Autor Thema: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012  (Gelesen 60130 mal)

silversurfer

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #150 am: 05 Juli 2012, 00:42:34 »
---einen ÜBER DRÜBER ORDEN  könnte sich sich aber ein sta verdienen , wenn er endlich dem querulatorischen bruder des oberst  kröll endgültig das fragwürdige handwerk   legen würde  : kann doch nicht sooo schwer sein :)

silversurfer

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #151 am: 05 Juli 2012, 02:39:50 »
..vieeeel  interessanter aber ist , ob " man" es sich gefallen lassen kann, dass jemand  einer behörde (sta innsbruck ) - und einer übergeordneten behörde (   osta innsbrucki) , - und einer überdrübergeordneten behörde  (bmj)   -  eine ORGIE AN WILLKÜR  vorwirft (kurier- intervirew des rzeszut)  !!
    ginge wohl nur dann , wenn "man" dem  rzeszut  zurechnungs-  UN - fähigkeit    als  allgemein bekannte eigenschaft zubilligt ---
    dürfte etwas schwierig sein, bei diesem KOMMUNIQUE eines PARLAMENTARISCHEN  ausschusses  !
    d,h, aber:  psychiatrierung des rzeszut unentbehrlich --- oder , falls "man" ihm zurechnungsfähigkleit zubilligt :  ANKLAGE WEGEN  VERLEUMDUNG VON STAATSANWÄLTEN; OBERSATAATSANWÄLTEN UND BEAMTER DES BMJ :::::::::::::::::::
    kürzer gehts nicht : §§ 111 , 117 stgb . allenfalls 116 StGB  --- an einer strafrechtlicvhen  verfolgung des rz führt  nun kein weg  vorbei --- ausser bei seiner öffentlichen zurechnungsUNfähigkeitserklärung (dies wäre vielleicht aber    ein politisches   problem bei    einem ehemaligen höchstrichter, der  zudem noch  gewiss den  WAHRHEITSBEWEIS  antreten würde )   ....... hats wirklich nicht leicht , die frau bmj (die aber - wie sich in der inseratenaffäre zeigt, im gegensatz zu   ihren vorgängerinnen, vor weisungen an die osta nicht zurückschreckt) ....
    bin ich froh, dass ich der DON  bin , und mich vorerst ziurücklehnen  kann  ---- aber dannn !!

Lilly Rush

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #152 am: 05 Juli 2012, 07:49:26 »
@ silversurfer

Vielen Dank für ihre nächtlichen Ergüsse!

Fasse ihre Posts zusammen:

Kronawetter 2006:
zuständig für Anweisung der Obduktion der Leiche Priklopils (Frage der Notwendigkeit bei eindeutigem Schienensuizid)
 
Mühlbacher Graz 2010:
zuständiger Staatsanwalt bei "Selbstmord" Oberst Kröll. Gibt keine Anweisung zur Obduktion obgleich zweifelhafte Umstände vorliegen (Testament wird erst Tage nach der Leichenauffindung im offenen Tresor entdeckt, Wohnung ist unversiegelt und wurde u.a. vom Bruder betreten, zunächst keine Schmauchspuren auf den Händen, Rechtshänder erschießt sich mit links, Projektil wird nicht aufgefunden ...)
Mühlbacher gibt Anweisung den Bruder des Verstorbenen zu verfolgen (man beachte: Wohnung war unversiegelt und behauptete entnommenen Wertgegenstände hätten polizeilich gesichert werden müssen; auch die von der Tatortsicherung gemachten Fotos liefern weder Hinweise auf die Wertgegenstände noch auf den Schrank in dem das Testament gefunden wurde).
Eine gründliche Obduktion der Leiche Oberst Krölls wäre dem Staat allemal günstiger gekommen als die Verfolgung des Bruders und das gerichtliche Nachspiel (nicht zu reden vom Rattenschwanz der Aktionen Dr. Rzeszuts vom Verfahren in Innsbruck bis zum U-Ausschuß).

Zitat
die frau bmj (die aber - wie sich in der inseratenaffäre zeigt, im gegensatz zu   ihren vorgängerinnen, vor weisungen an die osta nicht zurückschreckt) ....


Einer Ablösung der Justizministerin sehe ich hoffnungsfroh entgegen.
Das Ansehen der Justiz und die Rettung der Unabhängigkeit der selben kann nur noch einer retten:

Dr. Franz Fiedler

Er gilt als einer der nicht auf Zuruf agiert - schlecht für die Parteien - gut fürs Volk.
Bin für eine Direktwahl des Volkes von Fiedler.

Gast m0nk

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #153 am: 05 Juli 2012, 08:00:17 »
Bei Zugleichen ist eine Obduktion verpflichtend.

Die richtige Fragestellung an den GM sollte aber lauten, ob Fremdverschulden ausgeschlossen werden kann.

Politicus1Gast

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #154 am: 05 Juli 2012, 08:15:50 »
Österreich hat eine hohe Selbstmordrate .... (verschwör, verschwör ...)

Schlussfrage: gab es z.B. 2006 noch andere Bahn-Selbstmorde? Falls ja, wurden Obduktionen durchgeführt? Umfassend?

silversurfer

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #155 am: 05 Juli 2012, 09:06:21 »
@M0nk :  "bei zugleichen ist eine obduktion verpflichtend " ------
   könnten Sie auch anführen, worauf Sie diesen quatsch stützen  ?

silversurfer

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #156 am: 05 Juli 2012, 09:57:18 »
--ich hab nämlich immer noch nicht die gesetzlichen vorschriften gefunden, wonach
 bei eindeutigen selbstmorden von polizeilich gesuchten kindesentführern JEDENFALLS  zu obduzieren ist   wenn sie  sich von einem zug überfahren lassen ---
    aber KEINESFALLS  zu obduzieren ist , wenn es sich bei der leiche um einen polizeioberst handelt, mag auch der nähere hergang der tötung unter verwendung einer schusswaffe noch so fraglich erscheinen............
    zweck einer obduktion ist nämlicher IMMER  die klärung  von anlass und ursache des todes bzw die feststellung von anderen für die aufklärung einer straftat wesentlichen umständen  ( § 125 Z 4 stpo neu seit 1.1.2008 ------ und vorher wars auch nicht anders !)

Gast m0nk

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #157 am: 05 Juli 2012, 10:44:21 »
@M0nk :  "bei zugleichen ist eine obduktion verpflichtend " ------
   könnten Sie auch anführen, worauf Sie diesen quatsch stützen  ?

Seitdem es Zugleichen gibt, wird dieser Quatsch so gehandhabt, glehrt, erlassweise geregelt und praktiziert. Es findet sich auch in jedem Handbuch für Untersuchungsrichter und in den Dienstanweisungen für Staatsanwälte und Ermittlungs(polizei)beamte, nicht nur in Österreich.

silversurfer

  • Gast
Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #158 am: 05 Juli 2012, 10:49:16 »
----bitte um wenigstens EINE  österr. quelle !
    als "handbuch für untersuchungsrichter" kenne ich übrigens nur jenes bahnbrechende werk  des grazer richters GROSS aus dem 19. jhdt , wonach im falle eines diebstahles im ländlichen bereich vorerst zu untersuchen ist, "ob zigeuner in der gegend waren" :)

Offline nejah

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #159 am: 05 Juli 2012, 11:08:18 »
Können wir bitte nochmals zum eigentlichen Thema zurückkommen???

Lt. Abschlußbericht wurden dem Ausschuß NICHT ALLE AKTEN zu Verfügung gestellt. Es gibt aber eine Vollständigekiterklärung der Ministerien, wonach alle Akten AUS INNSBRUCK dem Ausschuß zur Verfügung gestellt worden sind.

Meine Meinung nach kann das ja nur heißen, daß beim Innsbrucker Verfahren gegen die StA ebenfalls NICHT ALLE AKTEN zur Verfügung gestanden sind. Damit wäre der Endbericht "für die Fisch" und jetzt die Frage an die Wissenden bzw. Fachleute hier: Müsste man Innsbruck dann nicht wiederholen, bzw. müßte da nicht die Behöre amtwegig tätigwerden bwz. welche Möglichkeiten gibt es da denn noch????

Politicus1Gast

  • Gast
Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #160 am: 05 Juli 2012, 11:42:16 »
Lt. Abschlußbericht wurden dem Ausschuß NICHT ALLE AKTEN zu Verfügung gestellt. Es gibt aber eine Vollständigekiterklärung der Ministerien, wonach alle Akten AUS INNSBRUCK dem Ausschuß zur Verfügung gestellt worden sind.

Meine Meinung nach kann das ja nur heißen, daß beim Innsbrucker Verfahren gegen die StA ebenfalls NICHT ALLE AKTEN zur Verfügung gestanden sind.

1) die Festellung des U-Ausschusses ist für mich durchaus glaubwürdig - nur, woraus leitet sich diese Feststellung ab? Könnte es sein, dass nicht vorgelegte Akten und Beweisstücke in vorgelegten zitiert sind? Dann kann man diese Unterlagen ja explicit zur Einsicht verlangen!
2) mich beschäftigt immer noch stark das angeblich ohne angefertigte Kopien an die NK übergebene "Tagebuch": wer hat den Beweis, dass tatsächlich keine Kopien angefertigt wurden? Wohl nur die mit der Herausgabe befassten StAe und andere Bedienstete. Was wäre mit einer Befragung dieser Personen?!

Schlussbemerkung: für mich ist nicht nur der Bestfriend und andere Teilnehmer an dieser Performance auffallend, sondern auch der ö. Journalismus! da sind allein im Kommunique des U-Ausschusses so viele unbeantwortete Fragen aufgezeigt, dass es doch eigentlich ein FRESSEN für jeden Journalisten und jede Zeitung wäre, diesen Dingen nachzugehen!
Zur Erinnerung: auch Nixons Watergate wurde nicht durch Politker oder Staatsanwälte aufgedeckt - sondern durch zwei mutige Journalisten...

silversurfer

  • Gast
Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #161 am: 05 Juli 2012, 16:01:00 »
LEICHENBESCHAU  und (damit nicht zu verwechseln) OBDUKTION !
  falls  die genauen gesetzlichen  regelungen  (inbesondere über zulässigkeit bzw nowendigkeit dieser maßnahmen) jemand  interessieren   :
   alte rechtslage (für tod des WP) : §§ 128 ff StPO alt ( in kraft bis 31.12.2007)
   neue rechtslage (für tod des oberst K)  : §§ 125 Z 3 und 4 ; 128 StPO neu (in kraft seit 1.1.2008)
    für die hier interessierenden fragen besteht aber zwischen alter und neuer rechtslage kein unterschied !
    für die wiedergabe von gesetzestexten halte ich aber ausschließlich den poster "wahrheitsforschung" für zuständig, den ich in seinen kometenzen keinesfalls beschneiden werde :)

silversurfer

  • Gast
Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #162 am: 05 Juli 2012, 16:37:51 »
sorry : für die alte rechtslage natürlich ab § 127 stpo alt

Offline Wahrheitsforschung

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Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #163 am: 06 Juli 2012, 14:24:29 »
WOLFGANG PRIKLOPIL VERSTORBEN AM 23.8.2006 „Fluchttag der NK“

Am 23.08.2006 gültige StPO (ohne Gewähr):

23.08.2006 STPO + WP
Antwort 43 am: 06.07.2012 um 13:54:08

DIKTATUR KRIMINELLER STAATSANWÄLTE - VERDACHT - SEITE 3
http://www.dieaufdecker.com/index.php/topic,55.30.html



+ IN MEMORIAM FRANZ KRÖLL, EINEM DER BESTEN ERMITTLER ÖSTERREICHS.

+ KORREKT UND UNVERGESSLICH + VERDACHT DER ERMORDUNG AM 25.06.2010


Am 25.06.2010 gültige StPO (ohne Gewähr):

25.06.2010 STPO + FRANZ KRÖLL
Antwort 44 am: 06.07.2012 14:18:19

DIKTATUR KRIMINELLER STAATSANWÄLTE - VERDACHT - SEITE 3
http://www.dieaufdecker.com/index.php/topic,55.30.html
« Letzte Änderung: 06 Juli 2012, 14:32:23 von Wahrheitsforschung »
Nur wenn Wahrheitsforschung vollkommen schad- und klaglos gehalten wird, stimmt Wahrheitsforschung weiteren Veröffentlichungen zu. FÜR EXTERNE INHALTE KANN KEINE VERANTWORTUNG ÜBERNOMMEN WERDEN. Es gilt die Unschuldsvermutung.

silversurfer

  • Gast
Re: Fall Kampusch: Geheim-Ausschuss legt Bericht vor - 28.06.2012
« Antwort #164 am: 06 Juli 2012, 17:13:22 »
Na also: Nach verlässlicher Vorlage der einschlägigen Bestimmungen:
Da Selbstmord bekanntlich straflos ist, müssten im Falle des Todes des WP der Staatsanwalt, der die Obduktion beantragt hat, bzw. der Untersuchungsrichter, der sie angeordnet hat, Zweifel darüber gehegt haben, ob der Tod durch ein Verbrechen oder Vergehen verursacht worden sei. Als mögliches VERGEHEN böte sich eine fahrlässige Tötung durch den Zugführer an (der vielleicht verspätet oder technisch falsch auf das Hindernis WP als Suizident oder als Fußgänger leichtsinnig die Gleisanlage querenden, dabei vielleicht stolpernden Passanten reagiert hat).  Derartige Zweifel bei StA oder UR zum Verhalten des Zugführers dürften aber nicht bestanden haben, zumal diesfalls zur verlässlichen Beurteilung dessen Verhaltens zusätzlich ein verkehrstechnisches Sachverständigengutachten erinzuholen gewesen wäre.
Bei Zweifel an einem Suizid kämen als VERBRECHEN Vorsatztaten wie etwa Mord, Totschlag, schwere Körperverletzung mit Todesfolge) in Betracht, wobei die Obduktion sinnvollerweise klären hätte können, ob WP tatsächlich im Halsbereich überfahren wurde bzw. ob dies - allenfalls was sonst - auch wirklich die Todesursache war. Allenfalls "sonstwas" als Todesursache bzw. eine bei Überfahrenwerden gegebene Bewußtlosigkeit infolge vorheriger Betäubung konnte durch das Obduktionsergebnis aber mangels umfassenden toxikologischer Untersuchung bzw. ohne Bestimmung des genauen Todeszeitpunkt durch etwa Temperaturmessung an der Leiche, nicht ausgeschlossen werden.
Eine allfällige Mitwirkung am Selbstmord (§ 78 StGB) durch irgendwelche vorangegangenen psychischen Einwirkungen bzw. sonstigen Hilfeleistungen hiezu hätte die Obduktion aber sowieso nicht klären können.
So gesehen war die Obduktion (samt hier überdies merkwürdiger Leichenbeschau) jedenfalls für den HUGO.
Es darf aber bezweifelt werden, dass StA oder UR sich dabei irgend etwas Vernünftiges gedacht haben (falls sie gedacht haben).
Bei einem klaren Suizid mit klarer Todesursache ohne jeden Hinweis auf Fremdverschulden besteht und bestand kein Anlass auf eine Obduktion.