaft – den ersten wichtigen Antrag.

Vorbesprechung in der Rechtsanwaltskanzlei Kraft & Winternitz am 18.5.2015

Rechtsanwalt Dr. Winternitz wird mit einem weiteren Rechtsanwalt  bei der Verhandlung erscheinen:

Rechtsanwalt Dr. Florian Perschler
1010 Wien, Heinrichstrasse 4
8043 Graz, Josefweg 51
Tel.: 0664 28000700

Ich werde zahlreiche Anträge ( mit Originalunterlagen ) vorbereiten und diese dann Rechtsanwalt Dr.Perschler mit dem Ersuchen überreichen, diese Anträge dem Gericht vorzulegen. Das Gericht wird ersucht werden, diese Unterlagen zu kopieren.

Die wichtigsten Anträge werden am Anfang gestellt werden:

- Aufzeichnung  der gesamten Verhandlung auf Video.
- Aufzeichnung  der gesamten Verhandlung auf Tonband.
- Verfassung eines Wortprotokolls der gesamten Verhandlung.


Alle Anträge werden von mir zu begründen sein:  In diesem Zusammenhang werde ich auf bemerkenswerte Details des bisherigen Verfahrens hinweisen, welche die oa Anträge begründen sollen. ( Vgl Dokumente auf Seite 1 bis 9 )

Danach werde ich auf die einzelnen Punkte laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wien vom 17.2.2009 im Detail eingehen und entsprechende Anträge stellen.

Seite 1

Die Vorgeschichte

Ich befasse mich bekanntlich mit Innovationen. Meine erste Erfindung war im Jahre 1985 das Projekt ECOOO-WALL ( Begrüntes Lärmschutzsystem unter Verwendung von Altstoffen ) Vgl.: » www.ecooowall.at

Bedauerlicherweise kam es in diesem Zusammenhang zu unglaublichen Verfahren.

Vgl.: Beweismittel 1 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-11337 Der Fall Dr. Lederbauer Stand 24.11.2014
Der sich ab August 1994 bis heute (November 2014 ) erstreckende Fall Dr. Lederbauer wird immer brisanter. Nun geht es darum, ob das Verfahren gegen Dr. Lederbauer im LG für Strafsachen - endlich - nach fast zehn Jahren strikt nach den Regeln der Strafprozessordnung abgeführt werden kann.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=16&aid=7783&page=

Diese Verrfahren behinderten meine Innovationstätigkeit massiv.

Vgl.: Beweismittel 2 ( vorgelegt am 27.5.2015 )

» SFH-9621 ECOOO-FINNOVA Evolutionäre Finanzierung von Innovationen durch Eigenkapital

Die Anstösse für das Modell Stand 14.3.2014
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=115&aid=7025&page=

und

Vgl.: Beweismittel 3 ( vorgelegt am 27.5.2015 )

» SFH-96» Seite 2» 18 ECOOO-FINNOVA, AEIOU und ECOOO-PROJECTS Entwurf Stand 13.3.2014
Ein Versuch, eine elementare Diskussion über das Spanungsfeld " Innovationen, Finanzierung etc " anzustossen
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=115&aid=7022&page=

Von besonderer Aktualität sind zumindest zwei grosse Verkehrsprojekte, für die ich ökologisch und ökonomisch optimale Varianten konzipiert habe.

- Die Querung der Lobau und der Donau ( Lückenschluss der Autobahnumfahrung von Wien )

- Die Bahnlinie zwischen Klagenfurt und Villach entlang des Wörthersees in Kärnten.

Auch das Projekt ECOOO-WALL wurde in wesentlichen Teilen weiterentwickelt, konnte aber im Detail nicht weiter bearbeitet werden.

Trotz dieser Probleme suchte ich im Jahr 2000 einen Weg, wie ( grosse ) Innovationen mit Eigenkapital finanziert werden können, gründete die „ Dr. Wolfgang Lederbauer KEG „ und nahm atypisch stille Gesellschafter auf.

Seite 2

Ich war mit dem begrünten und dauerhaften Projekt ECOOO-WALL und mit diesem Modell der Aufnahme von Eigenkapital der Zeit offensichtlich Jahrzehnte voraus und wurde mit meinem kleinen Team ein ernstzunehmender Konkurrent auf dem Gebiet des Lärmschutzes mit einem Marktvolumnen von ( damals ) rd 30 Mrd ATS.

- Vor Jahrzehnten errichtete Lärmschutzwände müssen abgebrochen werden, weil sie verrottet und ineffizient waren.

Vgl.: Beweismittel 4 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-11116 Abbruch von Lärmschutzkonstruktionen aus geflochtenden Holzlatten 31.10.2005
Die Elemente müssen teuer entsorgt werden. Danach müssen neue Elemente installiert werden.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=145&aid=7545&page=6

- Im Jahre 2015 wir nun – endlich - ein Gesetz über die erleichterte Aufnahme von Eigenkapital beschlossen werden.

Vgl.: Beweismittel 5 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-11276 Crowdinvesting: Beträge zu niedrig? 06.05.2015 | 18:17 | von Christine Kary (Die » Presse)
Seite 2
Gesetzesentwurf: Nicht nur Gründer, auch etablierte Unternehmen würden gern auf Crowdinvesting zurückgreifen.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=6145&page=

Fraglich ist aber, ob der Gesetzesentwurf auch für sie passt.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=348&aid=7947&page=

Nach 2001 kam es zu einem unglaublichen Strafverfahren gegen mich. Die absurden Vorwürfe habe ich – schon gegenüber dem Gutachter Dr. Geringer und danach nach Übersendung der Anklageschrift und sodann bei der ersten Hauptverhandlungen am 6.12.2006 nachdrücklich zurückgewiesen.

Vgl.: Beweismittel 6 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-8254 Brief Dr. Lederbauer an Dr. Geringer vom 20.5.2008 ( EC111078 )
Infomation über die Weigerung des Finanzamtes , für die Firma " Dr. Wolfgang Lederbauer KEG und Mitgesellschafter " eine Steuernummer zu vergeben und eine Veranlagung vorzunehmen.

» httphttp://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=6145&page=://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=6145&page=

Vgl.: Beweismittel 7 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-8265 Brief Dr. Lederbauer an LGfSTRS vom 13.3.2009 ( LEDRH 1459 )
Anklageinspruch , Ergänzung und integrierender Teil zum Einspruch meines Rechtsvertreters

» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=6156&page=7

Seite 3

Den Vorgängen in und nach der ersten und zweiten Hauptverhandlung am 6.12.2006 bzw. 1.3.2011 bin ich ebenfalls nachdrücklich entgegengetreten.

Vgl.: Beweismittel 8 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-9640 Protokollrüge betr. das Protokoll in der Hauptverhandlung am 1.3.2011
Einbau der Mitschriften in das Protokoll über die Haupterhandlung am 1.3.2011 mit Anmerkungen Protokollrüge
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=6949&page=6

Vgl.:Beweismittel 9 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-5174 Einbau der Mitschriften in das Protokoll über die Haupterhandlung am 1.3.2011, Protokollrüge vom 18.4.2011
Im folgenden wird das Protokoll der Verhandlung vom 1.3.2011 wiedergegeben. Es wurde auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Es stellte sich heraus, dass es nicht vollständig ist und wesentliche Punkte nicht erwähnt wurden. Aufgrund von Mitschriften des Angeklagten und mehrerer bei der Verhandlung anwesender Zuhörer wurden die fehlenden Passagen mit den dazu passenden Anmerkungen ( in kursiver Schrift) eingefügt. Das vorliegende Dokument ist integrierender Teil der weiteren rechtlichen Schritte.
» » http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=5956&page=5

Fast zehn Jahre nach der ersten Hauptverhandlung am 6.12.2006 und rd vier Jahre nach der zweiten Hauptverhandlung am 1.3.2011 kommt es nun am 27.5.2015 zu einer dritten Hauptverhandlung unter Vorsitz des Richters Mag. Thomas Kreuter.

Für die bisherige Vorbereitung der dritten Hauptverhandlung war das Studium des folgenden Buchs äußerst wertvoll:

" Der Weg zum Freispruch "
Verteidigungsstrategien und Rechtsschutzmöglichkeiten im österreichischen Strafverfahren
JURIDICA
Vgl.: Hollaender, RA Dr. Adrian


Dr. Adrian Hollaender ist Rechtsanwalt in Wien und mehrfacher Fachbuchautor mit den Schwerpunktbereichen Menschenrechte, Verfassungsrecht und Strafrecht.

Kontakt: RA Dr. Adrian Hollaender
E-Mail: calix.hollaender@chello.at
Tel.: (01) 320 01 59, Fax: (01) 328 90 70

Seite 4

Die wichtigsten Passagen in diesem Buch sind :

Anträge, insbesondere Beweisanträge müssen mündlich vorgetragen werden, korrekt formuliert und begründet werden unter Darlegung
- welche Tatsache (=Beweisthema )
- wodurch (=Beweismittel )
- mit welchem Ziel ( = Beweiszweck )
bewiesen werden sollen
und
- welche Anhaltspunkte die Erbringung  des angestrebten Ergebnisses möglich erschienen lassen ( = Plausibiltät )
Bei ungerechtfertigter Abweisung der Anträge durch das Gericht droht die Nichtigkeitssanktion nach § 281 Abs 1 Z 4 StPO.

Die gestellten Anträge müssen also die oa Angaben enthalten.

Bei den von mir zu stellenden Anträgen müssen also folgende Formvorschriften beachtet werden:
Beweisthema
Beweismittel
Beweiszweck
Plausibiltät

Ich halte diesen Hinweis für besonders wichtig, weil er bei allen Verfahren beachtet werden muss. Ansonsten hat eine Nichtigkeitsbeschwerde in der nächsten Instanz keine Chance.

Solche Anträge sollten mit größter Sorgfalt mit dem beauftragten Rechtsanwalt abgestimmt werden.

Die wichtigsten Anträge werden von mir am Anfang gestellt werden, die ich nun im Detail anführe:

Anträge über die detaillierte Wiedergabe des gesamten Verlaufs der Hauptverhandlungen
- Antrag auf Aufzeichnung  der gesamten Verhandlung auf Video.
- Antrag auf Aufzeichnung  der gesamten Verhandlung auf Tonband.
- Antrag auf Verfassung eines Wortprotokolls der gesamten Verhandlung.

Die Begründung lautet:

Beweisthema


Unzureichende, unvollständige und unrichtige Protokollierungen bei den bisherigen Hauptverhandlungen am 6.12.2006 und am 1.3.2011 mit der ( möglichen ) Konsequenz, dass der genaue Verlauf der Hauptverhandlung unvollständig und unrichtig wiedergegeben wurde und daraus unrichtige Schlüsse gezogen worden sind.

So wurde die Hauptverhandlung unter dem Vorsitz der Richterin Mag. Adegbite-Lewy am 1.3.2011 unterbrochen und der Beschluss gefasst, meine „ Verhandlungsfähigkeit „ überpüfen zu lassen. Über meine Verhandlungsfähigkeit konnte aber - bei Anwendung der Denkgesetze des menschlichen Geistes - nicht der geringste Zweifel bestehen.

Seite 5

Vgl.: Beweismittel 10 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10083 Beschluss des LGfSTRS über die Bestellung des Sachverständigen Dr. Meszaros vom 31.3.2011 ( Seite 1 )
...binnen drei Monaten ein schriftliches Gutachten ...darüber zu erstatten, ob der Angeklagte in der Lage ist, an einer Hauptverhandlung teilzunehmen…
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7509&page=2
Am Beginn des Gesprächs mit dem Sachverständigen Dr. Meszaros stellte dieser fest, dass es um eine Entmündigung ginge.

Vgl.: Beweismittel 11 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10097 Schreiben Dr. Lederbauer an Dr. Meszaros vom 30.4.2012
der guten Ordnung halber fasse ich den Verlauf unseres Gesprächs am 13.2.2012 wie folgt zusammen:
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7525&page=2

Vgl.: Beweismittel 12 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10086 Beschluss des LGfSTRS über Beauftragung eines Aktengutachtens vom 9.8.2012 ( Seite 1 ) Anmerkung Dr. Lederbauer vom 13.8.2014
Es soll ein Aktengutachten erstellt werden.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7512&page=2

Vgl.: Beweismittel 13 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10087 Beschluss des LGfSTRS über Beauftragung eines Aktengutachtens vom 9.8.2012 » ( Seite 2 ), Anmerkung Dr. Lederbauer vom 13.8.2014
Es soll ein Aktengutachten über die Verhandlungsfähigkeit von Dr. Lederbauer erstellt werden.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7513&page=2

Vgl.: Beweismittel 14 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-11103 Kommentar Dr. Lederbauer zum " Psychiatrisch - Neurologische Aktengutachten " des Sachverständigen Dr. Meszaros vom 27.7.2014 ( Seite 1 bis 18 )
Die Feststellungen werden Seite für Seite kommentiert
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7531&page=1
Das „Aktengutachten „ wurde von mir äußerst kritisch kommentiert.

Seite 6

Bei einer Akteneinsicht am 9.7.2014 habe ich den ominösen Aktenvermerk der Richterin Mag. Adegbite- Lewy gefunden und umgehend die nötigen Schritte gesetzt.

Vgl.: Beweismittel 15 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10085 AV handschriftlich LGSTRS Mag. Adegbite - Lewy vom 9.3.2014 und Transkription
Laut Akteneinsicht Dr. Lederbauer am 9.7.2014
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7511&page=2

Vgl.: Beweismittel 16 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10001 E mail Dr. Lederbauer an die Kanzlei Kraft & Winternitz vom 9.7.2014
LG für Strafsachen, Richterin Mag. Abdegbite - Lewi , Aktenvermerk vom 7.3.2014
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7412&page=5

Vgl.: Beweismittel 17 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10003 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Kurt Meszaros vom 9.7.2014
AV des LG f STR vom 7.3.2014...ich habe heute ( am 9.7.2014 ) bei einer Akteneinsicht im LGfSTRS folgenden handschriftlichen Aktenvermerk gefunden:
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7414&page=5

Vgl.: Beweismittel 18 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10016 email Dr. Lederbauer an Kanzlei Kraft & Winternitz vom 14.7.2014
Umso dramatischer stellt sich die Frage, warum die Richterin Mag. Abdegbite - Lewy derart kompromittierende Feststellungen trifft.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7428&page=4

Vgl.: Beweismittel 19 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10017 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Meszaros vom 14.7.2014
Ich darf anregen, an Mag. Putzendopler von der Kanzlei Kraft & Winternitz " heranzutreten ", damit der Sachverhalt geklärt wird.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7429&page=4

Seite 7

Vgl.: Beweismittel 20 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-10021 Brief Dr. Lederbauer an LG für Strafsachen zH. Mag. Adegbite - Lewy vom 17.7.2014
Es ist also klar zu erkennen, dass dem Inhalt des von Ihnen verfassten Aktenvermerks vom 7.3.2014 von der Rechtsanwaltskanzlei Kraft & Winternitz klar und deutlich widersprochen wird.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7433&page=4

Vgl.: Beweismittel 21 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-11192 Strafanzeige Dr. Lederbauer bei der Staatsanwaltschaft Wien vom 11.9.2014
Strafanzeige gegen unbekannt wegen des Verdachts der Verleumdung
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7635&page=1

Vgl.: Beweismittel 22 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-11213 e mail Dr. Lederbauer an Kanzlei Kraft & Winternitz ( Dr. Böheim ) vom 9.3. 2015 betr. Stellungnahme von Richterin Mag. Adegbite - Lewy zu Ihrem Ablehnungsantrag
Seit dem ominösen Aktenvermerk der Richterin Mag. Adegbite - Lewy vom 7.3.2013 sind nun wieder zwei Jahre vergangen.
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7876&page=

In Anbetracht der besonderen Sensibilität dieses Verfahrens ist ein lückenlose Dokumentation des gesamten weiteren Verfahrens notwendig.

Beweismittel

Als Beweismittel werden die vom Gericht übersandten Protokolle über die Hauptverhandlungen sowie meine diesbezüglichen Schreiben des Beschuldigten vorgelegt.

Vgl.: Beweismittel 23 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-8257 Protokoll der Hauptverhandlung am 6.12.2006 9.00 Uhr
( Dokument wird gescannt )
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=6148&page=8

Seite 8

Vgl.: Beweismittel 24 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
Protokollrügen
» SFH-8251 Brief Dr. Lederbauer an LGfSTRS Dr. Zeilinger vom 6.12.2006 ( LEDRH848 vom 4.1.2007 )
" ... ich beziehe mich auf Ihre Bemerkung während der Verhandlung am 6.12.2006, ich hätte den Investoren " Projekte vorgegaukelt " und ersuche um Übersendung des Wortprotokolls dieser Verhandlung. " ( Dokument wird gescannt )
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=6142&page=9

Protokoll über die zweite Hauptverhandlung am 1.3.2011
Vgl.: Beweismittel 25 ( vorgelegt am 27.5.2015 )
» SFH-5174 Einbau der Mitschriften in das Protokoll über die Haupterhandlung am 1.3.2011, Protokollrüge vom 18.4.2011
Im folgenden wird das Protokoll der Verhandlung vom 1.3.2011 wiedergegeben. Es wurde auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Es stellte sich heraus, dass es nicht vollständig ist und wesentliche Punkte nicht erwähnt wurden. Aufgrund von Mitschriften des Angeklagten und mehrerer bei der Verhandlung anwesender Zuhörer wurden die fehlenden Passagen mit den dazu passenden Anmerkungen ( in kursiver Schrift) eingefügt. Das vorliegende Dokument ist integrierender Teil der weiteren rechtlichen Schritte.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=5956&page=10

Vgl.: Beweismittel 26 ( vorgelegt am 27.5.2015 )Protokollrügen
» SFH-9640 Protokollrüge betr. das Protokoll in der Hauptverhandlung am 1.3.2011
Einbau der Mitschriften in das Protokoll über die Haupterhandlung am 1.3.2011 mit Anmerkungen Protokollrüge
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Beweiszweck

Der Beweisantrag bezweckt, nachzuweisen, dass die bisherigen Protokollierungen unvollständig und unrichtig warenund daraufaufbauend offensichtlich falsche Schlüsse gezogen worden sind. Angesichts der besonderen Komplexität und Haltlosigkeit der vorliegenden Anklage sowie der Geschehnisse vor und nach der ersten und zweiten Hauptverhandlung und meiner notwendigen Verteidigungsstrategie ist es absolut erforderlich, den gesamten Verlauf der weitern Verhandlungen im Detail durch die beantragten Massnahmen zu dokumentieren.

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Ich weise in diesem Zusammenhang auf die relvanten gesetzlichen Bestimmungen hin:
Vgl.:
» SFH-1176 Bundesrecht: Gesamte Rechtsvorschrift für Strafprozeßordnung 1975, Fassung » vom 07.08.2009
Langtitel Strafprozeßordnung 1975 (StPO) StF: BGBl. Nr. 631/1975 (WV)
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Vgl. Anlage 1
Auszug aus der Strafprozeßordnung § 27, 96, 97, 245, 257,270, 271, 271a, 285, 294:

Plausibilität

Folgende Anhaltspunkte lassen die Erbringung  des angestrebten Ergebnisses möglich erscheinen:

Bei einer genauen Betrachtung der vorgelegten Dokumente ( SFH-11137 bis SFH-11213 )ist klar erkennen, dass das bisherige Verfahren nicht entsprechend den Bestimmungen der Strafprozessordnung abgelaufen ist und vor allem die Dokumentation des Verfahrens ( Protokollierung ) unvollständig bzw. falsch war.

Um sicherzustellen, das solche Vorkommnisse wenigstens im Laufe des weiteren Verfahrens nicht erfolgen, ist die Dokumentation des Verfahrens laut meinem oa Antrag dringend notwendig.

Um die Plausibilität näher darzulegen werden im Zusammenhang mit den Protokollierungen in der ersten und zweiten Hauptverhandlung beispielhaft folgende Fragen aufgeworfen:

1. Warum hat der Richter Dr. Zeilinger nicht den § 245 der StPO beachtet, wonach der Vorsitzende dem Angeklagten zu eröffnen hat, daß er berechtigt sei, der Anklage eine zusammenhängende Erklärung des Sachverhaltes entgegenzustellen und nach Anführung jedes einzelnen Beweismittels seine Bemerkungen darüber vorzubringen.

2. Warum ist der Richter Dr. Zeilinger nicht darauf eingegangen, dass ich dem Gutachter Dr. Geringer zunächst mündlich und dann per e mail mitgeteilt habe, dass ich mit dem gewährten Darlehen alle Rechnungen bezahlt habe.

3. Warum hat der Richter Dr. Zeilinger meine Hinweise auf das fehlerhafte und unvollständige Gutachten des Dr. Geringer nicht protokolliert?

4. Warum hat der Richter Dr. Zeilinger es vorgezogen, mich mehrmals mit Vorwürfen zu überschütten, ich hätte meinen Investoren „ Projekte vorgegaukelt „ ?

5. Warum hat der Richter Dr. Zeilinger mir nicht die Gelegenheit gegeben, auf die Entwicklung des Projektes ECOOO-WALL näher einzugehen?

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6. Warum wurden nur wenige Worte von diesem Disput zwischen dem Richter Dr. Zeilinger und mir wiedergegeben und eine so von mir nicht gegebene Antwort „ hmmm „ missverständlich protolliert? ( siehe Protokoll )

7. Warum wurde meinem Hinweis, wonach „ ich „ die Ausgaben für die Projekt- und Produkt entwicklung von ECOOO-WALL getragen, bezahlt und verbucht habe, vom Richter Dr. Zeilinger nicht nachgegangen? In diesem Fall hätte die Staatsanwaltschaft ihre Anklage nicht auf schweren Betrug ausweiten können.

8. Hat es zwischen dem Gericht und dem Sachverständigen Dr. Meszaros Kontakte mit dem Ziel gegeben, Dr. Meszaros solle sein Gutachten in einer Weise  formulieren, dass eine Besachwaltung meiner Person beschlossen werden kann?

9. Mit welchem Ziel wurde von der Richterin Mag. Adegbite – Lewy der ominöse Aktenvermerk vom vom 7.3.2014 verfasst, in dem sie feststellt, dass sich die Angestellten der Rechstanwaltskanzlei fürchten würden, ich würde sie alle erschiessen?

10. Warum hat die Richterin Mag. Adegbite – Lewy den ominösen Aktenvermerk nur dem Sachverständigen Dr. Meszaros zur Kenntnis , aber nicht mir zur Stellungnahme gesandt?

Um sicherzustellen, dass im weiteren Prozessverlauf die Bestimmungen der Strafprozessordnung strikt eingehalten werden, ist es notwendig, den gesamten Prozesverlauf durch

- die Aufzeichnung  der gesamten Verhandlung auf Video.
-  die Aufzeichnung  der gesamten Verhandlung auf Tonband.
- die Verfassung eines Wortprotokolls der gesamten Verhandlung

zu dokumentieren.

Dr. Wolfgang Lederbauer

Anlage 1 : Auszug aus der Strafprozeßordnung § § 77, 96, 97, 245, 252, 271, 271a, 285,  285j, 294,

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Anlage 1 : Auszug aus der Strafprozeßordnung § 77, 96, 97, 245, 252, 271, 271a, 285,  285j, 294, :
( Die für dieses Verfahren besonders relevanten Bestimmungen wurden unterstrichen.)

§ 77 Akteneinsicht
§ 96 Protokoll
§ 97. Ton- und Bildaufnahme
§ 245. Vernehmung des Angeklagten
§ 252. Protokolle über die Vernehmung von
§ 271. Protokollführung
§ 271a. (1) Wenn der Vorsitzende es für zweckmäßig erachtet ...
§ 285. (1) Der Beschwerdeführer hat das Recht …
§ 285a. Das Landesgericht, bei dem eine gegen ein Endurteil gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet wird
§ 285j. Im Fall einer Verständigung des Verfassungsgerichtshofes gemäß ...
§ 294. Verfahren bei Berufungen


Akteneinsicht
§ 77. (1) Im Falle begründeten rechtlichen Interesses haben Staatsanwaltschaften und Gerichte auch außer den in diesem Gesetz besonders bezeichneten Fällen Einsicht in die ihnen vorliegenden Ergebnisse eines Ermittlungs- oder Hauptverfahrens zu gewähren, soweit dem nicht überwiegende öffentliche oder private Interessen entgegenstehen.
(2) Zum Zweck einer nicht personenbezogenen Auswertung für wissenschaftliche Arbeiten oder vergleichbare, im öffentlichen Interesse liegende Untersuchungen können die Staatsanwaltschaften, die Vorsteher der Gerichte und das Bundesministerium für Justiz auf Ersuchen der Leiter anerkannter wissenschaftlicher Einrichtungen die Einsicht in Akten eines Verfahrens, die Herstellung von Abschriften (Ablichtungen) und die Übermittlung von Daten aus solchen bewilligen.
(3) § 54 ist sinngemäß anzuwenden.

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Protokoll
§ 96. (1) Die Aufnahme von Beweisen ist in einem Protokoll zu dokumentieren, welches insbesondere zu enthalten hat:
                              
1.   die Bezeichnung der Behörde und der an der Amtshandlung beteiligten Personen,
2.   Ort, Zeit und Gegenstand der Amtshandlung,
3.   den Inhalt von Aussagen,
4.   andere wesentliche Vorgänge während der Amtshandlung,
5.   allenfalls gestellte Anträge,

6.   die Unterschriften der vernommenen Personen. Wird eine Unterschrift verweigert oder unterbleibt sie aus anderen Gründen, so sind die hiefür maßgebenden Umstände im Protokoll zu vermerken.
(2) Das Protokoll ist vom Leiter der Amtshandlung oder von einer anderen geeigneten Person als Schriftführer zu erstellen. Es ist in Vollschrift abzufassen. Sofern es diktiert wird, hat dies für die Anwesenden hörbar zu geschehen. Es ist aber zulässig, vorläufig Kurzschrift zu verwenden oder das Diktat mit einem technischen Hilfsmittel aufzunehmen. Eine solche Vorgangsweise und ein allenfalls verkündeter Beschluss sind jedenfalls sogleich in Vollschrift festzuhalten. Kurzschrift und Tonaufnahme sind unverzüglich in Vollschrift zu übertragen, die Tonaufnahme ist überdies zuvor wiederzugeben, sofern dies einer der Beteiligten verlangt.
(3) Soweit dies für die Beurteilung der Sache und der Ergebnisse der Amtshandlung erforderlich ist oder eine vernommene Person es verlangt, ist ihre Aussage im Protokoll wörtlich wieder zu geben; im Übrigen sind die Antworten ihrem wesentlichen Inhalt nach erzählungsweise festzuhalten. Die gestellten Fragen sind nur soweit aufzunehmen, als dies für das Verständnis der Antwort erforderlich ist.
(4) Das Protokoll ist der vernommenen Person zur Durchsicht mit der Information vorzulegen, dass sie berechtigt ist, Ergänzungen oder Berichtigungen zu verlangen. Erhebliche Zusätze oder Einwendungen sind in einen Nachtrag aufzunehmen und gesondert zu unterfertigen. Sofern dies abgelehnt wird, hat die vernommene Person das Recht, dem Protokoll eine Stellungnahme beizufügen. Im Übrigen darf in dem einmal Niedergeschriebenen nichts Erhebliches ausgelöscht, zugesetzt oder verändert werden. Durchgestrichene Stellen sollen noch lesbar bleiben. Das Protokoll ist von der vernommenen Person auf jeder Seite und am Ende vom Leiter der Amtshandlung, vom Schriftführer und den übrigen Beteiligten zu unterschreiben.
(5) Das Protokoll ist zum Akt zu nehmen. Soweit die vernommene Person zur Akteneinsicht berechtigt ist, ist ihr auf Verlangen sogleich eine Abschrift oder Kopie auszufolgen, sofern dem schutzwürdige Interessen des Verfahrens oder Dritter nicht entgegen stehen; § 54 ist anzuwenden. Auf Kurzschriften und Tonaufnahmen (Abs. 2) ist § 271 Abs. 6 anzuwenden.

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Ton- und Bildaufnahme
§ 97. (1) Nach ausdrücklicher Information der vernommenen Person ist es zulässig, eine Tonaufnahme oder Ton- und Bildaufnahme einer Vernehmung anzufertigen, sofern diese zur Gänze aufgenommen wird. Im Fall der Vernehmung eines Zeugen hat dies, unbeschadet besonderer gesetzlicher Bestimmungen (§§ 150, 165, 247a, 250 Abs. 3), zu unterbleiben, wenn und sobald der Zeuge der Aufnahme widerspricht.
(2) Im Falle einer Aufnahme nach Abs. 1 kann an Stelle eines Protokolls eine schriftliche Zusammenfassung des Inhalts der Vernehmung erstellt werden, welche der Leiter der Amtshandlung unterfertigt und zum Akt nimmt. Auf diese Zusammenfassung sind im Übrigen die Vorschriften der §§ 96 Abs. 1 und 3 und 271 Abs. 6 anzuwenden.
.4. Vernehmung des Angeklagten
§ 245. (1) Hierauf wird der Angeklagte vom Vorsitzenden über den Inhalt der Anklage vernommen. Beantwortet der Angeklagte die Anklage mit der Erklärung, er sei nicht schuldig, so hat ihm der Vorsitzende zu eröffnen, daß er berechtigt sei, der Anklage eine zusammenhängende Erklärung des Sachverhaltes entgegenzustellen und nach Anführung jedes einzelnen Beweismittels seine Bemerkungen darüber vorzubringen. Weicht der Angeklagte von seinen früheren Aussagen ab, so ist er um die Gründe dieser Abweichung zu befragen. Der Vorsitzende kann in diesem Falle sowie dann, wenn der Angeklagte eine Antwort verweigert, das über die früheren Aussagen aufgenommene Protokollganz oder teilweise vorlesen sowie technische Aufnahmen über die Vernehmung des Beschuldigten (§ 172 Abs. 1) vorführen lassen.
(1a) Der Angeklagte ist auch über die gegen ihn erhobenen privatrechtlichen Ansprüche (§§ 67 Abs. 1 und 1 Abs. 3) zu vernehmen und zur Erklärung aufzufordern, ob und in welchem Umfang er diese anerkennt (§ 69 Abs. 2).

(2) Für die Vernehmung des Angeklagten gilt § 164 Abs. 4.
(3) Der Angeklagte darf sich während der Hauptverhandlung mit seinem Verteidiger besprechen, jedoch nicht über die Beantwortung einzelner Fragen beraten.
.
§ 252. (1) Protokolle über die Vernehmung von Mitbeschuldigten und Zeugen, Protokolle über die Aufnahme von Beweisen, Amtsvermerke und andere amtliche Schriftstücke, in denen Aussagen von Zeugen oder Mitbeschuldigten festgehalten worden sind, Gutachten von Sachverständigen sowie Ton- und Bildaufnahmen über die Vernehmung von Mitbeschuldigten oder Zeugen dürfen bei sonstiger Nichtigkeit nur in den folgenden Fällen verlesen oder vorgeführt werden.
                              
1.   wenn die Vernommenen in der Zwischenzeit gestorben sind; wenn ihr Aufenthalt unbekannt oder ihr persönliches Erscheinen wegen ihres Alters, wegen Krankheit oder Gebrechlichkeit oder wegen entfernten Aufenthaltes oder aus anderen erheblichen Gründen füglich nicht bewerkstelligt werden konnte;
2.   wenn die in der Hauptverhandlung Vernommenen in wesentlichen Punkten von ihren früher abgelegten Aussagen abweichen;
2a.   wenn Zeugen die Aussage berechtigt verweigern (§§ 156, 157 und 158) und die Staatsanwaltschaft und der Angeklagte Gelegenheit hatten, sich an einer gerichtlichen Vernehmung zu beteiligen (§§ 165, 247);
3.   wenn Zeug§ 252. (1) Protokolle über die Vernehmung von Mitbeschuldigten und Zeugen, Protokolle über die Aufnahme von Beweisen, Amtsvermerke und andere amtliche Schriftstücke, in denen Aussagen von Zeugen oder Mitbeschuldigten festgehalten worden sind, Gutachten von Sachverständigen sowie Ton- und Bildaufnahmen über die Vernehmung von Mitbeschuldigten oder Zeugen dürfen bei sonstiger Nichtigkeit nur in den folgenden Fällen verlesen oder vorgeführt werden.en, ohne dazu berechtigt zu sein, oder wenn Mitangeklagte die Aussage verweigern; endlich

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4.   wenn über die Vorlesung Ankläger und Angeklagter einverstanden sind.
(2) Amtsvermerke über einen Augenschein (§ 149 Abs. 2) und Befunde, gegen den Angeklagten früher ergangene Straferkenntnisse sowie Urkunden und Schriftstücke anderer Art, die für die Sache von Bedeutung sind, müssen vorgelesen werden.
(2a) Anstelle der Vorlesung oder Vorführung (Abs. 1 und 2) kann der Vorsitzende den erheblichen Inhalt der Aktenstücke vortragen, soweit die Beteiligten des Verfahrens zustimmen und die Aktenstücke sowohl allen Mitgliedern des Schöffengericht als auch den Beteiligten zugänglich sind.
(3) Nach jeder Vorlesung und jedem Vortrag (Abs. 2a) ist der Angeklagte zu befragen, ob er darüber etwas zu bemerken habe. Er kann dabei auch auf andere Teile der vorgetragenen Aktenstücke eingehen und die Vorlesung dieser oder anderer Aktenstücke verlangen, die für die Sache von Bedeutung sind.
(4) Die Bestimmungen des Abs. 1 dürfen bei sonstiger Nichtigkeit nicht umgangen werden.

§ 270. (1) Jedes Urteil muß binnen vier Wochen vom Tage der Verkündung schriftlich ausgefertigt und vom Vorsitzenden unterschrieben werden.
(2) Die Urteilsausfertigung muß enthalten:
                              
1.   die Bezeichnung des Gerichtes und die Namen der anwesenden Mitglieder des Schöffengerichts sowie der Beteiligten des Verfahrens;
2.   den Vor- und den Familiennamen sowie alle früher geführten Namen, Tag und Ort der Geburt, die Staatsangehörigkeit und den Beruf des Angeklagten sowie den Namen des Verteidigers;
3.   den Tag der Hauptverhandlung und des ergehenden Urteiles;
4.   den Ausspruch des Schöffengerichts über die Schuld des Angeklagten, und zwar im Fall einer Verurteilung mit allen in § 260 angeführten Punkten; schließlich
5.   die Entscheidungsgründe. In diesen muß in gedrängter Darstellung, aber mit voller Bestimmtheit angegeben sein, welche Tatsachen und aus welchen Gründen das Schöffengericht sie als erwiesen oder als nicht erwiesen angenommen hat, von welchen Erwägungen es bei der Entscheidung der Rechtsfragen und bei Beseitigung der vorgebrachten Einwendungen geleitet wurde und, im Fall einer Verurteilung, welche Erschwerungs- und Milderungsumstände er gefunden hat. Im Falle einer Verurteilung zu einer in Tagessätzen bemessenen Geldstrafe sind die für die Bemessung des Tagessatzes maßgebenden Umstände (§ 19 Abs. 2 StGB) anzugeben. Bei einem freisprechenden Urteile haben die Entscheidungsgründe insbesondere deutlich anzugeben, aus welchem der im § 259 angegebenen Gründe sich das Schöffengericht zur Freisprechung bestimmt gefunden hat.
(3) Schreib- und Rechenfehler, ferner solche Formgebrechen und Auslassungen, die nicht die im § 260 Abs. 1 Z 1 bis 3 und Abs. 2 erwähnten Punkte betreffen, hat der Vorsitzende jederzeit, allenfalls nach Anhörung der Beteiligten, zu berichtigen. Die Zurückweisung eines auf eine solche Berichtigung abzielenden Antrages sowie die vorgenommene Berichtigung können von jedem zur Ergreifung der Nichtigkeitsbeschwerde Berechtigten oder sonst Beteiligten mit der binnen vierzehn Tagen einzubringenden Beschwerde an das Oberlandesgericht angefochten werden. Ist außer über die Beschwerde noch über eine von wem immer ergriffene Nichtigkeitsbeschwerde zu entscheiden, so entscheidet der Oberste Gerichtshof auch über die Beschwerde. Die beschlossene Verbesserung ist am Rande des Urteils beizusetzen und muß allen Ausfertigungen beigefügt werden.

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(4) Verzichten die Beteiligten des Verfahrens auf ein Rechtsmittel oder melden sie innerhalb der dafür offen stehenden Frist kein Rechtsmittel an, so kann das Urteil in gekürzter Form ausgefertigt werden, es sei denn, dass eine zwei Jahre übersteigende Freiheitsstrafe verhängt oder eine mit Freiheitsentziehung verbundene vorbeugende Maßnahme oder ein Tätigkeitsverbot (§ 220b StGB) angeordnet worden ist. Die gekürzte Urteilsausfertigung hat zu enthalten:
                              
1.   die im Abs. 2 enthaltenen Angaben mit Ausnahme der Entscheidungsgründe;
2.   im Fall einer Verurteilung die vom Gericht als erwiesen angenommenen Tatsachen in gedrängter Darstellung sowie die für die Strafbemessung und gegebenenfalls die für die Bemessung des Tagessatzes (§ 19 Abs. 2 StGB) maßgebenden Umstände in Schlagworten;
3.   im Fall eines Freispruchs eine gedrängte Darstellung der dafür maßgebenden Gründe.

9. Protokollführung
§ 271. (1) Über die Hauptverhandlung ist bei sonstiger Nichtigkeit ein Protokoll aufzunehmen, für das – soweit im Folgenden nicht anderes bestimmt wird – § 96 Abs. 2 und 3 anzuwenden ist; es hat insbesondere zu enthalten:
                              
1.   die Bezeichnung des Gerichts sowie Ort, Beginn und Ende der Hauptverhandlung,

2.   die Namen der Mitglieder des Schöffengerichts, der Beteiligten des Verfahrens und ihrer Vertreter und, wenn ein Schriftführer beigezogen wurde, dessen Namen,
3.   die Namen der beigezogenen Dolmetscher, der vernommenen Zeugen und Sachverständigen,
4.   alle wesentlichen Förmlichkeiten des Verfahrens,
5.   die Bezeichnung der verlesenen und vorgetragenen Schriftstücke (§ 252 Abs. 2a und 3),
6.   alle Anträge der Beteiligten des Verfahrens und die darüber getroffenen Entscheidungen,
7.   den Spruch des Urteils mit den in § 260 Abs. 1 Z 1 bis 3 bezeichneten Angaben.
Den Beteiligten des Verfahrens steht es frei, die Feststellung einzelner Punkte im Protokoll zur Wahrung ihrer Rechte zu verlangen.
(1a) Unter den Voraussetzungen des § 270 Abs. 4 kann das Verhandlungsprotokoll durch einen vom Vorsitzenden zu unterschreibenden Vermerk ersetzt werden, der lediglich die in Abs. 1 Z 1 bis 3 angeführten Angaben enthält.
(2) Dem Schriftführer kann bei entsprechender Eignung die selbstständige Abfassung der Verhandlungsmitschrift und deren Übertragung überlassen werden, ansonsten nach Abs. 4 zweiter Satz vorzugehen ist. Der Schriftführer darf sich zur Unterstützung eines technischen Hilfsmittels bedienen.

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(3) Die Antworten des Angeklagten (§ 245) und die Aussagen von Zeugen und Sachverständigen sind ihrem wesentlichen Inhalt nach zusammengefasst in das Protokoll aufzunehmen, soweit nicht deren wörtliche Wiedergabe für die Urteilsfällung erforderlich erscheint. Werden Zeugen oder Sachverständige in der Hauptverhandlung nicht das erste Mal vernommen, so sind nur Abweichungen, Veränderungen oder Zusätze der bereits in den Akten enthaltenen Angaben in das Protokoll aufzunehmen.
(4) Hat der Vorsitzende von der Beiziehung eines Schriftführers abgesehen, so sind die Angaben nach Abs. 1 Z 1 bis 3 in Vollschrift festzuhalten. Im Übrigen sind die Angaben über Verlauf und Inhalt der Hauptverhandlung nach Abs. 1 Z 4 bis 7 und Abs. 3 vom Vorsitzenden oder einem von ihm beauftragten richterlichen Mitglied des Schöffengerichts für die Anwesenden hörbar zu(1) Der Beschwerdeführer hat das Recht, binnen vier Wochen nach der Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde, wenn ihm eine Urteilsabschrift aber erst nach der Anmeldung des Rechtsmittels zugestellt wurde, binnen vier Wochen nach der Zustellung eine Ausführung seiner Beschwerdegründe beim Gericht in zweifacher Ausfertigung zu überreichen. Er muss entweder in dieser Schrift oder bei Anmeldung seiner Beschwerde die Nichtigkeitsgründe einzeln und bestimmt bezeichnen, widrigens auf seine Beschwerde vom Obersten Gerichtshofe keine Rücksicht zu nehmen ist. diktieren. Das Diktat ist unter Verwendung eines technischen Hilfsmittels aufzunehmen oder sofort zu übertragen.
(5) Sachverständige haben auf Anordnung des Vorsitzenden Befund und Gutachten sowie deren Ergänzungen selbst auf die im Abs. 4 beschriebene Art zu diktieren.
(6) Der Inhalt der Aufnahme oder der Mitschrift ist auf Verlangen eines Beteiligten des Verfahrens wiederzugeben. Tonaufnahme und Verhandlungsmitschrift sind unverzüglich in Vollschrift zu übertragen. Diese Übertragung sowie die bereits in Vollschrift aufgenommenen Angaben bilden das Verhandlungsprotokoll, das vom Vorsitzenden sowie, soweit ein solcher beigezogen wurde, vom Schriftführer zu unterschreiben ist. Eine Ausfertigung des Protokolls ist den Beteiligten, soweit sie nicht darauf verzichtet haben, ehestmöglich, spätestens aber zugleich mit der Urteilsausfertigung zuzustellen.
(7) Für die Berichtigung von Schreib- und Rechenfehlern im Verhandlungsprotokoll gilt § 270 Abs. 3 erster Satz sinngemäß. Im Übrigen hat der Vorsitzende das Protokoll von Amts wegen oder auf Antrag einer zur Ergreifung von Berufung oder Nichtigkeitsbeschwerde berechtigten Partei nach Vornahme der erforderlichen Erhebungen durch Beschluss zu ergänzen oder zu berichtigen, soweit erhebliche Umstände oder Vorgänge im Protokoll der Hauptverhandlung zu Unrecht nicht erwähnt oder unrichtig wiedergegeben wurden. Der Antrag ist spätestens mit Ablauf der für die Ausführung einer gegen das Urteil angemeldeten Nichtigkeitsbeschwerde oder Berufung offen stehenden Frist einzubringen, ansonsten als unzulässig zurückzuweisen. Den Parteien ist Gelegenheit zur Stellungnahme zur in Aussicht genommenen oder begehrten Berichtigung oder Ergänzung und zu den Ergebnissen dergepflogenen Erhebungen binnen festzusetzender angemessener Frist einzuräumen. § 270 Abs. 3 zweiter bis vierter Satz gilt sinngemäß. Wird eine Ergänzung oder Berichtigung des Verhandlungsprotokolls nach Zustellung der Abschrift des Urteils an den Beschwerdeführer vorgenommen, so löst erst die neuerliche Zustellung die Fristen zur Ausführung angemeldeter Rechtsmittel (§§ 285 und 294) aus.

§ 271a. (1) Wenn der Vorsitzende es für zweckmäßig erachtet, kann die Protokollführung nach Maßgabe der den Gerichten zur Verfügung stehenden Ausstattung durch die Verwendung technischer Einrichtungen zur Wort- oder Bildaufnahme unterstützt werden. In diesem Fall ist der gesamte Verlauf der Hauptverhandlung unmittelbar aufzunehmen und dies allen Beteiligten zuvor bekannt zu machen. Abgesehen von den in § 271 Abs. 1 Z 1 bis 3 erwähnten Angaben kann der Vorsitzende Verhandlungsmitschrift oder Diktat auf die Anordnung beschränken, welche Teile der Aufnahme in Schriftform zu übertragen sind.
(2) Den Beteiligten des Verfahrens steht das Recht zu, die Wiedergabe der Aufnahme oder ihre Übersendung auf einem elektronischen Datenträger in einem allgemein gebräuchlichen Dateiformat zu verlangen. Zu übertragen ist eine solche Aufnahme nur, wenn es der Vorsitzende für zweckmäßig erachtet oder ein Beteiligter ein besonderes rechtliches Interesse daran glaubhaft macht und die vom Vorsitzenden zu bestimmenden Kosten der Übertragung übernimmt; § 77 Abs. 1 und 3 ist anzuwenden. Die Aufnahme ist als Beilage zum Akt zu nehmen.

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(3) Wurde der gesamte Verlauf der Hauptverhandlung nach Abs. 1 aufgenommen und verzichten die Beteiligten des Verfahrens auf ein Rechtsmittel oder melden sie innerhalb der hiefür offen stehenden Frist kein Rechtsmittel an, so kann das Verhandlungsprotokoll durch einen vom Vorsitzenden zu unterschreibenden Vermerk ersetzt werden, der lediglich die in § 271 Abs. 1 Z 1 bis 3 angeführten Angaben enthält. Sofern sie ein rechtliches Interesse glaubhaft machen, können die Beteiligten des Verfahrens binnen vierzehn Tagen nach Verkündung des Urteils die Herstellung des Protokolls und die Zustellung einer Ausfertigung verlangen.

§ 285. (1) Der Beschwerdeführer hat das Recht, binnen vier Wochen nach der Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde, wenn ihm eine Urteilsabschrift aber erst nach der Anmeldung des Rechtsmittels zugestellt wurde, binnen vier Wochen nach der Zustellung eine Ausführung seiner Beschwerdegründe beim Gericht in zweifacher Ausfertigung zu überreichen. Er muss entweder in dieser Schrift oder bei Anmeldung seiner Beschwerde die Nichtigkeitsgründe einzeln und bestimmt bezeichnen, widrigens auf seine Beschwerde vom Obersten Gerichtshofe keine Rücksicht zu nehmen ist.
(2) Im Falle extremen Umfangs des Verfahrens hat das Landesgericht die in Abs. 1 genannte Frist auf Antrag des Beschwerdeführers um den Zeitraum zu verlängern, der – insbesondere im Hinblick auf eine ganz außergewöhnliche Dauer der Hauptverhandlung, einen solchen Umfang des Hauptverhandlungsprotokolls, des übrigen Akteninhalts und der Urteilsausfertigung – erforderlich ist, um eine ausreichende Vorbereitung der Verteidigung (Art. 6 Abs. 3 lit. b der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, » BGBl. Nr. 210/1958, und Art. 2 des 7. Zusatzprotokolls, » BGBl. Nr. 628/1988) oder der Verfolgung der Anklage zu gewährleisten.
(3) Ein Antrag nach Abs. 2 ist beim Landesgericht innerhalb der zur Ausführung der Beschwerde ansonsten zur Verfügung stehenden Frist schriftlich einzubringen. Über den Antrag entscheidet der Vorsitzende nach Maßgabe der in Abs. 2 genannten Kriterien und unter Bedachtnahme auf das Erfordernis einer angemessenen Dauer des Verfahrens (Art. 6 Abs. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, » BGBl. Nr. 210/1958); gegen seinen Beschluss steht eine Beschwerde nicht zu. Die Zeit von der Antragstellung bis zur Bekanntmachung des Beschlusses wird in die Frist zur Ausführung der Gründe der Nichtigkeitsbeschwerde nicht eingerechnet; diese beginnt jedenfalls nicht zu laufen, ehe der Beschluss über den Antrag bekannt gemacht ist.
(4) Hat der Beschwerdeführer eine Beschwerdeschrift eingebracht, so ist sie seinem Gegner mit der Belehrung zuzustellen, dass er binnen vier Wochen seine Gegenausführung überreichen könne. Diese Frist kann unter sinngemäßer Anwendung der Abs. 2 und 3 verlängert werden.
(5) Die Gegenausführung ist dem Beschwerdeführer zuzustellen. Danach sind alle Akten an den Obersten Gerichtshof zu senden, der darüber zu entscheiden hat.
§ 285j. Im Fall einer Verständigung des Verfassungsgerichtshofes gemäß §§ 57a Abs. 5 erster Satz oder 62a Abs. 5 erster Satz VfGG hat das Landesgericht nach § 285a vorzugehen und eine Ausfertigung seines Beschlusses oder eines nach § 285b gefassten Beschlusses dem Verfassungsgerichtshof zu übermitteln und im Fall einer verbundenen Berufung die Verständigung des Verfassungsgerichtshofes dem Oberlandesgericht vorzulegen oder mitzuteilen, dass kein Grund für ein Vorgehen nach § 285a vorliegt.

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§ 285a. Das Landesgericht, bei dem eine gegen ein Endurteil gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet wird, hat diese zurückzuweisen:
                              
1.   wenn sie zu spät angemeldet oder wenn sie von einer Person eingebracht wurde, der die Nichtigkeitsbeschwerde nicht zukommt oder die auf sie verzichtet hat;
2.   wenn nicht bei der Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde oder in ihrer Ausführung einer der im § 281 Abs. 1 Z 1 bis 11 oder im § 281a angegebenen Nichtigkeitsgründe deutlich und bestimmt bezeichnet, insbesondere wenn der Tatumstand, der den Nichtigkeitsgrund bilden soll, nicht ausdrücklich oder doch durch deutliche Hinweisung angeführt ist;
3.   wenn die unter Z 2 geforderte Angabe, soweit es sich nicht um eine von der Staatsanwaltschaft erhobene Nichtigkeitsbeschwerde handelt, nicht entweder zu Protokoll oder in einer Eingabe gemacht wird, die von einem Verteidiger (§ 48 Abs. 1 Z 4) unterschrieben ist. Besteht der Mangel lediglich im Fehlen der Unterschrift eines berechtigten Verteidigers, so ist die Eingabe vorerst zur Behebung dieses Mangels und Wiedervorlage binnen vierzehn Tagen zurückzustellen.

2. Verfahren bei Berufungen
§ 294. (1) Die Berufung ist innerhalb der im § 284 bezeichneten Frist beim Landesgericht anzumelden. Sie hat aufschiebende Wirkung, es sei denn, daß der Angeklagte selbst erklärt, eine Freiheitsstrafe einstweilen antreten zu wollen.
(2) Dem Beschwerdeführer muß, sofern dies nicht schon geschehen ist, eine Urteilsabschrift zugestellt werden. Der Beschwerdeführer hat das Recht, binnen vier Wochen nach der Anmeldung der Berufung, wenn ihm eine Urteilsabschrift aber erst nach der Anmeldung des Rechtsmittels zugestellt wurde, binnen vier Wochen nach der Zustellung eine Ausführung seiner Beschwerdegründe beim Gericht in zweifacher Ausfertigung zu überreichen. Wurde dem Beschwerdeführer für die Ausführung der Nichtigkeitsbeschwerde gemäß § 285 Abs. 2 eine längere Frist gewährt, so gilt diese auch für die Ausführung der Berufung. Er muß entweder in dieser Schrift oder bei der Anmeldung erklären, ob er sich durch den Ausspruch über die Strafe oder durch den Ausspruch über die privatrechtlichen Ansprüche beschwert erachtet, widrigenfalls das Oberlandesgericht darauf keine Rücksicht zu nehmen hat; ist mehr als eine Strafe oder sonstige Unrechtsfolge ausgesprochen worden, so muß der Beschwerdeführer auch erklären, gegen welche von ihnen sich die Berufung richtet. Die Anmeldung, die die Berufungsgründe enthält, oder die rechtzeitig eingebrachte Ausführung ist dem Gegner mit dem Bedeuten mitzuteilen, daß er binnen vier Wochen seine Gegenausführung überreichen könne.
(3) Die Gegenausführung ist dem Beschwerdeführer zuzustellen. Danach sind alle Akten dem Oberlandesgericht vorzulegen, das über die Berufung nur dann in nichtöffentlicher Sitzung berät, wenn der Berichterstatter oder der Oberstaatsanwalt beantragt, die Berufung aus einem der im folgenden Absatz angeführten Gründe zurückzuweisen.
(4) Das Oberlandesgericht kann die Berufung in nichtöffentlicher Sitzung zurückweisen, wenn sie zu spät angemeldet oder von einer Person ergriffen worden ist, der das Berufungsrecht überhaupt nicht oder nicht in der Richtung zusteht, in der es in Anspruch genommen wird, oder die darauf verzichtet hat; ferner, wenn der Berufungswerber weder bei der Anmeldung der Berufung noch in ihrer Ausführung die Punkte des Erkenntnisses, durch die er sich beschwert findet, deutlich und bestimmt bezeichnet hat, auf die Berufung daher keine Rücksicht zu nehmen ist. Liegt dem Oberlandesgericht eine Verständigung des Verfassungsgerichtshofes vor (§ 285j), so hat der Vorsitzende diesem den Beschluss über die Zurückweisung zu übermitteln.

Seite 19

(5) Wird über die Berufung nicht schon in der nichtöffentlichen Sitzung entschieden, so hat der Vorsitzende einen Gerichtstag zur öffentlichen Verhandlung über die Berufung anzuordnen. Für die Anberaumung und Durchführung des Gerichtstages gelten die Bestimmungen der §§ 286 und 287 dem Sinne nach mit der Maßgabe, dass der nicht verhaftete Angeklagte vorzuladen und auch die Vorführung des verhafteten Angeklagten zu veranlassen ist, es sei denn, dieser hätte durch seinen Verteidiger ausdrücklich darauf verzichtet. Ist die Berufung gegen den Ausspruch über die privatrechtlichen Ansprüche gerichtet, so ist auch der Privatbeteiligte vorzuladen.

Seite 20

ZITATE-ENDE

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Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: RA DR PERSCHLER an DR LEDERBAUER
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 26 Mai 2015, 05:34:57
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 3 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

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21.05.2015 12:34 MAIL RA DR PERSCHLER an DR LEDERBAUER

SFH 11296 MAIL RA Dr Perschler an Dr Lederbauer vom 20150521 1234 ZITATE:

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SFH-11296 e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 21.5.2015 12.34 Uhr

Aktenvermerk über die Besprechung vom 18.05.2015: ( Auszüge )

Aktenvermerk über die Besprechung vom 18.05.2015:

i.S. Verfahrenshilfe DI Dr. Wolfgang Lederbauer - Strafverfahren

Anwesende: Dr. Winternitz (Verfahrenshelfer), Dr. Perschler, Mag. Böheim, DI Dr. Lederbauer (Verfahrensbeholfener = kurz: VB), sowie drei persönliche Berater des Verfahrensbeholfenen, deren Daten der Kanzlei K&W bekannt sind;

Beginn: 17:20 Uhr;

» Da die Notwendigkeit von drei privaten Zuhörern und Beratern für den Verfahrensbeholfenen nicht nachvollzogen werden kann, wird mit der Besprechung begonnen, obwohl zunächst nur ein privater Berater der Besprechung beiwohnt und die beiden anderen Berater ersucht werden, außerhalb des Besprechungsraumes zu warten. Auf ausdrücklichen Wunsch des Verfahrensbeholfenen werden in weiterer Folge auch die beiden anderen Personen zur Besprechung zugelassen. Es handelt sich um Funktionäre eines Opferschutzvereins.»

Dr. Winternitz/Dr. Perschler gehen mit dem Verfahrensbeholfenen die Anklageschrift vom 17.02.2009 durch. Der Verfahrensbeholfene ersucht um Information, was mit Strafantrag vom 26.09.2006 und 22.04.2015 laut Ladung gemeint sei. Diese Frage wird geklärt. Die Anklageschrift vom 17.02.2009 enthält die relevanten Strafanträge, die in der HV am 27.5.2015 verhandelt werden müssen.

Ad Faktum A./ I. : Vorwurf: grob fahrlässiges Herbeiführen der Zahlungsunfähigkeit durch kridaträchtiges Handeln von Ende 2000 bis Mitte 2004. VB erklärt sich nicht schuldig. VB wird Unterlagen zur HV mitbringen und diese dem Gericht vorlegen. VB will damit beweisen, dass zu I./ a) der Erwerb der Lizenzen nicht zu einem überhöhten Preis erfolgt ist. Weiters will VB nachweisen, dass es sich zu I./ b) eben nicht um ein äußerst gewagtes Geschäft gehandelt hat. Und schließlich will VB auch nachweisen, dass er zu I. /c) keinen übermäßigen privaten Aufwand trieb und der damaligen KEG keine Mittel entzog. VB betont, dass der SV verschwiegen habe, dass ihm von der KEG ein Privatdarlehen gewährt worden sei und darin ein Skandal zu erkennen sei.

Ad Faktum A./ II. : Vorwurf: grob fahrlässige Vereitelung der Befriedigung von Gläubigern. VB bestreitet entschieden, dass er im Zeitraum April 2004 bis 20. Jänner 2005 in fahrlässiger Unkenntnis der Zahlungsunfähigkeit der KEG weiterhin kridaträchtig gehandelt habe.

Ad Faktum B./ I.: Die Tatsache der Gewährung eines Darlehens von ATS 100.000,-- durch Dr. .......... wird von VB zugestanden. VB erklärt jedoch wieso er die rechtzeitige Rückzahlung nicht finanzieren konnte. VB wird darauf hingewiesen, dass die Begründung für die unterlassene Zahlung nicht relevant sei. Wichtig sei nur, ob als Rückzahlungstermin für das Darlehen der 30.6.2001 vereinbart worden sei und ob dieser Termin eingehalten wurde. VB wird darauf hingewiesen, dass ein Teilgeständnis im Falle einer Verurteilung einen Milderungsgrund darstellt.

Faktum B./ II.: Die Darlehen der atypischen stillen Gesellschafter werden nicht im Detail zugestanden, generell jedoch auch nicht bestritten. VB erklärt, dass sich die stillen Gesellschafter am Verlust der KEG beteiligen wollten, um dadurch bei der eigenen Einkommensteuer zu einer Reduktion der Steuerschuld zu gelangen. Die Frage der Rückführung der Darlehen kann nicht näher erörtert werden. Hier bietet der VB noch umfangreiche Unterlagen an, die von ihm zur HV mitgebracht werden.

Faktum C./: Hier verantwortet sich der VB ................

VB wird Dr. Winternitz zu Beginn der HV über seine diesbezügliche Entscheidung informieren.

Gegen Ende der Besprechung werden noch diverse Themen teils allgemeiner Natur teils von für den Fall relevanter Natur erörtert. Zu den Ausführungen des VB teilt Dr. Perschler mit, dass man jene Anträge gegen Richter und die Justiz nicht uneingeschränkt stellen werde, bei denen es um Anträge geht, die standesrechtliche Konsequenzen für den Verfahrenshelfer nach sich ziehen könnten. In einem solchen Fall wird der Verfahrenshelfer eine Weisungsanfrage an die RAK Wien stellen, die darüber zu entscheiden haben wird, wie mit dem Antrag verfahren werden soll.

VB ersucht Dr. Winternitz zu Beginn der HV am 27.5.2015 folgende Anträge zu stellen:

Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Video. Begründung wird von VB noch nachgereicht;

Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Tonband. Auch hier wird die Begründung vom VB noch geliefert.

Antrag zur Verfassung eines handschriftlichen Protokolls von der gesamten HV.

Weiters wird in der HV der Antrag auf Beiziehung eines Buch-Sachverständigen erörtert. Dies in Hinblick auf die aktuellen Erkenntnisse des VFGH zu diesem Thema. Ein entsprechender Antrag ist zu stellen.

Ein Antrag auf Beischaffung des Konkursaktes wird von VB nicht gewünscht, obwohl dies von seinem persönlichen Berater vorgeschlagen wird. Man einigt sich, dass es reiche, die Frage der Zahlung einer 30 % Quote dem Gericht mitzuteilen. Der persönliche Berater des VB meint, dass damit kein strafrechtliches Verhalten mehr vorliege und wird diesbezüglich ein Urteil des OGH vorlegen.

Dr. Winternitz regt noch an zu prüfen, ob hier ein Verfahren mit überlanger Verfahrensdauer vorliegt und daraus etwas für den Angeklagten zu gewinnen sei. Stichwort fair trial.

Ende 19:20 Uhr, FP

ZITATE-ENDE

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ZITATE HERVORGEHOBEN:

Zu den Ausführungen des VB teilt Dr. Perschler mit, dass man jene Anträge gegen Richter und die Justiz nicht uneingeschränkt stellen werde, bei denen es um Anträge geht, die standesrechtliche Konsequenzen für den Verfahrenshelfer nach sich ziehen könnten. In einem solchen Fall wird der Verfahrenshelfer eine Weisungsanfrage an die RAK Wien stellen, die darüber zu entscheiden haben wird, wie mit dem Antrag verfahren werden soll.

VB ersucht Dr. Winternitz zu Beginn der HV am 27.5.2015 folgende Anträge zu stellen:

Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Video.

Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Tonband.

Antrag zur Verfassung eines handschriftlichen Protokolls von der gesamten HV. 

ZITATE-HERVORGEHOBEN-ENDE


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Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: SFH AUS DEM GERICHTSSAAL
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 28 Mai 2015, 06:51:18
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER - SFH HV3 BERICHT IN ARBEIT - SFH AUS DEM GERICHTSSAAL
SEITE 1 ANTWORT 4 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

DANK AN DI DR WOLFGANG LEDERBAUER FÜR DIE VERÖFFENTLICHUNGEN. AKTUELL MITLESEN AUF

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

ZUM BEISPIEL:
SFH-280-964 DI DR WOLFGANG LEDERBAUER 28.05.2015 HV3 BERICHT SFH AUS DEM GERICHTSSAAL
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=7974
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Antrag zur Verfassung eines Wortprotokolls. von der gesamten HV

RA Dr. Winternitz stellte sodann den - leicht veränderten - Antrag.
Daraufhin zog sich der Senat zurück und fasste den Beschluss, diesen Antrag abzulehnen.

Der vorsitzende Richter Dr. Kreuter meinte dazu sinngemäß:
"Ich habe keine Videoanlage ..." "Ich habe kein Tonband zur Verfügung ..." etc.

Näheres wird dem Protokoll über die Hauptverhandlung zu entnehmen sein.

Jetzt kommt das Ungeheuerliche: Dr. Lederbauer und andere Zuhörer haben bemerkt, dass auf dem Richtertisch, keine drei Meter vor Dr. Lederbauer, sehr wohl ein eingeschaltetes Tonband lag. Die Verhandlung wurde also sehr wohl auf Tonband aufgenommen.

... dass Dr. Lederbauer sofort die nötigen rechtlichen Schritte machen sollte.


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HV3 ... 3. Hauptverhandlung am 27.05.2015 09:15 LGS WIEN

DI DR WOLFGANG LEDERBAUER SFH HV3 BERICHT IN ARBEIT

SFH-280-964 AUSGEWÄHLTE ZITATE:

http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=7974

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Zunächst aus meiner Sicht ein Höhepunkt der Verhandlung.

Dr. Winternitz stellt den von Dr. Lederbauer verlangten Antrag, den er noch vorher leicht korrigiert hatte.

Vgl.: SFH-11296 e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 21.5.2015 12.34 Uhr
Aktenvermerk über die Besprechung vom 18.05.2015: ( Auszüge )
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7972
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7972&rubrik=94 (*)

Ausschnitt:

VB ersucht Dr. Winternitz zu Beginn der HV am 27.5.2015 folgende Anträge zu stellen:
•   Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Video. Begründung wird von VB noch nachgereicht;
•   Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Tonband. Auch hier wird die Begründung vom VB noch geliefert.
•   Antrag zur Verfassung eines handschriftlichen Protokolls von der gesamten HV

Kommentar:

Gegen Ende der Besprechung werden noch diverse Themen teils allgemeiner Natur teils von für den Fall relevanter Natur erörtert. Zu den Ausführungen des VB teilt Dr. Perschler mit, dass man jene Anträge gegen Richter und die Justiz nicht uneingeschränkt stellen werde, bei denen es um Anträge geht, die standesrechtliche Konsequenzen für den Verfahrenshelfer nach sich ziehen könnten. In einem solchen Fall wird der Verfahrenshelfer eine Weisungsanfrage an die RAK Wien stellen, die darüber zu entscheiden haben wird, wie mit dem Antrag verfahren werden soll.

Antrag zur Verfassung eines handschriftlichen Protokolls von der gesamten HV

RA Dr. Winternitz stellte sodann den - leicht veränderten - Antrag.
Daraufhin zog sich der Senat zurück und fasste den Beschluss, diesen Antrag abzulehnen.

Der vorsitzende Richter Dr. Kreuter meinte dazu sinngemäß:
"Ich habe keine Videoanlage ..." "Ich habe kein Tonband zur Verfügung..." etc.

Näheres wird dem Protokoll über die Hauptverhandlung zu entnehmen  sein.

Jetzt kommt das Ungeheuerliche: Dr. Lederbauer und andere Zuhörer haben bemerkt, dass auf dem Richtertisch, keine drei Meter vor Dr. Lederbauer, sehr wohl ein eingeschaltetes Tonband lag. Die Verhandlung wurde also sehr wohl auf Tonband aufgenommen.

... dass Dr. Lederbauer sofort die nötigen rechtlichen Schritte machen sollte.


AUSGEWÄHLTE-ZITATE-ENDE

(*) PERSÖNLICHE ANMERKUNG: DRUCKEN und Link hinzugefügt

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SFH-11298 e mail Dr. Lederbauer an RA Dr. Perschler vom 26.5.2015 18.53
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7975
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SFH-11300 e mail Dr. Lederbauer an RA Dr. Winternitz vom 28.5.2015 8.27 Uhr
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7977
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7977&rubrik=94

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INHALTSVERZEICHNIS:

SEITE 1 START INHALTSVERZEICHNIS und
SFH-11292 Offener Brief anlässlich der dritten Hauptverhandlung im LG für Strafsachen gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7963
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7963&rubrik=94

SEITE 1 ANTWORT 1
SFH-5174 Einbau der Mitschriften in das Protokoll über die Hauptverhandlung am 1.3.2011, Protokollrüge vom 18.4.2011
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=5956
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SEITE 1 ANTWORT 2
SFH-280-962 Information über die Vorbereitung der dritten Hauptverhandlung im LG für Strafsachen gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015 um 9.15 Uhr im Saal 311/ 3. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE 22 !!!
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=7969
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SEITE 1 ANTWORT 3
SFH-11296 e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 21.5.2015 12.34 Uhr
Aktenvermerk über die Besprechung vom 18.05.2015: (Auszüge)
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7972
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SEITE 1 ANTWORT 4
28.05.2015 DI DR WOLFGANG LEDERBAUER SFH HV3 BERICHT IN ARBEIT
SFH-280-964
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=7974
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PERSÖNLICHER HINWEIS: Geringfügige Tippfehler-Korrekturen

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Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: RA DR FLORIAN PERSCHLER
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 05 Juni 2015, 04:39:36
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 5 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

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SFH-11310  e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 3.6.2015 18.48 Uhr
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7988
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7988&rubrik=94

Sehr geehrter Herr Dr. Lederbauer,

Dr. Winternitz hat mich beauftragt, beiliegendes E-Mail (Weisungsanfrage) an die RAK Wien zu richten.

Dr. Winternitz und ich erachten die Erhebung der geforderten Dienstaufsichtsbeschwerde sowie die Erstattung des umfangreichen Beweisantrages zu Themen, die nicht strittig sind, für standesrechtlich bedenklich.

Wir benötigen daher wie besprochen die Weisung der RA-Kammer Wien zur Erledigung Ihrer Anliegen.

Ich ersuche um Kenntnisnahme.

Mfg FP

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RECHTSANWALTSKANZLEI DR. FLORIAN PERSCHLER
Mail gesendet: Mittwoch, 03. Juni 2015 18:43

AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN

Sehr geehrte Damen und Herren Kollegen,

namens und im Auftrag von RA Dr. Christian Winternitz richte ich folgende Weisungsanfrage an die RAK Wien:

WEISUNGSANFRAGE:

Dr. Winternitz ist Verfahrenshelfer von Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Lederbauer im Strafverfahren vor dem LG für Strafsachen Wien. Zahl VS 4585/2006.

Der Verfahrensbeholfene hat in der HV vom 27.05.2015 einen umfangreichen Beweisantrag an Dr. Winternitz übergeben, in dem jedoch unserer Ansicht nach keine Beweise angeboten werden, die für die offenen Fragen des Richters von Relevanz sind. So wird die Beischaffung der Akte für die Patenterteilung, die Beischaffung des Verlassenschaftsaktes der Mutter des Verfahrensbeholfenen etc beantragt. Diese Themen waren in der HV aber nicht strittig.

Bereits aus der bisherigen Tätigkeit für den Verfahrensbeholfenen weiß Dr. Winternitz, dass eine Kürzung von Beweisanträgen vom Verfahrensbeholfenen nicht akzeptiert wird. Wir sind daher mit dem Verfahrensbeholfenen so verblieben, dass wir den Beweisantrag an die RAK Wien weiterleiten und die Kammer um Weisungsanfrage ersuchen, falls wir die Erstattung von Anträgen nicht für zweckentsprechend halten und dies sogar mit standesrechtlichen Konflikten (Verfahrensverzögerung) verbunden sein könnte. Damit war Dr. Lederbauer einverstanden.

Einige Tage nach der Verhandlung hat Dr. Lederbauer den Verfahrenshelfer auch noch ersucht, eine „Dienst-Aufsichtsbeschwerde" gegen den Verhandlungsrichter Dr. Kreuter einzubringen. Gründe für diese Aufsichtsbeschwerde liegen laut Ansicht des Verfahrenshelfers jedoch nicht vor.

Die Abweisung der zu Beginn der HV gestellten Anträge durch das Gericht ist noch kein Grund für die Beschwerde gegen den Richter.

Ich sende Ihnen alle Mails des Angeklagten seit 27.05.2015 mit der Bitte um Kenntnisnahme und möglichst zeitnahe Erteilung der erwünschten Weisung.

Die nächste HV findet am 22. Juli 2015 statt.

Ich stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung und verbleibe

mfkg Dr. Florian Perschler

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Persönliche Hinweise: TEIL-ANONYMISIERT, geringfügige Tippfehler-Korrekturen

Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: DR WOLFGANG LEDERBAUER
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 05 Juni 2015, 06:23:26
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 6 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

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Das Gelöbnis der Rechtsanwälte (Rechtsanwälte-Gelöbnis): Ich gelobe bei meinem Gewissen und bei meiner staatsbürgerlichen Ehre, der Republik treu zu sein, die Grundgesetze sowie alle anderen Gesetze und gültigen Vorschriften unverbrüchlich zu beobachten und meine Pflichten als Rechtsanwalt gewissenhaft zu erfüllen. (Anm.: jetzt Republik Österreich)

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DI DR WOLFGANG LEDERBAUER ZITATE bzw sinngemäße ZITATE kurz und bündig:

SFH-11310 e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 3.6.2015 18.48 Uhr und Antwort Dr. Lederbauer vom 4.6.2015 9.24 Uhr
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7989
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7989&rubrik=94

Ich danke Ihnen für die prompte Reaktion. Ich betone nochmals, dass ich mit der Einschaltung der Rechtsanwaltskammer einverstanden war und bin und ich diese Vorgangsweise grundsätzlich begrüße.

Ob die Einholung einer "Weisungsanfrage" der richtige und gesetzeskonforme Weg ist bezweifle ich allerdings (siehe unten).

Ich stelle voran, dass ich Dr. Perschler erstmals bei der Vorbesprechung zur dritten Hauptverhandlung am 18.5.2015 in der Kanzlei Kraft & Winternitz kenngelernt habe.

Als bekannt setze ich voraus, dass alle Beweisanträge laut Strafprozessordnung in der Hauptverhandlung vorzubringen und an bestimmte Formvorschriften gebunden sind.

StPO Beweisanträge

§ 55. (1) Der Beschuldigte ist berechtigt, die Aufnahme von Beweisen zu beantragen. Im Antrag sind Beweisthema, Beweismittel und jene Informationen, die für die Durchführung der Beweisaufnahme erforderlich sind, zu bezeichnen. Soweit dies nicht offensichtlich ist, ist zu begründen, weswegen das Beweismittel geeignet sein könnte, das Beweisthema zu klären.

(2) Unzulässige, unverwertbare und unmögliche Beweise sind nicht aufzunehmen. Im Übrigen darf eine Beweisaufnahme auf Antrag des Beschuldigten nur unterbleiben, wenn
                              
1. das Beweisthema offenkundig oder für die Beurteilung des Tatverdachts ohne Bedeutung ist,
2. das beantragte Beweismittel nicht geeignet ist, eine erhebliche Tatsache zu beweisen, oder
3. das Beweisthema als erwiesen gelten kann.

(3) Im Ermittlungsverfahren kann die Aufnahme eines Beweises der Hauptverhandlung vorbehalten werden. Dies ist unzulässig, wenn das Ergebnis der Beweisaufnahme geeignet sein kann, den Tatverdacht unmittelbar zu beseitigen, oder die Gefahr des Verlustes des Beweises einer erheblichen Tatsache besteht.

(4) Die Kriminalpolizei hat im Ermittlungsverfahren den beantragten Beweis aufzunehmen oder den Antrag mit Anlassbericht (§ 100 Abs. 2 Z 2) der Staatsanwaltschaft vorzulegen. Die Staatsanwaltschaft hat ihrerseits die Beweisaufnahme zu veranlassen oder den Beschuldigten zu verständigen, aus welchen Gründen sie unterbleibt.
...

Näheres ist nun meinen einzelnen ua Kommentaren zur von Dr. Perschler verfassten "Weisungsanfrage" zu entnehmen.

Zu dieser " Weisungsanfrage " gebe ich einzelne Kommentare ab und werde diese Dokumentation auch an die Rechtsanwaltskammer senden.

Um Wiederholungen zu vermeiden und um die Übersicht zu erleichtern gebe ich meine Kommentare zu den einzelne Textteilen  ab.

Mit freundlichen Grüßen Dr. Wolfgang Lederbauer

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03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: Sehr geehrte Damen und Herren Kollegen, namens und im Auftrag von RA Dr. Christian Winternitz richte ich folgende Weisungsanfrage an die RAK Wien: WEISUNGSANFRAGE:

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Meiner Ansicht ist zunächst zu klären, ob es die Möglichkeit  einer Weisungsanfrage eines Rechtsanwalts an die Rechtsanwaltskammer in der Rechtsanwaltsordnung oder in anderen Gesetzen überhaupt gibt.

Vgl.: SFH-9613 Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Rechtsanwaltsordnung, Fassung vom 04.02.2014
Langtitel Rechtsanwaltsordnung (RAO) StF: RGBl. Nr. 96/1868
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=118&aid=6918&page=1

Auszug: ... Artikel I. In (Anm.: jetzt: Republik Österreich) wird die nachfolgende Rechtsanwaltsordnung eingeführt und hat dieselbe mit 1. Jänner 1869 in Wirksamkeit zu treten.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Zunächst fällt auf, dass diese Rechtsanwaltsordnung auf das Jahr 1869 zurückgeht ... Es stellt sich die Frage, ob die aktuelle Rechtsanwaltsordnung überarbeitet bzw ergänzt werden sollte. Dies betrifft insbesondere die Frage, was zu geschehen hat, wenn es zwischen dem Rechtsanwalt und dem Klienten zu grundsätzlichen Auffassungsunterschieden kommt.

Es wäre also zu klären, ob es die Möglichkeit einer "Weisungsanfrage" geben soll.

Erwähnenswert sind  folgende Paragraphen der Rechtsanwaltsordnung:

RAO §. 7. (1) Vor Eintragung in die Liste der Rechtsanwälte hat der Bewerber das folgende Gelöbnis abzulegen:

Ich gelobe bei meinem Gewissen und bei meiner staatsbürgerlichen Ehre, der Republik treu zu sein, die Grundgesetze sowie alle anderen Gesetze und gültigen Vorschriften unverbrüchlich zu beobachten und meine Pflichten als Rechtsanwalt gewissenhaft zu erfüllen. (Anm.: jetzt Republik Österreich)


Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Hier wird vor allem auf die Grundgesetze und andere Gesetze hingewiesen. Eine der wichtigsten Bestimmungen in den " Grundgesetzen und anderen Gesetzen "  betrifft das " Prinzip von fairen Verfahren ". Bekanntlich gehört dazu insbesondere das Recht auf die Stellung von Beweisanträgen. Vgl.:

SFH-0741 Bundesrecht: Gesamte Rechtsvorschrift für Internationaler Pakt über bürgerliche u. politische Rechte, Fassung vom 07.08.2009 BGBl. Nr. 591/1978
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=118&aid=1029&page=5

bzw.

SFH-0793 / Internationaler Pakt und EMRK Ein Vergleich der Rechtsprechung des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen und des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=11&aid=1179&page=6

Von besonderer Bedeutung ist weiters folgender Paragraph:

RAO § 9. (1) Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, die übernommenen Vertretungen dem Gesetz gemäß zu führen und die Rechte seiner Partei gegen jedermann mit Eifer, Treue und Gewissenhaftigkeit zu vertreten. Er ist befugt, alles, was er nach dem Gesetz zur Vertretung seiner Partei für dienlich erachtet, unumwunden vorzubringen, ihre Angriffs- und Verteidigungsmittel in jeder Weise zu gebrauchen, welche seinem Auftrag, seinem Gewissen und den Gesetzen nicht widerstreiten. ...

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Diese Bestimmung ist klar und eindeutig. Nichts anderes erwarte ich von der mich vertretenden Rechtsanwaltskanzlei Kraft  & Winternitz bzw Dr. Perschler.

RAO § 10. (1) Der Rechtsanwalt ist nicht verpflichtet, die Vertretung einer Partei zu übernehmen, und kann dieselbe ohne Angabe der Gründe ablehnen; …

(2) Der Rechtsanwalt ist überhaupt verpflichtet, durch Redlichkeit und Ehrenhaftigkeit in seinem Benehmen die Ehre und Würde des Standes zu wahren.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Auch diese Bestimmung ist eindeutig. Allerdings kann diese Bestimmung sicher nicht zum Anlass genommen werden, Anträge über die Dokumentation einer Hauptverhandlung  bzw. Beweisanträge eines zu Unrecht Angeklagten, welche die Unschuld des Angeklagten beweisen sollen einfach abzulehnen.

Es wird von mir als bekannt vorausgesetzt, dass Rechtsanwälte bzw auch die Standesvertretung die Bedeutung solcher Anträge bzw Beweisanträge erkennen.

RAO § 23. (1) Der Wirkungsbereich der Rechtsanwaltskammer erstreckt sich auf das Bundesland, für das sie errichtet wurde, sowie auf alle Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsanwärter, die in die Listen dieser Rechtsanwaltskammer eingetragen sind. Die Rechtsanwaltskammer besorgt ihre Geschäfte teils unmittelbar in Plenarversammlungen teils mittelbar durch ihren Ausschuss.

(2) Die Rechtsanwaltskammer hat innerhalb ihres Wirkungsbereiches die beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen der der Rechtsanwaltskammer angehörenden Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsanwärter wahrzunehmen, zu fördern und zu vertreten. Dabei obliegt der Rechtsanwaltskammer insbesondere auch die Wahrung der Ehre, des Ansehens und der Unabhängigkeit des Rechtsanwaltsstandes sowie die Wahrung der Rechte und die Überwachung der Pflichten ihrer Mitglieder.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Zur Klärung der von Dr. Winternitz bzw Dr. Perschler gestellten " Weisungsanfrage " erscheint aus meiner Sicht die Rechtsanwaltskammer berufen.

Allerdings findet man in der Rechtsanwaltsordnung und anderen gesetzlichen Bestimmungen kein Wort über eine "Weisungsanfrage".

Andererseits stellt sich die Frage, ob ein Angehöriger eines freien Berufs überhaupt an solche im Gesetz gar nicht definierten Ergebnisse solcher "Weisungsanfragen" gebunden sein kann.

Meiner Ansicht sind  die gesetzlichen Bestimmungen (Strafprozessordnung und Rechtsanwaltsordnung etc) hinreichend.

Ich verweise auf die relevanten Bestimmungen  der Rechtsanwaltsordnung:

RAO § 9. (1) Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, die übernommenen Vertretungen dem Gesetz gemäß zu führen und die Rechte seiner Partei gegen jedermann mit Eifer, Treue und Gewissenhaftigkeit zu vertreten. Er ist befugt, alles, was er nach dem Gesetz zur Vertretung seiner Partei für dienlich erachtet, unumwunden vorzubringen, ihre Angriffs- und Verteidigungsmittel in jeder Weise zu gebrauchen, welche seinem Auftrag, seinem Gewissen und den Gesetzen nicht widerstreiten.

RAO § 33. (1) Der Rechtsanwaltsstand ist von den Gerichten unabhängig.

(2) Die Handhabung der Disciplinargewalt über Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsanwärter soll zunächst durch Organe des Rechtsanwaltsstandes geübt werden. Das Verfahren hiebei, sowie die Bestimmungen in Betreff der Art und des Maßes der Strafen, die Berufungsinstanz und der Rechtsmittel gegen die gefällten Entscheidungen werden durch ein Disciplinarstatut im Gesetzgebungswege geregelt.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Nachdem die  Handhabung der Disciplinargewalt über Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsanwärter  zunächst durch Organe des Rechtsanwaltsstandes ausgeübt werden soll, könnten die relevanten Organe des Rechtsanwaltsstandes mit der von Dr. Perschler aufgeworfenen " Weisungsanfrage " befasst werden. Dabei wäre insbesondere zu klären, was im Detail im sogenannten "Disziplinarstatut"  festgelegt worden ist.

RAO § 37. (1) Der Österreichische Rechtsanwaltskammertag kann Richtlinien erlassen
1. zur Ausübung des Rechtsanwaltsberufs;

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Es wäre wichtig zu klären, ob in solchen Richtlinien auch die Frage nach "Weisungsanfragen"  geregelt sind. Vgl.: http://www.rechtsanwaelte.at

RAO § 42. (1) Der Präsidentenrat des Österreichischen Rechtsanwaltskammertags besteht aus den Präsidenten der einzelnen Rechtsanwaltskammern. Den Vorsitz im Präsidentenrat führt für jeweils sechs Monate eine Rechtsanwaltskammer. Mitglieder des Präsidiums des Österreichischen Rechtsanwaltskammertags können nicht Mitglied des Präsidentenrates sein.

(5) Dem Präsidentenrat obliegen
1. die Festlegung der Grundsätze der Standespolitik und der von der österreichischen Rechtsanwaltschaft zu verfolgenden Rechtspolitik;

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Es wäre wichtig zu klären, ob in solchen " Grundsätzen der Standespolitik " auch die Frage nach " Weisungsanfragen "  geregelt sind.

03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: ... Dr. Winternitz ist Verfahrenshelfer von Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Lederbauer im Strafverfahren vor dem LG für Strafsachen Wien. Zahl VS 4585/2006. Der Verfahrensbeholfene hat in der HV vom 27.05.2015 einen umfangreichen Beweisantrag an Dr. Winternitz übergeben, in dem jedoch unserer Ansicht nach keine Beweise angeboten werden, die für die offenen Fragen des Richters von Relevanz sind.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Wichtig ist, zu erwähnen, dass die Frage nach den Beweisanträgen schon bei einer Vorbesprechung am 18.5.2015 in der Kanzlei Kraft & Winternitz behandelt wurde. Vgl.:

SFH-11296 e mail RA Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 21.5.2015 12.34 Uhr Aktenvermerk über die Besprechung vom 18.05.2015: ( Auszüge )
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7972&page=
Ich lege großen Wert auf die Feststellung, dass die von mir vereinbarungsgemäß ausgearbeiteten Beweisanträge Dr. Winternitz nicht "in" der Hauptverhandlung, sondern "vor" der Hauptverhandlung am 27.5.2015 zusammen mit meinen kurzen Erläuterungen übergeben wurden.

Der wichtigste Antrag betraf die Form der Dokumentation der Hauptverhandlung.

Nach einer von mir geforderten Korrektur des Antrags stellte Dr. Winternitz diesen Antrag, erwähnte dabei aber nicht die von  mir sehr detailliert verfasste Begründung.

Ich setze voraus, dass die Bedeutung einer substantiierten Begründung eins  Antrags bei einer Hauptverhandlung bekannt ist. Vgl.:

SFH-11303 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Winternitz und Dr. Perschler vom 29.5.2015 10.24 Uhr
bekanntlich wurde am Beginn der dritten Hauptverhandlung am 27.5.2015 der Beschluss gefasst, Ihre Anträge abzuweisen...Ich darf Sie ersuchen, gegen diesen seltsamen Beschluss eine Rekurs einzulegen ... Stellung eines weiteren Antrags bei der nächsten Hauptverhandlung Ende Juli 2015: ...
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7980&page=

03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: ... So wird die Beischaffung der Akte für die Patenterteilung, die Beischaffung des Verlassenschaftsaktes der Mutter des Verfahrensbeholfenen etc beantragt. Diese Themen waren in der HV aber nicht strittig.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Da irrt Dr. Perschler gewaltig.

Ich kann es ihm nicht verübeln, dass er die Bedeutung dieses Beweisantrages (noch) nicht erkannt hat, da diese Frage im Detail noch nicht behandelt worden ist.

In der bemerkenswerten Hauptverhandlung am 27.5.2015 wurden vom Richter Dr. Kreuter zahlreiche Aspekte angesprochen, was ich durchaus begrüße.

Es wurde im Detail sehr wohl die Frage nach der Aufnahme eines Darlehens von Dt. Rathkolb behandelt, mit dem die Patentgebühren - im letzten Moment - bezahlt wurden.

Allerdings habe ich noch nicht die Gelegenheit erhalten, meine Bemühungen um die Rückzahlung dieses Darlehens zu dokumentieren.

Um dies zu tun, ist Beischaffung des Verlassenschaftsaktes der Mutter sehr wohl nötig.

Es zeigt sich beispielhaft an diesem Punkt, wie wichtig in die Tiefe gehende Vorbesprechung vor einer Hauptverhandlung sind.

Die erste Vorbesprechung in der Kanzlei Kraft & Winternitz am 18.7.2015 war durchaus konstruktiv, allerdings wurden - aus Zeitgründen - nicht alle wichtigen Punkte behandelt.

Es erscheint daher besonders notwendig,  rechtzeitig vor der vierten Hauptverhandlung am 22.7.2015 eine weitere Vorbesprechung  anzusetzen und die vielfältigen Fragen im Detail abzuklären.

03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: ... Bereits aus der bisherigen Tätigkeit für den Verfahrensbeholfenen weiß Dr. Winternitz, dass eine Kürzung von Beweisanträgen vom Verfahrensbeholfenen nicht akzeptiert wird.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Das ist richtig. Um diese Problematik zu überblicken müsste der gesamte Akt und die frühere Korrespondenz zwischen mir und  der Kanzlei Kraft & Winternitz geprüft werden. Die Kanzlei Kraft & Winternitz ging vor Jahren so weit, dass sie  meine Beweisanträge - außerhalb einer Hauptverhandlung - sehr wohl einbrachte, aber sich vom Inhalt distanzierte. Vor allem diese sensible Frage sollte von der Rechtsanwaltskammer in welcher Form immer behandelt werden.

Erwähnenswert ist weiters, dass sich Dr. Winternitz  Jahre später persönlich sofort in das Verfahren eingeschaltet hat und einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin Mag. Adegbite-Lewy einbrachte. Vgl.:

SFH-10081 Freigegebener Entwurf eines Befangenheitsantrags gegen die Richterin Mag. Adegbite-Lewy Dr. Lederbauer gibt den Entwurf vom Montag, 11. August 2014 10:01 am Montag, 11. August 2014 10:43 frei. Dieser Antrag wurde am 12.8.2014 an das Gericht abgesandt.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7507&page=4

Diese dringend notwendige Aktion ist Dr. Winternitz hoch anzurechnen.

03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: ... Wir sind daher mit dem Verfahrensbeholfenen so verblieben, dass wir den Beweisantrag an die RAK Wien weiterleiten und die Kammer um Weisungsanfrage ersuchen, falls wir die Erstattung von Anträgen nicht für zweckentsprechend halten und dies sogar mit standesrechtlichen Konflikten (Verfahrensverzögerung) verbunden sein könnte. Damit war Dr. Lederbauer einverstanden.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Zunächst zum Begriff "Verfahresnbeholfenen": 

Dieser Begriff findet sich in keiner gesetzlichen Grundlage. er sollte durch den Begriff "Klient" ersetzt werden.

Diese Ausführungen von Dr. Perschler sind richtig. Es handelte sich allerdings nicht um "einen Beweisantrag" , sondern um zahlreiche  von mir detailliert begründete besonders wichtige Beweisanträge. die dazu führen werden,  dass die gesamte Anklage wie ein Kartenhaus zusammenstürzen wird. Dies ist jedem klar, der die Fakten und Hintergründe kennt. Man muss sich allerdings damit beschäftigen. Vgl.:

SFH-11307 Zusammenstellung von Dokumenten anlässlich der dritten Hauptverhandlung gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015 Es geht um die Vorbereitung und um den Verlauf der dritten Hauptverhandlung am 27.5.2015.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7985&page=

Zum Hinweis auf die Verfahrensverzögerung ist folgendes zu sagen.

Das Verfahren dauert nunmehr schon rund zehn Jahre. Ursachen für die bisherigen Verfahrensverzögerungen sind vor allem die völlig unzureichende Ermittlungstätigkeit und die z.T. unrichtigen bzw z.T. unvollständigen Gutachten von Dr. Geringer und die bisherigen unglaublichen Vorkommnisse bei und nach der ersten und zweiten Hauptverhandlung.

Einer der noch abzuklärenden Höhepunkte ist der Aktenvermerk Richterin Mag. Adegbie-Lewy. vom 9.3.2014 Vgl.;

SFH-10085 AV handschriftlich LGSTRS Mag. Adegbite-Lewy vom 9.3.2014 und Transkription laut Akteneinsicht Dr. Lederbauer am 9.7.2014
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7511&page=3

SFH-11192 Strafanzeige Dr. Lederbauer bei der Staatsanwaltschaft Wien vom 11.9.2014 Strafanzeige gegen unbekannt wegen des Verdachts der Verleumdung
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7635&page=2

03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: ... Einige Tage nach der Verhandlung hat Dr. Lederbauer den Verfahrenshelfer auch noch ersucht, eine „Dienst-Aufsichtsbeschwerde" gegen den Verhandlungsrichter Dr. Kreuter einzubringen. Gründe für diese Aufsichtsbeschwerde liegen laut Ansicht des Verfahrenshelfers jedoch nicht vor. Die Abweisung der zu Beginn der HV gestellten Anträge durch das Gericht ist noch kein Grund für die Beschwerde gegen den Richter.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass ein Rechtsanwalt in einer derart sensiblen Angelegenheit (schwere und nachvollziehbare Vorwürfe des Angeklagten gegen den Richter Dr. Kreuter) Bedenken gegen eine von ihm verfasste Dienstaufsichtsbeschwerde geltend macht. Ich werde daher diese Dienstaufsichtsbeschwerde selbst einbringen und die Fakten minutiös darstellen.

03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: ... Ich sende Ihnen alle Mails des Angeklagten seit 27.05.2015 mit der Bitte um Kenntnisnahme und möglichst zeitnahe Erteilung der erwünschten Weisung.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: Wie schon oben angeführt finde ich in den gesetzlichen Grundlagen keinen einzigen Hinweis auf die Möglichkeit einer derartigen "Weisung". Ich habe zwar Verständnis dafür, dass ein Rechtsanwalt versucht, sich gegenüber seiner Standesvertretung abzusichern, glaube aber nicht, dass es diese Möglichkeit einer "Weisung" an einen den freien Beruf ausübenden Rechtsanwalt überhaupt gibt. Dennoch begrüße ich die erfolgte Kontaktaufnahme des Rechtsanwalts Dr. Perschler mit seiner Rechtsanwaltskammer. Es wird sicher sehr interessant, wie die Rechtsanwaltskammer zu diesem Anliegen unter Abwägung aller in den erwähnten Dokumenten festgehaltenen Fakten steht.

03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: ... Die nächste HV findet am 22. Juli 2015 statt.

Kommentar Dr. Lederbauer vom 4.6.2015: In rund sechs Wochen sollte es möglich sein, diese wichtige Frage - in welcher Art auch immer - zu klären.

03.06.2015 18:43 Uhr: RA Dr. Florian Perschler AN DEN AUSSCHUSS DER RAK WIEN: ... Ich stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung und verbleibe mfkg Dr. Florian Perschler

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SFH-11311 e mail Dr. Lederbauer an die Rechtsanwaltskammer Wien vom 5.6.2015 Ich übersende Ihnen meine Antwort auf die e mail von RA Dr. Winternitz vom 4.6.2015, in der es um eine sogenannte "Weisungsanfrage" der Rechtsanwaltskanzlei an die zuständige Kammer geht. Wie Sie erkennen, werden grundsätzliche Verfahrensfragen zur Diskussion gestellt.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7990
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7990&rubrik=94

SFH-11319  e mail Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 9.6.2015 8.49 Uhr Wir sehen keine Notwendigkeit für eine Beschwerde gegen die Abweisung der Anträge durch den Richter vom 27.05.2015. ... Gleiches gilt für die von Ihnen gewünschte „Dienstaufsichtsbeschwerde" gegen den Richter.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7999
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=7999&rubrik=94

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HERZLICHEN DANK AN ALLE REAL KORREKTEN MITMENSCHEN.

Persönliche Hinweise: Geringfügige Tippfehler-Korrekturen sowie SCHLAGWÖRTER: Disciplinargewalt (DISZIPLINARGEWALT), Disciplinarstatut (DISZIPLINARSTATUT), ... Das Verfahren hiebei (DAS VERFAHREN HIERBEI).

Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: SFH-11323 BESCHWERDE
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 11 Juni 2015, 00:05:17
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 7 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

BEITRAG IN ARBEIT - BITTE UM GEDULD UND VERSTÄNDNIS

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

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10.06.2015 Beschwerde Dr. Lederbauer beim LGS WIEN gegen den Beschluss des Richters Mag. Kreuter vom 27.5.2015
10.06.2015 Beschwerde Dr. Lederbauer beim Landesgericht für Strafsachen WIEN gegen den Beschluss des Richters Mag. Kreuter vom 27.5.2015

DI DR WOLFGANG LEDERBAUER ZITATE bzw sinngemäße ZITATE kurz und bündig:

SFH-11323  Beschwerde Dr. Lederbauer beim LGfStrafsachen gegen den Beschluss des Richters Mag. Kreuter vom 27.5.2015,  Wien am 10.6.2015
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8003
DRUCKEN http://www.so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8003&rubrik=94

Beschwerde gegen den Beschluss vom 27.5.2015 über die Abweisung des Antrages meines Rechtsanwalts Dr. Winternitz laut § 87 Strafprozessordnung, "
- Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Video.
- Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Tonband.
- Antrag zur Verfassung eines Wortprotokolls von der gesamten HV."


DIPL.-ING. DR. TECHN. WOLFGANG A. LEDERBAUER
WIRTSCHAFTSINGENIEUR BAUWESEN
A-1010 WIEN DOMINIKANERBASTEI 6 TEL 43 (1) 968 35 50 FAX 43 (1) 968 35 51 MOBILE 0664-954 52 54
WWW.ECOOOWALL.AT EMAIL: » WOLFGANG.LEDERBAUER@CHELLO.AT

An das
Landesgericht für Strafsachen Wien
Landesgerichtsstrasse 11
1080 Wien

ZH. Herrn Mag. Kreuter

Einschreiben

Beschwerde gegen den Beschluss vom 27.5.2015 über die Abweisung des Antrages meines Rechstanwalts Dr. Winternitz laut § 87 Strafprozessordnung

Wien, den 10.6.2015

Sehr geehrter Herr Mag. Kreuter,

ich habe meinen Rechtsanwalt Dr. Winternitz ersucht, eine Beschwerde gegen Ihren Beschluss vom 27.5.2015 zu verfassen.

Er erachtete dies als nicht notwendig.

Vgl. SFH-11319 e mail Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 9.6.2015 8.49 Uhr
Wir sehen keine Notwendigkeit für eine Beschwerde gegen die Abweisung der Anträge durch den Richter vom 27.05.2015.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7999&page

Ich bin anderer Auffassung und verfasse die vorliegenden Beschwerde selbst:

Rechtsanwalt Dr. Winternitz hat zu Beginn der Verhandlung folgenden Antrag gestellt und kurz begründet: "
- Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Video.
- Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Tonband.
- Antrag zur Verfassung eines Wortprotokolls von der gesamten HV."

Ich habe Rechtsanwalt Dr. Winternitz „vor„ Beginn der Verhandlung einen gelben Ordner übergeben, in dem in einer sehr detaillierten Form die Begründung für seinen Antrag enthalten war.

In der Begründung wurde auf zahlreiche Dokumente verwiesen.

Vgl: SFH-11292 Offener Brief anlässlich der dritten Hauptverhandlung im LG für Strafsachen gegen Dr. Lederbauer am 27.5.2015
Information über die Hauptverhandlung gegen Dr. Wolfgang Lederbauer am 27.5.2015 im LG für Strafsachen Datum:  27. Mai 2015 Beginn:  9:15 Uhr (voraussichtliches Ende 15:30 Uhr) Saal 311/ 3. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE 22 !!!
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7963&page=1

bzw.

SFH-11338 Offener Brief Dr. Lederbauer zum Verfahren 161 Hv 46/12f vom 24.11.2014
1. Der Anlass für diese Information, 2. Kurzfassung 3. Meine Zielsetzung 4. Zusammenfassung
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7784&page=2

Auszüge:„ … Information über den Stand des Verfahrens gegen Dr. Wolfgang Lederbauer im Landesgericht für Strafsachen Zahl: 161 Hv 46/12f, Stand 24.11.2014

1. Der Anlass für diese Information

Bekanntlich setze ich mich im Rahmen des Vereins SOCIETY FOR  MORE HUMANITY  AND  CIVIL RIGHTS GESELLSCHAFT FÜR MEHR HUMANITÄT UND BÜRGERRECHTE http://so-for-humanity.com2000.at seit meiner erfolgreichen Beschwerde beim UN Menschenrechtsausschuss in Genf

SFH-0767 / MRB Lederbauer gegen Österreich - nicht amtliche Übersetzung der Views vom 13.07.2007 durch das BKA ins Deutsche
Views vom 13.07.2007, CCPR 1454/2006
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=121&aid=1066&page

speziell für die „Durchsetzbarkeit von Bürger- und Menschenrechten„ ein.

Dabei geht es insbesondere um die Einhaltung von Verfahrensregeln. Wir haben zahlreiche Verfahren begleitet und sind in vielen Fällen auf äußerst problematische Situationen gestoßen.

Nun bin ich in meinem besonders sensiblen Fall mit genau solchen äußerst problematische Situationen konfrontiert:

Es geht um die strikte Einhaltung von Verfahrensregeln.

Lesen Sie im Folgenden bitte Näheres darüber, was passieren kann, wenn ein – zu Unrecht - Beschuldigter konsequent auf die Einhaltung solcher Verfahrensregeln drängt.

Beachten Sie bitte, dass die aufgezeigte Problematik jede Bürgerin und jeden Bürger – also auch Sie – treffen kann.

2. Kurzfassung

Ich möchte mit dieser Dokumentation die Öffentlichkeit über den jüngsten Stand des Verfahrens gegen mich informieren.

Im Rahmen meines Einsatzes für die Durchsetzbarkeit von Bürger- und Menschenrechten bin ich auf unglaubliche Fälle gestoßen.

In einem Fall hat Herr N.R. einen leitenden Richter angerufen und ihn ersucht, dafür zu sorgen, dass ein bestimmtes Verfahren beschleunigt wird. Dabei hat er sich leider ungeschickt ausgedrückt.

Die Konsequenz:

Herr N.R., der vorher entmündigt worden war, wurde verhaftet und in eine Klinik für geistig abnorme Rechtbrecher eingewiesen.

Nun haben sich in jüngster Zeit bemerkenswerte Vorfälle in dem gegen mich angestrengten Verfahren ereignet.

Der bisherige Verfahrensverlauf im Landesgericht für Strafsachen in Wien ist im folgenden Dokument dargestellt worden.

Vgl.: SFH-11337 Der Fall Dr. Lederbauer Stand 24.11.2014
Der sich ab August 1994 bis heute (November 2014 ) erstreckende Fall Dr. Lederbauer wird immer brisanter. Nun geht es darum, ob das Verfahren gegen Dr. Lederbauer im LG f�r Strafsachen - endlich - nach fast zehn Jahren strikt nach den Regeln der Strafprozessordnung abgeführt werden kann. Um Wiederholungen zu vermeiden wird auf bestehende Dokumente verwiesen.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=16&aid=7783&page

Der bisherige Höhepunkt:

Die Richterin Mag. Adegbite – Lewy hat in ihrer Stellungnahme vom 20.8.2014 angekündigt, „in Kürze„ eine weitere Hauptverhandlung auszuschreiben.

Vgl.: SFH-11187 Beschluss des LG f�r Strafsachen Präsident Mag. Forsthuber vom 22.8.2014, Anmerkung Dr. Lederbauer vom 9.9.2014
Es liegt keine Befangenheit der Richterin Mag. Adegbite - Lewy vor.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7628&page

Obwohl seither drei Monate vergangen sind, ist dies nicht geschehen.

Nach wie vor ist ungeklärt, wer die Richterin Mag. Adegbite – Lewy laut ihrem Aktenvermerk vom 9.3.2014 angerufen hat.

Vgl.: SFH-10085 AV handschriftlich LGSTRS Mag. Adegbite Lewy vom 9.3.2014 und Transkription
Laut Akteneinsicht Dr. Lederbauer am 9.7.2014
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7511&page=1

Ebenso ist unklar, ob die Staatanwaltschaft hinsichtlich meiner Strafanzeige gegen unbekannt Ermittlungsschritte eingeleitet hat und welche Ergebnisse ggf. vorliegen.

Vgl.: SFH-11192 Strafanzeige Dr. Lederbauer bei der Staatsanwaltschaft Wien vom 11.9.2014
Strafanzeige gegen unbekannt wegen des Verdachts der Verleumdung
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7635&page=0

Nach wie vor steht die ungeklärte Behauptung im Raum, ich hätte gegenüber einem Mitarbeiter der mich vertretenden Rechtsanwaltskanzlei Kraft & Winternitz eine gefährliche Drohung abgegeben.

Ich habe sofort dafür gesorgt, dass dieser abstrusen Feststellung nachgegangen wird.

Vgl.: SFH-10081 Freigegebener Entwurf eines Befangenheitsantrags gegen die Richterin Mag. Adegbite - Lewy
Dr. Lederbauer gibt den Entwurf vom Montag, 11. August 2014 10:01 am Montag, 11. August 2014 10:43 frei. Dieser Antrag wurde am 12.8.2014 an das Gericht abgesandt.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7507&page=2

SFH-10016 email Dr. Lederbauer an Kanzlei Kraft & Winternitz vom 14.7.2014
Umso dramatischer stellt sich die Frage, warum die Richterin Mag. Abdegbite - Lewy derart kompromittierende Feststellungen trifft.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7428&page=3

Da ich mit zahlreichen Fällen in der Justiz konfrontiert wurde, bei denen Verfahrensregeln nicht eingehalten wurden und Aktenvermerke verfasst wurden, die sich nachträglich für den Beschuldigten als äußerst verhängnisvoll erwiesen haben ( Vgl. Punkt 1 ) bin ich verständlicherweise sehr vorsichtig geworden.

Das ist der Grund, warum ich sofort die Richtigkeit der Feststellungen im Aktenvermerk vom 9.3.2014 der Richterin Mag. Adegbite – Lewy in Frage gestellt habe und schließlich auch an den Bundesminister für Justiz und an den Generalprokurator eine Anregung für eine Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gerichtet habe.

Vgl.: SFH-11104 e mail Dr. Lederbauer an BM f�r Justiz Dr. Brandstetter vom 20.8.2014
Ich habe in Ihrem Ministerium eine Anregung zu einer Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes nach § 23 Strafprozessordnung abgeben. Gestatten Sie, dass ich als weitere Unterlage folgende Dokumente übersende:
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7532&page=

Eine Antwort ist noch ausständig.

Der Generalprokurator hat keinen Anlass zur Erhebung einer Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gefunden.

Vgl: SFH-10079 Brief Generalprokuratur zur Anregung zur Nichtigkeitsbeschwerde ... von Dr. Lederbauer vom 29.7.2014
Die Generalprokuratur hat nach Prüfung Ihres Vorbringens keinen Anlass zur Erhebung einer Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gefunden.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7504&page=2

SFH-10010 Brief Dr. Lederbauer an Generalprokuratur Dr. Pleischl vom 10.7.2014 Teil 1 ( Seite 1 bis 38 )
Anregung zu einer Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes nach � 23 Strafprozessordnung, Verfahren beim LG für Strafsachen 161 Hv 46/12f
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7421&page=4

SFH-10011 Brief Dr. Lederbauer an Generalprokuratur Dr. Pleischl vom 10.7.2014 Teil 2 ( Seite 38 bis 92 )
Anregung zu einer Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes nach § 23 Strafprozessordnung, Verfahren beim LG f�r Strafsachen 161 Hv 46/12f
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7422&page=4

3. Meine Zielsetzung

Seit Beginn des Verfahrens ( ca 2005 ) habe ich konsequent die unglaublichen Anschuldigungen - beweisbar – zu entkräften versucht.

Auch in den beiden bisherigen Hauptverhandlungen habe ich die Situation in einer nachvollziehbaren Weise klargestellt und zahlreiche Beweisanträge gestellt, Zeugen genannt. Fragenlisten an die Zeugen bekannt gegeben und Sachverständige gefordert.

Würde das Verfahren gegen mich strikt nach den Regeln der Strafprozessordnung ablaufen, würden die abstrusen Anschuldigungen gegen mich wie ein Kartenhaus zusammenfallen.

Es stellen sich zum bisherigen Verfahrensablauf folgende – beispielhaft angeführte - brisante Fragen:

* Warum wurde nicht ordnungsgemäß ermittelt?

* Warum hat der Sachverständige Dr. Gerínger meine klaren Hinweise über die Verwendung der Mittel der Investoren nicht beachtet?

* Warum erhob der Richter Dr. Zeilinger abstruse Vorwürfe, ich hätte Investoren Projekte vorgegaukelt gegen mich erhoben ?

* Warum unterbrach die Richterin Mag. Mag. Adegbite – Lewy am 1.3.2011 die Hauptverhandlung und fasste den Beschluss, von einem Sachverständigen meine „ Verhandlungsfähigkeit „ überprüfen zu lassen, obwohl es nach den logische Denkgesetzen keinen Zweifel darüber geben konnte, dass meine Verhandlungsfähigkeit unzweifelhaft gegeben war – und ist.

* Warum wurde folgende Bemerkung der Richterin Mag. Mag. Adegbite – Lewy „ Sie sprechen von einer Verschwörungstheorie „ und meine Antwort „ Nicht ich spreche von einer Verschwörungstheorie, sondern sie „ im Protokoll nicht aufgenommen?

* Warum hat die Richterin Mag. Adegbite – Lewy ihren ominösen Aktenvermerk vom 7.3.2014 nur dem Sachverständigen Dr. Meszaros – und nicht mir zur Stellungnahme - geschickt?

* Warum hat die Richterin Mag. Adegbite – Lewy nicht schon längst eine weitere Hauptverhandlung ausgeschrieben?

4. Zusammenfassung

Ich habe es für notwendig gehalten, die Öffentlichkeit über dieses unglaubliche Verfahren zu informieren.

Das Prinzip der Öffentlichkeit ist ein Grundprinzip von „ fairen Verfahren „.

Die – rechtzeitige - Information der Öffentlichkeit ist ein wichtiger und dringender Schritt für die Sicherung des Rechtsstaats.

Ich möchte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit darauf richten, mit welchen Methoden gegen einen – zu Unrecht Angeklagten – vorgegangen wird, wenn dieser strikt die Bestimmungen der Strafprozessordnung fordert und entsprechend diesen Bestimmungen agiert.

Nach dem oa Antrag meines Rechtsanwalts Dr. Winternitz zog sich der Senat zurück und fasste den Beschluss, diesen  Antrag abzulehnen.
Sie als vorsitzender Richter meinten dazu sinngemäß:

" Ich habe keine  Videoanlage zur Verfügung ..."
" Ich habe kein  Tonband zur Verfügung... "
etc.

Näheres wird dem Protokoll über die Hauptverhandlung zu entnehmen  sein.

Jetzt kommt das Ungeheuerliche:

Andere Zuhörer und ich haben bemerkt, dass auf dem Richtertisch, keine drei Meter vor mir  sehr wohl ein eingeschaltetes Aufzeichnungsgerät lag. Die Verhandlung wurde also sehr wohl aufgenommen.

Die Tatsache, dass auf dem Richtertisch ein Aufzeichnungsgerät lag, wurde auch von RA. Dr. Perschler bestätigt.

Ich ersuche, die oa Ausführungen als detaillierte Begründung meiner Beschwerde gegen den oa Beschluss anzusehen.

Ich führe im Sinne des § 88 (1) noch an:

Ich sehe die Verletzung des Rechts darin, dass durch die Verweigerung des oa Antrags der tatsächliche Verlauf der Verhandlung mit wichtigen Details nicht vollständig wiedergegeben werden kann.

Wie meine oa Ausführungen schlüssig aufzeigen, wurde schon bei den bisherigen Hauptverhandlungen nicht vollständig bzw zT unrichtig protokolliert.

Solche Vorgänge sollten sich nach meinen Erfahrungen nicht wiederholen können.

Noch ein weiterer Hinweis.

Vgl.:

SFH-11308 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Winternitz und Dr. Perschler vom 1.6.2015 14.02 Uhr
Es ist vollkommen ausgeschlossen, dass der Schriftführer den Verlauf der dritten Hauptverhandlung am 27.5.2015 vollständig protokollierte.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=7986&page

Auszüge:

„… es wurde bemerkt, dass der Schriftführer während der fast fünf Stunden dauernden Verhandlung in den Computer tippte.

Sehr oft hat er aber während der Einvernahme eine Pause gemacht.

Es ist vollkommen ausgeschlossen, dass der Schriftführer den Verlauf der dritten Hauptverhandlung am 27.5.2015 vollständig protokollierte.

Wie wir wissen,  ist es üblich, dass der Vorsitzende den wesentlichen Inhalt der Hauptverhandlung in sein Aufnahmegerät diktiert und  danach  das Protokoll verfasst wird.

Dies ist bei der dritten Hauptverhandlung am 27.5.2015 allerdings nicht geschehen.

Ich zweifle schon jetzt dran, dass das bald vorliegende Protokoll die Hauptverhandlung vollständig wiedergibt.

Im Übrigen kann ich mich wohl an den Spruch und die Begründung dieses Beschlusses erinnern (Ihr Zitat: „ ... Ich habe kein Tonband zur Verfügung …), nicht aber an eine Rechtmittelbelehrung laut § 86 ( 1 ) Strafprozessordnung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Lederbauer

ZITATE-ENDE

Persönliche Hinweise: Geringfügige Tippfehler-Korrekturen.

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20110515 KURIER Das ist schlimmster Kindesmissbrauch
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15.05.2011 KURIER schreibt: Das ist schlimmster Kindesmissbrauch
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OGH RECHTSSATZ RS0096368 Entscheidungsdatum 20.11.1956
Beweismittel, die der Wahrheitsermittlung in wesentlichen Punkten dienlich sein können, dürfen nicht ungenützt bleiben.

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Verwendete Fachliteratur BEFANGENHEIT:

1. Dr. Egon Schneider (Rechtsanwalt, Much) Befangenheitsablehnung im Zivilprozess

Persönliche Anmerkung: Deutsche Rechtsprechung und Lehre sinngemäß in Österreich anwendbar (OGH)

2. Hans Meyer-Mews 2001 HANS MEYER MEWS RICHTERLICHE BEFANGENHEIT
http://www.wemepes.ch/pdf/Befangenheit.pdf (http://www.wemepes.ch/pdf/Befangenheit.pdf)

1 PDF-ANHANG zur Dokumentation und zum Beweis sowie zum Download:
2001 HANS MEYER MEWS RICHTERLICHE BEFANGENHEIT.pdf

http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=331.0;attach=4132 (http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=331.0;attach=4132)

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BRD WINTER & PARTNER BEFANGENHEITSABLEHNUNG
http://www.winter-gbr.de/inhaltframe.cfm?id_bereich=55

1 PDF-ANHANG zur Dokumentation und zum Beweis sowie zum Download:
WINTER UND PARTNER BRD BEFANGENHEITSABLEHNUNG Quelle 20140108 TRANSKRIPTION.pdf
http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=331.0;attach=5238

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HERZLICHEN DANK AN ALLE REAL KORREKTEN MITMENSCHEN.

Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: SACHVERSTÄNDIGER IM STRAFVERFAHREN
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 14 Juni 2015, 02:31:40
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 8 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

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DI DR WOLFGANG LEDERBAUER ZITATE bzw sinngemäße ZITATE kurz und bündig:

SFH-11326 e mail Dr. Perschler vom 12.6.2015 16.10 Uhr an Dr. Lederbauer und Antwort Dr. Lederbauer an Dr. Winternitz und Dr. Perschler  vom 12.6.2015 20.23 Uhr
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8008
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8008&rubrik=94

Sofern wir keine Gründe für eine Befangenheit des SV darlegen können, wird der SV auch im Hauptverfahren beizuziehen sein, ohne dass dies verfassungswidrig ist.

Am 12.06.2015 um 16:10 schrieb Florian Perschler | Rechtsrat.at:

Sehr geehrter Herr Dr. Lederbauer, anbei übermittle ich Ihnen einen Aufsatz auf dem Mai/2015 Anwaltsblatt mit der Bitte um Kenntnisnahme.

Sofern wir keine Gründe für eine Befangenheit des SV darlegen können, wird der SV auch im Hauptverfahren beizuziehen sein, ohne dass dies verfassungswidrig ist.

Mfg FP.
RECHTSANWALTSKANZLEI
DR. FLORIAN PERSCHLER
Kanzleisitz in Wien:
Heinrichsgasse 4/2
A-1010 Wien
Tel +43 1 587 16 60
Fax +43 1 3424 2800700
Mob +43 (0)664 2800700
E-Mail wien@rechtsrat.at
Sprechstelle in 8043 Graz
Tel +43 (0)664 2800700
E-Mail graz@rechtsrat.at
www.rechtsrat.at

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Wien, den 12.6.2015

Sehr geehrter Herr Dr. Perschler, ich danke Ihnen für diesen Hinweis und Ihre Mühe.

Auch ich habe recherchiert:

Vgl.: Rechtsanwälte Waldbauer • Paumgarten • Naschberger und Partner
http://www.advocat-tirol.at/aktuelles-details/items/58.html

Sachverständiger im Strafverfahren

Gerade in Wirtschaftsstrafsachen, in denen maßgebliche Fragen oftmals ausschließlich von Sachverständigen beleuchtet und beantwortet werden können, stößt den Angeklagten eine Bestimmung der Strafprozessordnung oftmals sauer auf, die vom Obersten Gerichtshof nun aber etwas abgeschwächt worden ist.

Selbstverständlich muss auch die Staatsanwaltschaft im Rahmen des Ermittlungsverfahrens, in dem es noch um die Sammlung von Beweismitteln und deren Auswertung geht, um schlussendlich beurteilen zu können, ob denn eine Anklage erhoben wird oder das ermittelte Verhalten des Beschuldigten doch keinen Straftatbestand erfüllt, oftmals auf Sachverständige zurückgreifen. Insbesondere in Wirtschaftsstraffällen werden die Sachverständigen auch benötigt, um die Unternehmensstrukturen, Transaktionen und auch die wirtschaftliche (Schief-)Lage eines Unternehmens zu beurteilen.

Auf Basis der im Ermittlungsverfahren eingeholten Gutachten wird sodann eine Anklage erhoben und im Hauptverfahren - zur selben Frage - derselbe Sachverständige beigezogen.

Der Angeklagte, der schon im Ermittlungsverfahren nicht in der Lage war, den Sachverständigen von seiner Sicht der Dinge zu überzeugen, stößt sich nun daran, dass derselbe Sachverständigen nun wieder herangezogen und damit sein Gutachten wohl kaum abändern wird. Auf eigene Kosten eingeholte (Privat-)Gutachten haben in aller Regel nicht denselben Beweiswert. Der Angeklagte müsste damit leben, dass eine oftmals für seine Verteidigung geradezu essentielle Frage de-facto vorab beantwortet wurde und keine weitere fruchtbare Möglichkeit zur Verteidigung besteht.

Das Gericht und die Staatsanwaltschaft haben diese Vorgehensweise auf eine Bestimmung in der Strafprozessordnung gestützt, die zwar vorsieht, dass auch Sachverständige wegen Befangenheit ausgeschlossen werden können; aber der Umstand, dass der Sachverständige schon im Ermittlungsverfahren tätig war, stellt gerade keinen Befangenheitsgrund dar.

Diese Bestimmung wurde ausdrücklich als verfassungskonform gesehen, obwohl man durchaus der Meinung sein könnte, dass ein in allen Aspekten faires Strafverfahren womöglich nicht mehr gewährleistet ist.

Nun hat der Oberste Gerichtshof in einer aktuellen Entscheidung klargestellt, dass es durchaus Fälle geben kann, in denen ein im Ermittlungsverfahren tätiger Sachverständiger im Hauptverfahren sodann nicht mehr zulässig ist; nämlich dann, wenn der Sachverständige von der Staatsanwaltschaft einen solch weitläufigen Gutachtensauftrag erhält, dass er nicht nur seine Expertise einzubringen hat sondern eher selbst ermitteln muss - und damit von einem Sachverständigen zu einem Ermittlungsorgan mutiert. Ermittlungsbehörden nämlich sind, wenn sie im Ermittlungsverfahren beigezogen wurden, im Hauptverfahren schon von Gesetzes wegen ausgeschlossen.

In Zukunft wird gerade in Wirtschaftsstrafsachen aber auch anderen Strafverfahren, die in besonderem Ausmaß von einem Gutachten abhängen, exakt auf den Auftrag an den Sachverständigen zu achten sein, um im Hauptverfahren sodann womöglich mit Erfolg durchzusetzen, dass sich ein anderer, noch "unbefangener" Sachverständiger mit der Angelegenheit auseinandersetzt.

Mit klaren Worten

Die hier maßgebliche Bestimmung der Strafprozessordnung ist schon seit einiger Zeit von manchen Stimmen in der Lehre kritisiert worden und hat gerade in denjenigen Strafverfahren, die aufgrund der Komplexität der Sach- und Rechtsmaterien zu "Gutachtensverfahren" verkommen, besondere Bedeutung erlangt. Die nun erfolgte Klarstellung durch den Obersten Gerichtshof ist daher zu begrüßen.

Mag. jur. Philip Paumgarten

Rechtsanwälte Waldbauer • Paumgarten • Naschberger und Partner
Josef-Egger-Strasse 3 | 6330 Kufstein | +43 5372 62144 | ra.kanzlei@advocat-tirol.at


Also:

Nun hat der Oberste Gerichtshof in einer aktuellen Entscheidung klargestellt, dass es durchaus Fälle geben kann, in denen ein im Ermittlungsverfahren tätiger Sachverständiger im Hauptverfahren sodann nicht mehr zulässig ist; nämlich dann, wenn der Sachverständige von der Staatsanwaltschaft einen solch weitläufigen Gutachtensauftrag erhält, dass er nicht nur seine Expertise einzubringen hat sondern eher selbst ermitteln muss - und damit von einem Sachverständigen zu einem Ermittlungsorgan mutiert. Ermittlungsbehörden nämlich sind, wenn sie im Ermittlungsverfahren beigezogen wurden, im Hauptverfahren schon von Gesetzes wegen ausgeschlossen.

In Zukunft wird gerade in Wirtschaftssstrafsachen aber auch anderen Strafverfahren, die in besonderem Ausmaß von einem Gutachten abhängen, exakt auf den Auftrag an den Sachverständigen zu achten sein, um im Hauptverfahren sodann womöglich mit Erfolg durchzusetzen, dass sich ein anderer, noch "unbefangener" Sachverständiger mit der Angelegenheit auseinandersetzt.

Der Sachverständige Dr. Geringer ist zur nächsten Hauptverhandlung - endlich - eingeladen worden.

Es wird also - zunächst - notwendig sein, wichtige Fragen an den Sachverständigen Dr. Geringer vorzubereiten.

Ich habe diese schon vor Jahren getan.

Vgl.: SFH-8270 Strafverfahren, Fragen an den Sachverständigen ( LEDRH 1498 vom 5.10.2009 )
Von 1. Auf welchem Sachgebiet sind Sie Sachverständiger? bis 189. 3. Sind Sie der Auffassung, dass eine Aussage, wie „ scheint privat veranlasst worden zu sein“ in einem Gutachten eines gerichtlich beeideten Sachverständigen absolut nichts zu suchen hat?
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=6162&page=9

Danach wird ggf auf die oa Frage einzugehen sein.

" In Zukunft wird gerade in Wirtschaftssstrafsachen ..., exakt auf den Auftrag an den Sachverständigen zu achten sein, um im Hauptverfahren sodann womöglich mit Erfolg durchzusetzen, dass sich ein anderer, noch "unbefangener" Sachverständiger mit der Angelegenheit auseinandersetzt."

Ich schlage daher folgendes vor.

- Sie bereiten aufgrund Ihres Wissensstandes eine Liste von Fragen an den Sachverständigen Dr. Geringer vor.

- Ich werde eine neue (und erweiterte) Liste an Sachverständigen Dr. Geringer  vorbereiten.

Diese beiden Listen sollten wir dann bei einer gemeinsamen Besprechung in der Kanzlei Dr. Winternitz abstimmen und beschließen.

Laden Sie mich bitte zu einem baldigen Besprechungstermin ein.

Mit besten Grüßen Dr. Wolfgang Lederbauer

DI  Dr. Wolfgang Lederbauer
Wirtschaftsingenieur  Bauwesen
A 1010 Wien
Dominikanerbastei 6
Tel: 0664 954 52 54
e mail: wolfgang.lederbauer@chello.at
SOCIETY FOR  MORE HUMANITY  AND  CIVIL RIGHTS
GESELLSCHAFT FÜR MEHR HUMANITÄT UND BÜRGERRECHTE
A 1010 WIEN  DOMINIKANERBASTEI  6 
Tel 43(1)968 35 50     
Tel 0664 954 52 54
http://so-for-humanity.com2000.at             
email: wolfgang.lederbauer@chello.at
Präsident Dr. Wolfgang Lederbauer
Telefon 0664/954 52 54

ZITATE-ENDE

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SFH-13122 Volksanwaltschaft  NGO  Forum  am 24. Juni 2015, ab 10:30 Uhr im Festsaal der Volksanwaltschaft
Dialog mit der Zivilgesellschaft am 24. Juni 2015, ab 10:30 Uhr im Festsaal der Volksanwaltschaft, Singerstraße 17, 1015 Wien

http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=124&aid=8002
DRUCKEN http://www.so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8002&rubrik=124

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1. Dr. Egon Schneider (Rechtsanwalt, Much) Befangenheitsablehnung im Zivilprozess

Persönliche Anmerkung: Deutsche Rechtsprechung und Lehre sinngemäß in Österreich anwendbar (OGH)

2. Hans Meyer-Mews 2001 HANS MEYER MEWS RICHTERLICHE BEFANGENHEIT
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20150402 ORF TELETEXT 116 VFGH KIPPT SACHVERSTAENDIGEN-REGELUNG.png
http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=367.0;attach=8071

02.04.2015 ORF TELETEXT Seite 116 VFGH KIPPT SACHVERSTÄNDIGEN-REGELUNG ZITATE:

Politik Österreich + EU Österreich / EU POLITIK     
 
VfGH kippt Sachverständigen-Regelung   
 
Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat eine alte Sachverständigen-Regelung für Strafprozesse gekippt.

Der Hintergrund:

In großen Gerichtsverfahren wie Telekom und Immofinanz geben häufig Sachververständige die Richtung vor.

An ihren Gutachten orientieren sich meist auch die Richter.

Häufig war derselbe Experte aber vorher schon für die Staatsanwaltschaft tätig.   
 
Angeklagte hatten keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Das ist verfassungswidrig, entschied nun der VfGH.

Alle diese großen Verfahren könnten nun unter Umständen neu aufgerollt werden.

ZITATE-ENDE

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HERZLICHEN DANK AN ALLE REAL KORREKTEN MITMENSCHEN.

Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: SFH 380 871 RELEVANTE BESTIMMUNGEN DER STPO
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 12 August 2015, 00:24:30
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 9 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

Anscheinend geplant:
5. Hauptverhandlung am 26.08.2015 um 09:15 Uhr am LGS WIEN (wie üblich)
Quelle: http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8080
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8080&rubrik=94

Das war einmal AKTUELL und sinngemäß: Information über die 4. Hauptverhandlung gegen Dr. Wolfgang Lederbauer am (MITTWOCH) 22.7.2015 im LG für Strafsachen
Datum: 22. Juli 2015
Beginn: 09:15 Uhr (voraussichtliches Ende 15:30 Uhr ???)
Saal 311/ 3. Stock
DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!!

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SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
STAATSBÜRGER FORDERN IHR RECHT AUF FAIRE VERFAHREN

SFH 380 871 RELEVANTE BESTIMMUNGEN DER STRAFPROZESSORDNUNG
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=8103
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8103&rubrik=76

StPO § 96 Protokoll
StPO § 149 Augenschein und Tatrekonstruktion
StPO § 270 Jedes Urteil muß ...
Protokollführung StPO § 271 und StPO § 271a
Rechtsmittel gegen das Urteil StPO § 280 und StPO 281
Im  § 281 (1) 1. zitierte Gesetzesstellen:
StPO § 126 Sachverständige und Dolmetscher
StPO § 140. (1) Als Beweismittel dürfen Ergebnisse (§ 134 Z 5), bei sonstiger Nichtigkeit nur verwendet werden, ...
StPO § 144 Schutz der geistlichen Amtsverschwiegenheit und von Berufsgeheimnissen
StPO § 155 Verbot der Vernehmung als Zeuge
StPO § 157 Aussageverweigerung
StPO § 159 Information und Nichtigkeit
StPO § 211 Inhalt der Anklageschrift
StPO § 228 Öffentlichkeit der Hauptverhandlung
StPO § 240a (1) Nach der Ermahnung des Angeklagten sind die Schöffen, ...
StPO § 250 (1) Der Vorsitzende ist befugt, ...
StPO § 252 (1) Protokolle über die ...
StPO § 260. (1) Wird der Angeklagte schuldig befunden, so muß das Strafurteil aussprechen: ...
StPO § 271 Protokollführung
StPO § 427 Abwesenheitsverfahren
StPO § 430
StPO § 439


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DI DR WOLFGANG LEDERBAUER ZITATE bzw sinngemäße ZITATE kurz und bündig:

SFH 380 871 RELEVANTE BESTIMMUNGEN DER STPO

http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=76&aid=8103

DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8103&rubrik=76

Es geht um Anträge, um die Ablehnung der Anträge durch den Richter und die möglichen Reaktionen des Rechtsanwalts auf solche Ablehnungen. Das alles hängt mit möglichen Nichtigkeitsgründen zusammen. Das ist nicht Theorie, sondern harte Praxis  im … Strafverfahren gegen Dr. Lederbauer im Landesgericht für Strafsachen in Wien. Da ist nun Transparenz gefragt ...

Also eines nach dem anderen:

1. Falsches und unvollständiges vom Richter Mag. Kreuter verfasstes Protokoll über die Hauptverhandlung am 27.5.2015. ( Hinterlegt am ... )

2. Vergleich mit der Transkription der stenografischen Mitschriften von Zuhörern über die Hauptverhandlung am 27.5.2015.

3. Die relevanten Bestimmungen der Strafprozessordnung.

Protokoll

§ 96. (1) Die Aufnahme von Beweisen ist in einem Protokoll zu dokumentieren, welches insbesondere zu enthalten hat:
                              
1.   die Bezeichnung der Behörde und der an der Amtshandlung beteiligten Personen,
2.   Ort, Zeit und Gegenstand der Amtshandlung,
3.   den Inhalt von Aussagen,
4.   andere wesentliche Vorgänge während der Amtshandlung,
5.   allenfalls gestellte Anträge,
6.   die Unterschriften der vernommenen Personen. Wird eine Unterschrift verweigert oder unterbleibt sie aus anderen Gründen, so sind die hiefür maßgebenden Umstände im Protokoll zu vermerken.

(2) Das Protokoll ist vom Leiter der Amtshandlung oder von einer anderen geeigneten Person als Schriftführer zu erstellen. Es ist in Vollschrift abzufassen. Sofern es diktiert wird, hat dies für die Anwesenden hörbar zu geschehen. Es ist aber zulässig, vorläufig Kurzschrift zu verwenden oder das Diktat mit einem technischen Hilfsmittel aufzunehmen. Eine solche Vorgangsweise und ein allenfalls verkündeter Beschluss sind jedenfalls sogleich in Vollschrift festzuhalten. Kurzschrift und Tonaufnahme sind unverzüglich in Vollschrift zu übertragen, die Tonaufnahme ist überdies zuvor wiederzugeben, sofern dies einer der Beteiligten verlangt.

(3) Soweit dies für die Beurteilung der Sache und der Ergebnisse der Amtshandlung erforderlich ist oder eine vernommene Person es verlangt, ist ihre Aussage im Protokoll wörtlich wieder zu geben; im Übrigen sind die Antworten ihrem wesentlichen Inhalt nach erzählungsweise festzuhalten. Die gestellten Fragen sind nur soweit aufzunehmen, als dies für das Verständnis der Antwort erforderlich ist.

(4) Das Protokoll ist der vernommenen Person zur Durchsicht mit der Information vorzulegen, dass sie berechtigt ist, Ergänzungen oder Berichtigungen zu verlangen. Erhebliche Zusätze oder Einwendungen sind in einen Nachtrag aufzunehmen und gesondert zu unterfertigen. Sofern dies abgelehnt wird, hat die vernommene Person das Recht, dem Protokoll eine Stellungnahme beizufügen. Im Übrigen darf in dem einmal Niedergeschriebenen nichts Erhebliches ausgelöscht, zugesetzt oder verändert werden. Durchgestrichene Stellen sollen noch lesbar bleiben. Das Protokoll ist von der vernommenen Person auf jeder Seite und am Ende vom Leiter der Amtshandlung, vom Schriftführer und den übrigen Beteiligten zu unterschreiben.

(5) Das Protokoll ist zum Akt zu nehmen. Soweit die vernommene Person zur Akteneinsicht berechtigt ist, ist ihr auf Verlangen sogleich eine Abschrift oder Kopie auszufolgen, sofern dem schutzwürdige Interessen des Verfahrens oder Dritter nicht entgegen stehen; § 54 ist anzuwenden. Auf Kurzschriften und Tonaufnahmen (Abs. 2) ist § 271 Abs. 6 anzuwenden.

9. Abschnitt

Augenschein und Tatrekonstruktion

Augenschein und Tatrekonstruktion

§ 149.
(1) Im Sinne dieses Gesetzes ist
                              
1.   „Augenschein" jede unmittelbare sinnliche Wahrnehmung und deren Dokumentation durch Ton- oder Bildaufnahme, soweit es sich nicht um eine Vernehmung handelt,
2.   „Tatrekonstruktion" die Vernehmung einer Person im Zuge eines Nachstellens des wahrscheinlichen Verlaufs der Tat am Tatort oder an einem anderen mit der Straftat im Zusammenhang stehenden Ort sowie die Ton- oder Bildaufnahme über diese Vorgänge.

(2) Ein Augenschein kann durch die Kriminalpolizei durchgeführt werden. Wenn er besondere Sachkunde erfordert, über welche Kriminalpolizei oder Staatsanwaltschaft nicht durch besondere Einrichtungen oder deren Organe verfügen, kann mit seiner Durchführung auch ein Sachverständiger im Rahmen der Befundaufnahme beauftragt werden. Art und Weise der Durchführung des Augenscheines und seine Ergebnisse sind in einem Amtsvermerk (§ 95) festzuhalten.

(3) Eine Tatrekonstruktion hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch das Gericht zu erfolgen (§ 104).

§ 270. (1) Jedes Urteil muß binnen vier Wochen vom Tage der Verkündung schriftlich ausgefertigt und vom Vorsitzenden unterschrieben werden.

(2) Die Urteilsausfertigung muß enthalten:
1.   die Bezeichnung des Gerichtes und die Namen der anwesenden Mitglieder des Schöffengerichts sowie der Beteiligten des Verfahrens;
2.   den Vor- und den Familiennamen sowie alle früher geführten Namen, Tag und Ort der Geburt, die Staatsangehörigkeit und den Beruf des Angeklagten sowie den Namen des Verteidigers;
3.   den Tag der Hauptverhandlung und des ergehenden Urteiles;
4.   den Ausspruch des Schöffengerichts über die Schuld des Angeklagten, und zwar im Fall einer Verurteilung mit allen in § 260 angeführten Punkten; schließlich
5.   die Entscheidungsgründe. In diesen muß in gedrängter Darstellung, aber mit voller Bestimmtheit angegeben sein, welche Tatsachen und aus welchen Gründen das Schöffengericht sie als erwiesen oder als nicht erwiesen angenommen hat, von welchen Erwägungen es bei der Entscheidung der Rechtsfragen und bei Beseitigung der vorgebrachten Einwendungen geleitet wurde und, im Fall einer Verurteilung, welche Erschwerungs- und Milderungsumstände er gefunden hat. Im Falle einer Verurteilung zu einer in Tagessätzen bemessenen Geldstrafe sind die für die Bemessung des Tagessatzes maßgebenden Umstände (§ 19 Abs. 2 StGB) anzugeben. Bei einem freisprechenden Urteile haben die Entscheidungsgründe insbesondere deutlich anzugeben, aus welchem der im § 259 angegebenen Gründe sich das Schöffengericht zur Freisprechung bestimmt gefunden hat.

(3) Schreib- und Rechenfehler, ferner solche Formgebrechen und Auslassungen, die nicht die im § 260 Abs. 1 Z 1 bis 3 und Abs. 2 erwähnten Punkte betreffen, hat der Vorsitzende jederzeit, allenfalls nach Anhörung der Beteiligten, zu berichtigen. Die Zurückweisung eines auf eine solche Berichtigung abzielenden Antrages sowie die vorgenommene Berichtigung können von jedem zur Ergreifung der Nichtigkeitsbeschwerde Berechtigten oder sonst Beteiligten mit der binnen vierzehn Tagen einzubringenden Beschwerde an das Oberlandesgericht angefochten werden. Ist außer über die Beschwerde noch über eine von wem immer ergriffene Nichtigkeitsbeschwerde zu entscheiden, so entscheidet der Oberste Gerichtshof auch über die Beschwerde. Die beschlossene Verbesserung ist am Rande des Urteils beizusetzen und muß allen Ausfertigungen beigefügt werden.

(4) Verzichten die Beteiligten des Verfahrens auf ein Rechtsmittel oder melden sie innerhalb der dafür offen stehenden Frist kein Rechtsmittel an, so kann das Urteil in gekürzter Form ausgefertigt werden, es sei denn, dass eine zwei Jahre übersteigende Freiheitsstrafe verhängt oder eine mit Freiheitsentziehung verbundene vorbeugende Maßnahme oder ein Tätigkeitsverbot (§ 220b StGB) angeordnet worden ist. Die gekürzte Urteilsausfertigung hat zu enthalten:
                              
1.   die im Abs. 2 enthaltenen Angaben mit Ausnahme der Entscheidungsgründe;
2.   im Fall einer Verurteilung die vom Gericht als erwiesen angenommenen Tatsachen in gedrängter Darstellung sowie die für die Strafbemessung und gegebenenfalls die für die Bemessung des Tagessatzes (§ 19 Abs. 2 StGB) maßgebenden Umstände in Schlagworten;
3.   im Fall eines Freispruchs eine gedrängte Darstellung der dafür maßgebenden Gründe.

9. Protokollführung

§ 271.
(1) Über die Hauptverhandlung ist bei sonstiger Nichtigkeit ein Protokoll aufzunehmen, für das – soweit im Folgenden nicht anderes bestimmt wird – § 96 Abs. 2 und 3 anzuwenden ist; es hat insbesondere zu enthalten:
                              
1.   die Bezeichnung des Gerichts sowie Ort, Beginn und Ende der Hauptverhandlung,
2.   die Namen der Mitglieder des Schöffengerichts, der Beteiligten des Verfahrens und ihrer Vertreter und, wenn ein Schriftführer beigezogen wurde, dessen Namen,
3.   die Namen der beigezogenen Dolmetscher, der vernommenen Zeugen und Sachverständigen,
4.   alle wesentlichen Förmlichkeiten des Verfahrens,
5.   die Bezeichnung der verlesenen und vorgetragenen Schriftstücke (§ 252 Abs. 2a und 3),
6.   alle Anträge der Beteiligten des Verfahrens und die darüber getroffenen Entscheidungen,
7.   den Spruch des Urteils mit den in § 260 Abs. 1 Z 1 bis 3 bezeichneten Angaben.
Den Beteiligten des Verfahrens steht es frei, die Feststellung einzelner Punkte im Protokoll zur Wahrung ihrer Rechte zu verlangen.
(1a) Unter den Voraussetzungen des § 270 Abs. 4 kann das Verhandlungsprotokoll durch einen vom Vorsitzenden zu unterschreibenden Vermerk ersetzt werden, der lediglich die in Abs. 1 Z 1 bis 3 angeführten Angaben enthält.

(2) Dem Schriftführer kann bei entsprechender Eignung die selbstständige Abfassung der Verhandlungsmitschrift und deren Übertragung überlassen werden, ansonsten nach Abs. 4 zweiter Satz vorzugehen ist. Der Schriftführer darf sich zur Unterstützung eines technischen Hilfsmittels bedienen.

(3) Die Antworten des Angeklagten (§ 245) und die Aussagen von Zeugen und Sachverständigen sind ihrem wesentlichen Inhalt nach zusammengefasst in das Protokoll aufzunehmen, soweit nicht deren wörtliche Wiedergabe für die Urteilsfällung erforderlich erscheint. Werden Zeugen oder Sachverständige in der Hauptverhandlung nicht das erste Mal vernommen, so sind nur Abweichungen, Veränderungen oder Zusätze der bereits in den Akten enthaltenen Angaben in das Protokoll aufzunehmen.

(4) Hat der Vorsitzende von der Beiziehung eines Schriftführers abgesehen, so sind die Angaben nach Abs. 1 Z 1 bis 3 in Vollschrift festzuhalten. Im Übrigen sind die Angaben über Verlauf und Inhalt der Hauptverhandlung nach Abs. 1 Z 4 bis 7 und Abs. 3 vom Vorsitzenden oder einem von ihm beauftragten richterlichen Mitglied des Schöffengerichts für die Anwesenden hörbar zu diktieren. Das Diktat ist unter Verwendung eines technischen Hilfsmittels aufzunehmen oder sofort zu übertragen.

(5) Sachverständige haben auf Anordnung des Vorsitzenden Befund und Gutachten sowie deren Ergänzungen selbst auf die im Abs. 4 beschriebene Art zu diktieren.

(6) Der Inhalt der Aufnahme oder der Mitschrift ist auf Verlangen eines Beteiligten des Verfahrens wiederzugeben. Tonaufnahme und Verhandlungsmitschrift sind unverzüglich in Vollschrift zu übertragen. Diese Übertragung sowie die bereits in Vollschrift aufgenommenen Angaben bilden das Verhandlungsprotokoll, das vom Vorsitzenden sowie, soweit ein solcher beigezogen wurde, vom Schriftführer zu unterschreiben ist. Eine Ausfertigung des Protokolls ist den Beteiligten, soweit sie nicht darauf verzichtet haben, ehestmöglich, spätestens aber zugleich mit der Urteilsausfertigung zuzustellen.

(7) Für die Berichtigung von Schreib- und Rechenfehlern im Verhandlungsprotokoll gilt § 270 Abs. 3 erster Satz sinngemäß. Im Übrigen hat der Vorsitzende das Protokoll von Amts wegen oder auf Antrag einer zur Ergreifung von Berufung oder Nichtigkeitsbeschwerde berechtigten Partei nach Vornahme der erforderlichen Erhebungen durch Beschluss zu ergänzen oder zu berichtigen, soweit erhebliche Umstände oder Vorgänge im Protokoll der Hauptverhandlung zu Unrecht nicht erwähnt oder unrichtig wiedergegeben wurden. Der Antrag ist spätestens mit Ablauf der für die Ausführung einer gegen das Urteil angemeldeten Nichtigkeitsbeschwerde oder Berufung offen stehenden Frist einzubringen, ansonsten als unzulässig zurückzuweisen. Den Parteien ist Gelegenheit zur Stellungnahme zur in Aussicht genommenen oder begehrten Berichtigung oder Ergänzung und zu den Ergebnissen der gepflogenen Erhebungen binnen festzusetzender angemessener Frist einzuräumen. § 270 Abs. 3 zweiter bis vierter Satz gilt sinngemäß. Wird eine Ergänzung oder Berichtigung des Verhandlungsprotokolls nach Zustellung der Abschrift des Urteils an den Beschwerdeführer vorgenommen, so löst erst die neuerliche Zustellung die Fristen zur Ausführung angemeldeter Rechtsmittel (§§ 285 und 294) aus.

§ 271a. (1) Wenn der Vorsitzende es für zweckmäßig erachtet, kann die Protokollführung nach Maßgabe der den Gerichten zur Verfügung stehenden Ausstattung durch die Verwendung technischer Einrichtungen zur Wort- oder Bildaufnahme unterstützt werden. In diesem Fall ist der gesamte Verlauf der Hauptverhandlung unmittelbar aufzunehmen und dies allen Beteiligten zuvor bekannt zu machen. Abgesehen von den in § 271 Abs. 1 Z 1 bis 3 erwähnten Angaben kann der Vorsitzende Verhandlungsmitschrift oder Diktat auf die Anordnung beschränken, welche Teile der Aufnahme in Schriftform zu übertragen sind.

(2) Den Beteiligten des Verfahrens steht das Recht zu, die Wiedergabe der Aufnahme oder ihre Übersendung auf einem elektronischen Datenträger in einem allgemein gebräuchlichen Dateiformat zu verlangen. Zu übertragen ist eine solche Aufnahme nur, wenn es der Vorsitzende für zweckmäßig erachtet oder ein Beteiligter ein besonderes rechtliches Interesse daran glaubhaft macht und die vom Vorsitzenden zu bestimmenden Kosten der Übertragung übernimmt; § 77 Abs. 1 und 3 ist anzuwenden. Die Aufnahme ist als Beilage zum Akt zu nehmen.

(3) Wurde der gesamte Verlauf der Hauptverhandlung nach Abs. 1 aufgenommen und verzichten die Beteiligten des Verfahrens auf ein Rechtsmittel oder melden sie innerhalb der hiefür offen stehenden Frist kein Rechtsmittel an, so kann das Verhandlungsprotokoll durch einen vom Vorsitzenden zu unterschreibenden Vermerk ersetzt werden, der lediglich die in § 271 Abs. 1 Z 1 bis 3 angeführten Angaben enthält. Sofern sie ein rechtliches Interesse glaubhaft machen, können die Beteiligten des Verfahrens binnen vierzehn Tagen nach Verkündung des Urteils die Herstellung des Protokolls und die Zustellung einer Ausfertigung verlangen.

II. Rechtsmittel gegen das Urteil

§ 280.
Gegen die Urteile der Landesgerichte als Schöffengerichte (§ 31 Abs. 3) stehen nur die Rechtsmittel der Nichtigkeitsbeschwerde und der Berufung offen. Die Nichtigkeitsbeschwerde geht an den Obersten Gerichtshof, die Berufung an das Oberlandesgericht.

§ 281. (1) Die Nichtigkeitsbeschwerde kann gegen ein freisprechendes Urteil nur zum Nachteile, gegen ein verurteilendes sowohl zum Vorteile als auch zum Nachteile des Angeklagten ergriffen werden, jedoch, sofern sie nicht nach besonderen gesetzlichen Vorschriften auch in anderen Fällen zugelassen ist, nur wegen eines der folgenden Nichtigkeitsgründe:
                              
1.   wenn das Schöffengericht nicht gehörig besetzt war, wenn nicht alle Richter der ganzen Verhandlung beiwohnten oder wenn sich ein ausgeschlossener Richter (§§ 43 und 46) an der Entscheidung beteiligte; es sei denn, daß der die Nichtigkeit begründende Tatumstand dem Beschwerdeführer noch vor oder während der Hauptverhandlung bekannt und von ihm nicht gleich beim Beginne der Hauptverhandlung oder sofort, nachdem er in dessen Kenntnis gelangt war, geltend gemacht wurde;

1a.   wenn der Angeklagte nicht während der ganzen Hauptverhandlung durch einen Verteidiger vertreten war, obwohl dies zwingend vorgeschrieben war;

2.   wenn ein Protokoll oder ein anderes amtliches Schriftstück über eine nichtige Erkundigung oder Beweisaufnahme im Ermittlungsverfahren trotz Widerspruchs des Beschwerdeführers in der Hauptverhandlung verlesen wurde;

3.   wenn in der Hauptverhandlung eine Bestimmung verletzt oder missachtet worden ist, deren Einhaltung das Gesetz bei sonstiger Nichtigkeit anordnet (§§ 126 Abs. 4, 140 Abs. 1, 144 Abs. 1, 155 Abs. 1, 157 Abs. 2 und 159 Abs. 3, 221 Abs. 2, 228, 240a, 250, 252, 260, 271, 427, 430 Abs. 3 und 4 sowie 439 Abs. 1 und 2);

4.   wenn während der Hauptverhandlung über einen Antrag des Beschwerdeführers nicht erkannt worden ist oder wenn durch einen gegen seinen Antrag oder Widerspruch gefassten Beschluss Gesetze oder Grundsätze des Verfahrens hintangesetzt oder unrichtig angewendet worden sind, deren Beobachtung durch grundrechtliche Vorschriften, insbesondere durch Art. 6 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, » BGBl. Nr. 210/1958 oder sonst durch das Wesen eines die Strafverfolgung und die Verteidigung sichernden, fairen Verfahrens geboten ist;

5.   wenn der Ausspruch des Schöffengerichts über entscheidende Tatsachen (§ 270 Abs. 2 Z 4 und 5) undeutlich, unvollständig oder mit sich selbst im Widerspruch ist; wenn für diesen Ausspruch keine oder nur offenbar unzureichende Gründe angegeben sind; oder wenn zwischen den Angaben der Entscheidungsgründe über den Inhalt einer bei den Akten befindlichen Urkunde oder über eine Aussage und der Urkunde oder dem Vernehmungs- oder Sitzungsprotokoll selbst ein erheblicher Widerspruch besteht;

5a.   wenn sich aus den Akten erhebliche Bedenken gegen die Richtigkeit der dem Ausspruch über die Schuld zugrunde gelegten entscheidenden Tatsachen ergeben;

6.   wenn das Schöffengericht zu Unrecht seine Unzuständigkeit (§ 261) ausgesprochen hat;
7.   wenn das ergangene Endurteil die Anklage nicht erledigt oder
8.   diese gegen die Vorschrift der §§ 262, 263 und 267 überschritten hat;

9.   wenn durch den Ausspruch über die Frage,
a)   ob die dem Angeklagten zur Last fallende Tat eine zur Zuständigkeit der Gerichte gehörige strafbare Handlung begründe;
b)   ob Umstände vorhanden seien, durch die die Strafbarkeit der Tat aufgehoben oder die Verfolgung wegen der Tat ausgeschlossen ist, endlich
c)   ob die nach dem Gesetz erforderliche Anklage fehle,
   ein Gesetz verletzt oder unrichtig angewendet wurde;

10.   wenn die der Entscheidung zugrunde liegende Tat durch unrichtige Gesetzesauslegung einem Strafgesetz unterzogen wurde, das dt (§§ 126 Abs. 4, 140 Abs. 1, 144 Abs. 1, 155 Abs. 1, 157 Abs. 2 und 159 Abs. 3, 221 Abs. 2, 228, 240a, 250, 252, 260, 271, 427, 430 Abs. 3 und 4 sowie 439 Abs. 1 und 2);arauf nicht anzuwenden ist;

10a.   wenn nach der Bestimmung des § 199 über die Einstellung des Verfahrens, anderen auf sie verweisenden Vorschriften oder nach § 37 SMG vorzugehen gewesen wäre;

11.   wenn das Schöffengericht seine Strafbefugnis überschritten oder bei dem Ausspruch über die Strafe für die Strafbemessung maßgebende ent (§§ 126 Abs. 4, 140 Abs. 1, 144 Abs. 1, 155 Abs. 1, 157 Abs. 2 und 159 Abs. 3, 221 Abs. 2, 228, 240a, 250, 252, 260, 271, 427, 430 Abs. 3 und 4 sowie 439 Abs. 1 und 2);tscheidende Tatsachen offenbar unrichtig beurteilt oder in unvertretbarer Weise gegen Bestimmungen über die Strafbemessung verstoßen hat.

(2) Die im Abs. 1 Z 1t (§§ 126 Abs. 4, 140 Abs. 1, 144 Abs. 1, 155 Abs. 1, 157 Abs. 2 und 159 Abs. 3, 221 Abs. 2, 228, 240a, 250, 252, 260, 271, 427, 430 Abs. 3 und 4 sowie 439 Abs. 1 und 2);a und 5a erwähnten Nichtigkeitsgründe können zum Nachteil des Angeklagten nicht geltend gemacht werden.

(3) Die unter Abs. 1 Z 2, 3 und 4 erwähnten Nichtigkeitsgründe können zum Vorteile des Angeklagten nicht geltend gemacht werden, wenn unzweifelhaft erkennbar ist, daß die Formverletzung auf die Entscheidung keinen dem Angeklagten nachteiligen Einfluß üben konnte. Zum Nachteile des Angeklagten können sie, abgesehen von dem im § 282 Abs. 2 geregelten Fall, nur geltend gemacht werden, wenn erkennbar ist, daß die Formverletzung einen die Anklage beeinträchtigenden Einfluß auf die Entscheidung zu üben vermochte, und wenn außerdem der Ankläger sich ihr widersetzt, die Entscheidung des Schöffengerichts begehrt und sich sofort nach der Verweigerung oder Verkündung dieser Entscheidung die Nichtigkeitsbeschwerde vorbehalten hat.

Im  § 281 (1) 1. zitierte Gesetzesstellen:

Sachverständige und Dolmetscher

§ 126.
(1) Sachverständige sind zu bestellen, wenn für Ermittlungen oder für Beweisaufnahmen besonderes Fachwissen erforderlich ist, über welches die Strafverfolgungsbehörden durch ihre Organe, besondere Einrichtungen oder bei ihnen dauernd angestellte Personen nicht verfügen. Dolmetscher sind im Rahmen der Übersetzungshilfe und dann zu bestellen, wenn eine Person vernommen wird, die der Verfahrenssprache nicht kundig ist (§ 56), oder für die Ermittlungen wesentliche Schriftstücke in die Verfahrenssprache zu übersetzen sind.

(2) Als Sachverständige sind vor allem Personen zu bestellen, die in die Gerichtssachverständigen- und Gerichtsdolmetscherliste (§ 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die allgemein beeideten und gerichtlichen zertifizierten Sachverständigen und Dolmetscher – SDG, » BGBl. Nr. 137/1975) eingetragen sind. Werden andere Personen bestellt, so sind sie zuvor über ihre wesentlichen Rechte und Pflichten zu informieren.

(2a) Als Dolmetscher ist von der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht eine vom Bundesministerium für Justiz oder in dessen Auftrag von der Justizbetreuungsagentur zur Verfügung gestellte geeignete Person zu bestellen. Zur Gewährleistung der Übersetzungshilfe durch die Kriminalpolizei hat diese eine vom Bundesministerium für Inneres oder in dessen Auftrag von einem Dienstleister zur Verfügung gestellte geeignete Person zu bestellen. Für diese Dolmetscher gilt § 127 Abs. 1 nicht.

(2b) Steht eine geeignete Person nach Abs. 2a nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung oder besteht Grund zur Annahme, dass hinsichtlich aller nach Abs. 2a in Betracht kommenden Personen einer der Gründe des Abs. 4 vorliegt, so kann auch eine andere geeignete Person als Dolmetscher bestellt werden. Dabei ist vorrangig eine in die Gerichtssachverständigen- und Gerichtsdolmetscherliste (§ 2 Abs. 1 SDG) eingetragene Person zu bestellen, im Übrigen jedoch nach Abs. 2 letzter Satz vorzugehen. Wird eine solche Person durch die Kriminalpolizei als Dolmetscher bestellt, so richtet sich ihr Anspruch auf Abgeltung nach § 53b des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes (AVG), » BGBl. Nr. 51/1991.

(2c) Bei der Wahl von Sachverständigen oder Dolmetschern und der Bestimmung des Umfangs ihres Auftrags ist nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit vorzugehen.

(3) Sachverständige sind von der Staatsanwaltschaft, für gerichtliche Ermittlungen oder Beweisaufnahmen (§§ 104, 105) und für das Hauptverfahren (§ 210 Abs. 2) jedoch vom Gericht zu bestellen. Werden Angehörige des wissenschaftlichen Personals einer Universitätseinheit als Sachverständige bestellt, so ist eine Ausfertigung des Auftrags auch dem Leiter der Einheit zuzustellen. Dem Beschuldigten ist eine Ausfertigung der Bestellung samt einer Information über seine Rechte nach Abs. 5 zuzustellen.

(4) Für Sachverständige und Dolmetscher gelten die Befangenheitsgründe des § 47 Abs. 1 sinngemäß. Soweit sie befangen sind oder ihre Sachkunde in Zweifel steht, sind sie von der Staatsanwaltschaft, im Fall einer Bestellung durch das Gericht von diesem, von Amts wegen oder auf Grund von Einwänden (Abs. 5) ihres Amtes zu entheben, bei Vorliegen eines Befangenheitsgrundes gemäß § 47 Abs. 1 Z 1 und 2 bei sonstiger Nichtigkeit. Im Hauptverfahren kann die Befangenheit eines Sachverständigen oder Dolmetschers nicht bloß mit der Begründung geltend gemacht werden, dass er bereits im Ermittlungsverfahren tätig gewesen ist.

§ 140. (1) Als Beweismittel dürfen Ergebnisse (§ 134 Z 5), bei sonstiger Nichtigkeit nur verwendet werden,
                              
1.   wenn die Voraussetzungen für die Ermittlungsmaßnahme nach § 136 Abs. 1 Z 1 vorlagen,
2.   wenn die Ermittlungsmaßnahme nach den §§ 135 oder 136 Abs. 1 Z 2 oder 3 oder Abs. 3 rechtmäßig angeordnet und bewilligt wurde (§ 137), und
3.   in den Fällen des § 136 Abs. 1 Z 2 und 3 nur zum Nachweis eines Verbrechens (§ 17 Abs. 1 StGB),
4.   in den Fällen der §§ 135 Abs. 1, Abs. 2 Z 2 bis 4, Abs. 2a, Abs. 3 Z 2 bis 4 nur zum Nachweis einer vorsätzlich begangenen strafbaren Handlung, deretwegen die Ermittlungsmaßnahme angeordnet wurde oder hätte angeordnet werden können.

(2) Ergeben sich bei Prüfung der Ergebnisse Hinweise auf die Begehung einer anderen strafbaren Handlung als derjenigen, die Anlass zur Überwachung gegeben hat, so ist mit diesem Teil der Ergebnisse ein gesonderter Akt anzulegen, soweit die Verwendung als Beweismittel zulässig ist (Abs. 1, § 144, § 157 Abs. 2).

(3) (Anm.: aufgehoben durch » BGBl. I Nr. 204/2013)

7. Abschnitt Geistliche Amtsverschwiegenheit und Berufsgeheimnisse

Schutz der geistlichen Amtsverschwiegenheit und von Berufsgeheimnissen

§ 144.
(1) Die geistliche Amtsverschwiegenheit ist geschützt (§ 155 Z 1), sie darf bei sonstiger Nichtigkeit nicht umgangen werden, insbesondere nicht durch Anordnung oder Durchführung der in diesem Hauptstück enthaltenen Ermittlungsmaßnahmen. Die Anordnung oder Durchführung einer optischen oder akustischen Überwachung von Geistlichen unter Verwendung technischer Mittel in Beichtstühlen oder in Räumen, die zur geistlichen Aussprache bestimmt sind, ist in jedem Fall unzulässig.

(2) Die Anordnung oder Durchführung der in diesem Hauptstück enthaltenen Ermittlungsmaßnahmen ist auch unzulässig, soweit dadurch das Recht einer Person, gemäß § 157 Abs. 1 Z 2 bis 4 die Aussage zu verweigern, umgangen wird.

(3) Ein Umgehungsverbot nach Abs. 1 erster Satz oder Abs. 2 besteht insoweit nicht, als die betreffende Person selbst der Tat dringend verdächtig ist. In einem solchen Fall ist für die Anordnung und Durchführung einer Ermittlungsmaßnahme in den Fällen des §§ 135 Abs. 2 bis 3 sowie 136 Abs. 1 Z 2 und 3 eine Ermächtigung des Rechtsschutzbeauftragten (§ 147 Abs. 2) Voraussetzung.

Verbot der Vernehmung als Zeuge

§ 155.
(1) Als Zeugen dürfen bei sonstiger Nichtigkeit nicht vernommen werden:
                              
1.   Geistliche über das, was ihnen in der Beichte oder sonst unter dem Siegel geistlicher Amtsverschwiegenheit anvertraut wurde,

2.   Beamte (§ 74 Abs. 1 Z 4 bis 4c StGB) über Umstände, die der Amtsverschwiegenheit unterliegen, soweit sie nicht von der Verschwiegenheitspflicht entbunden wurden,

3.   Personen, denen Zugang zu klassifizierten Informationen des Nationalrates oder des Bundesrates gewährt wurde, soweit sie gemäß § 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Informationsordnung des Nationalrates und des Bundesrates, » BGBl. I Nr. 101/2014, zur Verschwiegenheit verpflichtet sind,

4.   Personen, die wegen einer psychischen Krankheit, wegen einer geistigen Behinderung oder aus einem anderen Grund unfähig sind, die Wahrheit anzugeben.

(2) Eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit nach Abs. 1 Z 2 besteht jedenfalls nicht, soweit der Zeuge im Dienste der Strafrechtspflege Wahrnehmungen zum Gegenstand des Verfahrens gemacht hat oder Anzeigepflicht (§ 78) besteht.

Aussageverweigerung

§ 157.
(1) Zur Verweigerung der Aussage sind berechtigt:
                              
1.   Personen, soweit sie ansonsten sich oder einen Angehörigen (§ 156 Abs. 1 Z 1) der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung oder im Zusammenhang mit einem gegen sie geführten Strafverfahren der Gefahr aussetzen würden, sich über ihre bisherige Aussage hinaus selbst zu belasten,

2.   Verteidiger, Rechtsanwälte, Patentanwälte, Verfahrensanwälte in Untersuchungsausschüssen des Nationalrats, Notare und Wirtschaftstreuhänder über das, was ihnen in dieser Eigenschaft bekannt geworden ist,

3.   Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapeuten, Psychologen, Bewährungshelfer, eingetragene Mediatoren nach dem Zivilrechts-Mediations-Gesetz, » BGBl. I Nr. 29/2003, und Mitarbeiter anerkannter Einrichtungen zur psychosozialen Beratung und Betreuung über das, was ihnen in dieser Eigenschaft bekannt geworden ist,

4.   Medieninhaber (Herausgeber), Medienmitarbeiter und Arbeitnehmer eines Medienunternehmens oder Mediendienstes über Fragen, welche die Person des Verfassers, Einsenders oder Gewährsmannes von Beiträgen und Unterlagen betreffen oder die sich auf Mitteilungen beziehen, die ihnen im Hinblick auf ihre Tätigkeit gemacht wurden,

5.   Wahlberechtigte darüber, wie sie ein gesetzlich für geheim erklärtes Wahl- oder Stimmrecht ausgeübt haben.

(2) Das Recht der in Abs. 1 Z 2 bis 5 angeführten Personen, die Aussage zu verweigern, darf bei sonstiger Nichtigkeit nicht umgangen werden, insbesondere nicht durch Sicherstellung und Beschlagnahme von Unterlagen oder auf Datenträgern gespeicherten Informationen oder durch Vernehmung der Hilfskräfte oder der Personen, die zur Ausbildung an der berufsmäßigen Tätigkeit nach Abs. 1 Z 2 bis 4 teilnehmen.

Information und Nichtigkeit

§ 159.
(1) Über ihre Befreiung von der Aussagepflicht oder ihr Recht auf Verweigerung der gesamten oder eines Teiles der Aussage sind Zeugen vor Beginn ihrer Vernehmung zu informieren. Werden Anhaltspunkte für ein solches Recht erst während der Vernehmung bekannt, so ist die Information zu diesem Zeitpunkt vorzunehmen.

(2) Ein Zeuge, der einen Befreiungs- oder Verweigerungsgrund in Anspruch nehmen will, hat diesen, soweit er nicht offenkundig ist, glaubhaft zu machen. Darüber abgegebene Erklärungen sind zu protokollieren.

(3) Hat ein Zeuge auf seine Befreiung von der Aussagepflicht nach § 156 Abs. 1 Z 1 nicht ausdrücklich verzichtet, so ist seine gesamte Aussage nichtig. Wurde ein Zeuge, der ein Recht auf Verweigerung der Aussage nach § 157 Abs. 1 Z 2 bis 5 hat, darüber nicht rechtzeitig informiert, so ist jener Teil seiner Aussage nichtig, auf den sich das Verweigerungsrecht bezieht. Das aufgenommene Protokoll ist insoweit zu vernichten.

2. Abschnitt

Die Anklageschrift

Inhalt der Anklageschrift

§ 211.
(1) Die Anklageschrift hat anzuführen:
                              
1.   den Namen des Angeklagten sowie weitere Angaben zur Person,
2.   Zeit, Ort und die näheren Umstände der Begehung der dem Angeklagten zur Last gelegten Tat und die gesetzliche Bezeichnung der durch sie verwirklichten strafbaren Handlung,
3.   die übrigen anzuwendenden Strafgesetze.
(2) In der Anklageschrift hat die Staatsanwaltschaft ihre Anträge für das Hauptverfahren zu stellen und dabei insbesondere auch die Beweise anzuführen, die im Hauptverfahren aufgenommen werden sollen; die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ist erforderlichenfalls zu begründen. Schließlich ist der Sachverhalt nach den Ergebnissen des Ermittlungsverfahrens zusammenzufassen und zu beurteilen.

14. Hauptstück

Hauptverhandlung vor dem Landesgericht als Schöffengericht und Rechtsmittel gegen dessen Urteile

I. Hauptverhandlung und Urteil

1. Öffentlichkeit der Hauptverhandlung

§ 228.
(1) Die Hauptverhandlung ist öffentlich bei sonstiger Nichtigkeit.

(2) An einer Hauptverhandlung dürfen nur unbewaffnete Personen als Beteiligte oder Zuhörer teilnehmen. Doch darf Personen, die wegen ihres öffentlichen Dienstes zum Tragen einer Waffe verpflichtet sind oder denen nach den §§ 2 und 8 des Gerichtsorganisationsgesetzes die Mitnahme einer Waffe gestattet worden ist, die Anwesenheit deswegen nicht verweigert werden.

(3) Unmündige können als Zuhörer von der Hauptverhandlung ausgeschlossen werden, sofern durch ihre Anwesenheit eine Gefährdung ihrer persönlichen Entwicklung zu besorgen wäre.

(4) Fernseh- und Hörfunkaufnahmen und -übertragungen sowie Film- und Fotoaufnahmen von Verhandlungen der Gerichte sind unzulässig.

§ 240a. (1) Nach der Ermahnung des Angeklagten sind die Schöffen, die in demselben Jahre noch nicht beeidigt worden sind, bei sonstiger Nichtigkeit zu beeidigen. Die Schöffen erheben sich von den Sitzen und der Vorsitzende richtet an sie folgende Anrede:
„Sie schwören und geloben vor Gott, die Beweise, die gegen und für den Angeklagten werden vorgebracht werden, mit der gewissenhaftesten Aufmerksamkeit zu prüfen, nichts unerwogen zu lassen, was zum Vorteil oder zum Nachteil des Angeklagten gereichen kann, das Gesetz, dem Sie Geltung verschaffen sollen, treu zu beobachten, vor Ihrem Ausspruch über den Gegenstand der Verhandlung mit niemand, außer mit den Mitgliedern des Schöffengerichts, Rücksprache zu nehmen, der Stimme der Zu- oder Abneigung, der Furcht oder der Schadenfreude kein Gehör zu geben, sondern sich mit Unparteilichkeit und Festigkeit nur nach den für und wider den Angeklagten vorgeführten Beweismitteln und Ihrer darauf gegründeten Überzeugung so zu entscheiden, wie Sie es vor Gott und Ihrem Gewissen verantworten können."

(2) Sodann wird jeder Schöffe einzeln vom Vorsitzenden aufgerufen und antwortet: „Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe." Das Religionsbekenntnis der Schöffen macht hiebei keinen Unterschied. Nur solche, die keinem Religionsbekenntnis angehören oder deren Bekenntnis die Eidesleistung untersagt, werden durch Handschlag verpflichtet.

(3) Die Beeidigung gilt für die Dauer des Kalenderjahres; sie ist im Verhandlungsprotokoll und fortlaufend in einem besonderen Buche zu beurkunden.

§ 250. (1) Der Vorsitzende ist befugt, ausnahmsweise den Angeklagten während der Abhörung eines Zeugen oder eines Mitangeklagten aus dem Sitzungssaal abtreten zu lassen. Er muß ihn aber, sobald er ihn nach seiner Wiedereinführung über den in seiner Abwesenheit verhandelten Gegenstand vernommen hat, von allem in Kenntnis setzen, was in seiner Abwesenheit vorgenommen wurde, insbesondere von den Aussagen, die inzwischen gemacht worden sind.

(2) Ist diese Mitteilung unterblieben, so muß sie jedenfalls bei sonstiger Nichtigkeit vor Schluß des Beweisverfahrens nachgetragen werden.

(3) Opfer gemäß § 65 Z 1 lit. a hat der Vorsitzende auf ihren Antrag auf die in § 165 Abs. 3 beschriebene Art und Weise zu vernehmen; im Übrigen hat er bei der Vernehmung von Zeugen § 165 sinngemäß anzuwenden. Dabei hat er auch den bei der Befragung nicht anwesenden Mitgliedern des Schöffengerichts Gelegenheit zu geben, die Vernehmung des Zeugen mitzuverfolgen und den Zeugen zu befragen.

§ 252. (1) Protokolle über die Vernehmung von Mitbeschuldigten und Zeugen, Protokolle über die Aufnahme von Beweisen, Amtsvermerke und andere amtliche Schriftstücke, in denen Aussagen von Zeugen oder Mitbeschuldigten festgehalten worden sind, Gutachten von Sachverständigen sowie Ton- und Bildaufnahmen über die Vernehmung von Mitbeschuldigten oder Zeugen dürfen bei sonstiger Nichtigkeit nur in den folgenden Fällen verlesen oder vorgeführt werden.
                              
1.   wenn die Vernommenen in der Zwischenzeit gestorben sind; wenn ihr Aufenthalt unbekannt oder ihr persönliches Erscheinen wegen ihres Alters, wegen Krankheit oder Gebrechlichkeit oder wegen entfernten Aufenthaltes oder aus anderen erheblichen Gründen füglich nicht bewerkstelligt werden konnte;

2.   wenn die in der Hauptverhandlung Vernommenen in wesentlichen Punkten von ihren früher abgelegten Aussagen abweichen;

2a.   wenn Zeugen die Aussage berechtigt verweigern (§§ 156, 157 und 158) und die Staatsanwaltschaft und der Angeklagte Gelegenheit hatten, sich an einer gerichtlichen Vernehmung zu beteiligen (§§ 165, 247);

3.   wenn Zeugen, ohne dazu berechtigt zu sein, oder wenn Mitangeklagte die Aussage verweigern; endlich

4.   wenn über die Vorlesung Ankläger und Angeklagter einverstanden sind.

(2) Amtsvermerke über einen Augenschein (§ 149 Abs. 2) und Befunde, gegen den Angeklagten früher ergangene Straferkenntnisse sowie Urkunden und Schriftstücke anderer Art, die für die Sache von Bedeutung sind, müssen vorgelesen werden.

(2a) Anstelle der Vorlesung oder Vorführung (Abs. 1 und 2) kann der Vorsitzende den erheblichen Inhalt der Aktenstücke vortragen, soweit die Beteiligten des Verfahrens zustimmen und die Aktenstücke sowohl allen Mitgliedern des Schöffengericht als auch den Beteiligten zugänglich sind.

(3) Nach jeder Vorlesung und jedem Vortrag (Abs. 2a) ist der Angeklagte zu befragen, ob er darüber etwas zu bemerken habe. Er kann dabei auch auf andere Teile der vorgetragenen Aktenstücke eingehen und die Vorlesung dieser oder anderer Aktenstücke verlangen, die für die Sache von Bedeutung sind.

(4) Die Bestimmungen des Abs. 1 dürfen bei sonstiger Nichtigkeit nicht umgangen werden.

§ 260. (1) Wird der Angeklagte schuldig befunden, so muß das Strafurteil aussprechen:
                              
1.   welcher Tat der Angeklagte schuldig befunden worden ist, und zwar unter ausdrücklicher Bezeichnung der einen bestimmten Strafsatz bedingenden Tatumstände;

2.   welche strafbare Handlung durch die als erwiesen angenommenen Tatsachen, deren der Angeklagte schuldig befunden worden ist, begründet wird, unter gleichzeitigem Ausspruch, ob die strafbare Handlung ein Verbrechen oder ein Vergehen ist;

3.   zu welcher Strafe der Angeklagte verurteilt wird;
   und zwar diese drei Punkte bei sonstiger Nichtigkeit; außerdem ist noch beizufügen:

4.   welche strafgesetzlichen Bestimmungen auf ihn angewendet wurden;

5.   die Entscheidung über die geltend gemachten Entschädigungsansprüche und über die Prozeßkosten.

(2) Wird der Angeklagte wegen vorsätzlicher und fahrlässiger Taten
                              
1.   zu einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, so ist im Anschluss an den Strafausspruch festzustellen, ob auf eine oder mehrere vorsätzlich begangene Straftaten eine mehr als einjährige Freiheitsstrafe entfällt, oder

2.   zu einer nicht bedingt nachgesehenen Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt, so ist im Anschluss an den Strafausspruch festzustellen, ob auf eine oder mehrere vorsätzlich begangene Straftaten eine nicht bedingt nachgesehene Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten entfällt.

(3) Ist die im Abs. 2 genannte Feststellung im Strafurteil unterblieben, so ist sie von Amts wegen oder auf Antrag eines zur Ergreifung der Nichtigkeitsbeschwerde Berechtigten mit Beschluß nachzuholen. Gegen diesen Beschluß, der dem Ankläger und dem Angeklagten zuzustellen ist, steht jedem zur Ergreifung der Nichtigkeitsbeschwerde Berechtigten die binnen vierzehn Tagen einzubringende Beschwerde an das Oberlandesgericht zu. Ist außer über die Beschwerde noch über eine von wem immer ergriffene Nichtigkeitsbeschwerde zu entscheiden, so entscheidet der Oberste Gerichtshof auch über die Beschwerde.

9. Protokollführung

§ 271.
(1) Über die Hauptverhandlung ist bei sonstiger Nichtigkeit ein Protokoll aufzunehmen, für das – soweit im Folgenden nicht anderes bestimmt wird – § 96 Abs. 2 und 3 anzuwenden ist; es hat insbesondere zu enthalten:
                              
1.   die Bezeichnung des Gerichts sowie Ort, Beginn und Ende der Hauptverhandlung,

2.   die Namen der Mitglieder des Schöffengerichts, der Beteiligten des Verfahrens und ihrer Vertreter und, wenn ein Schriftführer beigezogen wurde, dessen Namen,

3.   die Namen der beigezogenen Dolmetscher, der vernommenen Zeugen und Sachverständigen,

4.   alle wesentlichen Förmlichkeiten des Verfahrens,

5.   die Bezeichnung der verlesenen und vorgetragenen Schriftstücke (§ 252 Abs. 2a und 3),

6.   alle Anträge der Beteiligten des Verfahrens und die darüber getroffenen Entscheidungen,

7.   den Spruch des Urteils mit den in § 260 Abs. 1 Z 1 bis 3 bezeichneten Angaben.

Den Beteiligten des Verfahrens steht es frei, die Feststellung einzelner Punkte im Protokoll zur Wahrung ihrer Rechte zu verlangen.

(1a) Unter den Voraussetzungen des § 270 Abs. 4 kann das Verhandlungsprotokoll durch einen vom Vorsitzenden zu unterschreibenden Vermerk ersetzt werden, der lediglich die in Abs. 1 Z 1 bis 3 angeführten Angaben enthält.

(2) Dem Schriftführer kann bei entsprechender Eignung die selbstständige Abfassung der Verhandlungsmitschrift und deren Übertragung überlassen werden, ansonsten nach Abs. 4 zweiter Satz vorzugehen ist. Der Schriftführer darf sich zur Unterstützung eines technischen Hilfsmittels bedienen.

(3) Die Antworten des Angeklagten (§ 245) und die Aussagen von Zeugen und Sachverständigen sind ihrem wesentlichen Inhalt nach zusammengefasst in das Protokoll aufzunehmen, soweit nicht deren wörtliche Wiedergabe für die Urteilsfällung erforderlich erscheint. Werden Zeugen oder Sachverständige in der Hauptverhandlung nicht das erste Mal vernommen, so sind nur Abweichungen, Veränderungen oder Zusätze der bereits in den Akten enthaltenen Angaben in das Protokoll aufzunehmen.

(4) Hat der Vorsitzende von der Beiziehung eines Schriftführers abgesehen, so sind die Angaben nach Abs. 1 Z 1 bis 3 in Vollschrift festzuhalten. Im Übrigen sind die Angaben über Verlauf und Inhalt der Hauptverhandlung nach Abs. 1 Z 4 bis 7 und Abs. 3 vom Vorsitzenden oder einem von ihm beauftragten richterlichen Mitglied des Schöffengerichts für die Anwesenden hörbar zu diktieren. Das Diktat ist unter Verwendung eines technischen Hilfsmittels aufzunehmen oder sofort zu übertragen.

(5) Sachverständige haben auf Anordnung des Vorsitzenden Befund und Gutachten sowie deren Ergänzungen selbst auf die im Abs. 4 beschriebene Art zu diktieren.

(6) Der Inhalt der Aufnahme oder der Mitschrift ist auf Verlangen eines Beteiligten des Verfahrens wiederzugeben. Tonaufnahme und Verhandlungsmitschrift sind unverzüglich in Vollschrift zu übertragen. Diese Übertragung sowie die bereits in Vollschrift aufgenommenen Angaben bilden das Verhandlungsprotokoll, das vom Vorsitzenden sowie, soweit ein solcher beigezogen wurde, vom Schriftführer zu unterschreiben ist. Eine Ausfertigung des Protokolls ist den Beteiligten, soweit sie nicht darauf verzichtet haben, ehestmöglich, spätestens aber zugleich mit der Urteilsausfertigung zuzustellen.

(7) Für die Berichtigung von Schreib- und Rechenfehlern im Verhandlungsprotokoll gilt § 270 Abs. 3 erster Satz sinngemäß. Im Übrigen hat der Vorsitzende das Protokoll von Amts wegen oder auf Antrag einer zur Ergreifung von Berufung oder Nichtigkeitsbeschwerde berechtigten Partei nach Vornahme der erforderlichen Erhebungen durch Beschluss zu ergänzen oder zu berichtigen, soweit erhebliche Umstände oder Vorgänge im Protokoll der Hauptverhandlung zu Unrecht nicht erwähnt oder unrichtig wiedergegeben wurden. Der Antrag ist spätestens mit Ablauf der für die Ausführung einer gegen das Urteil angemeldeten Nichtigkeitsbeschwerde oder Berufung offen stehenden Frist einzubringen, ansonsten als unzulässig zurückzuweisen. Den Parteien ist Gelegenheit zur Stellungnahme zur in Aussicht genommenen oder begehrten Berichtigung oder Ergänzung und zu den Ergebnissen der gepflogenen Erhebungen binnen festzusetzender angemessener Frist einzuräumen. § 270 Abs. 3 zweiter bis vierter Satz gilt sinngemäß. Wird eine Ergänzung oder Berichtigung des Verhandlungsprotokolls nach Zustellung der Abschrift des Urteils an den Beschwerdeführer vorgenommen, so löst erst die neuerliche Zustellung die Fristen zur Ausführung angemeldeter Rechtsmittel (§§ 285 und 294) aus.

Abwesenheitsverfahren

§ 427.
(1) Ist der Angeklagte bei der Hauptverhandlung nicht erschienen, so darf bei sonstiger Nichtigkeit in seiner Abwesenheit die Hauptverhandlung nur dann durchgeführt und das Urteil gefällt werden, wenn es sich um ein Vergehen handelt, der Angeklagte gemäß §§ 164 oder 165 zum Anklagevorwurf vernommen wurde und ihm die Ladung zur Hauptverhandlung persönlich zugestellt wurde. Das Urteil ist in diesem Fall dem Angeklagten in seiner schriftlichen Ausfertigung zuzustellen.

(2) Soweit die Hauptverhandlung in Abwesenheit des Angeklagten nicht durchgeführt werden kann, sei es, weil die Voraussetzungen gemäß Abs. 1 nicht vorliegen oder der Vorsitzende die Anwesenheit des Angeklagten zur umfassenden Beurteilung des Anklagevorwurfs für erforderlich hält, so ist die Hauptverhandlung gemäß § 226 zu vertagen und gegebenenfalls die Vorführung des Angeklagten anzuordnen. Ist der Angeklagte jedoch flüchtig oder unbekannten Aufenthalts, so ist gemäß § 197 Abs. 1 vorzugehen.

(3) Gegen das in Abwesenheit des Angeklagten gefällte Urteil kann dieser beim Landesgericht innerhalb von vierzehn Tagen Einspruch erheben. Die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung gegen ein Abwesenheitsurteil können auch nach Ablauf der Anmeldungsfrist zusammen mit dem Einspruch angemeldet werden. Dem Einspruch ist stattzugeben, wenn nachgewiesen wird, daß der Angeklagte durch ein unabweisbares Hindernis abgehalten wurde, in der Hauptverhandlung zu erscheinen. In diesem Fall ist eine neue Hauptverhandlung anzuordnen. Über den Einspruch entscheidet das Oberlandesgericht nach Anhörung der Oberstaatsanwaltschaft in nichtöffentlicher Sitzung. Weist es den Einspruch zurück, so steht dem Angeklagten gegen das Urteil ein Rechtsmittel nicht mehr offen. Hat der Verurteilte zugleich mit dem Einspruche die Nichtigkeitsbeschwerde oder die Berufung ergriffen oder liegt eine von anderer Seite ergriffene Berufung oder Nichtigkeitsbeschwerde vor, so ist von dem Gerichte, dem die Akten nach Vorschrift der §§ 285 und 294 vorgelegt werden, vorerst über den Einspruch in nichtöffentlicher Sitzung nach Anhörung der Staatsanwaltschaft zu entscheiden; nur wenn der Einspruch zurückgewiesen wird, ist in die Prüfung der Berufung oder Nichtigkeitsbeschwerde einzugehen.

§ 430. (1) Zur Entscheidung über den Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach § 21 Abs. 1 StGB ist das Gericht berufen, das für ein Strafverfahren auf Grund einer Anklage oder eines Strafantrages gegen den Betroffenen wegen seiner Tat zuständig wäre; an Stelle des Einzelrichters ist jedoch das Landesgericht als Schöffengericht berufen.

(2) Das Gericht entscheidet über den Antrag nach öffentlicher mündlicher Hauptverhandlung, die in sinngemäßer Anwendung der Bestimmungen des 14. und 15. Hauptstückes durchzuführen ist, durch Urteil.

(3) Während der ganzen Hauptverhandlung muß bei sonstiger Nichtigkeit ein Verteidiger des Betroffenen anwesend sein, der zur Stellung von Anträgen zugunsten des Betroffenen auch gegen dessen Willen berechtigt ist.

(4) Der Hauptverhandlung ist bei sonstiger Nichtigkeit ein Sachverständiger (§ 429 Abs. 2 Z 2) beizuziehen.

(5) Soweit der Zustand des Betroffenen eine Beteiligung an der Hauptverhandlung innerhalb angemessener Frist nicht gestattet oder von einer solchen Beteiligung eine erhebliche Gefährdung seiner Gesundheit zu besorgen wäre, ist die Hauptverhandlung in Abwesenheit des Betroffenen durchzuführen. Hierüber entscheidet das Gericht nach Vernehmung der Sachverständigen und Durchführung der allenfalls sonst erforderlichen Erhebungen mit Beschluß. Der Beschluß kann auch schon vor der Hauptverhandlung vom Vorsitzenden gefaßt werden und ist in diesem Fall durch das binnen vierzehn Tagen einzubringende Rechtsmittel der Beschwerde gesondert anfechtbar. Ein Beschluß, die Hauptverhandlung zur Gänze in Abwesenheit des Betroffenen durchzuführen, darf nur gefaßt werden, nachdem sich der Vorsitzende vom Zustand des Betroffenen überzeugt und mit ihm gesprochen hat. Wird von der Vernehmung des Betroffenen ganz oder teilweise abgesehen, wurde er aber im Ermittlungsverfahren vernommen, so ist das hierüber aufgenommene Protokoll zu verlesen oder die Ton- oder Bildaufnahme einer solchen Vernehmung vorzuführen.

(6) Ein Anschluß an das Verfahren wegen privatrechtlicher Ansprüche ist unzulässig.

§ 439. (1) Die Anordnung der in den §§ 21 Abs. 2, 22 und 23 StGB vorgesehenen vorbeugenden Maßnahmen ist nichtig, wenn nicht während der ganzen Hauptverhandlung ein Verteidiger des Beschuldigten anwesend war. Die Anordnung eines Tätigkeitsverbotes (§ 220b StGB) ist nichtig, wenn deren Voraussetzungen in der Hauptverhandlung nicht erörtert wurden.

(2) Die Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach § 21 Abs. 2 StGB, in einer Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher oder in einer Anstalt für gefährliche Rückfallstäter darf bei sonstiger Nichtigkeit überdies nur nach Beiziehung zumindest eines Sachverständigen (§ 429 Abs. 2 Z 2) angeordnet werden.

(3) Sieht das Gericht von der Unterbringung in einer Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher wegen der Höhe der ausgesprochenen Strafe ab (§ 22 Abs. 2 StGB), so hat es diesen Umstand in den Entscheidungsgründen auszusprechen.

DI DR WOLFGANG LEDERBAUER ZITATE bzw sinngemäße ZITATE kurz und bündig ENDE

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Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: PARKGESPRÄCHE MENSCHENRECHTE
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 23 August 2015, 03:46:04
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 10 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

PARKGESPRÄCHE KURZ ÜBER DIE DURCHSETZBARKEIT VON MENSCHENRECHTEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH ANHAND DER CAUSA DI DR WOLFGANG LEDERBAUER UND ZUM GRÖSSTEN TEIL ZUSAMMENFASSUNG DER CAUSA DI DR WOLFGANG LEDERBAUER. (MENSCHENRECHTE IN ÖSTERREICH)

MACHEN SIE SICH SELBST EIN BILD

über ein YOUTUBE-VIDEO und Informationen:
06.08.2015 Parkgespräche mit DI Dr Wolfgang Lederbauer J´accuse ich klage an ZITATE:
Parkgespräche mit DI Dr. Wolfgang Lederbauer * J`accuse - ich klage an * 6. August 2015
https://www.youtube.com/watch?v=h-XLVZa2atA

SFH-11146 Information über ein Video und die bevorstehende fünfte Hauptverhandlung am 26.8.2015 um 9 Uhr im Landesgericht für Strafsachen in Wien.
http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8137

ZITATE-ENDE

Anscheinend geplant (Beginn angeblich bereits um 09:00 und nicht um 09:15 wie im Link):
5. Hauptverhandlung am 26.08.2015 um 09:00 Uhr am LGS WIEN Saal 311/ 3. Stock
DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!!
Quelle: http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8080
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8080&rubrik=94

Das war einmal AKTUELL und sinngemäß: Information über die 4. Hauptverhandlung gegen Dr. Wolfgang Lederbauer am (MITTWOCH) 22.7.2015 im LG für Strafsachen
Datum: 22. Juli 2015
Beginn: 09:15 Uhr (voraussichtliches Ende 15:30 Uhr ???)
Saal 311/ 3. Stock
DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!!

SO FOR HUMANITY http://so-for-humanity.com2000.at/
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ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER | SFH AUS DEM GERICHTSSAAL

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PARKGESPRÄCHE KURZ ÜBER DIE DURCHSETZBARKEIT VON MENSCHENRECHTEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH ANHAND DER CAUSA DI DR WOLFGANG LEDERBAUER UND ZUM GRÖSSTEN TEIL ZUSAMMENFASSUNG DER CAUSA DI DR WOLFGANG LEDERBAUER. (MENSCHENRECHTE IN ÖSTERREICH)

PARKGESPRÄCHE AUS DEM WIENER STADTPARK: SCREENS (Minuten Sekunden)

20150806 PARKGESPRAECHE MIT DI DR WOLFGANG LEDERBAUER J´ACCUSE ICH KLAGE AN 0020.jpg

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http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=8701

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(http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=8703)

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http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=8703

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(http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=8713)

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20150806 PARKGESPRAECHE MIT DI DR WOLFGANG LEDERBAUER J´ACCUSE ICH KLAGE AN 0105.jpg

(http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=8715)

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20150806 PARKGESPRAECHE MIT DI DR WOLFGANG LEDERBAUER J´ACCUSE ICH KLAGE AN 0128.jpg

(http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=8717)

20150806 PARKGESPRAECHE MIT DI DR WOLFGANG LEDERBAUER J´ACCUSE ICH KLAGE AN 0128.jpg
http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=8717

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Titel: REKURS & 6.HV 30.09.2015
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 11 September 2015, 03:09:27
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DI Dr. Wolfgang LEDERBAUER: Anscheinend (wahrscheinlich) geplante Termine (HV ... Hauptverhandlung, LGS WIEN ... Landesgericht für Strafsachen WIEN, Saal 311/ 3. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!!
30.09.2015 13:30-15:30 6. HV am LGS WIEN
28.10.2015 09:15-15:30 7. HV am LGS WIEN


Quelle: SFH-11174  mail Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 4. September 2015 20.31 Uhr
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8172&rubrik=94

4. September 2015 20.31 Uhr Sehr geehrter Herr Dr Lederbauer, das LG f Strafsachen Wien hat mich heute kontaktiert und mir mitgeteilt, dass vor dem Termin am 28. Oktober 2015 noch ein weiterer Termin stattfinden wird, bei dem der Zeuge Rathkolb einvernommen und die weiteren Beweisanträge behandelt werden sollen.

Bitte merken Sie sich den 30. September 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr, LG f Strafsachen Wien, Saal 311, vor.
Ihre Anwesenheit ist sowohl am 30. September als auch am 28. Oktober 2015 erforderlich.
Sie erhalten noch eine gesonderte Ladung vom Gericht.

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REKURS-ZITAT: Im Beschluss des OLG Wien vom 7. August 2015 wird festgestellt, dass der Beschluss des Kollegialgerichts zu Beginn der HV vom 27.5.2015 ohne nähere Begründung abgewiesen wurde. Laut StPO muss aber jeder Beschluss begründet sein. ZITAT-ENDE

SFH 11181  REKURS DR WL an das LGS WIEN vom 20150901 GEGLÄTTETE ZITATE:

DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8179&rubrik=61
SFH-11181 REKURS Dr. Lederbauer An das Landesgericht für Strafsachen Wien vom 1.9.2015, Kommentar Dr. Lederbauer vom 8.9.2015

Antrag: Der OGH möge diesem Rekurs Folge geben und das Erstgericht anweisen, die Hauptverhandlung von Neuem zu beginnen und alle Verhandlungen und Einvernahmen unmittelbar auf Tonaufnahmegerät und Videoaufnahmegerät aufzunehmen.

Per Web-ERV
An das
Landesgericht für Strafsachen Wien
Landesgerichtsstr. 11
1080 Wien

GZ 13 HV 44/2015 f

Gebührenfrei
Verfahrenshilfe

Angeklagter: Dr. Wolfgang LEDERBAUER
Dominikanerbastei 6
1010 Wien

vertreten durch:
RA Prof. Dr. Christian Winternitz LLM
A-1010 Wien
als Verfahrenshelfer

dieser vertreten durch RA Dr. Florian Perschler
1010 Wien, Heinrichsgasse 4
VOLLMACHT ERTEILT

wegen:   Strafverfahren

REKURS

1-fach

Der Angeklagte erhebt durch seinen ausgewiesenen Verfahrenshelfer gegen den Beschluss des OLG Wien vom 7. August 2015 zu Zahl AZ 21 BS 211/15f, mit dem die Beschwerde des Angeklagten zurückgewiesen wurde, über ausdrückliches Ersuchen des Verfahrensbeholfenen innerhalb offener Frist nachstehenden Rekurs:

Als Rekursgrund wird unrichtige rechtliche Beurteilung geltend gemacht.

1.   Der Angeklagte hat durch seinen Verfahrenshelfer zu Beginn der HV am 27.05.2015 den Antrag auf Aufzeichnung des gesamten Verlaufs der weiteren Hauptverhandlung auf Tonband und Videoband gestellt, da der Verlauf der zuvor durchgeführten Verhandlung sehr fragwürdig abgelaufen ist.

2.   Folgende Gründe und Vorkommnisse haben den Angeklagten dazu bewogen, seinen Verfahrenshelfer zu ersuchen, den gestellten Antrag an das Gericht zu richten:


1.   Die Anklage ist ohne hinreichende Ermittlungen erfolgt;

2.   Der vom Gericht beigezogene Sachverständige hat ein unvollständiges und falsches Gutachten erstattet;

3.   In der Hauptverhandlung vom 6.12.2006 hatte der Angeklagte keine Gelegenheit, seine Position der ihm vorgeworfenen Sachverhalte darzustellen;

4.   In der Hauptverhandlung vom März 2011 wurde ohne ersichtlichen Grund die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten angezweifelt und ein Gutachten des Psychiaters Dr Meszaros in Auftrag gegeben;

5.   Die Vorlage eines Privatgutachtens durch den Angeklagten, in dem die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten voll bestätigt wurde, wurde negiert und ungeachtet dessen die zwangsweise Vorführung des Angeklagten angeordnet;

6.   Die daraufhin erstattete Grundrechtsbeschwerde des Angeklagten war erfolgreich;

7.   Ein fragwürdiger handschriftlicher Aktenvermerk der Vorsitzenden des Kollegialgerichtes ist durch Zufall im Rahmen einer Akteneinsicht dem Angeklagten zur Kenntnis gelangt. Die Entstehung dieses Aktenvermerkes konnte bis zuletzt nicht aufgeklärt werden;

8.   Unhaltbare Vorwürfe der Staatanwaltschaft aufgrund des Gutachtens;

9.   Erweiterung der Anklage aufgrund unzureichender Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft;

10.   Absurde Vorwürfe des Richters Dr. Zeillinger, der Angeklagte hätte den Investoren Projekte "vorgegaukelt";

11.   Beschluss der Richterin Mag. Adegbite – Lewy, die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten durch den Sachverständigen Psychiater Dr. Meszaros untersuchen zu lassen;

12.   Beschluss der Richterin Mag. Adegbite – Lewy, den Angeklagten von der Polizei zum Psychiater vorführen zu lassen;

13.   Aktenvermerk der Richterin Mag. Adegbite – Lewy über ein behauptetes Telefonat mit einem Mitarbeiter der Rechtsanwaltskanzlei Kraft & Winternitz, der Angeklagte hätte eine gefährliche Drohung gemacht. (Es handelt sich um eine Absurdität ohnegleichen).

14.   Unglaubliche Verhandlungsführung und Befragung des Angeklagten durch den Richter Mag. Kreuter, klare Negierung der Bestimmungen der Strafprozessordnung;

15.   Falsche und unvollständige Protokollierung des Richters Mag. Kreuter bei der dritten Hauptverhandlung am 27.5.2015;

16.   Nichtannahme von Beweisanträgen durch den Richter Mag. Kreuter;

17.   Nichtaufnahme von persönlich in der Einlaufstelle des LG f Strafsachen Wien übergebenen Beweisanträgen in das Aktenverzeichnis;

18.   Verweigerung der Annahme von Beweisanträgen in Form von pdf-Dokumenten an die e-mail Adresse des Richters Mag. Kreuter.

19.   Verhalten des Richters Mag. Kreuter als Verhandlungsleiter, der seine Befangenheit eindeutig und mehrmals überdeutlich zeigte.

Diese Liste wurde auf ausdrückliches Ersuchen des Verfahrensbeholfenen ergänzt.

3.   Ebenso wird auf Wunsch des Verfahrensbeholfenen folgendes ausgeführt:


Im Beschluss des OLG Wien vom 7. August 2015 wird festgestellt, dass der Beschluss des Kollegialgerichts zu Beginn der HV vom 27.5.2015 ohne nähere Begründung abgewiesen wurde. Laut StPO muss aber jeder Beschluss begründet sein. Eine schlüssige Begründung durch das Kollegialgericht wäre im Übrigen aus folgenden Gründen sehr schwierig bzw. unmöglich gewesen:

1.   Richter Mag. Kreuter fragte nach dem Antrag des Verteidigers lautstark, ob jemand im Saal ein "Tonband" sehen würde. Offensichtlich meinte er ein "Tonaufnahmegerät". Dieser Passus der Verhandlung wurde übrigens nicht in das offizielle HV-Protokoll vom 27.5.2015 aufgenommen. Tatsächlich lag auf dem Richtertisch ein "Tonaufnahmegerät", das von mehreren Prozessbeobachtern und vom Angeklagten sowie von seinem Verteidiger gesehen wurde. Dass die Verhandlung tatsächlich mit einem Tonaufnahmegerät aufgenommen wurde, geht eindeutig aus der Textierung des vom Richter Mag. Kreuter verfassten Protokolls hervor. Aussagen wurden wörtlich übertragen. Es ist denkunmöglich, dass Richter Mag. Kreuter dieses Protokoll rund sechs Wochen nach der Verhandlung rein aus dem Gedächtnis verfasste.

2.   Im angefochtenen Beschluss des OLG Wien werden die Bestimmungen der StPO wiedergegeben. Es wurde darauf hingewiesen, dass eine wörtliche Wiedergabe von Aussagen in das Protokoll nur aufzunehmen ist, wenn dies für die Urteilsfällung erforderlich erscheint. Wie der bisherige Verlauf der Verhandlungen eindrucksvoll zeigt, wäre es notwendig gewesen bzw ist es nach wie vor notwendig, wörtliche Aussagen wiederzugeben, da dies für die Urteilsfällung (unbedingt) erforderlich ist. Demgegenüber wurde das Protokoll über die Hauptverhandlung am 27.5.2015 nicht nur unvollständig erstellt. Es war zT auch falsch. Dieser Fehler wurde durch einen Beschluss des Richters Mag. Kreuter korrigiert.

3.    Im oa Beschluss des OLG Wien werden folgende Bestimmungen der StPO hervorgehoben:

Ein Vorgehen nach § 271 a Abs 1 StPO kommt überhaupt nur dann in Betracht, wenn es der Vorsitzende für zweckmäßig erachtet, die Protokollführung nach Maßgabe der den Gerichten zur Verfügung stehenden Ausstattung durch die Verwendung technischer Einrichtungen zur Wort- oder Bildaufnahme zu unterstützen. In diesem Fall ist der gesamte Verlauf der Hauptverhandlung unmittelbar aufzunehmen.

Es wird nochmals klargestellt, dass dem Richter sehr wohl eine technische Einrichtung zur Wort- oder Bildaufnahme und zwar in Form eines Tonaufnahmegeräts zur Verfügung stand, das auch verwendet wurde. Daher hätte die gesamte Hauptverhandlung entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen mit dem ohnehin vorhandenen und tatsächlich eingesetzten Tonaufnahmegerät aufgenommen werden müssen.

4.   In der Beschwerde des Angeklagten vom 10.6.2015 wurden die Fakten im Detail dargestellt:

Auszüge:

Rechtsanwalt Dr. Winternitz hat zu Beginn der Verhandlung folgenden Antrag gestellt und kurz begründet:

- Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Video.
- Antrag zur Aufzeichnung der gesamten HV auf Tonband.
- Antrag zur Verfassung eines Wortprotokolls von der gesamten HV.

Nach dem erwähnten Antrag des Verteidigers Dr. Winternitz zog sich der Senat zurück und fasste den Beschluss, diesen Antrag abzulehnen.

Dr. Kreuter als vorsitzender Richter meinte dazu sinngemäß:

" Ich habe keine Videoanlage zur Verfügung ..."
" Ich habe kein Tonband zur Verfügung... "
etc.

Näheres wird dem Protokoll über die Hauptverhandlung zu entnehmen sein.

Jetzt kommt das Ungeheuerliche:

Andere Zuhörer und der Angeklagte haben bemerkt, dass auf dem Richtertisch, keine drei Meter vor mir sehr wohl ein eingeschaltetes Aufzeichnungsgerät lag. Die Verhandlung wurde also sehr wohl aufgenommen.

Die Tatsache, dass auf dem Richtertisch ein Aufzeichnungsgerät lag, wurde auch von RA Dr. Perschler, der den Verfahrenshelfer in der HV ablöste, bestätigt.

Der Angeklagte erhebt die oa Ausführungen zur detaillierten Begründung seines Rekurses gegen den erwähnten Beschluss vom 7. August 2015.

Der Angeklagte führt im Sinne des § 88 (1) STPO noch an:

Er sieht die Verletzung des Rechts darin, dass durch die Verweigerung des oa Antrags der tatsächliche Verlauf der Verhandlung mit wichtigen Details nicht vollständig wiedergegeben werden kann.

Wie seine oa Ausführungen schlüssig aufzeigen, wurde schon bei den bisherigen Hauptverhandlungen nicht vollständig bzw zT unrichtig protokolliert.

Solche Vorgänge sollten sich nach seinen Erfahrungen nicht wiederholen können.

Das OLG Wien hat sich mit keinem Wort mit diesen gravierenden Feststellungen in meiner Beschwerde befasst, sondern sich mit der Zitierung von Gesetzesstellen begnügt und die Beschwerde aus rein formalen Gründen zurück gewiesen.

4.   Das OLG Wien wies somit in der angefochtenen Entscheidung die Beschwerde des Angeklagten ab und begründete dies damit, dass der Verfahrenshelfer den Antrag zur Aufnahme der Hauptverhandlung auf Tonband und Videoband mit dem allgemeinen Hinweis auf die Vorkommnisse in der bisherigen Verfahrensführung gestützt habe und keinerlei nähere Ausführungen dazu erstattet habe.

5.   Das Kollegialgericht bzw Dr Kreuter hat den Verfahrenshelfer in der Verhandlung vom 27.05.2015 jedoch weder aufgefordert, die näheren Ausführungen zu den Vorkommnissen zu erstatten, noch war es erforderlich, diese auszuführen, da bereits aus der extrem langen Verfahrensdauer, dem mehrmaligen Richterwechsel und den oben unter Punkt 2. angeführten Gründen, die bei aufmerksamem Aktenstudium bereits ohne Ausführungen des Verteidigers aus dem Akt abzuleiten sind, das berechtigte Verlangen nach einem vollständigen Aufzeichnen der Hauptverhandlung ersichtlich ist. Der gesamte weitere Verlauf der Hauptverhandlung wäre daher unmittelbar aufzunehmen gewesen. Der Beschluss des Kollegialgerichts auf Abweisung des Antrages wurde zu Unrecht erlassen. Die Beschwerde des Angeklagten wurde zu Recht erhoben.

6.   Das Kollegialgericht wird daher anzuweisen sein, den weiteren Verlauf der Hauptverhandlung unmittelbar aufzunehmen, damit künftig die gesamte Hauptverhandlung und der Verlauf der Einvernahmen nachgeprüft werden können.

Es wird daher gestellt der Antrag:

Der OGH möge diesem Rekurs Folge geben und das Erstgericht anweisen, die Hauptverhandlung von Neuem zu beginnen und alle Verhandlungen und Einvernahmen unmittelbar auf Tonaufnahmegerät und Videoaufnahmegerät aufzunehmen.

Wien, am 01.09.2015
   
Dr. Wolfgang LEDERBAUER

Kommentar Dr. Lederbauer vom 8.9.2015:

RA Dr. Perschler hat hier eine vorbildliche Leistung erbracht.

Ich kann RA Dr. Perschler nur bestens weiterempfehlen.

GEGLÄTTETE-ZITATE-ENDE

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Titel: DR WOLFGANG LEDERBAUER BESCHWERDEN
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 16 November 2015, 05:44:56
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ZITAT ("7." wurde ergänzt): Zur Einvernahme dieser beiden Zeugen, sowie zur Beschlussfassung über die Beweisanträge wurde die 7. Hauptverhandlung auf den 16. Dezember 2015, 09:15 Uhr bis 16:00 Uhr, Landesgericht für Strafsachen Wien, Saal 311, erstreckt. ZITAT-ENDE

KURZ UND BÜNDIG:

Laut § 87 der Strafprozessordnung kann ich gegen Beschlüsse des Gerichts Beschwerden einreichen.

Vgl.: AUSZUG aus der StPO:

Beschwerden

§ 87. (1) Gegen gerichtliche Beschlüsse steht der Staatsanwaltschaft, dem Beschuldigten, soweit dessen Interessen unmittelbar betroffen sind, und jeder anderen Person, der durch den Beschluss unmittelbar Rechte verweigert werden oder Pflichten entstehen oder die von einem Zwangsmittel betroffen ist, gegen einen Beschluss, mit dem das Verfahren eingestellt wird, auch dem Privatbeteiligten Beschwerde an das Rechtsmittelgericht zu, soweit das Gesetz im Einzelnen nichts anderes bestimmt.

(2) Der Staatsanwaltschaft steht auch Beschwerde zu, wenn ihre Anträge gemäß § 101 Abs. 2 nicht erledigt wurden. Überdies steht jeder Person Beschwerde zu, die behauptet, durch das Gericht im Rahmen einer Beweisaufnahme in einem subjektiven Recht (§ 106 Abs. 1) verletzt worden zu sein.

(3) Aufschiebende Wirkung hat eine Beschwerde nur dann, wenn das Gesetz dies ausdrücklich vorsieht.

Im § 88 der Strafprozessordnung wird das Verfahren bei Beschwerden beschrieben.

Vgl.: AUSZUG aus der StPO:

Verfahren über Beschwerden

§ 88. (1) Die Beschwerde hat den Beschluss, Antrag oder Vorgang, auf den sie sich bezieht, anzuführen und anzugeben, worin die Verletzung des Rechts bestehen soll. Sie ist binnen vierzehn Tagen ab Bekanntmachung oder ab Kenntnis der Nichterledigung oder Verletzung des subjektiven Rechts schriftlich oder auf elektronischem Weg beim Gericht einzubringen oder im Fall der mündlichen Verkündung zu Protokoll zu geben.

(2) Eine Beschwerde gegen einen Beschluss, mit dem eine Anordnung der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren bewilligt wird, ist bei der Staatsanwaltschaft einzubringen. Die Staatsanwaltschaft hat die Beschwerde mit einer allfälligen Stellungnahme unverzüglich an das Gericht weiterzuleiten.

(3) Die Beschwerde ist dem Rechtsmittelgericht ohne Verzug mit dem Akt vorzulegen. Der Gang des Verfahrens darf dadurch nicht aufgehalten werden; erforderlichenfalls sind Kopien jener Aktenteile, die zur Fortführung des Verfahrens erforderlich sind, zurückzubehalten.

(4) Eine Beschwerde, die innerhalb der Frist beim Rechtsmittelgericht oder im Fall des Abs. 1 bei der Staatsanwaltschaft, im Fall des Abs. 2 beim Gericht eingebracht wird, gilt als rechtzeitig.

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(SFH 11267 MAIL WL an FP vom 2015111 1210)

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SFH-11267 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Perschler vom 11.11.2015 12.10 Uhr

Ich danke Ihnen für diesen Kurzbericht. Auch zu diesem möchte ich einige Anmerkungen machen, Fragen stellen und Weisungen geben. ...

Am 29.10.2015 um 15:03 schrieb Florian Perschler | Rechtsrat.at:

Sehr geehrter Herr Dr Lederbauer, von der Hauptverhandlung, die am 28.10.2015 vor dem LG f Strafsachen Wien in Ihrer Anwesenheit stattgefunden hat, möchte ich der Ordnung wegen wie folgt berichten:

Die Verhandlung wurde um 9:25 Uhr gestartet. Folgende Zeugen wurden am 28.10.2015 einvernommen:

DI Sepp Frank, DI Erik Riedel, Wilhelm Okresek, Prof. Fischl, Harald Rath sowie der Zeuge Zizelsberger. Hinsichtlich der protokollierten Aussagen verweise ich auf das HV-Protokoll, das ich Ihnen übermitteln werde, sobald es mir vorliegt.

Weiters wurde in der Verhandlung der Sachverständige Dr. Geringer ergänzend befragt, wobei vor allem Sie ausführliche Fragen an den Sachverständigen gerichtet haben.

Anmerkung Dr. Lederbauer vom 11.11.2015

Richtig. Es gab eine "ergänzende" Befragung  des Buchsachverständigen Dr. Geringer.

Die ersten Fragen wurden von mir bei der fünften  Hauptverhandlung vom 26.8.2015 gestellt. …

Ein Großteil Ihrer Fragen wurde mangels Relevanz vom Richter nicht zugelassen.

Anmerkung Dr. Lederbauer vom 11.11.2015

Die mangelnde Relevanz mag die Auffassung des Richters Mag. Kreuter sein. Übrigens dürften auch die beiden Schöffen dieser Meinung sein. Es gab ja zu jeder abgelehnten Frage Beschlüsse.

Ich halte folgendes fest:

Jede einzelne meiner Fragen an den Buchsachversändigen Dr. Geringer hängt engstens mit seinem  Gutachten, mit der darauf aufbauenden Anklageerweiterung der Staatsanwaltschaft auf schweren gewerbsmäßigen Betrug sowie mit seinen bisherigen Einvernahmen zusammen.

Wie sie sich erinnern werden, hat  Richter Mag. Kreuter bei der siebenten Hauptverhandlung am 28.10.2015 versucht, mir das  Stellen  weiterer Fragen zu untersagen. Darauf antwortete ich sinngemäß: "Herr Mag. Kreuter, ich mache sie darauf aufmerksam, dass sie sich strafbar machen, wenn sie mir das Stellen von Fragen verbieten.

Nach einer kurzen Pause erteilte mir Richter Mag. Kreuter  wieder das Wort und ich konnte weitere Fragen stellen. …

Wie wir in der Zwischenzeit festgestellt haben, wird nun die Hauptverhandlung sehr wohl zur Gänze mit einem Tonaufnahmegerät aufgenommen. Ich habe mich also mit dieser Forderung durchgesetzt.

Laut § 87 der Strafprozessordnung kann ich gegen Beschlüsse des Gerichts Beschwerden einreichen.

Vgl.: AUSZUG aus der StPO:

Beschwerden

§ 87. (1) Gegen gerichtliche Beschlüsse steht der Staatsanwaltschaft, dem Beschuldigten, soweit dessen Interessen unmittelbar betroffen sind, und jeder anderen Person, der durch den Beschluss unmittelbar Rechte verweigert werden oder Pflichten entstehen oder die von einem Zwangsmittel betroffen ist, gegen einen Beschluss, mit dem das Verfahren eingestellt wird, auch dem Privatbeteiligten Beschwerde an das Rechtsmittelgericht zu, soweit das Gesetz im Einzelnen nichts anderes bestimmt.

(2) Der Staatsanwaltschaft steht auch Beschwerde zu, wenn ihre Anträge gemäß § 101 Abs. 2 nicht erledigt wurden. Überdies steht jeder Person Beschwerde zu, die behauptet, durch das Gericht im Rahmen einer Beweisaufnahme in einem subjektiven Recht (§ 106 Abs. 1) verletzt worden zu sein.

(3) Aufschiebende Wirkung hat eine Beschwerde nur dann, wenn das Gesetz dies ausdrücklich vorsieht.

AUSZUG-ENDE

Solche Beschwerden müssen begründet sein. Eine solche (exakte) Begründung  kann aber nur aufgrund des Protokolls erfolgen.

In diesem Protokoll müssen also die Fragen, der Beschluss und die Begründung des Beschlusses eindeutig erkennbar sein.

Im § 88 der Strafprozessordnung wird das Verfahren bei Beschwerden beschrieben.

Vgl.: AUSZUG aus der StPO:

Verfahren über Beschwerden

§ 88. (1) Die Beschwerde hat den Beschluss, Antrag oder Vorgang, auf den sie sich bezieht, anzuführen und anzugeben, worin die Verletzung des Rechts bestehen soll. Sie ist binnen vierzehn Tagen ab Bekanntmachung oder ab Kenntnis der Nichterledigung oder Verletzung des subjektiven Rechts schriftlich oder auf elektronischem Weg beim Gericht einzubringen oder im Fall der mündlichen Verkündung zu Protokoll zu geben.

(2) Eine Beschwerde gegen einen Beschluss, mit dem eine Anordnung der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren bewilligt wird, ist bei der Staatsanwaltschaft einzubringen. Die Staatsanwaltschaft hat die Beschwerde mit einer allfälligen Stellungnahme unverzüglich an das Gericht weiterzuleiten.

(3) Die Beschwerde ist dem Rechtsmittelgericht ohne Verzug mit dem Akt vorzulegen. Der Gang des Verfahrens darf dadurch nicht aufgehalten werden; erforderlichenfalls sind Kopien jener Aktenteile, die zur Fortführung des Verfahrens erforderlich sind, zurückzubehalten.

(4) Eine Beschwerde, die innerhalb der Frist beim Rechtsmittelgericht oder im Fall des Abs. 1 bei der Staatsanwaltschaft, im Fall des Abs. 2 beim Gericht eingebracht wird, gilt als rechtzeitig.

AUSZUG-ENDE

Frage  Dr. Lederbauer vom  11.11.2015

Gilt die Frist von vierzehn Tagen laut § 87 der Strafprozessordnung ab dem Zeitpunkt der Beschlussfassung

oder

Gilt die Frist von vierzehn Tagen ab dem Zeitpunkt der Hinterlegung des Protokolls?

Heute ( 11.11.2015 ) läuft die Vierzehntagefrist nach der siebenten Hauptverhandlung am 28.10.2015 ab. Der guten Ordnung halber werde ich also - aus Zeitgründen - selbst eine solche Beschwerde beim LGfStrafsachen einbringen.

Auch diesbezüglich verweise ich auf das schriftliche Protokoll der HV.

Anmerkung Dr. Lederbauer vom 11.11.2015

Ich werde - aus gutem Grund - die Vollständigkeit und Richtigkeit gerade dieses Protokolls über die siebente  Hauptverhandlung am  28.10.2015 genau prüfen und Ihnen ggf einen Protokollberichtigungsantrag übersenden.

Wir haben ja schon zumindest zwei Mal erlebt, dass das Protokoll unrichtig war. Nur in einem Fall war Richter Mag. Kreuter bereit, die falsche Protokollierung zu korrigieren.

Der Antrag auf Ablehnung des Sachverständigen wurde mittels Beschluss des Richters wegen entschiedener Sache zurückgewiesen, dieser Beschluss wurde von mir gerügt und als Nichtigkeitsgrund zu Protokoll gegeben.

Anmerkung Dr. Lederbauer vom 11.11.2015

Zur "entschiedenen Sache":

Es ist richtig, dass ein derartiger Beschluss gefasst worden ist und Sie einen Nichtigkeitsgrund zu Protokoll gegeben haben.

Aber:

Nach diesem Antrag und nach der Einvernahme des Buchsachverständigen Dr. Geringer hat sich für mich eindeutig gezeigt, dass er Fragen nicht richtig beantwortet  und für mich eindeutig gezeigt hat, dass er für die Beurteilung der komplexen Fragestellungen nicht über die hinreichende fachliche Kompetenz verfügt.

Ich werde dies mit besonderer Akribie aufgrund der offiziellen Protokolle und der Transkription der stenografischen Mitschriften von Zuhören im Detail nachweisen.

Von mir wird also bis zur nächsten Hauptverhandlung am 16.12.2015 ein neuer Antrag auf Ablehnung des Buchsachversändigen Dr. Geringer und auf Bestellung eines neuen Buchsachverständigen und weiteter Sachverständiger ausgearbeitet werden.

Zur Verhandlung sind Zeugen Prof. Klemen sowie DI Günther Korp nicht erschienen. Aus diesem Grund konnte die HV noch nicht beendet werden.

Zur Einvernahme dieser beiden Zeugen, sowie zur Beschlussfassung über die Beweisanträge wurde die Hauptverhandlung auf den 16. Dezember 2015, 09:15 Uhr bis 16:00 Uhr, Landesgericht für Strafsachen Wien, Saal 311, erstreckt.

Anmerkung Dr. Lederbauer vom 11.11.2015

Um mich sehr deutlich auszudrücken:

Ich bin nicht bereit, dieses geradezu "kafkaesk" ablaufende Verfahren ohne die nötigen Reaktionen weiter zu ertragen.

Ich erinnere nur an die wichtigsten Ereignisse:

- Richter Mag. Kreuter verhöhnte bei der dritten Hauptverhandlung am 27.5.2015 geradezu meine Innovationstätigkeit. (Der genaue  Wortlaut wird noch beschreiben werden)

- "Wos hobns sie sich gedocht bei der Gründung der Dr. Wolfgang Lederbauer KEG?"

- "Worin besteht denn die Erfindung? Ein Autoreifen hat ja ein Loch in der Mitte, wie soll denn da der Lärmschutz möglich sein?  Die kleinen Schallwellchen können ja durch das Loch gehen …"

Auch die weiteren Bemerkungen, Fragen  und Beschlüsse des Richters Mag. Kreuter  zeigen, dass die Bestimmungen der Strafprozessordnung zT. in besonders krasser Form verletzt worden sind.

Ich werde die Fakten genauestens darstellen.

So kann das nicht weiter gehen. Ich werde daher die nötigen Schritte  setzen.

Ich darf nun mein Ersuchen laut email vom 24.10.2015 21.21 Uhr  nochmals wiederholen:

Vgl.:

» SFH-11266 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Perschler vom 24.10.2015 21.21 Uhr
wir haben nun beide einen Überblick, wie die bisherigen Hauptverhandlungen abgelaufen sind....
» http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8278&page=

und ersuche um Anberaumung einer Strategiesitzung in Ihrer Kanzlei bis spätens 25.11.2015.

Herzlichst W. Lederbauer

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Titel: DI DR WOLFGANG LEDERBAUER 16.12.2015 0915-1600 LGS WIEN 8. HAUPTVERHANDLUNG
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 12 Dezember 2015, 02:31:46
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SEITE 1 ANTWORT 13 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

Aktuell: 16.12.2015 09:15-16:00 8. HV am LGS WIEN
DI DR WOLFGANG LEDERBAUER 16.12.2015 0915-1600 LGS WIEN 8. HAUPTVERHANDLUNG

Quelle: http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8279&rubrik=94

ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER 16.12.2015 0915-1600 LGS W 8.HV
Aktueller Hinweis ZITAT: Zur Einvernahme dieser beiden Zeugen, sowie zur Beschlussfassung über die Beweisanträge wurde die Hauptverhandlung auf den 16. Dezember 2015, 09:15 Uhr bis 16:00 Uhr, Landesgericht für Strafsachen Wien, Saal 311, erstreckt. ZITAT-ENDE
Quelle: http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8279&rubrik=94
SFH-11267 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Perschler vom 11.11.2015 12.10  Uhr

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SFH-11298  Strafverfahren, Beweisanträge (Stand 11.12.2015 Teil 20 – Zählung Dr.  Lederbauer)
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8317&rubrik=94

KURZ UND BÜNDIG: PERSÖNLICHER HINWEIS: (*) Hinzugefügt. TEILE aus:
GEGLÄTTETE UND SINNGEMÄSS GEKÜRZTE TRANSKRIPTION:

Zunächst schicke ich voraus, dass mir bis 8.12.2015 noch kein Protokoll über die siebente Hauptverhandlung am 28.10.2015 zugesandt wurde, obwohl am 19.11.2015 von meinem Rechtsanwalt ein Antrag gestellt wurde. Eine Bezugnahme auf dieses Protokoll ist für weitere Begründungen desvorliegenden Beweisantrags sehr wichtig. ...

Der Richter Mag. Kreuter hat das Protokoll über die Hauptverhandlung am 27.5.2015 falsch bzw. unvollständig verfasst. ...

SFH-11384 e mail Dr. Perschler an Dr. Lederbauer vom 20.7.2015 15.44 Uhr
Ich habe jedenfalls für Sie die Berichtigung der Fehler im Protokoll beantragt.
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(*) DRUCKEN: http://www.so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8075&rubrik=94

Diesem Antrag wurde vom Richter Mag. Kreuter bei der vierten Hauptverhandlung am 22.7.2015 erfreulicherweise stattgegeben.

Demgegenüber wurde der Antrag auf Protokollberichtigung des Protokolls über die fünfte Hauptverhandlung vom 26.8.2015 vom Richter Mag. Kreuter mit Beschluss vom 30.9.2015 zu Zahl 13 HV 44/15f abgewiesen.

Gegen diesen Beschluss wurde eine Beschwerde vom 13.11.2015 eingereicht.

Vgl.: SFH-11288 e mail Dr. Perschler an Dr. Lederbauer 30. November 2015 14:45 Uhr (Beschwerde gegen Beschluss des Richters Mag. Kreuter vom 30.9.2015) anbei wie mit Ihnen besprochen die Beschwerde gegen den Beschluss vom 30.09.2015. Der Antrag auf gesonderte Ausfertigung der Beschlüsse, die vom Schöffensenat in den HV vom 30.09. und 28.10.2015 gefasst wurden, folgt gesondert.

http://www.so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=94&aid=8305&page=

(*) DRUCKEN http://www.so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8305&rubrik=94

... KURZ-UND-BÜNDIG-TEILE-aus: GEGLÄTTETE-UND-SINNGEMÄSS-GEKÜRZTE-TRANSKRIPTION-ENDE

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SFH-11300  Beweisanträge Nr. 19 - Zählung Dr. Lederbauer Strafverfahren,
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KURZ UND BÜNDIG: TEILE aus:
GEGLÄTTETE UND SINNGEMÄSS GEKÜRZTE TRANSKRIPTION:

Zunächst schicke ich voraus, dass mir bis 8.12.2015 noch kein Protokoll über die siebente Hauptverhandlung am 28.10.2015 zugesandt wurde, obwohl am 19.11.2015 von meinem Rechtsanwalt ein Antrag gestellt wurde. Eine Bezugnahme auf dieses Protokoll ist für die Begründungen des vorliegenden Beweisantrags sehr wichtig.

Ich behalte mir vor, nach Vorliegen des offiziellen Protokolls, diesen Beweisantrag bzw den weiteren Antrag noch zu ergänzen bzw. zu präzisieren. ...

Beweismittel: Dokument Nummer (013202 bis 013268)

Plausibiltät: Es soll bewiesen werden, dass Dr. Lederbauer dem Buchsachverständigen Dr. Geringer mit der e mail vom 20.5.2006 - also drei Monate vor der Erstellung seines Gutachtens vom 17.8.2006 mitgeteilt hat, dass alle Ausgaben für die Produkt- und Projektentwicklung von ECOOO-WALL von Dr. Lederbauer selbst bezahlt und in seiner Buchhaltung verbucht wurden.

Bei der siebenten Hauptverhandlung am 28.10.2015 wurde der Buchsachverständige Dr. Geringer von Dr. Lederbauer nochmals auf dieses Thema angesprochen. Seine Antwort ist dem (noch nicht vorliegenden Protokoll über die siebente Hauptverhandlung am 28.10.2015 zu entnehmen.)

In der siebenten Hauptverhandlung am 28.10.2015 wurden dem Buchsachverständige Dr. Geringer von Dr. Lederbauer einige Fragen zu seinem Gutachten gestellt, die zT nicht hinreichend beantwortet wurden.

Richter Mag. Kreuter untersagte Dr. Lederbauer sogar das Stellen weiterer Fragen an den Buchsachverständigen Dr. Geringer. Darauf stellte Dr. Lederbauer fest, dass er sich strafbar machen würde, wenn er ihm das Stellen von Fragen untersagen würde. Danach erlaubte der Richter Mag. Kreuter Dr. Lederbauer, weitere Fragen zu stellen. Kurz danach wurde die siebente Hauptverhandlung unterbrochen.

Jedenfalls ist klar, dass die Staatsanwaltschaft aufgrund dieses Gutachtens vom 17.8.2006 den Strafantrag auf "schweren gewerbsmässigen Betrug" ausgeweitet hatte.

Die Sachlage und die Aussagen der bisher vernommen Zeugen zeigen aber eindeutig, dass dieser Vorwurf vollkommen unhaltbar ist. ...

KURZ-UND-BÜNDIG-TEILE-aus: GEGLÄTTETE-UND-SINNGEMÄSS-GEKÜRZTE-TRANSKRIPTION-ENDE

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Titel: SFH DR WL kurz & bündig
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 02 Januar 2016, 03:31:31
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 1 ANTWORT 14 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.0

SFH DR WL kurz & bündig - DR WOLFGANG LEDERBAUER kurz & bündig: (Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung werden angemeldet.)
Gegen das Urteil vom 16.12.2015 werden Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet.


1.) SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT DEN RICHTER MAG THOMAS KREUTER AB
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8341&rubrik=94
2.) SFH 280 894 20151216 URTEIL 6 MONATE BEDINGT AUF 3 JAHRE
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8330&rubrik=76
3.) SFH 11342 MAIL DR WL an DR FP vom 20151218 0954
(DI DR WOLFGANG LEDERBAUER meldet Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.)
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8333&rubrik=94

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1.) SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT DEN RICHTER MAG THOMAS KREUTER AB

http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8341&rubrik=94

SFH-11350  Achte Hauptverhandlung am 16.12.2015 im LGS WIEN. ZITATE:

Ablehnungsantrag gegen Richter Mag. Kreuter vom 16.12.2015 (Seite 1 und 2)

Dr. Lederbauer versuchte seine Ablehnung des Richters wegen Befangenheit und mangelnde Kompetenz durch das Vortragen bzw. Vorlesen der vorliegenden Dokumentation zu begründen. Mag. Kreuter lehnt dies ab. ... ZITAT: OGH 4Nc27/14d ZITAT-ENDE

ZITATE-ENDE

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2.) SFH 280 894 20151216 URTEIL 6 MONATE BEDINGT AUF 3 JAHRE

DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8330&rubrik=76

GEGLÄTTETE ZITATE:

Das Urteil lautet: Sechs  Monate bedingt auf drei Jahre.

Gegen dieses Urteil gibt es folgende Rechtsmittel:

Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung.

Die Frist zur Einbringung endet drei Tage nach dem 16.12.2015

GEGLÄTTETE-ZITATE-ENDE

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3.) SFH 11342 MAIL DR WL an DR FP vom 20151218 0954
(DI DR WOLFGANG LEDERBAUER meldet Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.)

http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8333&rubrik=94

SFH-11342 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Perschler vom 18.12.2015 09.54 Uhr

GEGLÄTTETE ZITATE: Nach sorgfältiger Überlegung habe ich mich entschlossen, beide Rechtsmittel - Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung - zu ergreifen. ... Ich bitte Sie, Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung, zusammen mit dem oa Antrag auf Fristverlängerung noch heute (18.12.2015) bei Gericht einzubringen. ... Stellen Sie bitte gleichzeitig unter Hinweis auf § 285 (2) und (3) der StPO den Antrag, die Frist von einem Monat (ab Übersendung des schriftlichen Urteils) auf drei Monate zu verlängern. ... StPO § 285 (2) Im Falle extremen Umfangs des Verfahrens ... GEGLÄTTETE-ZITATE-ENDE

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Zu 1.) SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT DEN RICHTER MAG THOMAS KREUTER AB
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8341&rubrik=94
SFH-11350  Achte Hauptverhandlung am 16.12.2015 im LGS WIEN. ZITATE:
Ablehnungsantrag gegen Richter Mag. Kreuter vom 16.12.2015 (Seite 1 und 2)
Dr. Lederbauer versuchte seine Ablehnung des Richters wegen Befangenheit und mangelnde Kompetenz durch das Vortragen bzw. Vorlesen der vorliegenden Dokumentation zu begründen. Mag. Kreuter lehnt dies ab. ... ZITAT: OGH 4Nc27/14d ZITAT-ENDE
ZITATE-ENDE

Zur Dokumentation und zum Beweis:

SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT MAG THOMAS KREUTER AB 1.jpg

(http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=9390)

SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT MAG THOMAS KREUTER AB 1.jpg
http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=9390

SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT MAG THOMAS KREUTER AB 2.jpg

(http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=dlattach;topic=950.0;attach=9392)

SFH 11350 HV 8 am 20151216 DR WOLFGANG LEDERBAUER LEHNT MAG THOMAS KREUTER AB 2.jpg
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Zu 2.) SFH 280 894 20151216 URTEIL 6 MONATE BEDINGT AUF 3 JAHRE
DRUCKEN http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8330&rubrik=76
Das Urteil lautet: Sechs  Monate bedingt auf drei Jahre. Gegen dieses Urteil gibt es folgende Rechtsmittel: Nichtigkeitsbeschwerde und  Berufung. Die Frist zur Einbringung endet drei Tage nach dem 16.12.2015

Auszug aus der Strafprozessordnung: ...

I. Rechtsmittel gegen das Urteil

§ 280. Gegen die Urteile der Landesgerichte als Schöffengerichte (§ 31 Abs. 3) stehen nur die Rechtsmittel der Nichtigkeitsbeschwerde und der Berufung offen. Die Nichtigkeitsbeschwerde geht an den Obersten Gerichtshof, die Berufung an das Oberlandesgericht.

Auszug aus der Strafprozessordnung:

1. Verfahren bei Nichtigkeitsbeschwerden

§ 281. (1) Die Nichtigkeitsbeschwerde kann gegen ein freisprechendes Urteil nur zum Nachteile, gegen ein verurteilendes sowohl zum Vorteile als auch zum Nachteile des Angeklagten ergriffen werden, jedoch, sofern sie nicht nach besonderen gesetzlichen Vorschriften auch in anderen Fällen zugelassen ist, nur wegen eines der folgenden Nichtigkeitsgründe:

1. wenn das Schöffengericht nicht gehörig besetzt war, wenn nicht alle Richter der ganzen Verhandlung beiwohnten oder wenn sich ein ausgeschlossener Richter (§§ 43 und 46) an der Entscheidung beteiligte; es sei denn, daß der die Nichtigkeit begründende Tatumstand dem Beschwerdeführer noch vor oder während der Hauptverhandlung bekannt und von ihm nicht gleich beim Beginne der Hauptverhandlung oder sofort, nachdem er in dessen Kenntnis gelangt war, geltend gemacht wurde;

1a. wenn der Angeklagte nicht während der ganzen Hauptverhandlung durch einen Verteidiger vertreten war, obwohl dies zwingend vorgeschrieben war;

2. wenn ein Protokoll oder ein anderes amtliches Schriftstück über eine nichtige Erkundigung oder Beweisaufnahme im Ermittlungsverfahren trotz Widerspruchs des Beschwerdeführers in der Hauptverhandlung verlesen wurde;

3. wenn in der Hauptverhandlung eine Bestimmung verletzt oder missachtet worden ist, deren Einhaltung das Gesetz bei sonstiger Nichtigkeit anordnet (§§ 126 Abs. 4, 140 Abs. 1, 144 Abs. 1, 155 Abs. 1, 157 Abs. 2 und 159 Abs. 3, 221 Abs. 2, 228, 240a, 250, 252, 260, 271, 427, 430 Abs. 3 und 4 sowie 439 Abs. 1 und 2);

4. wenn während der Hauptverhandlung über einen Antrag des Beschwerdeführers nicht erkannt worden ist oder wenn durch einen gegen seinen Antrag oder Widerspruch gefassten Beschluss Gesetze oder Grundsätze des Verfahrens hintangesetzt oder unrichtig angewendet worden sind, deren Beobachtung durch grundrechtliche Vorschriften, insbesondere durch Art. 6 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, » BGBl. Nr. 210/1958 oder sonst durch das Wesen eines die Strafverfolgung und die Verteidigung sichernden, fairen Verfahrens geboten ist;

5. wenn der Ausspruch des Schöffengerichts über entscheidende Tatsachen (§ 270 Abs. 2 Z 4 und 5) undeutlich, unvollständig oder mit sich selbst im Widerspruch ist; wenn für diesen Ausspruch keine oder nur offenbar unzureichende Gründe angegeben sind; oder wenn zwischen den Angaben der Entscheidungsgründe über den Inhalt einer bei den Akten befindlichen Urkunde oder über eine Aussage und der Urkunde oder dem Vernehmungs- oder Sitzungsprotokoll selbst ein erheblicher Widerspruch besteht;

5a. wenn sich aus den Akten erhebliche Bedenken gegen die Richtigkeit der dem Ausspruch über die Schuld zugrunde gelegten entscheidenden Tatsachen ergeben;

6. wenn das Schöffengericht zu Unrecht seine Unzuständigkeit (§ 261) ausgesprochen hat;
   
7. wenn das ergangene Endurteil die Anklage nicht erledigt oder

8. diese gegen die Vorschrift der §§ 262, 263 und 267 überschritten hat;

9. wenn durch den Ausspruch über die Frage,

a) ob die dem Angeklagten zur Last fallende Tat eine zur Zuständigkeit der Gerichte gehörige strafbare Handlung begründe;

b) ob Umstände vorhanden seien, durch die die Strafbarkeit der Tat aufgehoben oder die Verfolgung wegen der Tat ausgeschlossen ist, endlich

c) ob die nach dem Gesetz erforderliche Anklage fehle, ein Gesetz verletzt oder unrichtig angewendet wurde;

10. wenn die der Entscheidung zugrunde liegende Tat durch unrichtige Gesetzesauslegung einem Strafgesetz unterzogen wurde, das darauf nicht anzuwenden ist;

10a. wenn nach der Bestimmung des § 199 über die Einstellung des Verfahrens, anderen auf sie verweisenden Vorschriften oder nach § 37 SMG vorzugehen gewesen wäre;

11. wenn das Schöffengericht seine Strafbefugnis überschritten oder bei dem Ausspruch über die Strafe für die Strafbemessung maßgebende entscheidende Tatsachen offenbar unrichtig beurteilt oder in unvertretbarer Weise gegen Bestimmungen über die Strafbemessung verstoßen hat.

(2) Die im Abs. 1 Z 1a und 5a erwähnten Nichtigkeitsgründe können zum Nachteil des Angeklagten nicht geltend gemacht werden.

(3) Die unter Abs. 1 Z 2, 3 und 4 erwähnten Nichtigkeitsgründe können zum Vorteile des Angeklagten nicht geltend gemacht werden, wenn unzweifelhaft erkennbar ist, daß die Formverletzung auf die Entscheidung keinen dem Angeklagten nachteiligen Einfluß üben konnte. Zum Nachteile des Angeklagten können sie, abgesehen von dem im § 282 Abs. 2 geregelten Fall, nur geltend gemacht werden, wenn erkennbar ist, daß die Formverletzung einen die Anklage beeinträchtigenden Einfluß auf die Entscheidung zu üben vermochte, und wenn außerdem der Ankläger sich ihr widersetzt, die Entscheidung des Schöffengerichts begehrt und sich sofort nach der Verweigerung oder Verkündung dieser Entscheidung die Nichtigkeitsbeschwerde vorbehalten hat.

§ 284. (1) Die Nichtigkeitsbeschwerde ist binnen drei Tagen nach Verkündung des Urteiles beim Landesgericht anzumelden. War der Angeklagte bei der Verkündung des Urteiles nicht gegenwärtig (§ 234), so ist sie binnen drei Tagen anzumelden, nachdem er vom Urteile verständigt wurde (§ 269).

(2) Für die im § 282 erwähnten Angehörigen des Angeklagten läuft die Frist zur Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde von demselben Tage, von dem an sie für den Angeklagten beginnt.

(3) Die Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde hat aufschiebende Wirkung. Die Entlassung eines freigesprochenen Angeklagten aus der Haft darf nur wegen einer Nichtigkeitsbeschwerde des Staatsanwaltes, und zwar bloß dann aufgeschoben werden, wenn diese sogleich bei Verkündung des Urteiles angemeldet wird und nach den Umständen die Annahme begründet ist, daß sich der Angeklagte dem Verfahren durch die Flucht entziehen werde. Gegen die Entlassung aus der Haft ist kein Rechtsmittel zulässig.

(4) Dem Beschwerdeführer muß, sofern dies nicht schon geschehen ist, eine Urteilsabschrift zugestellt werden. ...

§ 285. (1) Der Beschwerdeführer hat das Recht, binnen vier Wochen nach der Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde, wenn ihm eine Urteilsabschrift aber erst nach der Anmeldung des Rechtsmittels zugestellt wurde, binnen vier Wochen nach der Zustellung eine Ausführung seiner Beschwerdegründe beim Gericht in zweifacher Ausfertigung zu überreichen. Er muss entweder in dieser Schrift oder bei Anmeldung seiner Beschwerde die Nichtigkeitsgründe einzeln und bestimmt bezeichnen, widrigens auf seine Beschwerde vom Obersten Gerichtshofe keine Rücksicht zu nehmen ist.

(2) Im Falle extremen Umfangs des Verfahrens hat das Landesgericht die in Abs. 1 genannte Frist auf Antrag des Beschwerdeführers um den Zeitraum zu verlängern, der – insbesondere im Hinblick auf eine ganz außergewöhnliche Dauer der Hauptverhandlung, einen solchen Umfang des Hauptverhandlungsprotokolls, des übrigen Akteninhalts und der Urteilsausfertigung – erforderlich ist, um eine ausreichende Vorbereitung der Verteidigung (Art. 6 Abs. 3 lit. b der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, » BGBl. Nr. 210/1958, und Art. 2 des 7. Zusatzprotokolls, » BGBl. Nr. 628/1988) oder der Verfolgung der Anklage zu gewährleisten.

(3) Ein Antrag nach Abs. 2 ist beim Landesgericht innerhalb der zur Ausführung der Beschwerde ansonsten zur Verfügung stehenden Frist schriftlich einzubringen. Über den Antrag entscheidet der Vorsitzende nach Maßgabe der in Abs. 2 genannten Kriterien und unter Bedachtnahme auf das Erfordernis einer angemessenen Dauer des Verfahrens (Art. 6 Abs. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, » BGBl. Nr. 210/1958); gegen seinen Beschluss steht eine Beschwerde nicht zu. Die Zeit von der Antragstellung bis zur Bekanntmachung des Beschlusses wird in die Frist zur Ausführung der Gründe der Nichtigkeitsbeschwerde nicht eingerechnet; diese beginnt jedenfalls nicht zu laufen, ehe der Beschluss über den Antrag bekannt gemacht ist.

(4) Hat der Beschwerdeführer eine Beschwerdeschrift eingebracht, so ist sie seinem Gegner mit der Belehrung zuzustellen, dass er binnen vier Wochen seine Gegenausführung überreichen könne. Diese Frist kann unter sinngemäßer Anwendung der Abs. 2 und 3 verlängert werden.

(5) Die Gegenausführung ist dem Beschwerdeführer zuzustellen. Danach sind alle Akten an den Obersten Gerichtshof zu senden, der darüber zu entscheiden hat.

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Zu 3.) SFH 11342 MAIL DR WL an DR FP vom 20151218 0954
(DI DR WOLFGANG LEDERBAUER meldet Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.)
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=8333&rubrik=94
SFH-11342 e mail Dr. Lederbauer an Dr. Perschler vom 18.12.2015 09.54 Uhr

GEGLÄTTETE ZITATE: Nach sorgfältiger Überlegung habe ich mich entschlossen, beide Rechtsmittel - Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung - zu ergreifen. ... Ich bitte Sie, Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung, zusammen mit dem oa Antrag auf Fristverlängerung noch heute (18.12.2015) bei Gericht einzubringen.

18.12.2015 09.54 Uhr Lieber Herr Dr. Perschler, vielen Dank für diesen Bericht.

Nach sorgfältiger Überlegung habe ich mich entschlossen, beide Rechtsmittel - Nichtigkeitsbeschwerde  und Berufung - zu ergreifen.

Stellen Sie bitte gleichzeitig unter Hinweis auf § 285 (2) und (3) der StPO den Antrag, die Frist von einem Monat (ab Übersendung des schriftlichen Urteils) auf drei Monate zu verlängern.

Dieser Paragraf lautet bekanntlich:

(2) Im Falle extremen Umfangs des Verfahrens hat das Landesgericht die in Abs. 1 genannte Frist auf Antrag des Beschwerdeführers um den Zeitraum zu verlängern, der – insbesondere im Hinblick auf eine ganz außergewöhnliche Dauer der Hauptverhandlung, einen solchen Umfang des Hauptverhandlungsprotokolls, des übrigen Akteninhalts und der Urteilsausfertigung – erforderlich ist, um eine ausreichende Vorbereitung der Verteidigung (Art. 6 Abs. 3 lit. b der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, » » BGBl. Nr. 210/1958, und Art. 2 des 7. Zusatzprotokolls, » » BGBl. Nr. 628/1988) oder der Verfolgung der Anklage zu gewährleisten.

bzw.

(3) Ein Antrag nach Abs. 2 ist beim Landesgericht innerhalb der zur Ausführung der Beschwerde ansonsten zur Verfügung stehenden Frist schriftlich einzubringen. Über den Antrag entscheidet der Vorsitzende nach Maßgabe der in Abs. 2 genannten Kriterien und unter Bedachtnahme auf das Erfordernis einer angemessenen Dauer des Verfahrens (Art. 6 Abs. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, » » BGBl. Nr. 210/1958); gegen seinen Beschluss steht eine Beschwerde nicht zu. Die Zeit von der Antragstellung bis zur Bekanntmachung des Beschlusses wird in die Frist zur Ausführung der Gründe der Nichtigkeitsbeschwerde nicht eingerechnet; diese beginnt jedenfalls nicht zu laufen, ehe der Beschluss über den Antrag bekannt gemacht ist.

Ich bitte Sie, Nichtigkeitsbeschwerde und  Berufung, zusammen mit dem oa Antrag auf Fristverlängerung noch heute ( 18.12.2015 ) bei Gericht einzubringen.

Selbstverständlich werde ich das Konzept für  die Nichtigkeitsbeschwerde und  Berufung selbst verfassen. Wegen der besonderen Komplexität und der Ereignisse bei den insgesamt acht Hauptverhandlungen beginne ich damit sofort.

Ich bitte Sie abschließend, mich nach Absendung dieser Unterlagen noch heute bis 17 Uhr darüber per e mail zu informieren.

Herzlichst W. Lederbauer

GEGLÄTTETE-ZITATE-ENDE

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Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER | 27.09.2017 HV PROTOKOLL
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 22 Oktober 2017, 01:30:22
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 2 ANTWORT 15 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.15

Aktuell und sinngemäß: 16.11.2017 10:00-13:30 LGS W
http://www.so-for-humanity.com2000.at/

DO 16.11.2018 10:00-13:30 (voraussichtliches Ende) 10. HV am LGS WIEN (2. HV nach dem OGH-Beschluss) Information über die 10. Hauptverhandlung gegen Dr. Wolfgang Lederbauer am (DONNERSTAG) 16.11.2017 im LG für Strafsachen WIEN Datum: 16. November 2017 Beginn: 10:00 Uhr (voraussichtliches Ende 13:30 Uhr) Saal 210/ 2. Stock DER EINGANG ZU DEN VERHANDLUNGSSÄLEN BEFINDET SICH IN WIEN 8., WICKENBURGGASSE  22 !!! DI Dr. Wolfgang Lederbauer ersucht höflich um Prozessbeobachter und korrekte Prozessberichte.

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Inhaltsverzeichnis Seite 2:

SEITE 2 ANTWORT 16:
Teilmaschinelle Transkription: PROTOKOLL über die HAUPTVERHANDLUNG am 27.09.2017
Quelle: http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=9277&rubrik=94
SFH-140299 Landesgericht für Strafsachen Wien, Verfahren gegen Dr. Lederbauer am 27.9.2017, Protokoll über die Hauptverhandlung

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Persönliche Hinweise: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für externe Inhalte kann keine Verantwortung übernommen werden. Dateien, Zitate, Transkriptionen etc nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl aller Menschenkinder zur Dokumentation und zum Beweis jedoch ohne jegliche Gewähr.

Titel: SFH 140299 PROTOKOLL
Beitrag von: Andreas Ranovsky am 22 Oktober 2017, 01:34:21
ZZ SFH SO FOR HUMANITY DI DR WOLFGANG LEDERBAUER
SEITE 2 ANTWORT 16 http://www.dieaufdecker.com/index.php?topic=950.15

Teilmaschinelle Transkription: PROTOKOLL über die HAUPTVERHANDLUNG am 27.09.2017,
Hinweis: Seitennummern werden gekürzt am Anfang jeder Seite angegeben, ausgenommen Seitennummern mit f.
Quelle: SFH 140299 PROTOKOLL über die HAUPTVERHANDLUNG am 27.09.2017
http://so-for-humanity.com2000.at/printme.php?aid=9277&rubrik=94
SFH-140299 Landesgericht für Strafsachen Wien, Verfahren gegen Dr. Lederbauer am 27.9.2017, Protokoll über die Hauptverhandlung
Der Angeklagte bedankt sich für diese Prozessführung.

ZITATE:

1 von 56: 013 Hv 44/15f StPOForm. Prot 10 (Protokoll über die Hauptverhandlung im Verfahren vor dem Einzelrichter) Erl. 611.710/33 – II.3/01 Hinterlegt am 03.10.2017 - 09:24

REPUBLIK ÖSTERREICH
LANDESGERICHT FÜR STRAFSACHEN WIEN

013 Hv 44/15f
(Bitte in allen Eingaben anführen)
Landesgerichtsstr. 11
1080 Wien
Tel.: +43 (0)1 40127-0
HAUPTVERHANDLUNG
Fertiggestellt und übergeben 29. September 2017
STRAFSACHE:
Gegen: DI Dr. Wolfgang A. LEDERBAUER
Wegen: §§ 159 Absatz 1, 161 Absatz 1 StGB
Ort: Landesgericht für Strafsachen Wien
Zeit: 27.9.2017, 9.00 Uhr
Einzelrichter/in: Mag. Christina Salzborn
Schriftführer/in: FI Bettina Moser
Dolmetscher/in: --------------
Ankläger/in: StA Mag. Judith Ziska
Opfervertreter: Mag. Lukas Hock, kl. LU vom 1.9.2017 (bis 9.22 Uhr anwesend) für Mag. Gregor Olivier Rathkolb, dieser für Prof. Prim. Dr. Otto Rathkolb
Angeklagte/r: DI Dr. Wolfgang A. LEDERBAUER
ANWESENDE:
DI Dr. Wolfgang A. LEDERBAUER
Verteidiger/in: Dr. Florian Perschler für Dr. Christian Winternitz, SV ert.

2 von 56:

PROTOKOLL
Die Sache wird aufgerufen.
Die Verhandlung ist Markierfeld öffentlich. Markierfeld nicht öffentlich.

Die Einzelrichterin gibt an: Wir sind im zweiten Rechtsgang, darum eine neue Richterin. Der OGH hat beim Urteil gesagt, dass jetzt von einem Einzelrichter zu verhandeln ist, aufgrund der herabgesetzten Strafdrohung, das heißt, ich bin heute alleine für diesen Akt zuständig.

Aufgrund der sehr sehr langen Verfahrensdauer und des Umstandes, dass das UR-Verfahren bereits eine Zahl aus 2005 hat, habe ich mir gedacht, wir beginnen bei den Generalien von vorne und ich schaue, ob alles stimmt.

Der Verteidiger gibt an: Ich bin als Verfahrenshelfer beauftragt, zu Beginn der Verhandlung, noch einmal den Antrag zu stellen, die gesamte Verhandlung mit Wort– und Bildaufnahme zu protokollieren und ein umfassendes Protokoll zu verfassen, und zwar mit der Begründung, die auch im Akt liegt, dass Unregelmäßigkeiten und falsche und unvollständige Protokolle in den bisherigen Hauptverhandlungen stattgefunden hätten, vor allem unter Rat ZEILINGER, ADEGBITE-LEWY und teilweise KREUTER zu Beginn, aber das ist dann eh besser geworden. Der Antrag wurde schon einmal gestellt, der wurde abgelehnt.

Einzelrichterin: Es gab eine OLG-Entscheidung darüber, meines Wissens.

Verteidiger: Ja, weil es ist nicht substanziert begründet gewesen und die Frage jetzt vom Angeklagten, ob das, Ihres Erachtens, die ausreichende Begründung ist, sonst könnte man noch weitere Begründungen ausführen.

Einzelrichterin: Ich kenne die Problematik aus dem Akt. Der Akt ist recht umfangreich, aber das ist mir natürlich bekannt. Grundsätzlich gibt die StPO dem Vorsitzenden die Möglichkeit, wenn er es für zweckmäßig erachtet.

3f von 56:

Die Einzelrichterin verkündet den BESCHLUSS auf Abweisung des Antrages.

Begründung: Gemäß § 271 a StPO kann der Vorsitzende, wenn er es für zweckmäßig erachtet, die Protokollführung, nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Ausstattung, durch die Verwendung von technischen Einrichtungen zu Wort- und Bildaufnahme unterstützen.

Im gegenständlichen Fall wurde für die Gerichtsverhandlung eine professionelle Schriftführerin zur Verfügung gestellt. Das Protokoll hat nach der StPO als Resümee-Protokoll erstellt zu werden, wobei es den Parteien zusteht, relevante Passagen wortwörtlich in das Protokoll aufnehmen zu lassen.

Der Umstand, dass nach Ansicht des Angeklagten bei früheren Verhandlungen seiner Ansicht nach Unregelmäßigkeiten bei der Protokollierung vorgefallen sind, stellt für die Vorsitzende keinen Grund dar, hier die Wort- und Bildaufnahme zu verfügen.

Erfahrungsgemäß wird das Protokoll von der anwesenden Schriftführerin in ausgezeichneter, der StPO entsprechender, Form verfasst und wird den Parteien während der Verhandlung selbstverständlich die Möglichkeit gegeben, mit einer entsprechenden Begründung die wortwörtliche Protokollierung, z.B. gewisser Antworten oder Fragen, zu beantragen.

Angeklagter: Vor Ihnen liegt ein Tonband, das ist eingeschaltet, und vielleicht könnten wir das auch protokollieren, dass sehr wohl ein Tonband, dass ich sehr begrüße, hier eingeschaltet ist, bitte dies zu protokollieren.

Festgehalten wird, dass von der Schriftführerin ein Diktaphon am Richtertisch liegt, welches als Hilfsmittel für die Schriftführerin während der Verhandlung aufzeichnet.

Einzelrichterin: Im Hinblick darauf ersuche ich gleich eingangs, bei Beantwortung von Fragen, beim Tempo darauf zu achten, dass die Schriftführerin mitkommt. Wir haben es hier mit einer der besten Schriftführerin des Hauses zu tun, die wirklich wie ein Wind schreibt, aber mit fortschreitender Verhandlungsdauer ermüden natürlich auch die Handgelenke.

Angeklagter: Ja. Ich stelle aber noch den Antrag, dass dieses Tonband so lange aufgehoben wird, bis wir das Protokoll der Verhandlung bekommen und wir möglicherweise einen Vergleich machen können zwischen Tonband und der schriftlichen Protokollierung.

4 von 56:

Einzelrichterin: Dem Antrag wird Folge gegeben. Es ist an und für sich übliche Praxis, weil das auch für allfällige Protokollsberichtigungsanträge dient, wenn man viele Stunden verhandelt, weiß man selbst manchmal auch nicht mehr, was es genau war, und dafür haben wir auch unsere Profi-Schriftführer.

Der Angeklagte DI Dr. Wolfgang A. LEDERBAUER gibt über seine persönlichen Verhältnisse an:

Generalien überprüft und ergänzt: geboren am 3.12.1945 in Graz; österreichischer Staatsbürger; Pensionist; wohnhaft in der Dominkanerbastei 6/7, 1010 Wien; monatliches Einkommen: brutto ca. Euro 2.500,--, Euro 2.600,-- Pension, netto Euro 1.200,-- mit Abzug des Unterhalts; 1 Tochter (16 Jahre); Schuldbildung: 4 Jahre VS, 8 Jahre Real-Gymnasium, Militär, technische Universität Graz (Wirtschaftsingenieurwesen und Bauwesen; Doktorat; zuletzt beim Rechnungshof (ausgeschieden im Juni 2000, durch eine Entlassung);

Einzelrichterin: Also eigentlich so auch die Zeit, wo Sie mit Ihrem Projekt bereits beschäftigt waren, da sind Sie ja seit den 80iger Jahren bereits beschäftigt, richtig?

Angeklagter: Ja.

Einzelrichterin: Vorstrafen haben Sie keine?

Angeklagter: Nein.

Verlesen wird die aktuelle Strafregisterauskunft ON 283.

Die Richterin ermahnt den Angeklagten, aufmerksam der vorzutragenden Anklage und dem Gang der Verhandlung zu folgen.

5 von 56:

Opfervertreter: Beim Mag. KREUTER war noch die Ladung als Privatbeteiligtenvertreter.

Einzelrichterin: Anfangs, und bei der Einvernahme hat sich gezeigt, dass der Anspruch eigentlich im Konkurs erledigt ist und deshalb ein Anschluss in dem Sinn nicht mehr möglich ist.

Der Opfervertreter gibt an, dass ein PB-Anschluss nicht mehr möglich ist und er sich daher um 9.22 Uhr wieder entfernt, er ersucht um eine Protokollsabschrift an Mag. RATHKOLB.

Die Anklägerin trägt die Anklagepunkte samt Begründung vor.

Hierauf vergewissert sich die Richterin, dass der Angeklagte von Gegenstand und Umfang der Anklage ausreichend in Kenntnis gesetzt ist.

Einzelrichterin: Es ist bekannt, dass die StPO die Protokollierung vom Vortrag von Anklage und Gegenäußerung nicht vorsieht.

Verteidiger: Okay, dann wird das nicht protokolliert, aber vortragen darf ich es.

Einzelrichterin: Natürlich, aber grundsätzlich sieht die StPO eine wortwörtliche Protokollierung des Anklagevortrages und der Replik nicht vor.

Verteidiger: Es ist auch schriftlich schon wiederholt vorgebracht, auch zuletzt jetzt in meiner Eingabe. Es gibt ergänzende Ausführungen vom 21.9.2017, die wir am 25.9.2017 eingebracht haben.

Der Verteidiger legt vor eine Teil-Gleichschrift, die sonst 74 Seiten umfasst.

Der Verteidiger erstattet Gegenäußerung und führt aus, dass es vom 21.9.2017 einen Schriftsatz gibt, welcher am 25.9.2017 um 19.43 Uhr eingebracht und angenommen wurde.

6f von 56:

Angeklagter: Mein Anwalt hat, neben meinen umfangreichen Ausführungen, vor allem auf den letzten fünf Seiten, die ich da habe, das Wesentliche vorgebracht.

Festgehalten wird, dass von der Kanzlei der Schriftsatz in die Verhandlung nach gebracht und zum Akt genommen wird.

Dem Verteidiger wird die Teil-Gleichschrift wieder ausgefolgt.

Der Verteidiger erstattet weiterhin Gegenäußerung.

Angeklagter: Stichwort Erbe, das war Euro 700.000,--, das ist eine halbe Villa in Graz und ein Grundstück. Im April 2001 ist mein Vater gestorben.

Einzelrichterin: Das ist natürlich auch aufgrund der Entscheidung des OGH ein Punkt, den man rein rechnerisch sofort nachprüfen kann, das Thema der Verjährung.

Verjährung liegt grundsätzlich bei beiden angeklagten Punkten nicht vor, weil wir haben hier die Zäsur mit 1.1.08. Das Verfahren hat noch in der alten Ägide begonnen, wo es noch Untersuchungsrichter gab. Da war damals für die Hemmung der Verjährung die Gerichtsanhängigkeit der Anknüpfungspunkt. Die Gerichtsanhängigkeit ist davor gegeben, und da verweist der OGH in seiner Entscheidung auch darauf, grundsätzlich schon einmal durch die Bestellung des Sachverständigen durch die Kollegin KRAUSAM, jedenfalls aber durch die Einvernahme im Dezember 2006 bei der Hauptverhandlung, Vorsitz Dr. ZEILINGER. Danach, nach 2008 ist es jedenfalls Einbringung Anklage, Strafantrag. Die Zurückweisung hat da an und für sich keine Konsequenzen.

Hier ist, sowohl nach der alten Gesetzeslage, als auch nach der neuen Gesetzeslage, wenn man jetzt berücksichtigt letzter Stichtag ist 20.1.2005, dann hätten wir ab 20.1.2005 die drei Jahre, und das ist aber durch Gerichtsanhängigkeit und dann Einbringung Strafantrag, später dann Anklage, definitiv gehemmt. Was anderes ist es natürlich, wenn der Vorwurf der grob fahrlässigen Gläubigerbeeinträchtigung wegfällt, dann ist das Faktum RATHKOLB verjährt, die hängen aneinander. RATHKOLB kann nicht verjähren, weil danach, laut Vorwurf, ein Delikt, das auf gleicher schädlicher Neigung beruht, gesetzt wurde, und dann kann es nicht verjähren. Wenn aber das letzte, jüngere Delikt, die grob fahrlässige Gläubigerbeeinträchtigung, aus irgendeinem Grund nicht zu verurteilen ist, dann ist RATHKOLB verjährt, weil dann habe ich kein Faktum, das quasi hier zum Betrug die Verjährung gehindert hätte.

7f von 56:

Vom Umfang her, der Akt ist irgendwie mit Strafantrag und Austauschen Anklage, das ist ein bisschen undurchsichtig, finde ich, der große Vorwurf des Betruges, zum Nachteil Ihrer ganzen Investoren, Ärzte, etc., ist erledigt, rechtskräftig.

Angeklagter: Schwerer gewerbsmäßiger Betrug lautet der Vorwurf.

Einzelrichterin: Genau, schwerer gewerbsmäßiger Betrug war das damals, das ist erledigt, das ist rechtskräftig freigesprochen.

Die Wiener Gebietskrankengasse ist ebenfalls rechtskräftig freigesprochen und draußen. Bei der grob fahrlässigen Gläubigerbeeinträchtigung, § 159 StGB, hat Mag. KREUTER andere Fälle angenommen. Das Gesetz erlaubt hier dem Richter, quasi beim angeklagten Sachverhalt, verschiedene Vorwürfe, sieht das Gesetz vor, nicht nur die Buchführung, etc. Angeklagt war auch ein außergewöhnlich gewagtes Geschäft, was er nicht angenommen hat. Das hat er explizit raus gestrichen im Urteil. Er hat dafür hineingenommen, den Ausführungen des Sachverständigen folgend, dass die geschäftlichen Aufzeichnungen und Geschäftsbücher quasi nicht ordnungsgemäß geführt worden sind, und dass ein übermäßiger Aufwand betrieben wurde. Also das hat sich ein bisschen verschoben durch das Urteil. Aber grundsätzlich, und das war, glaube ich, das, was so umfangreich war im ersten Rechtsgang, die gesamte Problematik mit der atypischen stillen Beteiligung, mit der Problematik mit dem Finanzamt, wo die Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Ich musste schmunzeln, wie ich den Schriftsatz sehe mit dem Crowdfunding, weil mein erster Gedanke war noch: heute macht man das über Crowdfunding, wenn man so eine Idee hat, das ist vom Tisch, das ist rechtskräftig geworden.

Verteidiger: Der Vorwurf der Beeinträchtigung der Gläubigerinteressen ist, meines Erachtens, schon damit auch in Zusammenhang zu sehen, weil welche anderen Gläubiger hätte es sonst noch gegeben?

Einzelrichterin: Es gab schon einige, es gab Finanz, Gebietskrankengasse, also es gab nebenbei noch ein paar.

8f von 56:

Verteidiger: Das wäre nie angeklagt worden, ohne, dass die Investoren geschädigt sind, weil das hat auch der RATHKOLB geklagt, sonst hätte es niemand angeklagt.

Einzelrichterin: Die Gebietskrankengasse. Egal, wenn eine Firma flöten geht, haben wir die Gebietskrankengasse und die Finanz drinnen, das immer. Aber grundsätzlich, das ist auch im Urteil festgehalten, sprechen wir hier von einem vorwerfbaren Betrag, der jetzt in Anbetracht des Projektes, es ist viel Geld, aber es ist nicht immens, wir reden hier von Euro 55.000,-- ungefähr, oder Euro 46.000,--. Laut Aufstellung des Angeklagten Verbindlichkeiten und im Konkurs waren es um die Euro 55.000,-- oder so. Im Privatkonkurs war es viel mehr. Bei der KEG, und es geht hier nur um die KEG, war der Betrag an und für sich nicht so hoch.

Verteidiger: Wenn Sie noch Ihre Sichtweise zu dem Punkt sagen, weil der Vorwurf vom Angeklagten geht dahin, dass die Anklagebehörde die Ausdehnung der Anklageschrift deshalb gemacht hat, weil sonst der primäre Vorwurf damals schon verjährt gewesen wäre. Ursprünglich war ja eine andere Anklage und viel weniger angeklagt, nur das was vom RATHKOLB mit der Sachverhaltsdarstellung angezeigt wurde.

Einzelrichterin: Nein. Im Endeffekt ist der Strafantrag vom Umfang her relativ ähnlich dem, womit wir es jetzt überhaupt noch zu tun haben, der ursprüngliche Strafantrag. Der Sachverhalt deckt sich mehr oder weniger mit dem, was übrig geblieben ist nach dem OGH-Urteil, weil der schwere gewerbsmäßige Betrug ist draußen, es ist das Faktum RATHKOLB und es ist die grob fahrlässige Gläubigerbeeinträchtigung
und die Gebietskrankengasse. Der ursprüngliche Strafantrag deckt sich eigentlich mit dem, ich sitze auch wieder alleine da. Das war damals nicht verjährt.

Angeklagter: Warum nicht?

Einzelrichterin: Wir hatten in der StPO am 1.1.2008 eine große Novelle. Ihr Verfahren läuft noch in der alten StPO, beim Kollegen ZEILINGER. Wenn wir zurückgehen ins Jahr 2006, damals wurde die Verjährung gehemmt durch Gerichtsanhängigkeit.

Ich habe mir das genau mit den alten Kommentaren angeschaut. Gerichtsanhängigkeit wurde damals angenommen bei den ersten Erhebungsschritten durch das Gericht. Da reicht die Einvernahme von Zeugen, da reicht die Beischaffung eines Sachverständigen-Gutachtens und die Beauftragung, da reicht theoretisch eine Strafregisterauskunft, die man gegen eine namentlich bekannte Person eingeholt hat, als Verdächtiger oder Beschuldigter. Der AB-Bogen ist ja schon ein historisches Stück.

9f von 56:

Nach Vorhalt AS 1 verso in ON 1:

Einzelrichterin: Hier hat die damals zuständige U-Richterin, Dr. KRAUSAM, am 19.12.2005 den Beschluss gefasst, den Dr. GERINGER zu bestellen und hier als Sachverständigen zu beauftragen zur Problematik LEDERBAUER KEG, Zahlungsunfähigkeit, etc., das ist die Handlung, die Gerichtsanhängigkeit bringt und nach der alten Rechtslage die Verjährung hemmt. Das heißt, ab dem Zeitpunkt, das ist eine Frist, in der Zeit quasi kann es nicht verjähren und ab Ende, wenn die Staatsanwaltschaft z.B. eingestellt hätte, rennt der Rest der Verjährungsfrist weiter.

Verteidiger: Weil Verfolgungshandlungen gesetzt wurden.

Einzelrichterin: Genau, und solange hier Verfolgungshandlungen gesetzt sind und das Verfahren anhängig ist, und die Staatsanwaltschaft hat dann konsequenterweise den Strafantrag eingebracht, das heißt ein Ermittlungsverfahren, oder damals Vorerhebungen, abgeschlossen, angeklagt, und dann hat Dr. ZEILINGER verhandelt. Und in diesem Zeitpunkt kann es nie verjähren. Das heißt, diesen Betrug, wo Sie sagen den schweren gewerbsmäßigen Betrug, wo ausgedehnt wurde, hätte die Staatsanwaltschaft für die Verjährung überhaupt nicht gebraucht. Das führt nur zu einer Zuständigkeit, das führt dazu, dass man im Schöffensenat ist.

Angeklagter: Nehmen wir an, es wäre die Sache RATHKOLB Betrug gewesen, da ist die Verjährungsfrist?

Einzelrichterin: Es ist ein schwerer Betrug, weil ich habe verschiedene Wertgrenzen. Ich habe einen Betrug, dann habe ich, wenn der Betrag, den ich herauslocke, gewisse Wertgrenzen überschreitet, einen schweren Betrug. Hier z.B. ist es „günstiger", weil jetzt ist die Wertgrenze höher. Es gibt Verfahren, wo die Strafdrohung runtergerasselt ist, weil sich die Wertgrenzen verschoben haben.

Damals war bei gegenständlicher Summe, das waren Schilling 100.000,--, also ungefähr Euro 7.200,--, da war die Wertgrenze bei Euro 3.000,-- eingezogen, alles was über Euro 3.000,-- war, heißt schwerer Betrug.

10f von 56:

Angeklagter: Da wäre die Verjährung drei Jahre bei schwerem Betrug?

Einzelrichterin: Ja, die Verjährung von dem wäre drei Jahre gewesen. Grundsätzlich ab dem Ende der Tat, allerdings, und das ist der Punkt, wenn nach dem Setzen des eines Deliktes ein weiteres Delikt gesetzt wird, und das ist die grob fahrlässige Gläubigerbeeinträchtigung, wenn ich innerhalb der Verjährungsfrist ein weiteres Delikt setze, das auf die gleiche schädliche Neigung beruht, kann das andere nicht verjähren. Wenn jemand, Hausnummer, alle halben Jahre Vermögensdelikte setzt, können auch die, die schon älter sind, nicht verjähren, weil man sagt, er macht ja immer das selbe.

Angeklagter: Ich verstehe das jetzt. Die „Tat" war im Juni 2001, wo ich dieses Darlehen nicht zurückbezahlt habe.

Einzelrichterin: Beim Betrug wird nicht der Zeitpunkt angeklagt, wenn es nicht bezahlt wird, sondern man schreitet zurück auf den Zeitpunkt, wo es quasi gewährt wird, wo man den täuscht, und das ist hier der 30.4.2001.

Angeklagter: Ja, 30.4.2001 ist die sogenannte Tat und plus drei Jahre ist 30.4.2004.

Einzelrichterin: Wir haben aber bereits Handlungen ab Ende 2000 bis Mitte 2004 angeklagt im Zeitraum, was die KEG betrifft, wegen der sogenannten grob fahrlässigen Gläubigerbeeinträchtigung.

Angeklagter: Ich verstehe das jetzt schon, aber die Verfolgungshandlung, was die Kausa RATHKOLB betrifft, hat ja erst begonnen durch die Sachverhaltsdarstellung, Gutachten GERINGER, das war 2006.

Einzelrichterin: Selbst, wenn niemand drauf kommt und noch keine konkrete Handlung setzt, sondern, wenn ich immer wieder delinquiere, wenn eine Person immer wieder delinquiert, können die anderen Taten, auch wenn die die Polizei vielleicht noch gar nicht kennt, nicht verjähren. Das ist der eine Punkt. Das sind zwei Themenbereiche.

Angeklagter: Ich folge Ihnen und muss das zur Kenntnis nehmen, wie Sie das beurteilen. Dann kommt es auf die behauptete grobe fahrlässige Schädigung von Gläubigerinteressen an, das habe ich auch nachgelesen.

11f von 56:

Das ist der Teil dieses Schriftsatzes hier, wo ich meine Formulierungen verwendet habe. Ich habe im Sinne des Gesetzes keine grob fahrlässige Schädigung von Gläubigerinteressen gemacht und habe das im Detail ausgeführt. Das alles ist ja bisher noch nicht verhandelt worden. Es wurde zwar angeklagt, aber nicht verhandelt. Das ist ein Projekt, und ich freue mich, dass Sie mir aufmerksam zuhören, das habe ich bisher noch nie machen können. Ich habe mit relativ ganz geringen Mitteln, Euro 200.000,-- waren es dann Investorengelder und Schilling 100.000,--.

Einzelrichterin: Schilling meinen Sie, nicht Euro 200.000,--, oder?

Angeklagter: Das Darlehen waren Schilling und die Investorensumme waren Euro 200.000,-- ca. Das war ein relativ ganz geringer Betrag für die Projektentwicklung von ECOWALL. Sie nicken, ich freue mich sehr.

Einzelrichterin: Ich bin kein Techniker, aber das klingt nach wenig Geld.

Angeklagter: Wir haben hier eine Gerichtsverhandlung und keine Pressekonferenz oder einen Wahlkampf. Man muss meine Argumente einmal hören und bewerten. Meine Argumente waren, dass der Markt, alleine in Österreich, bei meinem Projekt, das in Amerika einen Preis gewonnen hat, heute noch hoch aktuell ist. Die Wände, die bisher aufgestellt worden sind aus Holz, müssen jetzt abgebrochen werden. 100.000e Quadratmeter müssen abgebrochen werden und neu errichtet werden. Mein Projekt ECOWALL in Vösendorf, Wiener Straße, Badner Bahn, steht jetzt 20 Jahre, ohne jede Bewässerung, und ist, dort wo die Pflanzen gut angewachsen sind, ohne jede Bewässerung, total begrünt. Das heißt, das ECOWALL-Projekt war von vorn herein eine Sensation. Das hat funktioniert, wie ich jetzt eben erwähnt habe an einem Beispiel.

Der nächste Punkt ist: Der Markt in Österreich an Lärmschutzwänden war damals, die Zahl habe ich mir gut gemerkt in Schilling, ca. 30 Milliarden Schilling. Davon ist ein großer Teil fehl investiert, Fehl-Investition, das muss alles erneuert werden. Das ist nur Österreich, Österreich, bezogen auf Europa mal 20, sagen wir. Das ist der Markt in ganz Europa, die Patente für ECOWALL waren für ganz Europa angemeldet, ca. 600 Milliarden Schilling. In Amerika, wo wir im Jahr 1994 einen Preis gewonnen hatten, ist der Markt ca. 100 Milliarden US-Dollar, heute noch aktueller denn je, weil dort macht man, was völlig absurd ist, Lärmschutzwände aus Beton, fünf Meter hoch, mit riesigen Fundamenten, damit sie nicht umfallen. Diese Wände sind hoch reflektierend, haben also keine Schallschutzwirkung, sind extrem teuer und völlig sinnlos. Sie halten nur.

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Und in Österreich, weil Sie mir noch die Möglichkeit geben, das auszuführen, was ich für sehr wichtig gehalten habe, aber die Gelegenheit habe ich bisher noch nicht gehabt, und in Österreich hat man über Jahrzehnte Holzwände, die noch dazu begrünt wurden, damit sie dann schneller verfaulen. Heute müssen sie abgebaut werden, weil sie vergiftet sind, sie müssen teuer entsorgt werden. Und was macht man jetzt? Holzbetonwände, also Holz-Schnitzel, mit Beton zusammengepresst, fünf Meter hoch, muss die alten Wände abbrechen, die Fundierung entfernen und neue Fundierungen und fünf, sechs Meter hohe Lärmschutzwände errichten. Das ist die Situation heute.

Mein Projekt, das alte Projekt, wäre nach wie vor hoch aktuell, aber ich habe es weiter entwickelt, allerdings mit den größten Schwierigkeiten und mit riesigem Zeitverlust, nicht zuletzt wegen dieses Prozesses. Heute können wir wesentlich billiger, begrünte Schallschutzwände konzipieren, die billiger sind und dauerhaft begrünt sind, und die Bewässerung, die wir entwickelt haben, das war auch Teil der Arbeit der KEG damals, alles automatisch. Das Wasser wird an den Oberflächen der Straßen gesammelt, wird mit Solar-Pumpen hoch gepumpt, es wird alles verteilt, was damals noch nicht möglich war, aber jetzt. Jetzt gibt es eine App, die Möglichkeit, dass der Auftraggeber auf eine App schaut, die Trockenheit der Wand untersucht, „Jössas, des is trocken", nächster Punkt, es wird die Bewässerung automatisch eingeschaltet, und dann schaut er nach, ist es feucht, ja es ist feucht, und schaltet ab.

Einzelrichterin: Wo stehen solche Wände im Moment? Wenn Sie sagen mit einem App, wäre das möglich oder gibt es das?

Angeklagter: Das ist jetzt möglich. Das ist ca. seit einem Jahr mir bekannt. Da gibt es schon in der Industrie in anderen Bereichen automatische Bewässerungsanlagen. Ich habe das aber schon in Vösendorf auch entwickelt. Das könnte man auch nachher installieren, was damals ja nicht möglich war, da hat es noch keine Apps gegeben, usw. Ohne Bewässerung war das nicht möglich.

13f von 56:

Einzelrichterin: Sie haben in einem sehr umfangreichen Schriftsatz viele Fotos und Dokumentationen, die aufgrund der alten Kennzeichen schon eine Zeit her sein müssen, weil man sieht bei den Autos die schwarzen Kennzeichen, das müssen ältere Fotos sein.

Angeklagter: Das sind alte Fotos.

Einzelrichterin: Man sieht, dass Sie sich spätestens seit den 80igern damit beschäftigen.

Angeklagter: 1985 war die erste Idee, wie sich mittlerweile nach 30 Jahren herausstellt eine sehr verhängnisvolle Idee.

Einzelrichterin: Ist das Ihre alleinige Idee gewesen, haben Sie das geboren das Kind?

Angeklagter: Ich bin ganz weg, dass Sie mir solche Fragen stellen. Ich habe das in einem Schriftsatz erwähnt, glaube ich. Ich bin einmal, mit Kollegen im Rechnungshof, im Herbst 1985 nach Westen gefahren mit dem Auto und schaue mir die Lärmschutzwände damals an, hohe Betonsockel, ein Meter hoch, reflektierend, ein Meter Holz, viel zu niedrig, nicht dauerhaft, schiach, schrecklich schiach.

Es ist so, dass ich damals die Idee hatte: Kann man das nicht begrünen? Und wenn man es begrünt, braucht man feuchte Erde, dann muss man die Struktur aus Materialien machen, die dauerhaft sind. Dauerhaft, kann man da nicht Altmaterialien verwenden, kann man da nicht Autoreifen verwenden? Ich freue mich, dass Sie mir noch immer zuhören. Dann habe ich in der Südsteiermark mit einer Hacke versucht, einen Autoreifen so aufzuschneiden, aufzuhacken, wie ich es mir damals vorgestellt habe. Das hat fünf Stunden gedauert, aber ich habe es geschafft, dass es funktioniert. Das war ein großvolumiger Teil, der Autoreifen hat in der Mitte ein Loch, wie der Mag, KREUTER richtig erkannt hat.

Ich habe den Autoreifen zu einem flachen Element gemacht. Dann war die Frage, jetzt hat man den Reifen flach, kann man den außen und innen an einer Wand, diese Reifen befestigen, auf einem Traggerüst und innen Erde und seitlich bepflanzen. Das war die Idee, übrigens eine patentfähige Idee. Herr Mag. KREUTER hat das bezweifelt. Immerhin haben wir ein österreichisches Patent, ein europäisches und das amerikanische Patent, alles ohne einen Einspruch. Sie müssen sich vorstellen, ein riesiger Markt, eine absurde Konkurrenz-Situation.

14f von 56:

Einzelrichterin: Wieso absurde Konkurrenz-Situation, Sie waren der Einzige, der die Idee hat, sonst hätten Sie kein Patent drauf, oder?

Angeklagter: Diese Idee stammt von mir, es gibt aber unzählige Konkurrenzprodukte, ein paar habe ich schon erzählt, aus Beton, usw.

Einzelrichterin: Aber nicht auf diese Art?

Angeklagter: Das war meine große Sorge, hat das schon ein anderer erfunden irgendwo auf der Welt, nein, aber es gibt ähnliche Projekte, z.B. einen Reifen so aufzuschneiden, nicht so, wie wir es gemacht haben.

Einzelrichterin: Also quasi längs aufzuschneiden, wie einen Donut?

Angeklagter: Ja. Es gibt viele Varianten, aber ich habe das Patent bekommen, ohne je einen Einwand, in Österreich, in Europa und in Amerika. Das war wirklich sensationell. Dann haben wir auch, vor der Patenterteilung, kleine Tests gemacht. Ich habe das alles dokumentiert.

Einzelrichterin: Wenn Sie wir sagen, Sie stehen mit der Hacke in der Südsteiermark und versuchen das, hatten Sie da Assistenten, ein Team, oder ist das eine One-Man-Show, Dr. LEDERBAUER?

Angeklagter: Ich muss Ihnen ein großes Kompliment machen, so führt man eine Verhandlung. Da habe ich gar nichts dagegen. Im Gegenteil, ich begrüße das, dass eine Richterin Fragen stellt, die das Projekt betreffen. Meine Antwort ist ganz klar.

Zuerst war es meine Idee, die Geschichte mit der Hacke. Ich habe zu wenig Erfahrung gehabt, ich will das Patentrecht, aber ist das patentfähig? Ich habe Gott sei Dank einen Patent-Anwalt, einen guten Freund, gehabt, und habe ihm meine Ideen gesagt. Ja, es ist patentfähig. Innerhalb weniger Tage habe ich das Patent formuliert, in Abstimmung mit dem Patent-Anwalt, und habe das auch gezeichnet und eingereicht.

Wenige Tage später, da hat es eine Ausschreibung des Bundesministerium für Bau und Technik, damals ULEIS (phon) gegeben, der Bundesminister ladet ein, es sollte heißen lädt ein, zu einem Wettbewerb für Lärmschutzwände. Da habe ich kurz danach, nachdem ich das Patent angemeldet habe, das präsentiert. Ein Einziger hat auch etwas mit Autoreifen gemacht, aber das war nicht wirklich eine Konkurrenz. Das war quasi der erste Schritt, den ich noch relativ alleine gemacht habe in diese Entwicklung.

15f von 56:

Einzelrichterin: Das war aber zu einem Zeitpunkt, wo Sie noch hauptberuflich am Rechnungshof waren, das heißt, das war Freizeit, Wochenende, Urlaub, das war quasi Ihr Hobby, das Sie zum Beruf machen?

Angeklagter: Ja. Das war ein Hobby, ich habe nicht wissen können, was das für eine Markt-Chance hat und wie schlimm die Konkurrenz-Situation ist, für mich ideal, aber für die Bevölkerung und für die Steuerzahler eine Katastrophe. Und dann wusste ich ja auch noch nicht, dass der Rechnungshof, das ist ein ganz heißes Thema, hier ein ganz übles Spiel spielt, das ich auch dargestellt habe. Ich war ja vorsichtig. Die Tatsache, dass ich ein Patent angemeldet habe, habe ich dem Rechnungshof gemeldet.

Einzelrichterin: Mussten Sie das melden beim Rechnungshof, aufgrund Ihres Vertrages?

Angeklagter: Ich habe es gemeldet als Nebenbeschäftigung. Sie wissen, als Beamtin wahrscheinlich, als Richterin, gilt das, ein Beamter muss eine Nebenbeschäftigung melden. Er braucht da nicht die Genehmigung.

Einzelrichterin: Wobei es eigentlich nur gemeldet werden muss, wenn daraus Einkünfte erzielt werden, was bei Ihnen wahrscheinlich noch nicht einmal der Fall gewesen ist, oder?

Angeklagter: Unabhängig, ein Beamter ist verpflichtet eine Nebenbeschäftigung zu melden, er muss gar nicht auf Genehmigung warten. Ich war natürlich gut informiert. Ich freue mich maßlos, dass ich darüber reden kann. Weil ich besonders vorsichtig war, habe ich meine Exfrau als Treuhänderin meiner Patente angegeben. Ich habe das aber dem Rechnungshof gemeldet. Wir sind in den 80iger Jahren, dann habe ich Tests gemacht. Ich habe das zuerst alleine gemacht, dann habe ich mit freien Mitarbeitern und Freunden Tests gemacht, eine Art Vorsatzschale, zwei Meter hoch, ganz schmal vor einer Betonwand, so konstruiert, dann mit Erde befüllt und Pflanzen eingesetzt. Das war in Tulln. Nach einem Jahr hat sich herausgestellt, kleine Pflanzen, die ich eingesetzt habe, sind innerhalb eines Jahres zu wunderbaren großen Pflanzen herangewachsen, bei so einer geringen Erd-Komponente. Ich war begeistert, dass das im Test-Maßstab funktioniert.

16f von 56:

Dann haben wir gesehen, das war 1989, also die Patente sind erteilt worden, was macht man mit ein paar Zetteln? Man muss das Projekt entwickeln, umsetzen.

Einzelrichterin: Wie lange war die Patent-Laufzeit?

Angeklagter. 20 Jahre. 20 Jahre gehen schnell vorbei, aber ich wollte die Zeit nützen. Man kann in der Zeit das Patent haben, aber das Vermarkten war schwierig genug. Wir haben uns entschlossen, dass meine damalige Frau eine Firma gründet oder übernimmt, jedenfalls war sie die Alleineigentümerin von ECONTRACT. Diese Firma wurde gegründet, meine damalige Frau war Eigentümerin, auch das habe ich gegründet.

Einzelrichterin: Was war das für eine Gesellschaftsform?

Angeklagter: Das war eine GesmbH, die hieß ECONTRACT, langer Name, Bauprojektentwicklungsgesellschaft, kompliziert, aber der Firmennamen sagt, was die Aufgabe dieser Firma war, nämlich die Entwicklung des Projekts. Es kam dann zu einer ultimativen Forderung nach einer Scheidung von meiner Frau Ende 1989. Das war nicht angenehm für mich, sie hat junktimiert meine Zustimmung zu einer einvernehmlichen Scheidung, dann gibt sie mir die Patente wieder zurück. Das habe ich nicht getan. Dann haben wir uns geeinigt, nach ein paar Monaten, die sehr unangenehme waren, also eine einvernehmliche Scheidung, ich übernehme die Patente wieder und ich übernehme auch die Firma. Die Firma ECONTRACT, die damals im Eigentum meiner damaligen Frau noch stand. Das habe ich übrigens dem Rechnungshof auch gemeldet.

Ich habe auch, das ist ein ganz entscheidender Punkt in meinem Schicksal, wenn Sie so wollen, dem Rechnungshof, dem damaligen Leiter der Personalabteilung, Dr. WEBER, späterer Präsident des Europäischen Rechnungshofes, gemeldet, dass ich die Firma jetzt übernehme als Eigentümer.

17f von 56:

Einzelrichterin: Durften Sie das, Kapitalgesellschaft haben?

Angeklagter: Selbstverständlich.

Einzelrichterin: Da gibt es Klauseln, darum frage ich das.

Angeklagter: Es wurde besprochen, dass ich nicht Eigentümer sein kann und ich habe auch die näheren Umstände bekanntgegeben. Ich wollte das ja gar nicht, ich wollte das mit meiner damaligen Frau machen, aber sie wollte nicht. Gut, das hat andere Gründe gehabt, das würde zu weit führen.

Es war jedenfalls möglich, dass ich Eigentümer einer Firma bin, aber ich durfte nicht Geschäftsführer sein, das wusste ich. Im Rechnungshof war eine riesige Aufregung laut Akten, der LEDERBAUER hat auf einmal eine Firma. Dass ich im Rechnungshof Jahre vorher, nein, das war nachher, jedenfalls habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass der Rechnungshof nicht hinschaut auf furchtbare Verschleuderung öffentlicher Gelder im Bereich des Lärmschutzes. Ich habe dann auch gesagt: „Ich wei-se auch drauf hin, dass Innovationen, Ideen, Patente, jedenfalls Innovationen furchtbare Schwierigkeiten haben." Ich könnte stundenlang und tagelang darüber reden. Ich habe gesagt: „Bitte, schaut Euch das einmal an." Dann gab es eine Mordaufregung im Rechnungshof laut Akten, der LEDERBAUER hat eine Firma, das müssen wir ihm verbieten. Da gibt es Akten.

Das wusste ich damals noch gar nicht. Es wurde 1989 ein Disziplinarverfahren gefordert, der LEDERBAUER hat eine Firma, das geht nicht, das müssen wir ihm verbieten. Da gibt es einen Akt, der durchgestrichen ist, cessat, das heißt gestrichen oder so, nicht mehr relevant. Jedenfalls hat man dieses Disziplinarverfahren nicht gestattet, weil ich konnte Eigentümer einer Firma sein. Ich habe auch gesagt, dass ich einen Geschäftsführer einsetze, das war ein lieber Freund damals, der das relativ gut gemacht hat, er hat allerdings nicht die Ausbildung dazu gehabt. Ich habe auch einen Prokuristen eingesetzt, der die Baumeister-Konzession hatte. Das auch ein Ingenieur. Ich habe das deshalb als Eigentümer entschieden, weil ich wollte unabhängig sein. Ich wollte nicht Bittsteller bei Baufirmen sein: „Bitte, nehmt unser Projekt." Ich wollte die Möglichkeit haben, selber zu produzieren und selber zu errichten, was im Übrigen bei mehreren Projekten dann geschehen ist.

18 von 56:

Sie haben gefragt, ob ich das alleine gemacht habe, es sind immer mehr freie Mitarbeiter dazugekommen. Ich konnte dann auch eine Sekretärin anstellen, usw. Das ist ein ungeheuerliches Projekt, das muss man sich vorstellen, wie schwierig das ist, das ist eine Idee und wie macht man das. Wie macht man das Kernproblem, einen Autoreifen zu einem Produkt formen, das so verwendbar ist.

Einzelrichterin: Wie war diese ECONTRACT finanziell aufgestellt?

Angeklagter: Die hat Gesellschaftskapital von Schilling 500.000,-- gehabt. Nachdem wir die ersten Tests gemacht haben, und das Patent, dann habe ich die Firma übernehmen müssen, das war 1989/1990. Dann haben wir auf einmal in Kärnten ein erstes Testprojekt ECOWALL bekommen, 200 Meter lang, zwei Meter hoch, zu einem für mich damals vernünftigen Preis. Im Vergleich so in der Größenordnung der damaligen Holzwände, haben wir eine voll begrünte dauerhafte Wand gemacht, der Auftraggeber damals war der Dr. HAIDER, Landesrat Dr. HAIDER. Er hat quasi dieses Projekt, indem er gesagt hat: „Ja, testen wir das", geboren.

Ich freue mich maßlos, dass Sie mir die Möglichkeit geben, das zu erzählen, die Vorgeschichte dieses Projekts. Dann haben wir gesagt: „Jetzt haben wir einen Auftrag." Wir sind ca. im Jahr 1991. „ECONTRACT hat den ersten Auftrag bekommen, um Himmels Willen, jetzt müssen wir das produzieren oder produzieren lassen."

Einzelrichterin: Sie haben eine offensichtlich blendende Idee, Sie haben ein Patent, es bedarf ja einer Fertigung, Sie brauchen ja eine Firma, Sie werden ja nicht mit der Hacke alle Autoreifen zerhacken wollen, das würde ein bisschen lange dauern, oder?

Angeklagter: Ich bin begeistert, dass Sie erstens mitdenken und dann fragen, das ist fair. So gehört ein Gerichtsverfahren gemacht, das ist bisher nicht geschehen. Das muss ich Ihnen sagen, aber das steht eh in den Akten.

Also, wir hatten den Auftrag, was machen wir denn jetzt. Wir haben uns natürlich schon überlegt, wie kann man Autoreifen bearbeiten. Das war damals ein Problem, weltweit hat man Autoreifen zerschreddert, das kann ich nicht brauchen.

Einzelrichterin: Zugang zu Altmaterial hatten Sie? Es gibt ja leider genug davon.

19 von 56:

Angeklagter: Das ist auch eine wunderbare Frage, die ich gleich beantworte. Es gibt natürlich, alleine in unserem Land, genug Autoreifen, so als Richtwert pro Nase, pro Bevölkerung, ein Autoreifen, also ca. sieben, acht Millionen Autoreifen, PKW-Reifen. Wir brauchten pro Quadratmeter, vorne und hinten, ca. drei, vier fünf Autoreifen, also eine Unmenge von Autoreifen wären da zu verarbeiten gewesen. Das habe ich natürlich auch sofort strategisch beachtet.

Einzelrichterin: Das ist ja wahrscheinlich Abfall, das wird man ja nicht einfach so verwenden dürfen, oder?

Angeklagter: Natürlich ist das Abfall. Ein Autoreifen ist weltweit Abfall, aber wenn man weiter denkt, ist das wohl ein Produkt, das man nicht mehr verwenden kann, wenn nur wenige Millimeter eines großvolumigen, durch Abrieb, usw., nicht mehr brauchbar sind, aber das ist ein hochwertiges Industrieprodukt, ein durch Milliarden Aufwand zu produzierendes Produkt, letztlich 100 Millionen pro Jahr auf der ganzen Welt.

Nur, es wird zum sogenannten Abfall, weil ein paar Millimeter fehlen. Ich habe erkannt, auch andere, das ist kein Abfall, das ist ein hochwertiges Produkt, ich muss es nur ändern. Ich muss die Anwendungsform ändern. Jetzt kommt was ganz Ungeheuerliches, was ich bei den Tests erkannt habe. Der Autoreifen hat nicht nur die Fähigkeit, die Möglichkeit, die Erde feucht zu halten und überhaupt stabil zu halten, sondern er hält sie feucht. Das wusste ich nicht, das habe ich geahnt durch diese Vorsatzschale. Was passiert in den heißesten Jahreszeiten, auch im Sommer. Es kommt in der Nacht zu Kondensationserscheinungen und die Feuchtigkeit speichert sich auf der innerhalb der Wand, auf der Innenseite der Reifen und gibt sie dann ab, unglaublich, ich musste gar nicht bewässern. Wenn man sich in einer kalten Sommernacht in eine Wiese legen würde, ist es feucht.

Durch Zufall haben wir eben erkannt, das ist irreal, wir verwenden einen sogenannten Abfallstoff zu einem hochwertigen Teilprodukt dieses Projektes. Das ist alles gelungen, der Patentteil war die Verwendung der Reifen auf einem sogenannten Traggerüst. Im Patent muss ich nicht alles im Detail beschreiben, wir haben gesagt Traggerüst. Um Himmels Willen, wie macht man das Traggerüst, das muss ja auch stabil sein.

20f von 56:

Einzelrichterin: Das ist ja extrem schwer, diese Reifen mit Erde, und Feuchtigkeit und Pflanzen.

Angeklagter: Das muss auch widerstandsfähig sein. Wir waren vor einem riesen Problem, wir verwenden wir das Traggerüst, welches Material, und da sind wir auf recycelten Altkunststoff gekommen, also auch Millionen Abfälle von dem Plastikteil. Das war auch ein Prozess, der sich über ein, zwei Jahre gezogen hat. Ich habe sogar als Teilgesellschafter der Firma Investitionen in der West-Slowakei eine kleine Firma gegründet, mit Partner und Freunden, die aus Abfall Latten konstruiert haben, die wir wieder als Traggerüste für ECOWALL verwendet haben. Es war also auch hier eine zweite Abfall-Schiene vorgesehen, sinnvoll, haben wir alles gemacht. Ich komme noch einmal zu dem Auftrag ECOWALL Völkermarkt, das war das erste Projekt in Kärnten. Da haben wir uns entschlossen, da wussten schon, wie man die Autoreifen behandelt. Man kann sie schneiden, da ist ein Wulst, der muss durchgeschnitten werden, dann müssen die Reifenteile auch durchgeschnitten werden, das ist uns gelungen, war aber furchtbar aufwendig. Die ECONTRACT hat dann in der damaligen Slowakei in Bratislava bei einer großen Firma lächerliche 100 Meter in Auftrag gegeben. Wir haben das ganze Knowhow gegeben, haben ihnen gezeigt, wie es geht. Die haben produziert, und eine zweite Firma war in der damaligen Tschechoslowakei. Die haben das alles produziert, kleine Fehler sind leider passiert, und sind dann mit kleinen LKWs von der Slowakei und Tschechien nach Völkermarkt gefahren, dann wurde dieses Projekt vorgefertigt und errichtet. Damit Sie sehen, wie unvorstellbar schwierig dieses Projekt war, wenn ich so ein Traggerüst habe und die Reifen am Gerüst, brauche ich Stützen. Auch da haben wir gesagt, verwenden wir wieder Altmaterial, verwenden wir Stützen aus recyceltem Altkunststoff. Ich habe aber gesagt, das muss armiert sein, in der Mitte muss ein Stahlrohr sein, gestützt. Da hat der Statiker, ich kann nicht alles machen, ich habe sehr viele, auch Studienfreunde, beigezogen, da hat er einen schweren Fehler gemacht. Er hat keine armierten Stützen gehabt. Das war im Oktober, auf einmal bekomme ich einen Anruf: „Du, Wolfgang, die Wand fällt um." Können Sie sich so was vorstellen? Am frühen Vormittag, jedenfalls ist die Sonne aufgegangen, da sind die ersten 10 Meter, die schon errichtet waren, um gefallen, warum, weil diese Altkunststoffsäulen durch die Wärme umgefallen sind, auf einmal liegt die Wand. Ich musste wie ein Blitz hinunterfahren, damit man das Problem löst. Dort haben wir eine Stahlkonstruktion teuer verwendet, was ich nie wollte. Ich wollte immer kostengünstig sein.

21 von 56:

Ich springe in die KEG-Zeit, wir haben dann eine Lösung gefunden. Diese Stützkonstruktion war zuerst recycelter Altkunststoff, dann Stahl, und dann haben wir gesagt, wir machen eine Leichtgitter-Konstruktion, also eine Raumgitter-Konstruktion, die sehr leicht ist, aber tragfähig. Das gibt es, das ist ein Massenprodukt. Das hat er eben auch verwendet, aber das gehört auch geplant, getestet, eloxiert, usw. Das war alles die Aufgabe der KEG. Wir haben dann neue Lösungen gefunden.

Einzelrichterin: Wann wurde die KEG gegründet?

Angeklagter: Ende 2000 wurde die gegründet.

Einzelrichterin: Dazwischen sind noch die ganzen 90iger, wann hat das Projekt vom Dr. HAIDER in Kärnten begonnen?

Angeklagter: 1991 haben wir das in Auftrag gegeben, 1992 wurde es dann hergestellt.

Einzelrichterin: Das heißt, am Anfang ist alles über die ECONTRACT gelaufen?

Angeklagter: Ja, richtig.

Einzelrichterin: Die GmbH, waren Sie in dem Zeitpunkt noch beim Rechnungshof defacto tätig?

Angeklagter: Ja.

Einzelrichterin: Auch das war alles ein Nebengeschäft?

Angeklagter: Ich bin um 16.31 Uhr mit dem Rad vom Rechnungshof ins Büro gefahren, zehn Minuten, um zu arbeiten, und auch am Wochenende.

Einzelrichterin: Sie sagen, der Statiker hat den Fehler gemacht, Sie waren auf der TU Graz, haben natürlich entsprechende Kontakte, Kunststoff-Techniker, Konstrukteure, Maschinenbauer, wie auch immer, haben die das alles gratis gemacht, weil Sie sagen Freunde, Bekannte?

22f von 56:

Angeklagter: In großen Zügen, Sie haben das richtig erkannt, was da für irre Arbeit zu leisten war. Ich persönlich hatte damals noch mein volles Gehalt vom Rechnungshof, da konnte ich einen Teil dafür verwenden, die üblichen Ausgaben für das Büro und Reisekosten, usw. Ich bin sehr viel gefahren, auch meine Mitarbeiter. Die haben das weitestgehend zunächst kostenlos gemacht. Selbstverständlich war vorgesehen, dass die entsprechend ihrer Leistungen sehr großzügig honoriert werden. Ich konnte das nicht alleine machen, ich habe Mitarbeiter gebraucht.

Einzelrichterin: Sie hatten eigentlich damals das, was man heute neudeutsch Startup nennt?

Angeklagter: Ja. Ich habe erzählt, wie die Vorgeschichte ist. Ich freue mich, dass Sie da zugehört haben. Ich war in einer sehr schwierigen Situation. Ich war Mitglied des Rechnungshofes, ich habe alles eingehalten. Ich habe das gemeldet und halb Österreich, die relevanten Stellen, die mit Lärmschutz zu tun haben, wussten, was ich mache, der LEDERBAUER, was macht der. Das erste Projekt haben wir dann gemacht. Eigentlich hat es, abgesehen von dem Umfallen einer Wand, gut funktioniert. Es wurde dichtest begrünt, und als die Autobahn eröffnet wurde, ist die Kärntner Bevölkerung da vorbeigegangen, ich auch, die waren alle begeistert. Da waren noch alle Reifen zu sehen. Die Bevölkerung, die geschützt werden soll, war unglaublich begeistert davon.

Einzelrichterin: War das vom Land Kärnten gratis oder haben Sie da schon ein Honorar bekommen?

Angeklagter: Die ECONTRAKT hat einen ganz normalen Auftrag bekommen. Das gehört auch dazu zur Frage, wie ist das finanziert worden, ganz einfach. Ich habe meine Mitarbeiter, das werde ich nie vergessen, wie die sich eingesetzt haben. Ich habe das Projekt im Jahr 1990 im Fernsehen bei Club 2, bei NENNING, da hieß die Sendung Daniel Düsentrieb.

Einzelrichterin: Sie haben es im Akt vorgelegt.

Angeklagter: Ja, das haben Sie so genau gelesen? Schön. Ich habe das im Oktober 1990 präsentiert, das ist eine köstliche Geschichte, usw. Ich kann nicht alles erzählen. Auf jeden Fall, wie ich bemerkt habe, dass da noch ein Erfinder ist, damals war ich viel jünger und schlanker, habe ich das erzählt, wie wir das gemacht haben, was wir damals erreicht haben und wie das funktioniert. Ich habe ein kleines Demo vorgezeigt. Der Herr NENNING fragt: „Herr LEDERBAUER, wie viel Geld haben Sie bis jetzt finanziert?" Ich weiß die Zahlen noch ganz genau, ich habe gesagt: „Einen niederen siebenstelligen Betrag."

23f von 56:

Einzelrichterin: Da waren wir noch im Schilling-Bereich, oder?

Angeklagter: Ja. Das habe ich relativ kokett gesagt. Der NENNING hat gesagt, völlig überfordert: „Was ist das, wie viel ist ein siebenstelliger Betrag?" Ich habe gesagt: „Na gut, eine 1 und sechs 0 dran, also eine Million Schilling." Das habe ich damals erklärt, mein Gott, wo sind die Zeiten. Ich bin damals kein reicher Mann gewesen, aber ich habe durch Ersparnisse, und später durch die Projekte, es gab insgesamt noch fünf Testprojekte, das würde im Detail zu weit führen, jedenfalls haben wir fünf Projekte gemacht, wir haben also Erlöse gehabt und haben sehr kostengünstig produzieren können. Allerdings sind leider furchtbare Fehler passiert durch Sachverständige, Statiker, ihre Leistungen, Bauüberwachung haben wir nicht gemacht.

Einzelrichterin: Das sind Kinderkrankheiten bei einem Projekt.

Angeklagter: Die sogenannten Kinderkrankheiten. Ich war damals im Rechnungshof zu 100 % tätig.

Einzelrichterin: Bei jedem Selbständigen, der ein Unternehmen auf so etwas aufmacht.

Angeklagter: Ja, es war sehr anstrengend. Ich habe unglaubliche Reisen quer durch Europa gemacht. Diese Produktion der Reifen ist zu teuer, wie machen wir das.

Auch das möchte ich hier mal vortragen, um eine Ahnung zu haben. Machen wir eine Reifenbearbeitungsmaschine. Ein Autoreifen ist ja ein super Produkt. Es ist eine Mischung aus hochwertigem Kautschuk und Stahl, dicke und dünne Stahlgewebe formen einen Autoreifen, genau das brauche ich nicht. Wir brauchen die Hülle, aber nicht den Stahl. Wir mussten den Stahl durchtrennen, und zwar an der Lauffläche einmal und bei der Wulst mehrmals.

Also, wie machen wir das, eine Zahl, die ich noch gut in Erinnerung habe, „Herr LEDERBAUER, mit Maschinenbaufirmen. Da müssen Sie einmal sechs Millionen Schilling herlegen, damit wir überhaupt nachdenken."

24f von 56:

Das war alles zu dieser verdammten Geschichte. „Sechs Millionen legen Sie mal her, dann werde ich mal überlegen." Wissen, was wir gemacht haben, dann tippt ein Freund mir auf die Schulter und sagt: „Du, Wolfgang, fahr mal nach Chrudim, das ist östlich von Prag, schau Dir das einmal an. Die sind sehr geschickt. Fahren wir in der Nacht am Wochenende nach Chrudim." Das war gerade die Umbruchszeit, ich werde dort empfangen wie ein Fürst, von Top-Leuten einer riesigen Maschinenbaufirma, die im Taumeln war. Ich habe gesagt: „Da haben wir ein Projekt, können Sie das machen?" Ja, die haben das in Chrudim produziert für Völkermarkt. Dann habe ich einen jungen Ingenieur kennengelernt. Das ist alles meine Arbeit, meine Tätigkeit. Ich habe versucht, Probleme zu erkennen und Lösungen zu entwickeln. „Da haben wir ein Ingenieur-Team, reden Sie mal mit dem." Die waren sehr gastfreundlich, wir mussten zuerst viel essen, dann waren wir müde. Wir haben da einen Autoreifen, wie machen wir das. Nach wenigen Wochen haben wir eine Lösung miteinander gefunden, wie man die Autoreifen halbautomatisch, das heißt, man muss sie in eine Vorrichtung geben, drücken, per Pressluft wurden dann die Reifen so auseinander gepresst, furchtbare Kraft, das haben diese Gitter, diese Stahlteile nicht ausgehalten, sie wurden mit einem oder mehreren Schnitten zu einem Teil, wie ich früher erläutert habe, ein flacher Teil. Das hat mich fasziniert, dass es möglich war, es nicht durchsägen, Wasser, usw., sondern durch Pressen. Das habe ich auch zum Patent dann entwickelt und angemeldet, im Übrigen in Österreich, in zehn europäischen Ländern, in Russland, in China und in den USA. Das war mir wichtig, ich habe immer strategisch gedacht, mir war wichtig, auch in Ländern, wo auch Autoreifen anfallen, dezentrale Produktion zu haben, das ist auch gelungen. Das war ein schwieriges Patent, aber auch das haben wir bekommen.

Einzelrichterin: Was kostet so ein Patent, was kostet die Patentgebühr?

Angeklagter: Da habe ich nur alte Zahlen im Kopf. Eine Patentanmeldung kostet in Österreich ein paar 100 Euro, zunächst nur die Gebühr. Dann braucht man einen Patent-Anwalt, der kostet ein paar 1000 Euro. Ist der gut, versteht der mich. Ich hatte einen brillanten Patent-Anwalt. Dann hat man es angemeldet. Dann kommen die Kosten der europäischen Anmeldung, der Übersetzungen, dann die Jahresgebühren von Euro 1.000,--, Euro 2.000,-- pro Land mal Länder, und dann immer steigend.

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Das ist dann jedes fünfte, zehnte Jahr, da steigt das, sodass eine Rechnung über europäische Länder von 100.000 Schillingen war. Das war aber nur ein Teil des Ganzen. Ich wollte unter allen Umständen die Patentrechte erhalten, auch für die Investoren. Es ist für die Investoren wichtig, dass das Knowhow abgesichert ist, und das ist gelungen. Es ist einfach unglaublich, dass Sie mir die Möglichkeit lassen, das zu erwähnen. Ich habe von sechs Demonstrationsprojekten, die errichtet worden, „demonstrare", „zeigen", dann habe ich mit Mag. KREUTER gleich beim ersten Mal Missverständnisse gehabt, der sagt: „Was ist ein Demonstrationsprojekt. Sie waren damit noch nicht am Markt?" Das hat mich empört, ich habe eh gleich wieder geschrieben. Jetzt habe ich Gott sei Dank die Möglichkeit, das zu erläutern. Es ist wichtig, mir die Möglichkeit zu lassen, das zu erläutern, dann sieht man die Anfänge des Projektes. Dann kamen leider dramatische Situationen. Bisher habe ich das vor Gericht noch nicht vorgetragen in einer passenden Weise, aber jedenfalls habe ich im Rechnungshof alles gemeldet, mehr kann ich nicht machen.

Einzelrichterin: Geschäftsführer waren Sie nicht der GmbH?

Angeklagter: Nein, ich war der Eigentümer. Das war auch nicht notwendig. Ich habe als Erfinder und Eigentümer des Unternehmens natürlich intensiv mitgewirkt. Wer das nicht versteht, soll Hilfsarbeiter werden. Offensichtlich ist dann intrigiert worden im Rechnungshof, unglaubliche Geschichten. Ich mache es kurz, das gehört nämlich auch noch gesagt. Ich habe, nicht nur als Erfinder, Patentinhaber, usw., und Eigentümer des Unternehmens, sondern auch als engagierter Bürger, der ich damals war, der ich heute, trotz meines fortgeschrittenen Alters, noch immer bin, den Geschäftsführer von ECONTRACT ersucht, im Parlament den Vorsitzenden des Rechnungshofausschusses, Abgeordneten WABEL, anzusprechen: „Achtung, da wird in riesigen Dimensionen das Geld verschleudert und Innovationen haben es so schwer." Dieser Geschäftsführer ging tatsächlich ins Parlament. Ich habe der Ordnung halber den Herrn WABEL auch angerufen, den Vorsitzenden. Ich habe gesagt: „LEDERBAUER", er wusste, wer ich bin. Wir sind beide Steirer. Ich habe gesagt: „Es kommt der Geschäftsführer von ECONTRACT, bitte schauen Sie sich das an." Mehr habe ich nicht gesagt.

26f von 56:

Jetzt kommt der Geschäftsführer mit einem silbernen Aktenkoffer, da hat er nämlich Unterlagen von ECONTRACT drinnen gehabt, ein Video und eine Dokumentation. Und redet mit dem Herrn WABEL. Der Herr WABEL hat noch einen zuhören lassen, jetzt wird es ganz spannend, der hat einen Mann zuhören lassen, ihn aber nicht vorgestellt, macht nichts. Der Geschäftsführer erzählt und zeigt ihm das. Ich komme nach Hause, finde ein Fax des PROFIL vor, eines Herrn LOTHAR, das war nämlich der, der zugehört hat, der hat mir geschrieben: „Herr Dr. LEDERBAUER, wir haben festgestellt, dass Sie Eigentümer der Firma ECONTRACT sind. Haben Sie das dem Rechnungshof gemeldet?" Da ging es los in dieser Sekunde, „Bitte rufen Sie uns an, wir schreiben darüber. Bis 13.00 Uhr rufen Sie uns an."

Ich rufe den an, wie es meine Art damals war, auch heute noch, ich bin durchaus bereit Dinge so zu erklären, dass ein anderer das versteht. Ich habe ihm das geschildert, was wir gemacht haben und was wir da noch vor haben. Ich habe ihm erzählt: „Man kann diese Wände, bevor sie begrünt werden, weil diese Autoreifen schauen ja nicht unbedingt schön aus, abdecken, Löcher rein und dann bepflanzen. In ein paar Jahren ist alles grün. Da könnte man die Abdeckung vom Herrn CHRISTO verwenden, aus dem damaligen Reichstag." Das war meine Idee, und ich stehe auch heute noch dazu. Was haben die gemacht, sie haben das zerfuzelt und vernichtet. Ich sage: „Machen wir ein Kunstwerk vom CHRISTO und integrieren wir das. Eine gute Idee, glaube ich, Sponsoring-Konzept, damit die Wand billiger wird, usw. Alles andere, was ich gesagt habe, hat der in einer absurden und hämischen Form beschrieben. „In jeder Hinsicht überlegen" war im PROFIL der Titel, das hat aus dem Video einen Ausschnitt, wo ich halt abgebildet werde. Das wurde ins PROFIL gestellt, dann gab es eine Mordsaufregung.

Sie müssen sich vorstellen, ein engagierter Bürger, weist auf grauslichste, hoch kriminelle Verschleuderung Ihres und meines Steuergeldes hin, und sagt: „Es gibt große Probleme." Mehr kann man nicht sagen. Genau dieser Bericht, der humorvoll geschrieben wurde, auch angriffig, ist aber veröffentlicht worden. Das war dann der Anlass für den Dr. FIDLER, den Präsident des Rechnungshofes damals, dass er gesagt hat: „Wir haben die Medienberichte gelesen, es wird Untersuchungen geben." Also, es wird Untersuchungen geben, laut FIDLER, das war Anfang August 1994. Ich habe gesagt: „Ja, kein Problem, untersucht."

27f von 56:

Am 30.8.1994 klopft es bei mir an der Wohnung, kommt ein netter Diener des Rechnungshofes und übergibt mir ein Dokument des Rechnungshofes, vorläufige
Suspendierung. Ich habe gesagt: „Gut, Ihr wollte mich nicht, Danke, ich nehme das zur Kenntnis." Einen Tag später läutet es wieder an meiner Wohnungstür, der nächste Brief des Rechnungshofes: Verbot der Nebenbeschäftigung. Ich sage: „Was, jetzt verbietet Ihr mir das, wo ich mitten drinnen bin? Warum verbietet Ihr mir das?" Ich bin kein Jurist, ich war damals ein bisschen unbedeckt und wusste die Feinheiten der Verfahren nicht. Ich habe mir einen Anwalt genommen, der hat sofort eine Beschwerde gemacht.

Der Herr FIDLER hat mich also zuerst vorläufig suspendiert, und dann die Nebenbeschäftigung verboten, nicht umgekehrt. Er hat mir nicht die Nebenbeschäftigung
verboten, denn hätte er sie mir vorher verboten, hätte er es ja gewusst, das war meisterlich zunächst konzipiert, dann war ich weg. Es gibt ein Disziplinarverfahren, die Kommission. Ein Dr. FINZ war damals Vorsitzender, er hat gesagt: „Wir können den Dr. LEDERBAUER nicht suspendieren, endgültig suspendieren, aufgrund dieser Unterlagen." Ich habe gesagt: „Das ist aber nett, das finde ich auch." Das ist sehr kompliziert, ich werde das noch darlegen müssen vor Gericht. Dann wurde ich von der Dienststelle Rechnungshof aufgefordert eine Stellungnahme abzugeben.

Wenn man mir die Möglichkeit gibt, eine Stellungnahme abzugeben, ich bin nicht auf den Mund gefallen, ich kann gut schreiben. Ich habe das dann gemacht, 19 Seiten zu diesen Vorwürfen, was ich da mache. Ich habe gesagt, ich mache das und das, habe das dokumentiert, dazu stehe ich. Diese Darstellung, eine Art Rechtfertigung, sollte der Disziplinar-Kommission übergeben werden, bis ca. 16.10.1994. Ich habe das termingerecht geschickt. Dann haben die zwei Tage vorher, am 13. oder 14.10.1994 schnell die endgültige Suspendierung vorgenommen. Was hinter den Kulissen gelaufen ist, wusste ich damals noch nicht. Ich bin aber dann später draufgekommen. Stellen Sie sich vor, der Rechnungshof hat seine Mitarbeiter der Personalabteilung in ganz Österreich ausgeschickt, um die Leute zu verhören, die Lärmschutzwände vergeben, wie und was hat Dr. LEDERBAUER gemacht, war der da, was hat der gemacht. Ich habe ihm mein Projekt vorgestellt, das kann ich als Erfinder, das muss ich machen, das kann kein anderer. Ich habe natürlich mit verschiedenen Leuten über das Projekt gesprochen.

28f von 56:

Dann hat einer der Personalmitarbeiter protokolliert, ein DI HORN, von der ÖBB, der hat gesagt: „Ja, wir kennen den Dr. LEDERBAUER." Damals waren wir so weit, dass wir engstens kooperieren hätten können, das war vorgesehen, mit einem der größten Auftraggeber Österreichs, mit der ÖBB. Das war alles vorgesehen. Ich war dafür: „Machen wir was", ich bin auch heute noch dafür, da müsste aber einiges geklärt werden.

Dann protokolliert er: Dann ist Dr. LEDERBAUER hinaus gegangen und hat per Handy Mitarbeitern des Rechnungshofes Anweisungen gegeben. Das wurde protokolliert. Ich glaube ich träume, dass Sie mir da so zuhören. Das sind nämlich die Hintergründe. Und das war der Grund, erstens habe ich damals kein Handy gehabt, sicher habe ich mit Mitarbeitern gesprochen. Natürlich haben wir über das Projekt gesprochen. Das war einer der Gründe, die haben gesagt: „So, jetzt tun wir ihn vorläufig suspendieren." Was ich jetzt erzähle, ist ein krimineller Skandal, aber es wird noch viel viel ärger.

Ich war dann natürlich endgültig suspendiert, mir war ja bekannt, dass man mich im Rechnungshof nicht will.

Einzelrichterin: Wie lange waren Sie dort?

Angeklagter: Am 1.12.1981 bin ich eingetreten, Probezeit. Mich hat das interessiert, ich war vorher fünf Jahre beim Bau des AKH und beim Vorstand tätig.

Einzelrichterin: Da haben Sie aber auch ein paar gute Projekte mitgemacht.

Angeklagter: Ja, ich habe sehr viel Berufserfahrung, aber halt einige Schrammen abbekommen, aber das hat mich weise gemacht. Ich bin froh, dass Sie mir da so zuhören. Ich kann nicht alles erzählen, aber ich habe mich beworben beim Rechnungshof. Ich habe da einen Herrn HINZE angesprochen, das war der Leiter einer Abteilung für Bau. Ich habe mich vorgestellt, was ich gemacht habe, meine Ausbildung, meine Berufserfahrungen, mein Engagement. Was ich da im AKH erlebt habe, war schon hart genug. Ich habe eine ganz verantwortungsvolle Stelle gehabt, unter dem Vorstand. Alles, was mit Ausschreibung, Vergaben, Nachtragsangeboten, die ganzen Kostenseite, habe ich gemacht, das war ein Höllentrip. Ich habe mich aber sehr engagiert. Der damalige Vorstand hat mir ein eigenes Projekt als Ziviltechniker angeboten, damals 200 Millionen Schilling, die Neurochirurgie im AKH, das abzuwickeln. Das war für mich unglaublich.

29f von 56:

Einzelrichterin: Waren Sie damals selbständig?

Angeklagter: Nein, ich war damals angestellt, aber ich habe die Befugnis gehabt, das war eine Auszeichnung erster Ordnung. Ich habe aber damals kleine Kinder gehabt und mich beraten lassen von einem Freund. Ich hatte persönlich andere berufliche Ziele, die ich vielleicht auch noch erzählen darf. Ich habe gesagt, diese Sondergesellschaft AKH, das ist ein Modell, das man weiterentwickeln kann für die Abwicklung von Großprojekten der öffentlichen Hand.

Einzelrichterin: Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu weit wegkommen und nicht mehr wissen, wo wir waren. Der AKH-Komplex ist schon sehr entfernt.

Angeklagter: Ja. Ich habe mich dann nicht dafür entschieden, weil ich persönlich andere Interessen hatte. Da kam ein politischer Emporkömmling, ein Vorstand, der mit einem „g`schnellten L" gesagt hat: „Herr LEDERBAUER, Sie passen nicht in das Unternehmen, da haben Sie ein Monat Abfertigung." Ich habe auch den Eindruck gehabt, dass ich nicht mehr in das Unternehmen passe. Ich habe mit meiner damaligen Frau eine schöne Reise nach Hawaii, Maui gemacht. Das war eine schöne Zeit.

Ich war beim Rechnungshof, bei der Suspendierung. Ich habe gesagt: „Gut, dann machen wir das Verfahren. Ich habe kein Problem." Jahrelang hat der Rechnungshof gegen mich kein Disziplinarverfahren eröffnet, also einen Verhandlungsbeschluss gemacht, jahrelang.

Einzelrichterin: Ich bin im Disziplinarrecht leider völlig unbedarft, aber die Zustellung der endgültigen Suspendierung ist nicht bekämpfbar?

Angeklagter: Selbstverständlich, es ist alles bekämpfbar. Ich habe damals einen ausgezeichneten Rechtsanwalt gehabt, Prof. Dr. LAURER, und vorher noch einen anderen. Jedenfalls haben die das alles bekämpft. Meine Argumente waren ganz eindeutig, das kann man alles lesen, im Internet übrigens auch, das ist alles veröffentlicht. Es hat jedenfalls natürlich Verfahren gegeben, Berufungen, usw. Alles abgeblockt.

30f von 56:

Dann, bei diesem Verfahren, habe ich gesagt: „Was ist da jetzt, jetzt hat der OGH entschieden. Ich will ein endgültiges Urteil, einen Freispruch selbstverständlich." Wir sitzen heute da in einer ganz besonderen Form, was mich fast berührt, dass ich die Möglichkeit heute habe als Angeklagter, zunächst schweren gewerbsmäßigen Betrugs, auszuführen. Können Sie sich vorstellen, wie das auf mich und auf meine Freunde gewirkt hat? Schwerer gewerbsmäßiger Betrug. Gut, das haben wir hinter uns.

Ich habe gesagt, ich will einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Ich will endlich eine Lösung, eine Klärung. Dann hat man einen Verhandlungsbeschluss gemacht und hat über drei Jahre nach der endgültigen Suspendierung endlich begonnen mit einem Disziplinarverfahren. Ich habe gesagt: „Wunderbar, fangen wir an."

Einzelrichterin: Wo sind wir da zeitlich? Im Oktober 1994 war die Suspendierung, haben Sie gesagt, also 1997?

Angeklagter: Ja, 1997 war der Verhandlungsbeschluss. Ich habe gesagt: „Wunderbar, aber wörtliche Protokollierung bitte." Das habe ich damals schon gemacht, komisch. Es sind dann tatsächlich zwei Tonbänder gelaufen, das Verfahren hat zunächst brillant und korrekt, so, wie ich mir ein Verfahren vorstelle, Daten, Aussagen, abgelaufen. 16 Verhandlungen, 1.600 Seiten Wortprotokoll, alles wunderbar gemacht, sehr korrekt. Jetzt bleibe ich da mal stehen.

Jetzt muss ich ein paar Jahre zurückgehen, weil wir mit dem Projekt ECOWALL in Kalifornien einen Preis gewonnen haben.

Einzelrichterin: Die ECONTRACT und das Projekt hieß ECOWALL?

Angeklagter: So ist es, die ECOTRACT hat in Kalifornien, da gibt es eine „california integrated waste management board", etwas ausgeschrieben, wie können wir Autoreifen verwenden. Seit vielen Jahren machen sie das und schreiben aus, damals 100.000 US-Dollar. Wir waren unter 100 Teilnehmern der Vierbeste, die einzige europäische, einzige österreichische Firma, war die Firma ECONTRACT. Wir haben 75.000 US-Dollar Preisgeld bekommen und einen sogenannten contract, da war auf zwei Seiten aufgeschrieben, was wir zu tun hatten, brillant gemacht und ein Teil dieser Leistungen war: Wir müssen in Kalifornien ein kleines Modellprojekt von zehn Metern aufstellen.

31f von 56:

Einzelrichterin: Ein Demonstrationsprojekt quasi?

Angeklagter: Ja. Ich tigere mich da hinein, natürlich mit meinen Mitarbeitern, jetzt haben wir ja einen ausländischen Auftrag von einem unglaublichen Markt bekommen. Wir haben einen Auftrag bekommen von einem Land, das die größte Probleme hat, Highways mit Beton. Wir machen grüne Wände und verwenden Altstoffe. Teil war eben die Produktion und das Errichten von einer Wand von 10 Metern. Das haben wir im Rahmen eines Arbeitsplatzbeschaffungsprogrammes im Land Kärnten gefördert, in St. Veit an der Glan, mit Arbeitslosen und damals bosnischen Flüchtlingen, gemacht.

Es wurden nicht nur für dieses Projekt für Amerika Elemente produziert, sondern auch für ein anderes Projekt, ein sogenanntes siebentes ECOWALL-Demonstrationsprojekt der ÖBB Salzburg, Aignerstraße. Da waren wir Billigst- und Bestbieter, warum, weil die anderen Lösungen schiach und teuer waren, wir waren billig und schön.

Die ÖBB wollte uns den Auftrag geben. ECONTRACT war Bestbieter, damals Bestbieter. Die ÖBB wendet sich schriftlich im Dezember 1994 an den Dr. FIDLER, damals Präsident des Rechnungshofes, da gibt es alle Dokumente, und schreibt: Die Firma ECONTRACT (Eigentümer Dr. LEDERBAUER) ist Best- und Billigstbieter bei der Ausschreibung. Hat der Rechnungshof was dagegen, dass die Firma ECONTRACT den Auftrag kriegt? Einen Tag später schreibt Dr. FIDLER: Nein, wir haben nichts dagegen, Sie können den Auftrag ohne weiters an die Firma ECONTRACT vergeben.

Einzelrichterin: Das war kurz nach der Suspendierung.

Angeklagter: Richtig, das war kurz nach der Suspendierung. Wunderschön, wenn Sie so akribisch mitdenken. In dieser Zeit haben wir für dieses Projekt Salzburg, Aignerstraße, im Rahmen des Arbeitsplatzbeschaffungsprogrammes alle Elemente fix und fertig produziert, mit Maschinen, wie früher erwähnt. Es war alles fertig. Im Jänner bekomme ich einen Anruf von der ÖBB: ECONTRACT bekommt den Auftrag nicht, obwohl die ÖBB an den Präsident des Rechnungshofes, Antwort: Ja, und wir alles produzieren und Billigst- und Bestbieter waren.

Das war natürlich eine unvorstellbare Watsche für uns. Wir hätten bei dem Projekt, ohne weiters, weil wir sehr sparsam waren, zumindest eine Million Schilling Deckungsbeitrag erwirtschaftet.

32 von 56:

Das hätte uns die Möglichkeit gegeben ohne weiters weiter zu machen und damals alle anderen Verbindlichkeiten problemlos abzudecken. Ich war natürlich außer mir, das kann man sich vorstellen, aber was soll ich machen. Das war 1995. Wir haben das Projekt weiter entwickelt.

Zu diesem Auftrag in Kalifornien, da haben wir die Teile produziert. Dann habe ich, muss ich sagen, sehr sehr spät den Auftrag gegeben an die Firma PANALPINA, einen Container von Kärnten, St. Veit, das war viel zu groß, und eine Maschine nach Kalifornien zu transportieren. Das haben die gemacht, wir haben es eingeladen und schon fährt der irgendwie über Antwerpen, usw. 1994 haben wir den Auftrag für die Wand gegeben. Das war ca. 1996. Weil wir den Auftrag der ÖBB nicht bekommen haben und sonst, bis heute, keinen weiteren Auftrag haben, habe ich natürlich damals finanzielle Probleme gehabt.

Ich hätte rüber fliegen müssen, ich hätte mich persönlich um diese Inhalte des Containers kümmern müssen, wo stellen wir das auf, ich hätte Vorbereitungen treffen
müssen, und ich hätte auch die Kosten für den Container-Transport bezahlen müssen. Das war nicht möglich. Die waren natürlich entsetzt. Was soll ich machen? Wir sind im Jahr 1996. Ich habe damals noch nicht daran gedacht, Investoren, zunächst Freunde, Bekannte anzusprechen. Ich habe es dann eh in letzter Sekunde gemacht. Ich konnte die Schilling 55.000,-- nicht bezahlen, ECONTRACT konnte das nicht bezahlen. Das ist entsorgt worden.

Einzelrichterin: Diese 75.000,-- US-Dollar Preisgeld haben Sie für die Fertigung aufgebraucht?

Angeklagter: 75.000,-- US-Dollar wurden zugesprochen und wir haben auch Teilrechnungen legen können, Gott sei Dank. Das haben wir gemacht. Wir haben gezeigt, dass wir produziert haben und Tests gemacht haben, wir haben alles nachgewiesen auf Englisch. Diese Rechnung von ca. der Hälfte wurde nicht bezahlt. Das war ein weiterer Schlag. Wir hätten problemlos aus der Porto-Kassa Schilling 55.000,-- bezahlen können. Das war wieder eine ganz große Katastrophe. Wir haben keinen Schilling, keinen Cent von den 75.000,-- US-Dollar bekommen.

ECONTRACT ist das also schuldig geblieben, was mir sehr, sehr unangenehm war.

33f von 56:

Dann geht die Firma PANALPINA her und macht eine Strafanzeige gegen den Geschäftsführer von ECONTRACT und lustigerweise auch gegen den Eigentümer, das war ich. Damals war ich noch nicht belesen und schon gar nicht erfahren, überhaupt, wie Prozesse ablaufen vor einem Strafgericht und was die StPO so hergibt.

Ein Dr. LÄSSIG, der war hier früher mal als Richter tätig, er hatte eine super Karriere, ist Mitglied des OGH, den ich sehr schätze übrigens. Er war der Richter. Beim ersten Verhandlungstag habe ich eine Autopanne in Tulln gehabt. Ich konnte mich um 10.30 Uhr erst entschuldigen per Fax, um neun war die Verhandlung. Ich habe aber nachgewiesen, warum ich den Termin nicht wahrnehmen konnte. Das habe ich ihm geschickt. Er hat mir geschrieben, ich soll das beweisen. Kein Problem. Ich wurde von der Polizei verhört, es gibt ein Protokoll, ich habe alles gesagt. Ich gehe davon aus, dass ein Protokoll von der Polizei dem Richter geschickt wird. Das ist geschehen, aber dann hat mich Dr. LÄSSIG von der Polizei zum nächsten Termin polizeilich vorführen lassen. Das war in der Früh, ich war schlecht ausgeschlafen, nicht mal geduscht, auf einmal steht die Polizei vor mir. Das war nicht gerade angenehm, ich hatte damals keinen Anwalt. So bin ich halt mit verbittertem Magen vorgeführt worden. Der Geschäftsführer war schon im ersten Prozess,

Das sind alles unglaubliche Dinge. Er hat mir erzählt, bei der polizeilichen Einvernahme von meinem Geschäftsführer, hat der Polizist gesagt: „Wenn Sie den Dr. LEDERBAUER belasten", wörtlich", meinen Geschäftsführer, „dann kann Ihnen nichts passieren." Wissen Sie, was dann passiert ist? Da ist was passiert. Was heißt, mich belasten, ich war Eigentümer, ich habe mitgearbeitet, ich habe die ganze Haftung übernommen. Warum sagt er meinem Geschäftsführer, wenn er mich belastet, passiert ihm nichts, aber mir etwas. Gut, werden wir sehen, vielleicht schaue ich mir die Sache noch genauer an. Es ist dann zum Prozess gekommen, ich war völlig fertig, ohne Anwalt vertreten, ohne eine Ahnung vom Prozessrecht, fährt der über mich drüber.

Meine Argumente, die ich Ihnen zum Teil jetzt erzählen konnte, was waren die Ursachen, hat ihn überhaupt nicht interessiert. Argumente, die ich gebracht habe, ich
konnte nichts dafür, es war leider so, wie ich es erzählt habe. Ich habe dann vier Monate bedingt auf drei Jahre bekommen, schön, na gut, meine erste Verurteilung. Ich habe mir dann aber einen Anwalt genommen und eine Berufung gemacht.

34 von 56:

Das hat er mehr oder weniger schlecht gemacht, die Nichtigkeitsbeschwerde jetzt war anders. Ich war in der ersten Instanz nicht vertreten durch einen Anwalt, das war schlimm. Jetzt wird es spannend. Ich wurde wegen Schilling 55.000,-- Schaden als Eigentümer der Gesellschaft zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt. Im gleichen Zeitraum, Tage später, wurde der Herr VAVARESSOS Eigentümer von Itas, Gesellschafter, freigesprochen, 700 Millionen Mise, Geschäftsführer, Gesellschafter freigesprochen. Ich wurde als Eigentümer wegen 55.000,-- Schilling, ohne, dass ich meine Begründungen vorbringen konnte, verurteilt. Warum wurde ich verurteilt? Das war alles gezinkt.

Als ich einmal Rechnungshof war, fragt die Personalabteilung mich: „Na, wie geht es mit Ihrem Verfahren?" Ich frage: „Wieso wissen Sie von meinem Verfahren? Ja,
das läuft." Ich wurde verurteilt, das Disziplinarverfahren wurde eingestellt. Der Beschluss vom Disziplinar-Kommission unter dem Dr. HANDLER, später der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, ein ganz großartiger Mann, war der Beschluss Entlassung, weil ich den Artikel 126 der Bundesverfassung gebrochen hätte.

Dieser Artikel heißt: Kein Mitglied des Rechnungshofes darf an der Leitung und Verwaltung eines auf Gewinn gerichteten Verfahrens teilnehmen, wörtliches Zitat. Das
steht im Gesetz, Gesetzesbeschluss 1948, 1948 wurde diese Novelle der Bundesverfassung beschlossen, da gibt es Gesetzesmaterialien. Da steht dann drinnen: Die Mitglieder des Rechnungshofes oder der Rechnungshof hat auch die Kompetenz, die staatliche Industrie zu prüfen, 1948 und hat dann Zugang zu Betriebsgeheimnissen.

Einzelrichterin: Das soll den Mitgliedern nicht zum Vorteil gereichen?

Angeklagter: Die Mitglieder dürfen das nicht verwerten.

Einzelrichterin: Die Motivation war eine andere.

Angeklagter: Das ist Teil des Gesetzesmaterial, aber nicht, dass ein Erfinder, der zufällig Mitglied des Rechnungshofes ist, sein geistiges Eigentum nicht verwerten kann, das war nie und nimmer Teil dieser Verfassung. Der berühmte Verfassungsexperte, Dr. FIDLER, hat dem Disziplinar-Anwalt des Rechnungshofes die Weisung gegeben, bei der Disziplinar-Kommission zu verlangen meine Entlassung.

35 von 56:

Die Disziplinar-Kommission, Dr. ANDERL & Co haben dann gesagt: „Ja, wir sind an ein strafrechtliches Urteil gebunden, Entlassung."

Einzelrichterin: Wann war das dann?

Angeklagter: Das war Ende 1999, die rechtskräftige Entlassung war dann bei der Disziplinar-Oberkommission im Juli 2000.

Die Einvernahme des Angeklagten wird einverständlich um 11.05 Uhr unterbrochen, da der Zeuge Prim.a.D. Prof. Dr. Otto H. RATHKOLB für heute um 10.30 Uhr geladen wurde.

Es ergeht der BESCHLUSS auf Eröffnung des Beweisverfahrens.

Zeuge Prim.a.D. Prof. Dr. Otto H. RATHKOLB, geboren am ***, per Adresse im Akt, fremd, gibt nach Wahrheitserinnerung unbeeidet vernommen an:

Einzelrichterin: Sie haben bereits in diesem Verfahren im Jahr 2015 ausgesagt, das Urteil wurde vom OGH aufgehoben. Ich bin im zweiten Rechtsgang die vorsitzende Richterin, ich muss von vorne nochmal beginnen und mir deshalb einen unmittelbaren Eindruck der Zeugen verschaffen, weshalb Sie nochmal geladen werden mussten.

Es geht um eine sehr alte Geschichte, was das Ganze nicht einfacher macht, nämlich ein Darlehen vom 30.4.2001, damals 100.000 Schilling, jetzt werden es um die Euro 7.000,-- herum sein, das Sie dem Dr. LEDERBAUER gegeben haben. Wenn ich Ihnen Fragen stelle, die Sie alle schon beantwortet haben, können Sie auf das verweisen, aber ich muss mir einen persönlichen Eindruck vom Zeugen verschaffen. Wie kommen Sie zum Dr. LEDERBAUER?

Zeuge: Aus dem Bekanntenkreis, das hängt natürlich mit meinem Beruf zusammen.

36 von 56:

Dr. LEDERBAUER ist an mich herangetreten um ein Darlehen von Euro 100.000,--, um Patentgebühren zu bezahlen. Das war die Erklärung vom Dr. LEDERBAUER.

Einzelrichterin: Hat er Ihnen gesagt, was für Patente das sind? Da fragt man wahrscheinlich nach: „Patente, was hast Du gemacht", oder?

Zeuge: Ich bin Mediziner, ich beschäftige mich nicht damit. Ich bin zwar technisch begabt, aber das interessiert mich einfach nicht. Es ist gegangen um Patentgebühren zu bezahlen. Dr. LEDERBAUER hat mich dann wiederholt angerufen und gesagt die Frist ist, es war ein Freitag, kann ich mich genau erinnern. Ich bin dann zu meinem Betreuer bei der BAWAG-Bank gegangen, in der Hütteldorferstraße war das noch. Ich habe gefragt, ob ich mein Girokonto überziehen kann. Er hat gefragt: „Wo ist die Sicherstellung?" Ich habe gesagt: „Dr. LEDERBAUER ist Mitarbeiter oder Mitglied des Rechnungshofes. Die Mitarbeiter, die qualifizierten, verdienen sehr gut. Ich rechne damit, dass ich das zurückbekomme." Ich war per Du mit ihm damals, er hat gesagt, dass ich keine Sicherstellung brauche, ich bekomme das in zwei Monaten zurück.

Einzelrichterin: Was war als Deal ausgemacht, wo wäre Ihr Vorteil gewesen?

Zeuge: Es war überhaupt kein Vorteil, die Zinsen betragen 10 %.

Einzelrichterin: Per anno?

Zeuge: Pro Jahr. Das sind ungefähr die Überziehungszinsen von meinem Girokonto damals. Dr. LEDERBAUER hat mir erzählt, das wäre eine Notsituation, er muss das bezahlen, sonst läuft das Patent ab.

Einzelrichterin: Waren Sie enger befreundet?

Zeuge: Nein.

Einzelrichterin: Hätten oder haben Sie anderen Menschen auch Darlehen gegeben? Das ist eine stattliche Größe.

Zeuge: Ja, das kann ich bestätigen, unter anderem einem sehr bekannten Wiener Architekten, der in einer Notsituation war. Der hat kleine Kinder gehabt und hat mir das zurückbezahlt.

Einzelrichterin: Das ist jetzt nicht so besonders quasi?

37 von 56:

Zeuge: Nein.

Einzelrichterin: Also 10 % per anno, und ausgemacht war eine Zahlungsfrist von zwei Monaten?

Zeuge: Ja.

Der Zeuge übergibt eine Farb-Kopie des am 30.4.2001 erstellten Darlehensvertrages mit dem Angeklagten Dr. LEDERBAUER, diese wird als Beilage ./I zum Akt genommen und verlesen.

Einzelrichterin: Bis 30.6.2001 wäre das zuzüglich Zinsen zurückzubezahlen gewesen, was hat er gesagt, wie es ihm möglich ist, das in zwei Monaten zurückzubezahlen?

Zeuge: Das steht im Vertrag. Dr. LEDEBAUER hat mir versichert in zwei Monaten bekomme ich das Geld zurück.

Einzelrichterin: Kurz vor dem 30.4. sagt er: „Ich kann es mir nicht leisten, ich habe es nicht, ich brauche aber eine stattliche Summe, gleichzeitig sagt er aber, binnen zwei Monaten kann er es bezahlen. Was hätte da in der Zwischenzeit passieren sollen?

Zeuge: Das müssen Sie ihn fragen.

Einzelrichterin: Haben Sie ihn das nicht gefragt?

Zeuge: Nein. In meinem Beruf ist es so, da besteht ein Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt. Dr. LEDERBAUER hat gesagt er hat einen kurzfristigen Engpass, finanziellen Engpass und er hat mich wiederholt angerufen und gesagt, dass Patente bezahlt werden müssen. Ich habe das nicht hinterfragt.

Einzelrichterin: Gab es andere Kollegen, insbesondere auch Mediziner, die sich auch immer wieder mit dem Dr. LEDERBAUER finanziell ausgetauscht haben?

Zeuge: Das kann ich nicht sagen, das wüsste ich auch nicht. Ich habe dann meinen Sohn, der Rechtsanwalt ist, den Gregor, eingeschaltet. Der hat sich dann erkundigt, dass zu diesem Zeitpunkt gegen den Dr. LEDERBAUER bereits 15 Exekutionsverfahren liefen, zum damaligen Zeitpunkt. Das habe ich aber nicht gewusst.

38f von 56:

Einzelrichterin: Dass er gerade kein Geld hat, davon ist auszugehen, wenn einer sagt: „Bitte, borg mir Schilling 100.000,--", dass es da einen finanziellen Engpass gibt, ergibt sich ja eigentlich schon aus dem Ersuchen, ein Darlehen zu geben, oder?

Zeuge: Ich kann mich nur wiederholen, was soll ich anderes sagen? Ich bin einfach gutgläubig, da habe ich mir gedacht und wahrscheinlich hängt das mit meiner Mentalität zusammen.

Einzelrichterin: Die Frage ist, für den Vorsatz ist das das Wichtigste, wissen Sie noch, nach 17 Jahren ist das schwer, das weiß ich, aber wissen Sie noch, was Ihnen Dr. LEDERBAUER gesagt hat, wie er das Geld so schnell bekommt, wie die finanzielle Situation insgesamt ist?

Zeuge: Nein, das ist 17 Jahre her, ich erinnere mich nicht.

Einzelrichterin: Verständlich. Ein Verfahren, das so lange dauert, ist nie von Vorteil und das ist wirklich schon sehr sehr lange her. Von Ihrem Sohn ist im Privatkonkursverfahren die Forderung angemeldet worden und eine Quote ausbezahlt worden?

Zeuge: Ja.

Einzelrichterin: War das ein eher überschaubarer Betrag?

Zeuge: Ja. 30 % von dieser geforderten Summe. Damals im Jahr 2011 sind überwiesen worden Euro 3.381,--. Das hat der Masseverwalter Dr. Kurt FEILER gemacht, das kann ich mich erinnern.

Einzelrichterin: Das ist aktenkundig. Ich habe schon ein bisschen einen Eindruck vom Dr. LEDERBAUER bekommen, er hat sehr viele Unterlagen, sehr viele Informationen, sehr viel Wissen, hat er Ihnen da irgendetwas erzählt, woran er gerade arbeitet?

Zeuge: Ja, er hat mir später Unterlagen gegeben, Schallschutzwände oder irgend so was, von Pannenstreifen, Autobahn. Noch einmal, das hat mich nicht interessiert und wird mich auch nicht interessieren.

Einzelrichterin: War irgendwann das Thema, wie er nicht bezahlen konnte, wie war das? Sie werden ja angerufen haben und gesagt haben: „Ich bekomme noch Geld", oder?

39 von 56:

Zeuge: Ich kann mich dann noch erinnern, dass er gemeint hat ich soll mich beteiligen an einer Verlustabschreibung. Ich habe gesagt, ich habe eine Einnahmen- Ausgabenrechnung, ich kann einen Verlust nicht abschreiben, das interessiert mich nicht.

Einzelrichterin: Er wollte Ihnen also eine Beteiligung an der späteren Firma anbieten?

Zeugin: Ja.

Staatsanwältin: Hat er Sie irgendwann vertröstet, als Sie das eingefordert haben, und dann ist ihm die Idee gekommen oder hat er gleich von Anfang an gesagt: „Beteilige Dich da an meiner Firma"?

Zeuge: Nein, er hat immer gesagt, ich bekomme das Geld, ich bekomme das Geld. Deswegen hat mein Sohn mit der Anzeige so lange zugewartet.

Staatsanwaltschaft: Wie lange hat er Sie da vertröstet?

Zeuge: Zwei Jahre oder so, schon eine längere Zeit.

Staatsanwältin: Die Idee mit dieser Beteiligung kam erst nach zwei Jahren oder kam die schon währenddessen?

Zeuge: Ja, nachher erst, das war zu diesem Zeitpunkt nicht.

Verteidiger: Ab wann ist Sohn bzw. formal Ihr Anwalt eingeschritten, ab wann haben Sie den beigezogen? Im Juni 2001 wäre das fällig gewesen, da bekommen Sie es nicht.

Zeuge: Aufgrund der Aussagen vom Dr. LEDERBAUER, dass er mir das bezahlen will. Ich war noch nie bei Gericht, ich bin heute zum zweiten Mal als Zeuge bei Gericht. Ich brauche das alles nicht, dass ich da sofort einen Rechtsanwalt einschalte.

Das hat sich dann einfach verzögert, weil ich angerufen habe, einen Brief geschrieben habe, usw. Dann waren diese Schallschutzwände, das hat mich alles nicht interessiert und es interessiert mich nicht. Es ist um ein Darlehen gegangen. Ein Mitbürger, der in Not war, dem habe ich auch Schilling 100.000,-- geborgt und ich habe das zurückbekommen.

40 von 56:

Verteidiger: Haben Sie irgendwelche Anhaltspunkte, dass er Ihr Geld, das Sie ihm für die Patentgebühr geliehen haben, nicht für diese Zahlung der Patentgebühr verwendet hat?

Zeuge: Das kann ich nicht beurteilen, es müsste ein Zahlungsbeleg vom 30.4. über irgendwelche Patente vorliegen.

Verteidiger: Haben Sie den jemals eingefordert?

Zeuge: Nein.

Einzelrichterin: Es ist relativ simpel, ich gebe Geld und will es zurück. Es steht im Darlehen auch keine Widmung drinnen. Theoretisch, aus dem Darlehensvertrag heraus, hätte er auch auf Urlaub fahren können, aber Sie hätten es zwei Monate später einfach gerne wieder gehabt, nicht?

Zeuge: Ja.

Angeklagter: Es gibt eine Niederschrift der Polizeidirektion vom 1.9.2006, da steht drinnen: Ich halt die in der Anzeige vom 30.9.2005 gemachten Angaben vollinhaltlich aufrecht, usw. Sie haben zu Protokoll gegeben: Ich habe den Verdacht, dass mein Geld nicht für die behauptete Verlängerung der Patente verwendet worden ist, weil mein damaliger Anwalt, Dr. LEITNER, festgestellt hat, dass Patente wegen Nichtverlängerung erloschen sind. Dazu übergebe ich ein bezughabendes Schreiben und einen Auszug aus dem Patentregister, wo das Erlöschen bereits in den Jahren 1998 und 1999 verzeichnet ist. Ein drittes Patent war im Vorprüfungsstadium.

Nach Vorhalt dieser Niederschrift und des Protokolls:

Angeklagter: Wie kommen Sie zum Anwalt Dr. LEITNER?

Einzelrichterin: Das ist irrelevant.

Zeuge: Mein Sohn war dort Konzipient und der hat sich erkundigt. Er wird sich nicht über alles erkundigen können, deswegen war vielleicht meine ehrliche Aussage, wenn Sie mir vorlegen, dass am 30.4.2001 Schilling 100.000,-- für Patente einbezahlt wurde, nehme ich das zur Kenntnis. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Dr. LEITNER ist ein Rechtsanwalt.

41 von 56:

Angeklagter: Dr. LEITNER hat behauptet, dass die Patente erloschen seien durch eine Nichtverlängerung.

Einzelrichterin: Vielleicht durch eine Patentanfrage, das kann ja ein Anwalt.

Angeklagter: Ich habe nichts dagegen.

Zeuge: Ich habe ja gar nicht die Möglichkeit.

Angeklagter: Das ist schon recht, nur, das war der Grund, warum überhaupt ein Verfahren gegen mich eingeleitet wurde am 1.9.2006 wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges.

Einzelrichterin: Da muss ich kurz aufklären. Eine Person, die der Ansicht ist, sie wurde geschädigt, hat Geld gegeben und nicht zurückbekommen, ist berechtigt, zur Polizei zu gehen, eine Anzeige zu machen, oder sich einen Anwalt zu nehmen und dass der Anwalt das macht. Vorher ist es üblich, dass ein Anwalt ein bisschen ermittelt, im Sinne von: Stimmt das, hat er bezahlt, hat er nicht bezahlt, was durch eine Einsicht ins Patentregister ein durchaus plausibler Versuch ist, das aufzuklären. Würde auch, wenn es einbezahlt ist, nichts daran ändern, dass der Zeuge sagt: „Mein Geld wollte ich zurück." Wenn der Sohn vom Zeugen dort Konzipient war, ist es naheliegend, dass diese Kanzlei das erledigt. Das finde ich nicht weiter bemerkenswert, das ist durchaus üblich. Diese Information hat der Zeuge bekommen.

Zeuge: Einen Satz noch, dann bin ich ruhig und werde nichts mehr sagen. Ich habe eine schwere Herz-Operation gehabt, da relativiert sich vieles, nämlich, zum Zeitpunkt des Darlehens waren gegen den Verdächtigen, allerdings bereits ca. 15 Exekutionsverfahren, nichts anderes, das ist hier aufgeschlüsselt. Das ist ausgedruckt aus dem Exekutionsregister.

Das war die Aussage damals vom Partner vom Gregor RATHKOLB, von Heinke & Partner, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Keine weiteren Fragen. Der Zeuge wird entlassen.

Fortsetzung der Vernehmung des Angeklagten:

42f von 56:

Erörtert wird die weitere Vorgehensweise.

Einzelrichterin: Wir haben noch ein paar Punkte, die der Dr. LEDERBAUER ausführen wollte. Für uns, Plan-Info, wie tun wir weiter. Grundsätzlich, diese gesamten Beweisanträge, die die Staatsanwaltschaft in der Anklage genannt hat, das sind alles Zeugen von ZIZELSBERGER bis VIERTL, die damals beim schweren Betrug Geschädigte waren. Das heißt, die sind natürlich alle hinfällig. Die hat der Kollege KREUTER alle einvernommen.

Was ein offener Punkt ist, es gibt das Gutachten des Dr. Günther GERINGER, das ist vom Kollegen KREUTER auch ergänzt worden, zur Frage der Nutzung der Wohnung, wenn ich das richtig im Kopf habe. Wobei, wie gesagt, der Schauplatz, den wir zu beobachten haben, ist deutlich eingeschränkt durch die Entscheidung des Obersten, nämlich nicht inhaltlich, der hat nur gesagt: Es fehlen Feststellungen. Es ist ein Satz, der ihm gefehlt hat. Sonst hat er sich überhaupt nicht geäußert. Rechtsansicht hat der Oberste ausschließlich mitgeteilt, dass es Hinweise gibt, dass die Verjährung nicht eingetreten ist, drum nicht sofort selbst entschieden hat, aber wir müssen uns beschäftigen mit der grob fahrlässigen Gläubigerbeeinträchtigung und dem Faktum RATHKOLB, das haben wir heute gehört.

Der Sachverständigen ist noch ein Thema. Zur grob fahrlässigen Gläubigerbeeinträchtigung interessiert mich, das ist der Punkt, wo ich gerne mit Ihnen noch darüber
sprechen möchte, der Vorwurf, dass die Buchhaltung nicht korrekt geführt wurde. Das ist einer dieser Fälle der grob fahrlässigen Gläubigerbeeinträchtigung, der Vorwurf, wenn man seine Bücher quasi nicht in Ordnung hat, deshalb keinen Überblick hat und dann in eine status cridae kommt, hat man das quasi zu verantworten. Ob das eine grob fahrlässige Gläubigerbeeinträchtigung ist oder nicht, ist wieder ein anderes Thema, das man sich sicher anschauen muss.

Meine Frage, auch im Hinblick auf die Kosten, die in dem Verfahren bereits angelaufen sind, ist es nötig den Dr. GERINGER noch einmal zu laden, Sie beide kennen
ihn schon weit besser als ich ihn kenne, oder ist es ausreichend, wenn wir mit den doch zahlreichen Gutachten, die wir von ihm haben, das ursprüngliche Gutachten, die Ergänzungen, etc., arbeiten?

43 von 56:

Verteidiger: Ohne dem Dr. LEDERBAUER vorweg greifen zu wollen, es gibt hinsichtlich der Akzeptanz von Dr. GERINGER deshalb ein Problem, weil er auch im Ermittlungsverfahren tätig war und dann im Hauptverfahren tätig war.

Einzelrichterin: Das ist ausjudiziert und an und für sich eine Anlass-Geschichte. Das ist die Schiene aus den großen Wirschaftscausen, die mir bekannt ist. Ich habe selbst in einem Verfahren letzteres durchexerziert. Eine Befangenheit des Sachverständigen ist im Einzelfall zu prüfen und wäre im Einzelfall aus den konkreten Erhebungsergebnissen, aus den Aufträgen, aus dem Verhalten des Sachverständigen zu prüfen und allenfalls abzuleiten.

Wir haben hier überhaupt eine Konstellation, die nicht mit den großen Wirtschaftsverfahren d'accord geht, weil wir ein seltenes Verfahren haben, das unter der alten StPO gelaufen ist. Wir haben hier einen Sachverständigen, der von einem unabhängigen Richter bestellt wurde. Die Judikatur, die es dazu gibt und die Entscheidung des VfGH bezieht sich immer auf Verfahren, die nach der neuen StPO laufen, wo der Sachverständige durch die Staatsanwaltschaft bestellt wurde.

Verteidiger: Die nicht unabhängig ist.

Einzelrichterin: Die nicht unabhängig ist und gleichzeitig zum Großteil die Anklagebehörde, es wird viel eingestellt, aber das heißt, die Konstellation der Befangenheit durch die Bestellung seitens der StA haben wir hier nicht. Wir haben hier die Bestellung durch einen unabhängigen UR-Richter. Diese VfGH-Entscheidung, das war das Erste, was die Anwälte in den großen Verfahren natürlich versucht haben, bezieht sich auf die Novelle nach 1.1.2008, da haben wir diese große Zäsur und in dem Fall wurde er 2005 von der Dr. KRAUSAM bestellt, das heißt von einem unabhängigen Richter, wie es immer gemacht wurde, bevor die Novelle kam. Die Judikatur ist hier überhaupt nicht anwendbar. Das heißt, wir werden den Sachverständigen Dr. GERINGER noch einmal laden zu einem Gerichtstermin.

Verteidiger: Ich habe das nur mal in den Raum gestellt hinsichtlich der Person Dr. GERINGER, aber wenn das so die Ansicht des Gerichts ist, ist das eh zu begründen und werden wir das so akzeptieren müssen.

44 von 56:

Das zweite ist aber auch die Frage, das wird immer wieder angedeutet, ob nicht jetzt weniger nur der Buch-Sachverständige als Sachverständiger heranzuziehen ist, sondern auch jemand, der das Konstrukt und die Idee, und die gesamte KEG, die dann mit den Patenten damals bestanden hat, auch bewerten kann. Das konnte Dr. GERINGER nicht. Das braucht man vor allem bei der Frage wie sind die Patent-Lizenzgebühren, die von einer zur anderen Gesellschaft bezahlt worden sind, und teilweise von ihm selbst an die Gesellschaft, zu bewerten. Ist das nur gemacht worden, um Geld zu verschieben und damit anderen Gläubigern zu entziehen oder ist das gemacht worden, weil es tatsächlich sehr viel Aufwand war und eines gewissen Ausgleiches bedurft hätte, weil er eben Vorarbeiten seit 1980 gemacht hat, wie er heute schon lange und bereit erzählt hat.

Bevor wir einen neuen Buch-Sachverständigen verlangen, würde ich eher sagen, wir verlesen das vom Dr. GERINGER, aber schauen, ob die Bewertung der Lizenz-
Gebühren und des Unternehmens noch zu hinterfragen ist, wenn das rechtlich aus Ihrer Sicht in die Beurteilung der grob fahrlässigen Gläubigerbeeinträchtigung spielt.

Meines Erachtens tut es das, weil es die Frage sein wird, ob er damals noch weiterhin davon ausgehen konnte, dass das Ganze was wird und ab wann durfte er nicht mehr davon ausgehen.

Einzelrichterin: Zwei Punkte, die mir auch bei der Vorbereitung aufgefallen sind. In der ursprünglichen Anklage, das ist das, was ich gemeint habe, der § 159 StGB, das ist die grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen, sieht verschiedene Fälle vor, was alles für Handlungen gesetzt werden können, die der Gesetzgeber als Kridaträchtig sieht. Diese Fälle sind untereinander austauschbar, das heißt, es kann sein, dass die Staatsanwaltschaft Fall A, B, C annimmt und der Richter kann sagen: „Nein, aber D ist es." Das ist ausjudiziert, das ist klar.

Hier ist für mich schon interessant, dass der Kollege KREUTER den in der Anklage angenommenen Punkt „außergewöhnliches gewagtes Geschäft" nicht angenommen und hier gestrichen hat und drinnen haben wir die Geschäftsbücher und die geschäftlichen Aufzeichnungen. Das ist ein Faktum. Ob Bücher da sind oder nicht da sind, ist eine relativ faktische Geschichte, haben wir Rechnungen, haben wir keine Rechnungen.

45f von 56:

Das zweite ist übermäßiger Aufwand, indem er der genannten Personengesellschaft laufend in Form von Privatdarlehen Mittel entzog. Das ist der Hauptpunkt, auf den sich das Gutachten stützt. Der Kollege KREUTER kommt auf eine verhältnismäßig geringe Summe, was jetzt die Firma betrifft, nicht, was den Privatkonkurs betrifft.

Die Summe der im Konkurs der KEG anerkannten Forderung beläuft sich auf 55.686,--, da haben wir schon andere Beträge. Von diesen Darlehen ergibt sich ein Betrag von 63.000,--, wo er feststellt, er findet keine Deckung. Die Darlehen waren weit höher.

Das Problem, das ich hier sehe, und das ist nicht das erste Verfahren, das ich habe. Wenn jemand eine Idee hat und Vorarbeiten leistet, vielleicht, wie in Ihrem Fall, schon 15 Jahre Vorarbeiten leistet, ist es immer das Allerschwierigste, wie bewerte ich die Vorrbeiten, wie kriege ich die in die Firmen hinein später, kann man sich etwas herausnehmen, Akonto der Vorarbeiten, die man geleistet hat, ja oder nein, und das alles muss im Jahr 2017 allenfalls bewertet werden. Auch, wenn Sie sehr viele Unterlagen haben, wie viele Stunden Sie wann genau wo gearbeitet haben, ist unmöglich, darum meine Frage: Wer hat das entwickelt, war das Ihr Steckenpferd, haben Sie das alleine gemacht? Das Problem, umso älter ein Verfahren ist, umso größer ist es. Ist dann, was mir die Sachverständigen sagen, naja, aber im Status X war die Krida da, das hätte er sehen müssen, hätte er brav Buchhaltung geführt, hätte er es wissen müssen und dann hätte er nicht agieren dürfen.

Eine für mich große und relevante Frage ist, und das möchte ich noch klären, wenn wir heute keine Zeit haben, machen wir es das nächste Mal, was ist mit der Buchhaltung. Da gibt es die Vorwürfe, auch die Behauptungen des Sachverständigen, es gibt wenig Unterlagen, es wurde dem Sachverständigen wenig vorgelegt. Es wurden die einzelnen Rechnungskreise nicht sauber getrennt geführt. Das ist sehr oft ein Problem, gerade bei der Konstruktion mit vielen Gesellschaften. Sie haben ja einmal die Mütze aufgehabt ECOWALL, einmal KEG, einmal die, wissen Sie, was ich meine? Sie waren immer der LEDERBAUER und das Herz dieses Projektes.

Angeklagter: Ja.

Einzelrichterin: Das ist hier aber wahnsinnig schwierig. Ich glaube, dass die Bewertung der Lizenzen hier nicht das Problem ist, sondern die Frage ist, sind wir im Bereich der groben Fahrlässigkeit und ein Indiz dafür ist die mangelnde Buchhaltung. Auf das, glaube ich, dass man es hier reduzieren kann, und wenn ja, in einem Bereich, wo es vorwerfbar ist oder nicht.

46 von 56:

Der Betrug hinsichtlich der ganzen Geschädigten ist erledigt, es ist ja auch keine betrügerische Krida angeklagt, sondern eine grob fahrlässige, dass Sie jeden Euro, den Sie hatten, für irgendetwas mit der ECOWALL investierten, glaube ich Ihnen heute schon nach den Ausführungen. Das sieht man im Akt, das merkt man, das ist Ihr Herzblut, aber die Frage ist, und das ist eine Frage, die man sich gefallen lassen muss: Wurde die Buchhaltung geführt, wenn ja, in welchem Umfang, von wem, wieso werden Rechnungen vorgelegt, die vom Anschein her eher in den privaten Bereich gehören, ich glaube Alimentationszahlungen.

Angeklagter: Das war ein Irrtum, bitte.

Einzelrichterin: Wir reden hier nicht davon, dass Sie böswillig die KEG in den Sand gesetzt haben. Das wirft Ihnen auch die Staatsanwaltschaft nicht vor, dann wäre es eine betrügerische Krida. Das haben wir auch oft genug.

Angeklagter: Schwerer gewerbsmäßiger Betrug war es zunächst vorher.

Einzelrichterin: Der ist vom Tisch. Für uns geht es hauptsächlich um die KEG, um das Faktum RATHKOLB. Da ist die Frage, da brauche ich den Sachverständigen, was haben wir, wie ist es gemacht worden und ist Ihnen das vorwerfbar im Sinne einer groben Fahrlässigkeit. Hat man in der Hitze des Gefechts ein bisschen vergessen die Erbsen in die richtige Schublade zu ordnen?

Verteidiger: Das ist aber die rechtliche Beurteilung, das kann der Sachverständige nicht sagen, oder?

Einzelrichterin: Das kann der Sachverständige nicht sagen, der kann mir sagen, was für BENE-Ordner er vorgelegt bekommen hat, um das Gutachten zu machen. Hier ist meines Wissens im ersten Rechtsgang viel nachgeholt worden, was im Ermittlungsverfahren glaube ich nicht erfasst worden ist. Wir haben hier, glaube ich, ein fertiges Konvolut und dafür brauche ich natürlich den Dr. GERINGER, den wir uns das nächste Mal anhören können.

47 von 56:

Eine inhaltliche Prüfung der Wertigkeit wird erstens ex post nach 17 Jahren für so ein Projekt kaum gehen, man verrennt sich, ich bin kein Techniker, ich bin technisch, glaube ich, nicht völlig verblödet, aber es ist ein Projekt, wo man nicht automatisch sagt:

Um Gottes Willen, wie kann man denn so etwas machen. Das ist genau die Zeit, wo wir gesagt haben, wir haben mehr Müll als Menschen, was machen wir? Das ist alles eine Richtung, aber ich glaube nicht, dass es Sinn macht, einen Sachverständigen zu suchen, der in der Lage ist, auch in einem ökonomisch, irgendwie noch tragbaren Bereich, festzustellen, wie es damals war. Wir können den Markt von damals nur mehr ex post betrachten. Wir sind in einem Bereich, wo ich sage, es ist dann auch Beweiswürdigung und rechtliche Beurteilung. Aber der Knackpunkt, unabhängig vom RATHKOLB, wo die subjektive Tatseite das Thema ist, ist hier für mich Buchhaltung ja, nein, wenn ja, wie, sauber oder nicht sauber. Man muss halt, wenn man so ein Projekt hat, auch den langweiligen Teil, die Buchhaltung erledigen. Da ist es manchmal besser, wenn quasi die innovativen Genies einen Steuerberater und einen Buchhalter an der Seite haben, die sagen: „Ja, Deine Idee ist fantastisch, jetzt bringen wir es in eine Excel-Sheet. Das ist die Frage, hat das hier funktioniert oder nicht.

Verteidiger: So, wie ich es verstehe, nur noch zur Veranschaulichung, ist glaube ich die Frage, weil Sie gesagt haben, saubere Buchhaltung oder nicht saubere Buchhaltung, dass sie nicht ganz exakt war, sehen wir eher schon aus dem bisherigen Gutachten. Die Frage ist, dazu werden wir Dr. GERINGER wahrscheinlich auch brauchen, war es ausreichend sauber oder ausreichend gut genug, um zu erkennen, wo befinde ich mich finanziell?

Einzelrichterin: Vorausgesetzt, ich schaue auch gerade hin. Das ist der zweite Punkt. Wir sind in einem Fahrlässigkeitsdelikt. Da ist für mich der interessante Teil, die Verjährungsproblematik habe ich rechtlich durchgeprüft, das ist ein interessanter Punkt hier, sagt auch der Oberste ganz klar, das pickt.

Verteidiger: Ja, aber der Bittere für ihn ist, dass er wegen eines Fahrlässigkeitsdeliktes eine Verlängerung der Verjährungsfrist hat eines Vorsatzdeliktes. Das ist der bittere Punkt.

Einzelrichterin: Das ist das Gesetz, § 58 StGB.

48 von 56:

Angeklagter: Ich erinnere nur, dass ich seinerzeit, am Beginn des Verfahrens, mehrere Sachverständige angefordert habe, nicht nur einen Buchhalter, sondern verschiedene Fachleute. Das war mir ein Anliegen, dass aus der Sicht der Fachleute das Projekt beurteilt wird, weil es ging ja um den Vorwurf, diese massiven Vorwürfe, ich hätte den Sachverständigen gefragt, einen Maschinenbauer, einen Projektentwickler, wie viel Prozente für Entwicklungskosten eines Projektes eine Innovation, die Prozente des Marktvolumens sind da anzurechnen. Das hätte ich ihn gerne gefragt. Ich sage Ihnen gleich die Zahlen in Schillingen. 30 Milliarden ist der Markt in Österreich, in Europa mindestens mal 20, in Amerika noch einmal in der Größenordnung, also mindestens eine Milliarde.

Ich will nur eine Größenordnung angeben. Drei, vier, fünf Prozent von Umsätzen oder mehr bei schwierigen Projekten, das ist ein schwieriges Projekt als Forschung, Entwicklung, von der Vermarktung will ich noch gar nicht reden. Damit wir leichter rechnen, 10 % von einer Milliarde sind 100 Millionen, da die Hälfte sind 50 Millionen, also in der Größenordnung diese 50 Millionen Euro kann man grob budgetieren für Innovation, von Null weg im neuen Markt, für ganz Europa, für Amerika, usw. Was habe ich ausgegeben, das ist ja unglaublich. Von meinen Vorleistungen abgesehen und von den Umsätzen damals bei der KEG, Euro 200.000,-- habe ich investiert, für im Vergleich, wenn man es grob schätzt, 50 Millionen. Das ist unglaublich, und dann mir vorwerfen, dass ich grob fahrlässig, dass ich Geld rausgeschmissen habe, ....

Einzelrichterin: Das mit dem Geld Rausschmeißen, das ist der Eindruck, den Sie haben, der aber eigentlich nicht transportiert werden soll. Sie sind auch nicht der erste Eigentümer oder Geschäftsführer einer Firma, der das nicht versteht. Ich verstehe das auch, dass man das schwer nachvollziehen kann. Das Problem ist, das Gesetz sagt, es gibt diesen Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit, das wird an Parametern von Betriebswirtschaftlern festgemacht, ex post. Das ist sicher auch das Unfaire bei Erfindungen und bei genialen Projekten, man fragt dann nicht: „Was wäre gewesen, wenn der eine Auftrag hereingekommen wäre", dann wäre das Startup durch den Planeten durch und ich werde Multimillionär. Ich sage mal, wenn der Herr MATESCHITZ zum falschen Zeitpunkt das Falsche investiert hätte, hätte es auch vielleicht kein Red Bull Imperium gegeben. Das, glaube ich, ist hier auch so ein Fall.

49f von 56:

Die Idee, die hier am Tisch liegt, klingt für mich persönlich sehr gut. Ich bin kein Techniker, aber wir haben Wiederverwertung, wir haben, Sie haben völlig recht, die Zäune bei der Autobahn sind grauenerregend, wir haben Altstoff-Recycling, wir haben anscheinend billige Betriebskosten.

Angeklagter: Begrünung, CO2.

Einzelrichterin: Natürlich. Die Frage ist, haben Sie sich überhoben oder nicht?

Wenn dieses Projekt von der Voestalpine vielleicht auf die Beine gestellt wird, oder wenn Sie einen Gönner haben im Hintergrund, der sagt: „Herr LEDERBAUER, machen Sie Ihr Projekt, das ist genial, wann immer Sie Geld brauchen, kommen Sie, ich lege die Schecks hin", dann hätte das sein können. Ihr Problem ist, Sie haben ganz knapp kalkuliert, no na, woher soll es kommen und Sie haben überhaupt keinen Bewegungsspielraum gehabt, wenn irgendetwas schief geht. Sei das jetzt mit dem einen Vertrag mit der ÖBB, warum auch immer etwas schief geht, sondern Sie konnten sich von einem Auftrag zum nächsten Auftrag durch hanteln und wussten genau, ich kann den nur finanzieren, wenn der davor rechtzeitig bezahlt. Das heißt, Sie schrammen immer ganz nah an der Zahlungsunfähigkeit vorbei.

Natürlich, das kann wunderbar aufgehen die Lösung, ich bin mir sicher, es gibt 100e Unternehmen in Österreich, die 1000mal schlimmer in der Mise waren, und es aber geschafft haben, weil sie Glück hatten, oder es kann schief gehen, weil die Finanz einem einen Strich durch die Rechnung macht, die Gewerbebehörde schwierig wird, weil ein Auftraggeber flöten geht oder weil ein Partner in Konkurs geht und nicht liefern kann.

Es sieht für mich hier schon so aus, als wäre es auch ziemlich blöd hergegangen, so, wie das mit der ÖBB ist. Die Frage ist aber, und das muss man sich als Erfinder auch gefallen lassen, das sieht die StPO und das StGB vor, muss ich als Erfinder den Punkt erkennen, wo ich sage, okay, es geht sich hinten und vorne nicht mehr aus, ich muss aufhören. Auch wenn das natürlich oft in einem Zeitpunkt ist, wo man sagt, ja, wenn es gut ist, schnalzt der Gewinn nach oben und wir haben ein riesen Projekt und wir sind auf der Safeside, und wenn es schief geht, da ist nicht viel Spielraum. Ihr Bewegungsspielraum war extrem klein, das sieht man. Das ist eine massive Unterkapitalisierung, Sie konnten nicht agieren, Sie konnten Loch auf, Loch zu machen. Die sagen auch alle: „Die Idee war brillant." Mir hat einmal einer gesagt: „Die anderen gehen ins Casino, ich beteilige mich halt hoch. Wenn es aufgeht, habe ich Glück, wenn es weg ist, ist es weg." Das haben auch diese anderen Ärzte so gesehen.

50f von 56:

Das Einzige ist die Frage, hatten Sie Ihre Buchhaltung in Ordnung, ja oder nein, und hier sind relativ deutliche Kriterien, die auch dem Gericht wenig Spielraum lassen. Das sind gewisse Kriterien, war die Buchhaltung geführt, war sie richtig geführt, war das ordentlich verbucht und bis dato, muss man ehrlich sagen, kommen anscheinend auch Irrtum, oder wie auch immer, ich unterstelle Ihnen keine böse Absicht, da hatten Sie wahrscheinlich andere Sorgen, um die Sie sich kümmern mussten in dem Zeitpunkt. Wenn eine Wand umfällt, muss man dort hin, das ist aber ganz oft so bei solchen Projekten, die eigentlich eine One-Man-Show sind, gleichzeitig familiäre Sorgen, gleichzeitig das Disziplinarverfahren beim Rechnungshof, das ist alles nicht lustig.

Auch Ihr Tag hat nur 24 Stunden, aber das ist der Knackpunkt, muss man sich hier den Vorwurf gefallen lassen, die Buchhaltung hätte man, trotz allem, sauber machen müssen oder nicht. Das Faktum RATHKOLB ist ein eigener Punkt.

Angeklagter: Ich bin ganz begeistert, wie Sie das zerpflücken, zum Teil ist das neu, die ganzen StPO-Stichtage, usw. Das werden Sie schon zu beurteilen haben und haben Sie eh schon gemacht.

Zum Sachverständigen noch einmal, ich bin froh, dass er geladen wird. Ich habe eine Unzahl von Fragen, ich sage nur jetzt zwei wichtige Dinge. Ich habe dem Dr. GERINGER persönlich in seiner Kanzlei das kurz gesagt, was ich schon ausführlich gesagt habe, dass ich von der KEG ein Darlehen genommen habe. Das ist alles nachvollziehbar, Ende Dezember 2000, glaube ich. Jedenfalls habe ich von der KEG ein Darlehen genommen, warum habe ich das gemacht? Die Schulden habe ich
schon. Die Verluste, die entstanden sind, konnte ich den Mitgesellschaftern der KEG zuteilen, das war halt so, das ist rechtlich in Ordnung, das ist auch zum Teil akzeptiert worden, zum Teil auch nicht. Darauf konnte ich keinen Einfluss nehmen.

Ich habe dem Sachverständigen nachvollziehbar per Email, Gott sei Dank, das wichtigste Email in der Geschichte, geschickt. Alle Ausgaben sind in meiner Buchhaltung verbucht. Was macht der Dr. GERINGER in seinem Gutachten, er stellt so dar, als besteht der Verdacht, da müsste ich ja ein Volltrottel sein, das war der Grund für den ersten Prozess, der unterstellt mir, ich hätte ein Darlehen genommen und das privat ausgegeben.

51f von 56:

So stumpfsinnig dumm darf ein Sachverständiger gar nicht sein, der müsste ja sofort seine Befugnis verlieren, was ich noch nicht versucht habe, noch nicht initiiert habe. Er hat eine völlig nebulose Darstellung gemacht, die dann dazu geführt hat, dass ich wegen schweren gewerbsmäßigen Betrug angeklagt wurde. Das ist mal die eine Seite. Das hat er negiert. Er musste es zur Kenntnis nehmen, dass ich das gemacht habe. Erst dann wurde ich aufgefordert, Belege zu geben. Mein Büro und meine Wohnung, 135 Quadratmeter, ist zu einem Drittel bumm voll mit Akten gewesen. Jetzt ist es ausgelagert. Ich kann nicht beim Erst-Gespräch mit dem Sachverständigen mit einem LKW vorfahren.

Einzelrichterin: Aber das konnte ja jetzt saniert werden. Unterlagen haben Sie ja vorgelegt.

Angeklagter: Nein, es ist überhaupt nichts. Ich habe dann Kopien, das gebe ich zu, weil Original gebe ich nicht raus, mit einem Koffer dem Sachverständigen gebracht. 2800 Belege aus meiner Buchhaltung, schön aufgezeichnet, der Mitarbeiter hat das genau kontrolliert. Meine Buchhaltung war eine Auflistung der Belege, Einnahmen-Ausgabenrechnung und die Kopien der Belege.

Einzelrichterin: Ihre private oder die der KEG?

Angeklagter: Nein, darauf will ich ja hinweisen, das war meine Buchhaltung, weil ich gesagt habe ich übernehme ein Darlehen und die Betriebsausgaben gehen über mich, die kann ich verbuchen. Ich wollte auf Bilanzierung übergehen, sodass die Verluste, die damals am Anfang noch entstanden sind, mir zugute kommen und in meine Bilanz einfließen. Ich kann einen Verlustvortrag machen, das kann ich als Einnahmen, Ausgaben nehmen.

Ich habe die Belege nicht auf Büttenpapier geschrieben und golden eingerahmt, sondern ich habe die Kopien gelocht, nummeriert und abgelegt. Ich habe eine Mitarbeiterin gehabt, furchtbar, die hat das gemacht. Ich habe das kontrolliert, bitteschön, das nicht, das muss man so und so weitermachen, also die ganze Arbeit habe nicht ich gemacht, sondern Mitarbeiter, aber ich bin verantwortlich dafür, das weiß ich.

Einzelrichterin: Was ich nicht verstehe, und da müssen wir uns eh das nächste Mal damit beschäftigen, das muss ich auch den Sachverständigen fragen, weil, was sind die Grundsätze von Buchhaltung & Co, ist sein Thema, die Frage ist eben, ob das so buchhalterisch, im Sinne der Buchhaltungsbestimmungen, und die gibt es ja, sauber ist oder nicht, ob man das nicht in der KEG hätte verbuchen müssen. Das sind Punkte, das ist nicht mein Fachgebiet.

52 von 56:

Angeklagter: Ich habe dem Sachverständigen eine lange Liste von Fragen schon am Beginn des Prozesses übergeben, zuletzt noch einmal eine reduzierte Liste. Dann ist der Herr Sachverständige am 15.12.2015 nicht erschienen, ich konnte ihm gar keine Fragen stellen. Die ganzen Dinge sind offen gewesen. Es ist schön, dass das geklärt wird.

Ich will noch etwas sagen, das muss man alles beurteilen. Ich habe in meiner Wohnung, das ist eine große Altbauwohnung, drei Zimmer, mit meinen Mitarbeitern gearbeitet. Alle Akten habe ich abgelegt. Freunde, die mich noch besuchen, wundern sich: „Sag mal, was hast Du da drinnen?" Ich habe die Hälfte ausgelagert, jetzt nach Vösendorf. Ich habe alles, was da das Gesetz fordert, abgelegt. Der Sachverständige ist dann, weil ich das gefordert habe, tatsächlich bei mir erschienen mit einer Assistentin.

Ich habe die Tür aufgemacht, er war fassungslos ob der vielen Akten. Er schaut die anderen Räume an, alles bumm voll mit Akten. Er hat gesagt: „Kann ich ein Foto machen?" Ich habe gesagt: „Keinesfalls, aber machen Sie einen Bericht." Der ist auch noch nicht heute vorgelegt. Das heißt, der Sachverständige hat mir Wut gemacht, wie ich schon früher erzählt habe. Der hat kein Darlehen genommen, der hat das privat verwendet. Meine Wohnung hat damals ca. Euro 300,-- gekostet. Die Wohnung ist, wenn ich sie überhaupt finde im ersten Bezirk, mindestens Euro 5.000,-- Miete wert. Entweder ist der Sachverständige zu blöd dafür. ...

Einzelrichterin: Das ist das letzte Mal noch erörtert worden. Der Kollege KREUTER hat gesagt, die Privatnutzung der Wohnung war ein Thema, das weiß ich. Der Haken ist hier, und das ist das, was schwer nachzuvollziehen ist für Sie, glaube ich, das Gesetz, so wie es konzipiert ist, stellt diese Fragen nicht. Das ist vielleicht auch der Grund, warum viele meiner Vorgänger diese Fragen überhaupt nicht stellen. Die Frage ist, ich habe eine Gesellschaft, die in Konkurs geht, völlig wurscht, was das für eine Gesellschaftsform ist. Das ist unbestritten, das ist ein Faktum, den Konkursakt haben wir.

53f von 56:

Angeklagter: Ja, leider.

Einzelrichterin: In diesem Konkursakt zeigt sich, wer hat den Antrag gestellt. Ich glaube in Ihrem Fall war es die Gebietskrankenkasse bei der KEG, wie sie selber schreibt wegen ein paar Hundert Euro. Dann kommt der Masseverwalter, der schaut, was haben wir, was haben wir nicht, was haben wir für Forderungen, was wird angefochten. Dann ist es relativ simpel nach dem Gesetz. Das Gesetz sagt: Okay, wir haben eine Gesellschaft, die ist in Konkurs, es gibt Geschädigte, ja oder nein, und gibt es Buchhaltung, gibt es besondere Vorkommnisse, hat es seltsame aufwendige Geschäfte gegeben, ja oder nein. Wenn ich irgendeines dieser Kastel hier ankreuzen kann, ist nach dem Gesetz die grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen erfüllt. Es sind mehrere Fälle, ich glaube Absatz 5 ist das, die das Gesetz vorsieht. Einer davon ist, genau, wie es drinnen steht, die Unterlassung der Buchhaltung bzw., sehr salopp formuliert, die schleißige Buchführung, weshalb demjenigen der Überblick nicht so bewusst war oder gegeben war, wie er hätte sein sollen. Darum musste keiner meiner Vorkollegen sich hier inhaltlich näher beschäftigen mit den Lizenzgebühren, etc., sondern wir haben das Konkursverfahren, wir haben einen Masseverwalter, wir haben Geschädigte und einen Sachverständigen. Das ist der Punkt, wo Sie ins Spiel kommen, der sagt, die Buchführung war nicht, wie sie ein ordentlicher Geschäftstreibender führen sollte. Auf das müssen und können wir, das ist auch gut, weil sonst das Verfahren noch ein Jahrzehnt braucht, es einschränken. Das ist auch das, worauf wir genau schauen müssen, wo ich natürlich einen Sachverständigen brauche.

Angeklagter: Ich bin ganz bei Ihnen. Ich habe das so verstanden jetzt, dass der § 159, also jeder einzelne Punkt, schon reicht. Ich habe zu jedem einzelnen Punkt, das ist das Dokument, das Sie heute bekommen haben, eine kurze Stellungnahme abgegeben. Ich habe nicht einen deutlichen Bestandteil meines Vermögens zerstört, weder beschädigt, nichts habe ich gemacht.

Einzelrichterin: Das ist auch nicht Thema.

Angeklagter: Das wird mir vorgeworfen.

Einzelrichterin: Nein, Sie müssen sich den konkreten Vorwurf anschauen. Dieses besonders außergewöhnlich gewagte Geschäfte hat der Kollege KREUTER bereits ausgeschieden. Ich glaube nicht, dass ich hier klüger sein muss als er.

54 von 56:

Angeklagter: Eigentlich war es nicht außergewöhnlich.

Einzelrichterin: Nein, außergewöhnlich gewagt. Ein außergewöhnliches Geschäft ist nicht immer außergewöhnlich gewagt.

Angeklagter: Es ist heute noch ein außergewöhnlich gewagtes Geschäft, weil auf dem Gebiet schwerste Korruption und Unvermögen gegeben ist.

Einzelrichterin: Was der Tatbestand unter außergewöhnlich gewagt versteht, ist et- was anderes, als was man als Normalverbraucher entsteht.

Angeklagter: Es ist auch heute noch ein außergewöhnlich gewagtes Geschäft, weil hier Korruption in der übelsten Form passiert und auch der Rechnungshof versagt hat.

Einzelrichterin: Das ist jetzt nicht das, was der Tatbestand darunter versteht.

Angeklagter: Wenn mir vorgeworfen wird, ich habe ein außergewöhnliches Geschäft, das nicht zu einem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb gehört, genau das war es, durch Spielen oder Wette, ich habe nicht gewettet.

Einzelrichterin: Ich bin hier auch eher, wenn, dann bei dem Themenkreis, wie es der Kollege KREUTER rausgepickt hat, nämlich die Geschäftsbücher und die geschäftlichen Aufzeichnungen. Das außergewöhnliche Geschäft, und es ist auch der Schuldspruch seitens der Staatsanwaltschaft nicht angefochten worden. Ein Thema ist natürlich das Privatdarlehen, wo Sie sagen, das kann man erörtern, und das zweite Thema ist Geschäftsbücher.

Ich würde vorschlagen, für den nächsten Termin lade ich den Sachverständigen dazu, der wird hoffentlich ein bisschen Licht in die Sache bringen und uns das darlegen können. Bis dahin habe ich auch Zeit mich mit den Ausführungen, die heute hereingekommen sind, zu beschäftigen. Soweit ich das im Moment überblicken kann, ist zu diesem Themenkreis auch kein weiterer Zeuge existent. Wie gesagt, die Frage, ob das eine gute Idee oder eine schlechte Idee war, ob die ECOWALL ein Milliarden-Umfang ist oder nicht, ist für den Tatbestand und den Vorwurf eigentlich irrelevant, so arg das für Sie klingen muss, ist aber für mich auch unbestritten, dass es eine gute Idee ist.

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Verteidiger: Zumindest nicht schlechter als viele Ideen, die erfolgreich am Markt sind.

Einzelrichterin: Nein, von irgendwelchen Energie-Drinks hätte man auch nie gedacht, dass die funktionieren. Das ist ein Themenkreis, den wir uns das nächste Mal noch anschauen müssen.

Es ergeht der BESCHLUSS auf Vertagung der Hauptverhandlung auf 14., 15. oder 16. November, da der Termin vorerst mit dem SV zu akkordieren ist.

Der Verteidiger ersucht um Terminbekanntgabe via Email.

Die Staatsanwältin und der Verteidiger ersuchen um eine Protokollsabschrift.

Angemerkt wird neuerlich, dass ein Resümee-Protokoll angefertigt wurde.

Der Angeklagte bedankt sich für diese Prozessführung.

Ende: 12.07 Uhr

Die Einzelrichterin:
Landesgericht für Strafsachen Wien
Wien, am 27. September 2017
Mag. Christina SALZBORN (RICHTERIN)
Elektronische Ausfertigung
gemäß § 79 GOG

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ZITATE-ENDE

Persönlicher Hinweis zur Transkription: Tippfehler-Korrekturen: Seite 2: ... substanziiert ... Einzelrchterin ...  Seite 53f: ... vor sieht ...

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